Kind durch die Schule tragen

Steffi14

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11. März 2005
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Rheinland
@Rita : Ich muss jetzt aber doch mal kurz nachfragen. Dein Sohn ist 13 und kommt nächstes Jahr schon in die neunte Klasse? Ist das richtig? Ist er so früh eingeschult worden? Vielleicht liegt da der Kern des Problems. Er ist einfach "noch nicht soweit". Meine Tochter war und ist ja auch so eine ganz junge Schülerin. Mit 5 Jahren in die 1. Klasse gekommen. Das haben wir gemacht, damit sie mit ihrer besten Freundin in eine Klasse kommen kann. (Und ich brauche Euch nicht sagen, dass da heute nur noch sporadisch Kontakt besteht ...) Ich würde es nie mehr so machen.

Sie hatte lange, lange ein Reifeproblem. Das ist erst seit ein paar Jahren passé. Mein Sohn ist mit 6 1/2 Jahren in die Schule gekommen. Auch wenn man natürlich nicht alles vom Alter abhängig machen darf: Es war eine komplett andere Geschichte.

Just my few words...
 
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Das hatten wir auch. Deshalb musste sie die erste Klasse nochmal machen. Aber bei uns ist ja die 1. Und 2. Klasse in einem da wurde sie nicht aus dem Klassenverband gezogen.
Das mit 1. und 2. Klasse zusammen war bei uns auch so. Aber trotzdem hinkte sie einfach hinterher. Ich musste die ersten Jahre echt neben ihr sitzen, damit das mit den Hausaufgaben "fluppte". Es waren vor allem in Mathe große, große Kämpfe, die mir bis heute weh tun. Sie weinte, ich weinte, sie war verzweifelt, ich war verzweifelt. Das wünsche ich niemandem. Ich habe im Gymnasium die Verantwortung für Mathe dann abgegeben. Das war für uns beide das Allerbeste.
 
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Rita

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29. März 2003
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Wie stehen den die Noten bis jetzt, kannst Du ihn nicht einfach mal den Rest des Schuljahres einfach laufen lassen, ist ja nicht mehr so lange. Dann entspannt sich das Verhältnis wenigstens mal für ein paar Wochen...
An diese Art der Wirkung des Wiederholens hab ich noch gar nicht gedacht.
In diesem Schuljahr läuft sowieso nichts mehr, er hat nur noch neun Präsenztage in der Schule. Da es keine Noten und Leistungsnachweise mehr gibt, wird er aber auch keinen Denkzettel bekommen wenn er nichts mehr tut.

Nach den bisherigen Noten hat er das Schuljahr bestanden. Mit meiner Hilfe eben.
 
Rita

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Ich habe ihr nicht geholfen und zwar nicht weil ich bösartig bin und sie scheitern sehen wollte, sondern weil sie faul war und nicht dumm.
Darüber bin ich gerade gestolpert. Ich glaube, Laurin ist natürlich auch faul, oder er mag sich einfach nicht anstrengen, freundlicher ausgedrückt. Aber oft denke ich mir, er kann auch gar nicht. Er ist unstrukturiert, es fällt ihm wahnsinnig schwer, sich einen Überblick zu verschaffen und einen Arbeitsauftrag logisch abzuarbeiten. Was ihn überfordert oder anstrengend erscheint, lässt er einfach weg. Sein Arbeitstempo ist sehr langsam. Es ist nicht so, dass es nur am "Wollen" liegt. Er kann auch vieles nicht. Seine Begabungen liegen im sozialen und sportlichen Bereich. Leider ist das in der heutigen Zeit nicht so gefragt wie gute Schulabschlüsse...
 
Rita

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Durch das Praktikum war sie sich sicher,das lernen zu wollen. Sie hat mit 17 Jahren einen der 25 Ausbildungsplätze ergattert.
Das ist schön zu lesen, dass sich Milena für einen Beruf entschieden hat und den Ausbildungsplatz dann auch bekommen hat!
 
Rita

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@Rita : Ich muss jetzt aber doch mal kurz nachfragen. Dein Sohn ist 13 und kommt nächstes Jahr schon in die neunte Klasse? Ist das richtig? Ist er so früh eingeschult worden? Vielleicht liegt da der Kern des Problems. Er ist einfach "noch nicht soweit". Meine Tochter war und ist ja auch so eine ganz junge Schülerin. Mit 5 Jahren in die 1. Klasse gekommen. Das haben wir gemacht, damit sie mit ihrer besten Freundin in eine Klasse kommen kann. (Und ich brauche Euch nicht sagen, dass da heute nur noch sporadisch Kontakt besteht ...) Ich würde es nie mehr so machen.
Er ist am 14. August geboren und war damit gerade sechs als er in die Schule gekommen ist. Also zwar jung, aber damals schulpflichtig. Wir haben darüber nachgedacht ihn zurückstellen zu lassen, aber uns ist abgeraten worden, weil das nicht so leicht gehe. Man hätte schon Therapien mit ihm machen müssen (was hätte ich denn therapieren lassen sollen, er hatte ja nichts außer dass er jung war). Insofern wäre auch altersmäßig überhaupt kein Problem vorhanden, wenn er mal ein Jahr wiederholen würde.
 
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Insofern wäre auch altersmäßig überhaupt kein Problem vorhanden, wenn er mal ein Jahr wiederholen würde.
Das war auch mein Gedanke. Für ihn wahrscheinlich sogar die beste Lösung. Bein uns in NRW darf ja in diesem Schuljahr niemand sitzen bleiben, aber wenn es Kinder gibt, denen eine Wiederholung gut täte, dann können Eltern und Lehrer beraten. Vielleicht tatsächlich eine Option für Euch, Rita?