Welches Outfit zur Kommunion?

Steffi14

Emotionsknödel
11. März 2005
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Rheinland
Ich erinnere mich noch gerne daran, dass der Mann der Cousine meines Mannes zu unserer Hochzeit (kirchlich, also entsprechend festlich, allerdings ohne Dresscode, wie ja heute üblich) in der ausgebeutelten Arbeitsjeans mit verwaschenem Hawaii-Hemd ankam. Mir machte es nichts aus. Nur die Familienfotos sahen mit dem Catweazle am Rand sehr amüsant aus...:haha:
 

Petri

Miss Marple
3. Januar 2011
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Ich bin da ja auch etwas old school und wünsche mir schon etwas schickere Kleidung zu einem Event wie Kommunion oder Hochzeit. Selbst zu Weihnachten machen wir uns schick. War in unserer Familie schon immer so. Aber jeder handhabt das so, wie er es mag.
 
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Reactions: Elchen

talnadjöfull

Bücherwurm
24. April 2005
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Wilhelmshaven (Nordseeküste)
Nun, Jeans ist nicht gleich Jeans. Eine gleichmäßig gefärbte tiefdunkelblaue Jeans hat eine völlig andere Wirkung als eine stoned mit Löchern. Und hier macht sich jemand Gedanken um das geeignetste Outfit mit dem was da ist und erfährt dann dass man damit eher wegzubleiben hat? Eben nicht. In meinem ersten Post habe ich schon geschrieben, dass das Maß für das Schickmachen der Träger selbst ist. Und nicht, dass es nicht sinnvoll sei.

Eine der Patinnen hat z. B. erhebliche Geldsorgen und das Schickste aus dem Schrank geholt was sie hat. Und sie war da. Da hat es niemanden zu kümmern ob es für andere auch noch schick genug ist. Jemand anderes hat vielleicht was Schickeres, möchte aber den Focus auf den Inhalt legen und die Kinder nicht in den Schatten stellen. Denn die haben auch nicht immer die teuersten Kleider und Anzüge bekommen können. Und auch nicht immer die "richtigen" Schuhe. Außerhalb von Coronasonderregeln gehört der Gast ja auch in der Kirche mit dazu.

Das Maß bleibt immer der Träger selbst und nicht die "das gehört sich aber anders"-Vorstellung anderer Leute.

Und es geht um das Kind und seine Erstkommunion, und nicht darum wie genau man auf der Feier aussieht. Darin drückt sich die tatsächliche Achtung eben nicht (nur) aus. Geht es darum was man ist oder was man vorgibt zu sein? Bin ich nur mit der "richtigen" Klamotte liebenswert?

„Er blickte aber auf und sah die Reichen ihre Gaben in den Schatzkasten legen. Er sah aber auch eine gewisse arme Witwe zwei Scherflein daselbst einlegen. Und er sprach: In Wahrheit sage ich euch, dass diese arme Witwe mehr eingelegt hat als alle. Denn alle diese haben von ihrem Überfluss eingelegt zu den Gaben [Gottes]; diese aber hat von ihrem Mangel den ganzen Lebensunterhalt, den sie hatte, eingelegt.“ (Lk 21,1-4)

Und so ist die Anwesenheit des einen oder anderen Catweezle vielleicht auch wertvoller gewesen als die der Leute mit den besten Kleidern. Dafür muss man ins Herz schauen.
 

Smile76

Dauerschnullerer
7. Februar 2006
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Franken
Nun, Jeans ist nicht gleich Jeans. Eine gleichmäßig gefärbte tiefdunkelblaue Jeans hat eine völlig andere Wirkung als eine stoned mit Löchern. Und hier macht sich jemand Gedanken um das geeignetste Outfit mit dem was da ist und erfährt dann dass man damit eher wegzubleiben hat? Eben nicht. In meinem ersten Post habe ich schon geschrieben, dass das Maß für das Schickmachen der Träger selbst ist. Und nicht, dass es nicht sinnvoll sei.

Eine der Patinnen hat z. B. erhebliche Geldsorgen und das Schickste aus dem Schrank geholt was sie hat. Und sie war da. Da hat es niemanden zu kümmern ob es für andere auch noch schick genug ist. Jemand anderes hat vielleicht was Schickeres, möchte aber den Focus auf den Inhalt legen und die Kinder nicht in den Schatten stellen. Denn die haben auch nicht immer die teuersten Kleider und Anzüge bekommen können. Und auch nicht immer die "richtigen" Schuhe. Außerhalb von Coronasonderregeln gehört der Gast ja auch in der Kirche mit dazu.

Das Maß bleibt immer der Träger selbst und nicht die "das gehört sich aber anders"-Vorstellung anderer Leute.

Und es geht um das Kind und seine Erstkommunion, und nicht darum wie genau man auf der Feier aussieht. Darin drückt sich die tatsächliche Achtung eben nicht (nur) aus. Geht es darum was man ist oder was man vorgibt zu sein? Bin ich nur mit der "richtigen" Klamotte liebenswert?

„Er blickte aber auf und sah die Reichen ihre Gaben in den Schatzkasten legen. Er sah aber auch eine gewisse arme Witwe zwei Scherflein daselbst einlegen. Und er sprach: In Wahrheit sage ich euch, dass diese arme Witwe mehr eingelegt hat als alle. Denn alle diese haben von ihrem Überfluss eingelegt zu den Gaben [Gottes]; diese aber hat von ihrem Mangel den ganzen Lebensunterhalt, den sie hatte, eingelegt.“ (Lk 21,1-4)

Und so ist die Anwesenheit des einen oder anderen Catweezle vielleicht auch wertvoller gewesen als die der Leute mit den besten Kleidern. Dafür muss man ins Herz schauen.


Das hast du aber schön formuliert!!!