Und ich dachte, das sei normal...

Susala

Susala

Prinzessin auf der Palme
14. Juli 2004
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#9
Wenn die Sprachförderung Spaß macht hätte ich meine beiden Kinder auch dahin geschickt, obwohl der große mit 2 1/2 schon fast fehlerfrei sprach.... extra Vorlesen und reden hätte meinfn beiden gefallen....
 
P

PePaMel

Familienmitglied
15. Juli 2011
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#10
Hallo, für mich liest sich das auch ganz normal. Mein Sohn war zu Beginn seiner "Kindergarten Karriere" auch in einer Gruppe in der ich jeden Tag erzählt bekam was er alles nicht kann ....

Nach einem Jahr ging es nicht mehr, ich bestand auf einen Wechsel. Da es bei uns gemischte Gruppen gibt und auch kein offenes Konzept wäre er immer in der Gruppe geblieben (damals war er erst zweieinhalb)

Die Erzieherinnen in seiner neuen Gruppe waren Gold dagegen!
 
Junia

Junia

Gehört zum Inventar
1. Mai 2003
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#12
Ich schleich mich mal kurz rein, um dir zu sagen, dass ich das Verhalten total 'normal' finde. Ich arbeite seit einigen Jahren in einer Kinderkrippe und für mich liest sich das sehr nach Alltag. ;) In so einer Kleinkindgruppe ist es so wuselig, es gibt immer was zu gucken, zu entdecken, zu fragen und natürlich ist es doof, wenn man gewickelt werden soll, obwohl man gerade total in etwas vertieft ist! Natürlich ist es anstrengend, wenn ein Kind jedes Mal wo anders/abgelenkt ist, wenn es sich anziehen soll/angezogen werden soll, das sehe ich allerdings als Aufgabe der Erzieherinnen, deinen Sohn darin zu begleiten, dass es sich besser darauf konzentrieren kann, was er gerade tut.
 
Blümchen

Blümchen

Mama Biber
5. März 2008
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#13
Ich finds immer so schade, dieses, bewusste oder unbewusste, Negativformulieren. Ich komme ja selber beruflich aus dem pädagogischen Bereich und muss leider sagen, dass ich die Diskussion darüber schon mit etlichen KollegInnen hatte- sehr frustrierend, immer wieder.

Hier wird doch im Grunde nicht kritisiert, dass er sich extrem leicht ablenken lässt. Im Gegenteil war er doch von dem Shirt so fasziniert, dass er da voll im Thema war und darüber reden wollte. Ausführlich. Ohne Ablenkung.
Vielmehr kritisiert hier doch jemand, dass das Kind sich nicht auf den Punkt so verhalten hat, wie es gefordert wurde und damit einen geplanten Ablauf zeitlich verzögert hat.

Ich meine, er ist zwei. Dass es ihm keine Freude macht, sein Spiel für so was langweiliges wie Wickeln zu unterbrechen, kann man ihm sicher nicht vorwerfen. Er entdeckt doch gerade erst seine Welt, findet heraus, was ihm Freude macht und was nicht, was ihn wütend macht und was er super findet. Das ist eben individuell. Und kindliche Wut, wenn das eigene Weltbild erschüttert wird ist so normal wie Graupelschauer im April. Es gehört dazu, es hilft ihm, sich weiter zu entwickeln.

Ein bisschen vertiefende Lektüre zum Thema frühkindliche Entwicklung würde da sicher seiner Erzieherin auch nicht schaden. Ohne positiven Blick aufs Kind und seine Stärken gelingt der Alltag viel weniger gut. Was in Zeiten von Personalmangel und anderen bekannten Problemen dann zusätzlich unschön- und in diesem Fall sogar unnötig ist.
 
Mo-Ma

Mo-Ma

Chaosqueen
17. Juli 2014
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Stuttgart
#14
Puh, euer Input tat jetzt richtig gut. Ich war nämlich das Wochenende bei meinen Eltern und habe den Fehler begangen, meiner Mama von dem Gespräch zu erzählen. Ich sei ja nicht streng genug und der ganze Mist... Ihr wisst schon. Dabei vergisst sie, dass sie das Kind zwei Nachmittage hat und ich irgendwie danach immer einen total verzogenen Jungen hier habe, der meint, alles bekommen zu können. :umfall:

Ganz lieben Dank euch!

Ich bin erst mal glücklich, wenn wir aus der Kita raus sind im Elementarbereich. Der Übergang wird zwar fliesend gestaltet, was ja auch gut ist, aber dann wechselt die Bezugserzieherin und da hab ich ein besseres Gefühl. Auch meine Nachbarin, deren Sohn jetzt gerade nach unten wechselt, ist nun zufriedener.

Man darf gespannt sein. Ich habe mir - eigentlich - eine ziemliche LMAA-Haltung zugelegt. Das mit dem Sprechen war so die letzte Sache, bei der ich beinahe verzweifelt bin. Seitdem bin ich gelassener geworden. Ich merke, ihm tut der Umgang mit den anderen Kindern gut, er braucht den Input, er ist quasi explodiert und entwickelt sich weiter rasant, beginnt jetzt zu zählen und so weiter. Und da ist diese Einrichtung mit ihren vielen, vielen Angeboten natürlich nicht falsch. Es steht und fällt mit der Bezugsperson.
 
321Mary

321Mary

Gehört zum Inventar
2. Juli 2014
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#15
Ich finde das total normal. Aber für die Erzieherinnen ist es halt nervig :p. Wenn ich überlege, was Johannes mit fast sieben alles einfällt, wenn er sich anziehen soll:hahaha:. Manchen Kindern macht anziehen Spaß und manchen halt nicht.

Und das Thema "streng sein" in Kombo mit Großeltern... Pffff!