Wie im falschen Film...

Anthea

die-mit-dem-Buch-wandert
23. März 2004
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Direkt am Jadebusen
www.anthealein.de
... kam ich mir heute vor.

Hallöchen,
ich kopier mal aus meinem Blog hierher, was heute Mittag so los war, ja?

Es passiert also nicht nur anderen und nicht nur bei Akte oder Stern TV .

Heute Mittag, nach einem netten Arbeitsvormittag hab ich Lena bei Susanne abgeholt und bin nach Hause gefahren. Da Lena inzwischen eingeschlafen war hab ich mein Handy rausgeholt, mich noch gewundert das Chris angerufen hatte und hab ihn runter geklingelt zum Tragen helfen.

Chris kam dann auch runter, mit ziemlich bösem Gesichtsausdruck und auf meine Frage, ob er mich angerufen hätte, wurde ich angefaucht: natürlich hätte er mich angerufen, ich hätte oben eine Vorladung vors Gericht liegen! Gericht? Wie? Was? Wo? Weshalb?

Die Vorladung vors Gericht stellte sich dann als Vorladung bei der Polizei heraus und zwar als Beschuldigte wegen Warenkreditbetruges. Tatzeit: 15.03.2010, Tatort: eine Hausnummer in einer Straße mit Wohnhäusern (nix Läden in der Nähe, bei denen ich hätte Mist gebaut haben können) in einer nicht so guten Wohngegend.

Ich natürlich erst mal Panik geschoben, schnell im Blog nachgelesen, was ich denn am 15.03. gemacht habe und dann doch mal die Telefonnummer auf der Vorladung angerufen. Und einen sehr netten Polizisten am Apparat gehabt (der mich auch gleich drauf aufmerksam gemacht hat, das ich Anspruch auf eine Entschädigung habe, wenn ich wegen der Vorladung Lohnausfall habe). Fazit: da hat wohl irgend jemand mit meinem Namen Sachen bestellt und die an diese fremde Adresse schicken lassen. Peter – der zufällig auch gerade da war und einige Häuser in der Gegend verwaltet – kannte den Trick und sagte, das würde dort öfter passieren. Na prima. Schon mal bei Akte einen Bericht darüber gesehen, aber das einen tatsächlich so was selber erwischen kann, glaubt man ja nicht *seufz*. Nu werd ich also nächsten Donnerstag meine Frühstückspause auf dem Polizeirevier bei uns um die Ecke verbringen und vorsichtshalber gleich einen Ausdruck meiner Einwohnermeldeamt-Daten mitschleppen. Und dann werde ich dem netten Polizisten auch gleich von der Firma erzählen, die letzten November hier anrief und sich erkundigte, ob ich die Marmorfliesen bestellt hätte. Marmorfliesen? Neeeeeeeeeee!



Mittlerweile hab ich vorsichtshalber auch noch mal in meinem Online-Banking nach geschaut, weil auch trotz Blogeintrag noch eine Zeitlücke war in der ich hätte Mist bauen können *g* und ich war nach dem Familienservice noch bei Marktkauf und hab dort 100 Euro abgebucht, aber ganz bestimmt nicht in DIESER Straße. :bravo:

Ungläubige Grüße,
Karin
 

Melly

Husch Puscheli
30. Dezember 2008
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AW: Wie im falschen Film...

Das ist ja mal der Hammer,was bist denn du für eine:hahaha:
Ne aber jetzt mal Spass bei Seite,ich würde ausflippen und eine Anzeige machen.:bruddel:
 

Anthea

die-mit-dem-Buch-wandert
23. März 2004
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AW: Wie im falschen Film...

*kopfschüttel* ich frag mich ob diese Laute so gar keine Skrupel haben..... Ich würd gleich ne Anzeige machen bei der Polizei.

:winke:

Ich weiß gar nicht, ob ich das kann. Eigentlich bin ich ja nicht geschädigt worden. Aber fragen wollte ich das sowieso. Eine Bekannte hatte das wohl auch mal und mußte einen nicht gerade billigen Auszug vom Einwohnermeldeamt vorlegen, das sie nie an der bestimmten Adresse gewohnt hat. Ich komme da nun selber dran, aber ich find das schon heftig, das Gerenne das man als Normalbürger damit hat :umfall: .
 

helenahg

Familienmitglied
8. April 2009
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Wo auch schon die alten Römer waren
AW: Wie im falschen Film...

Das wird sich sicher alles klären. Zumal ja die, die die Anzeige gestellt haben, ja auch erst mal nachweisen müssen, dass Du überhaupt etwas bestellt hast. Im falschen Namen läßt sich für jeden was bestellen, gerne auch mal Pakete, um Leute zu ärgern. Dass Angaben falsch sein können, ist nun mal ein Risiko der Versandhäuser. Ich hatte mal ein Paket bekommen aus der Erotik-Kollektion von einem der großen Versandhäuser (weiß nicht mehr wer es war, Otto, glaube ich). Hat sich einfach mal jemand einen Spaß erlaubt (es war allerdings ein Männerspielzeug, was ich damit sollte, keine Ahnung :piebts:).
 

helenahg

Familienmitglied
8. April 2009
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Wo auch schon die alten Römer waren
AW: Wie im falschen Film...

Ich weiß gar nicht, ob ich das kann. Eigentlich bin ich ja nicht geschädigt worden. Aber fragen wollte ich das sowieso. Eine Bekannte hatte das wohl auch mal und mußte einen nicht gerade billigen Auszug vom Einwohnermeldeamt vorlegen, das sie nie an der bestimmten Adresse gewohnt hat. Ich komme da nun selber dran, aber ich find das schon heftig, das Gerenne das man als Normalbürger damit hat :umfall: .

In dem Moment, wo man das Ding bezahlen muss, um seine Unschuld zu beweisen, ist man ja geschädigt worden, nämlich die Kosten für die Bescheinigung. Im übrigen bekommt man ja für solche Termine bei Polizei und Gericht nicht den tatsächlichen Stundensatz als Entschädigung => die Differenz wäre auch ein Schaden.
 
P

Paulchen

AW: Wie im falschen Film...

äh, das ist ja ein Ding. Gut, dass du deinen Blogg hast. ICH wüsste nicht mehr, was ich am 15.3. gemacht habe, das ist ja ewig her! Und wieso musst DU nachweisen, dass du es nicht warst, ich dachte, der andere müsste nachweisen, dass DU es warst. Un dwie hat da jemand bestellt? Per Telefon? Oder hat sich was ausliefern lassen auf deinen Namen und es mitgenommen? (Ich bin ein bischen blöd glaub ich, ich raffs irgendwie nicht...). Jetzt hab ich es nochmal gelesen und verstehe es so, dass jemand auf deinen Namen an fremde Adresse was hat liefern lassen, und die Ware weg ist? Aber derjenige, der das Paket entgegengenommen hat ist doch dann der Schädiger...

Sehr seltsam, ich abonnier mal und les gespannt mit! Und drück die Daumen, dass alles gut wird für dich.

katja

Katja
 

Anthea

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AW: Wie im falschen Film...

Das wird sich sicher alles klären. Zumal ja die, die die Anzeige gestellt haben, ja auch erst mal nachweisen müssen, dass Du überhaupt etwas bestellt hast.

In dieser Wohngegend läuft wohl öfter die Masche ab: unbenutztes Klingelschild wird mit falschem Schild beklebt, Betrüger läuft öfter mal durchs Treppenhaus oder fragt sogar Anwohner ob sie ein Paket für ihn/sie annehmen würden, holen das dort dann ab und wurden nie wieder gesehen. Spätestens die Nachbarn die das Paket/die Pakete angenommen haben, können ja bezeugen mich nie gesehen zu haben. Dreiste Masche :ochne: . Der Polizist heute am Telefon erwähnte Identitätsdiebstahl, das müßte man ja auch schon anzeigen können *grübel*.