Berufliche Neuorientierung

Daniela

Gehört zum Inventar
27. März 2004
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Velbert
Hallo ihr Lieben,

wie einige von euch ja schon mitbekommen haben, bin ich beruflich total unglücklich und kann mir trotz oder vielleicht eher wegen nun fast 6-wöchiger Krankschreibung immer weniger vorstellen, wieder arbeiten zu gehen :(

Bewerben auf einen neuen Job gestaltet sich schwierig, da keine passenden Stellen ausgeschrieben sind. In den letzten 2 Jahren war der, den ich angenommen habe, der einzige, der auf mein Stellenprofil passt.

Daher kommen die Gedanken einer beruflichen Umorientierung immer häufiger und intensiver.
Aber was fängt man mit einer Bankausbildung an, wenn auch bei Städten, Ämtern oder dem Zoll keine Stellen frei sind?

Ich interessiere mich für Gesundheit, habe vor gut 1 1/2 Jahren ein Fernstudium zur Ernährungsberaterin beginnen aber noch nicht abgeschlossen. Grundsätzlich eher für mich, allerdings auch mit dem späteren Gedanken eines 2. Standbeins.
Corona hat mir jedoch gezeigt, dass eine Selbständigkeit nicht das ist, was ich mir wünschen würde.

Ich würde gerne etwas in diese Richtung im Gesundheitswesen machen.
Für ne gescheite Selbständigkeit muss man jedoch Ökotrophologie oder Ernährungsassistenz gelernt bzw. studiert haben.
Meine Gedanken gehen nun in Richtung Umschulung. Aber geht das überhaupt, wenn man nicht arbeitslos ist? Kann man sowas neben dem Job machen?
Ich habe dazu so viele Fragen aber keinen Plan, wer der richtige Ansprechpartner ist. Das Arbeitsamt?

Wer von euch hat hier nen Plan und kann mir sagen, an welche Stelle ich mich wenden kann, um Antworten auf meine Fragen zu erhalten.

Dankeschön:winke:
 

lulu

Königin der Nacht
21. Juni 2002
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Mein Mann hat das vor einigen Jahren getan. Er arbeitet heute in einem anderen Berufsfeld als in seinen ersten elf Arbeitsjahren.
Er hat tatsächlich ein einjähriges Master-Studium in Präsenz gemacht, in (mehr als) Vollzeit. Das ging vermutlich so nur, weil er schon einen Diplomabschluss, wenn auch in einem anderen Bereich, hatte. Der neue Abschluss war dann auch das Ticket in seinen neuen Job.

Lulu :winke:
 
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Daniela

Gehört zum Inventar
27. März 2004
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Velbert
Das ist klasse, Lulu und es motiviert mich sehr :bravo:
War er denn während des Studiums arbeiten? Da der Rubel bei uns leider weiter rollen muss, werde ich auch weiter arbeiten müssen, evtl. in Teilzeit.
Und ich bin inzwischen auch fast 50, das macht es auch nicht leichter:augenroll:
 

lulu

Königin der Nacht
21. Juni 2002
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Nein, Daniela, er war nach einem großen Umzug lange Zeit arbeitslos, und das hat ihn dann auch dazu motiviert sich neu aufzustellen und nicht weiter in seinem alten Bereich zu schauen.

Es wäre aber auch nicht zu schaffen gewesen nebenbei zu arbeiten. Wir hatten zu der Zeit kein Auto, und die Uni liegt mit dem Zug etwa zwei Stunden von uns entfernt, von uns zum Bahnhof sind es auch 20 Minuten. Drei oder vier mal pro Woche, ich weiß es gar nicht mehr genau, ist er während des Semesters hingefahren. Unsere zwei jüngeren Kinder waren ja noch recht klein. Ich konnte zu der Zeit fast immer den Mittwochnachmittag mit Ueberstundenabbau frei nehmen (und habe an den anderen Tagen neun Stunden gearbeitet), damit das irgendwie klappt. Ich war dann auch im Sommer alleine mit den Kindern im Urlaub; wir alle im Haus und Masterarbeit in den letzten Zügen - das ging nur so lange gut.

Die ein Jahres Master sind kein Zuckerschlecken, zumindest nicht an respektablen Universitäten. Wer nebenbei arbeiten will, sollte vielleicht eher ein zwei Jahres Programm anvisieren. (Lustigerweise hat meine Mann, der ja mit Anfang 40 der "Opa" in der Gruppe der Studierenden war, in der Zeit gelernt sich Namen zu merken. Vorher ging das gar nicht, jetzt ist er richtig gut darin.)

Lulu
 

Steffi14

Emotionsknödel
11. März 2005
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Rheinland
Mein Thema, Daniela, deshalb lese ich hier mal interessiert mit...

In meinem Job bin ich ja auch seit Jahren nicht mehr glücklich, aber das liegt an der Arbeitsatmosphäre, nicht an dem Job an sich. Da bei uns Umstrukturierungen geplant sind, ist es nur eine Frage von Zeit, bis ich meinen Hut nehme.

Da ich die 50 jetzt geknackt habe, mache ich mir keine Illusionen mehr, was eine Festanstellung angeht. Ich werde freiberuflich arbeiten, mache ja jetzt schon nebenher Podcast und Social Media-Beratung. Das läuft ganz gut und da werde ich wohl mein Haupt-Augenmerk drauf legen.

Ein Studium in meinem Alter würde ich mir nicht mehr zutrauen, dafür hätte ich 10 Jahre jünger sein müssen. Da ich viel zu tun hatte mit verschiedenen Erkrankungen, habe ich die letzten Jahre tatsächlich verstreichen lassen, ansonsten hätte ich eventuell noch andere Sachen ausprobieren können. Aber es ist nun mal wie es ist. Ich schaue nicht zurück, sondern nach vorne. Und ich bin fest davon überzeugt, dass alles so kommen muss wie es kommen soll.

Viel Glück wünsche ich Dir und ich glaube, die Gesundheitsbranche ist bestimmt etwas, in dem Du glücklich werden könntest. Das passt, wenn ich das aus der Ferne beurteilen darf.

Ich lese hier mal weiter gespannt mit...
 
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ElliS

Shopping Queen
28. Januar 2011
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Yangon/Myanmar
Daniela, so viel Produktives kann ich jetztgrad auch nicht beitragen, moecte aber sagen, dass ich es toll finde, dass Du das nochmal in Angriff nehmen willst!Um ungluecklich im Job zu sein, hast Du noch zu viele Arbeitsjahre vor Dir! Ich hab ja auch den Master noch gemacht, hatte aber das Glueck, dass meine deutsche PT Ausbildung als Bachelor an der Uni in London anerkannt wurde...hab es als Distanzstudium neben Vollzeitjob und kleinen Kindern gemacht. War jetzt nicht so einfach, aber es ging...

Ich wuensch Dir sehr, dass Du bald eine gute Loesung findest. Das Arbeitsamt bietet doch so Berufsfinungssachen fuer Einsteiger an, vielleicht gibts das auch fuer Umsteiger?

Alles Gute
 

lulu

Königin der Nacht
21. Juni 2002
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Ich hab ja auch den Master noch gemacht, hatte aber das Glueck, dass meine deutsche PT Ausbildung als Bachelor an der Uni in London anerkannt wurde...hab es als Distanzstudium neben Vollzeitjob und kleinen Kindern gemacht. War jetzt nicht so einfach, aber es ging...
Ausbildung und Berufserfahrung wird auch an deutschen Unis bei Studiengängen, die mit der Ausbildung im Zusammenhang stehen, als Zugangsvorraussetzung anerkannt (so weit ich weiß).
In Belgien studiert man PT vier Jahren lang, in Holland auch. Mein Osteopath hat in München PT gelernt und dann in Belgien Osteopathie drauf gesetzt.

Lulu :winke:
 

Daniela

Gehört zum Inventar
27. März 2004
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Velbert
In meinem Job bin ich ja auch seit Jahren nicht mehr glücklich, aber das liegt an der Arbeitsatmosphäre, nicht an dem Job an sich. Da bei uns Umstrukturierungen geplant sind, ist es nur eine Frage von Zeit, bis ich meinen Hut nehme.

Da ich die 50 jetzt geknackt habe, mache ich mir keine Illusionen mehr, was eine Festanstellung angeht. Ich werde freiberuflich arbeiten, mache ja jetzt schon nebenher Podcast und Social Media-Beratung. Das läuft ganz gut und da werde ich wohl mein Haupt-Augenmerk drauf legen.

Ein Studium in meinem Alter würde ich mir nicht mehr zutrauen, dafür hätte ich 10 Jahre jünger sein müssen. Da ich viel zu tun hatte mit verschiedenen Erkrankungen, habe ich die letzten Jahre tatsächlich verstreichen lassen, ansonsten hätte ich eventuell noch andere Sachen ausprobieren können. Aber es ist nun mal wie es ist. Ich schaue nicht zurück, sondern nach vorne. Und ich bin fest davon überzeugt, dass alles so kommen muss wie es kommen soll.

Viel Glück wünsche ich Dir und ich glaube, die Gesundheitsbranche ist bestimmt etwas, in dem Du glücklich werden könntest. Das passt, wenn ich das aus der Ferne beurteilen darf.

Ich lese hier mal weiter gespannt mit...
Steffi, Umstrukturierungen in meinem Bereich waren vor genau 2 Jahren der Grund, aus dem ich den Arbeitsplatz-Wechsel überhaupt nur gemacht habe :augenroll:
Und nun ist an meinem alten Arbeitsplatz immer noch alles beim Alten und mein neuer Arbeitgeber ist in Gespräche bzgl. einer Fusion eingetreten:bruddel:

Die Sache mit den Podcasts reizt mich auch. Höre täglich diverse Lifestyle Podcast und denke immer mal darüber nach, in diese Richtung was zu machen.
Aber zum einen gibt es da schon soo viele und zum anderen hab ich keine Ahnung, wie man das macht und ob man damit Geld verdienen kann.
Es stand auch schon die Idee im Raum, über unsere diversen Trips mit dem WoMo, wenn Corona es irgendwann wieder zulassen sollte, einen Reiseblog zu machen.
Aber kann man davon leben?

Ich danke dir jedenfalls für deinen Zuspruch und wünsche auch dir, dass sich für dich bald eine Möglichkeit ergibt, beruflich glücklich durchzustarten:winke:
 
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