"Hermann"

Zwar schon ein bisserl her, aber ich habe gerade hier im Forum mal nach Hermann gesucht, da ich Rezepte suche um ihn zu verarbeiten, aber leider bin ich nicht fündig geworden.
Hermann ist eine Art süßer Sauerteig, es gibt auch auch noch andere Varianten für Brot.

Aber für allen Interessierte hier der Ansatz:

Hermann Grundteig
Zutaten:
1/2 Päckchen Trockenhefe
1 Esslöffel Zucker
1 Tasse Wasser
1 Tasse Weizenmehl


Wichtig ist vor allen Dingen das Ansatzgefäß. Dies darf nicht zu klein sein, da Hermann bei seiner Entwicklung „hoch hinaus“ will. Es sollte auch nicht ganz luftdicht sein, damit die Gärgase entweichen können und Luft braucht ein jeder... auch Herrmann. Das Richtige werdet Ihr in Eurer Küche schon finden.

Und los geht’s mit dem Grundteig:
Die Trockenhefe mit dem Zucker in der Tasse lauwarmem Wasser auflösen, dann das Weizenmehl (natürlich Klumpenfrei) unterrühren.

Dieses „Baby-Hermann-Gemisch“ an einem warmen Ort (z.B. Nähe Heizung) 2 Tage aufgehen lassen. Die Masse jeden Tag umrühren. Danach den Grundteig für 1 Tag in den Kühlschrank stellen.
Jetzt hat man einen Teig, als hätte man ihn geschenkt bekommen.

1. Tag: Ich möchte in Ruhe gelassen werden, um mich an die neue Umgebung in unserem Kühlschrank zu gewöhnen.
2.- 4. Tag: Rühre mich bitte jeden Tag einmal um.
5. Tag: Füttere mich bitte mit jeweils 1 Tasse Milch, 1 Tasse Mehl und ½ Tasse Zucker und rühre mich um.
6. - 9. Tag: Rühre mich bitte jeden Tag einmal um.
10. Tag: Heute ist mein großer Tag!!! Das macht Hunger: Füttere mich bitte erst noch einmal mit 1 Tasse Milch, 1 Tasse Mehl und ½ Tasse Zucker und rühre mich dabei um.

Teile mich nun in 3 gleiche Teile: Einen Teil von mir behältst Du bei Dir und pflegst mich schön weiter, schließlich haben wir uns schon aneinander gewöhnt. Für diesen Teil von mir beginnt jetzt wieder alles wie am 1. Tag. Den zweiten Teil von mir von mir gibst Du zusammen mit diesem Brief an liebe Freunde weiter.

Den letzten Teil verrühre nun ordentlich mit folgenden Zutaten:
2 Eier
2 Tassen Mehl
1 Tasse Zucker
1/2 Tasse Öl oder geschmolzene Butter
1 Päckchen Backpulver
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz


Zudem mag ich gern Zimt, Rosinen, Nüsse, Orangeade, Früchte oder was DU so magst.
Nun bin ich nun bereit, mich in einer gefetteten Kastenform 45-60 Minuten bei 180 Grad im vorgeheizten Backofen backen zu lassen und wenn ich fertig bin... mit Genuss verspeisen zu lassen.

oder Variante 2 ohne Hefe:

Ansatz:
Zutaten:
60 g Weizenmehl Type 550
40 g Zucker
100 g Magermilch
30 g Buttermilch


Zubereitung:
Mehl und Zucker in eine Schüssel mit Deckel geben und mit der Milch, einschließlich Buttermilch zu einem glatten Teig schlagen.
Diesen Ansatz lassen Sie nun so lange in der Küche stehen und jeden Tag einmal kräftig schlagen bis der Teig zu gären beginnt. Das dauert ca. ein bis zwei Tage je nach Temperatur. Sobald er Blasen wirft kann er in einer geschlossene Schüssel in die kühle Speisekammer gestellt werden.
Anschließend wird er, wie im folgenden Hermannbrief beschrieben gepflegt.

Hermann-Brief:
Ich bin Hermann, Dein neues Familienmitglied für die Dauer von 10 Tagen, oder länger!
Wenn du mich pfleglich behandelst und regelmäßig fütterst, schenke ich dir 2 Hermannkinder, die Du weiterschenken kannst oder mit denen Du backen kannst.
Bitte bewahre mich nur in Glas- oder Plastikschüsseln auf, denn ich mag kein Metall. Am wohlsten fühle ich mich in der warmen Küche.

1. Tag:
Heute brauchst du dich nicht um mich zu kümmern, wir müssen uns erst einmal an einander gewöhnen!
2. bis 4. Tag:
An diesen Tagen hätte ich gerne etwas Bewegung. Bitte rühre mich 1x am Tag mit einem Holz- oder Plastiklöffel kräftig um.
5. Tag: Der Hunger zwickt, bitte füttere mich mit:
100 g Weizenmehl Type 550,
100 g Zucker und
180 ml Milch 3,5%

(Um zu verhindern, dass ich mich selbstständig mache und das Gefäß verlasse, solltest du mich in eine größere Schüssel umfüllen, falls ich nicht gleich in einer solchen bin. Damit du nicht hinterher sagen kannst, ich hätte dich nicht gewarnt!
6. bis 9. Tag:
Zur Verdauung ein Spaziergang, das heißt: täglich einmal kräftig umrühren.
10. Tag:
Füttere mich wieder mit:
100 g Weizenmehl Type 550,
100 g Zucker und
180 ml Milch 3,5%


Nun darfst du dir 2 Hermannkinder – je 230 g wegnehmen und an 2 Freunde oder Freundinnen weitergeben (mit Hermann-Brief). Du kannst auch nur einen weggeben und den anderen weiterpflegen, um damit wieder einen Kuchen backen zu können!

Ich probiere gerade beide aus, bin mal gespannt welcher besser ist :jaja:

:winke: Sonja
 
@Carina
Und verschickst du da auch mal ein paar Teile per Post?!? :-D
Hab immer nur davon gehört aber noch nie einen erhalten....
 
Steppl hat gesagt.:
@Carina
Und verschickst du da auch mal ein paar Teile per Post?!? :-D
.


Nur :-D :-D :-D !!!!!!

Willst du auch einen haben???? :-D :-D :-D


Es kann natürlich passieren, das dir Hermann schon entgegen kommt, wenn du das Päckchen aufmachst :jaja: :-D


GLG
 
@Carina

Also bei den Komentaren die einem hier entgegen kommen über den Herman kann es einem ja total vergehen. Ist wohl dann auch überhaupt nicht gut ihn zu verschicken. Da muß er ja gute 2 Tage ohne Kühlschrank auskommen.
 
Nur mal als kleine Info: Hermann ist ein Sauerteig und eigentlich ist da nix ekliges dabei, ihr habt doch sicherlich alle schon mal Sauerteigbrot gegessen, oder :wink:

Sauerteig enthält natürliche Hefen und Säuren, die ihn zum gehen bringen :jaja:

:winke: Sonja
 
Steppl hat gesagt.:
@Carina

Also bei den Komentaren die einem hier entgegen kommen über den Herman kann es einem ja total vergehen. Ist wohl dann auch überhaupt nicht gut ihn zu verschicken. Da muß er ja gute 2 Tage ohne Kühlschrank auskommen.


Das war auch nicht Ernst gemeint mit dem Verschicken :-D :jaja: !!!


ich find ihn eigentlich auch ekelig, weil man ja nie genau weiß, wie lange der schon unterwegs ist. Man teilt ihn ja immer und gibt ihn weiter :jaja: .
Deshalb hat mich auch das Grundrezept interessiert, das ich ihn mal selbst "ansetzen"kann.
Dann finde ich das gar nicht ekelig, ich weiß ja dann wie frisch der ist :jaja: .

GLG
 
ich find ihn eigentlich auch ekelig, weil man ja nie genau weiß, wie lange der schon unterwegs ist. Man teilt ihn ja immer und gibt ihn weiter .
Deshalb hat mich auch das Grundrezept interessiert, das ich ihn mal selbst "ansetzen"kann.
Dann finde ich das gar nicht ekelig, ich weiß ja dann wie frisch der ist

:jaja: Deswegen nehm ich ja auch nur meinen eigenen, da weiß ich was drin ist & kann die übrigen Teile einfrieren :jaja:
Man weiß ja nie wie und mit was die anderen ihn füttern :wink:

:winke: Sonja
 
Zurück
Oben