Und abendlich grüßt das Murmeltier

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#1
Ich brauche mal wieder Schwarmwissen, Input, oder auch einfach nur das kleine Wunder, dass alle Probleme sich lösen, sobald man sie nur in der Schnullerfamilie postet.

Die abendliche Einschlafsituation hier ist schon seit einer ganzen Weile eher unbefriedigend, und langsam ist der Gedanke "das ändert sich mit der Zeit auch von allein wieder" irgendwie ausgelutscht. Ich schreib mal ein bisschen ausführlich wie es hier so abläuft, also schonmal danke an jeden, der das alles liest.

Isabel ist ein Papakind, gerade was das Einschlafen angeht. Bei mir schläft sie nur ein wenn ich sie entweder im Kinderwagen schiebe, oder in der Manduca ne halbe Stunde durch die Wohnung schleppe. Wenn ich mich mit ihr ins Bett lege hält sie maximal still solange sie an der Brust ist. Kaum abgedockt windet sie sich aus meinem Arm, klettert auf mir und/oder im Bett rum, plappert... zeigt auf jeden Fall kein Interesse dran irgendwie ruhig zu werden und einzuschlafen. Kommt dann Luis rein und nimmt sie auf den Arm legt sie sofort(!) ihren Kopf an seine Brust, macht die Augen zu, und Ruhe ist. Ich fühle mich ja gelegentlich etwas verarscht deswegen... :haha:
Prinzipiell ist das aber gar nicht so schlimm, denn Rafael will immer nur von mir ins Bett gebracht werden, so teilen wir uns auf, und während ich den Großen zu Bett bringe (in seinem Zimmer) legt sich Luis mit Isabel hin (in unser Bett, da sie bisher nur ein Gitterbett an unseres angestellt hat - da schläft aber nachts Rafael drin wenn er rüber kommt, weil Isabel zwischen mir und Luis im großen Bett liegt).

Das Problem ist jetzt, dass Isabel sich nicht weglegen lässt. Versucht Luis sie aus seinem Arm ins Bett zu legen ist sie direkt wieder wach, egal wie sanft und vorsichtig er ist, und egal wie lange er wartet um sicher zu gehen dass sie auch fest schläft. Dann muss er sie also wieder kuscheln, bis sie wieder eingeschlafen ist, und so geht das eine Weile, bis sie tatsächlich so fest weg ist dass sie vom Weglegen nicht mehr aufwacht. Das bedeutet, dass er teilweise von 19:30 - 21 Uhr im Schlafzimmer festsitzt. Und entsprechend fällt für uns auch jegliche Abendplanung ins Wasser.

Wir haben schon die Schlafsituation soweit es geht an ihre Bedürfnisse angepasst. ZB strampelt sie nachts immer Decke und Socken weg, deswegen legen wir sie seit ner Weile schon gleich ohne Socken hin und decken sie nicht zu. Das hat es minimal verbessert, zumindest schläft sie seither ruhiger durch.
Leider nimmt sie gar kein Kuscheltier oder Schnuffeltuch oder so an zum Schlafen, mit dem sie sich beim Aufwachen dann evtl selbst wieder beruhigen könnte, auch das haben wir schon versucht. Das schmeißt sie sofort alles weg wenn man versucht eins mit ins Bett zu nehmen.

Es ist auch unabhängig davon, wann und wie lange sie ihren Tagesschlaf hatte. Den hat sie meist so gegen 11 oder 12 Uhr und ca 1h schläft sie dann. Aber auch wenn sie mal später oder länger schläft ist es abends nicht schlechter, und an Tagen wo sie nur 30 Minuten vormittags geschlafen hat schläft sie dafür abends nicht besser.
Auch ob sie vorm Schlafen noch ne Flasche Milch bekommen hat oder nicht scheint keinen Unterschied zu machen, das haben wir ebenfalls versucht.

Ansonsten sind wir echt ratlos, und Luis langsam echt am Ende mit den Nerven. Der hat schlichtweg keinen Bock mehr allabendlich so lange im dunklen liegen zu müssen und fast seine gesamte Freizeit die er unter der Woche hat auf diese Weise zu verbringen (er steht um 6 auf, geht arbeiten, kommt gegen 18:30 heim und ab 19:30 geht dann dieses Spielchen los). Wenn also jemand noch ne Idee hat was man versuchen könnte, damit sie nicht dauernd wieder aufwacht, wenn sie mal schläft (das geht ja meist recht schnell), wäre das super.
 

Petri

Miss Marple
3. Januar 2011
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#3
Ich habe tatsächlich jahrelang neben dem Bett meines Kindes gesessen, bis es richtig eingeschlafen ist. Das ging oft bis 21 Uhr, manchmal auch bis 22 Uhr :umfall: Mein Abend war dann immer kaputt. Ich glaube das ging mindestens bis er viereinhalb war, wenn nicht sogar noch länger. Es war furchtbar anstrengend. Ich bin froh, dass man das dann doch recht schnell vergisst, wenn es besser läuft.

Ich wünsche Euch viel Geduld und gute Nerven.
 
Gefällt mir: Connie
#4
Hier hat Musik beim Einschlafen und Weiterlaufen lassen geholfen.
Ich hab vor ner Weile schonmal versucht ob es klappt wenn ich so Naturgeräusche abspiele, leises Blätterrauschen, Grillenzirpen und solches Zeug. Der Erfolg war überschaubar, deswegen steht das Nachtlicht das diese Späße kann mittlerweile bei Rafael im Zimmer, weil der ab und an ne Nacht hat wo er gerne das Nachtlicht an haben will (das geht zum Glück auch ohne die Geräusche).
Aber ich kann auch noch versuchen, ob es ein anderes Ergebnis bringt wenn es Musik ist stattdessen.
 
#5
Ich habe tatsächlich jahrelang neben dem Bett meines Kindes gesessen, bis es richtig eingeschlafen ist. Das ging oft bis 21 Uhr, manchmal auch bis 22 Uhr :umfall: Mein Abend war dann immer kaputt. Ich glaube das ging mindestens bis er viereinhalb war, wenn nicht sogar noch länger. Es war furchtbar anstrengend. Ich bin froh, dass man das dann doch recht schnell vergisst, wenn es besser läuft.
Na danke, du machst mir ja Mut :haha:
 

Daniela

Gehört zum Inventar
27. März 2004
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Velbert
#6
Ich gestehe, dass ich eine der Rabenmütter war, die sich vom Gezeter des Kindes nicht beeinflussen lassen.
Als Caro anfing dieses Spielchen zu spielen, bin ich immer wieder zu ihr gegangen, wenn sie geweint hat, habe sie beruhigt, bin aber nicht da geblieben, sondern wieder gegangen.
Die ersten Tage musste ich teilweise alle 10-15 min. nach ihr sehen, was auch nervig war, aber uns war wichtig, dass sie weiß, dass jemand da ist, nach ihr gesehen wird, aber halt nicht ihrem Willen nachgegeben wird.

Nach der ersten Woche wurden die Abstände immer länger, wo sie gequengelt hat und es hat nichtmal einen Monat gedauert, bis sie weitergeschlafen hat, sobald sie beim vorlesen und kuscheln eingeschlafen ist.

Ich wünsche euch starke Nerven.
 
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Jacqueline

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#8
Sie schläft ein - es riecht nach Papa und ist warm, danach legt Ihr sie ab, sie merkt - es ist kalt und riecht nicht mehr nach Papa - ich würde die Kombi mit Wärmflasche vorgewärmtes Bett und TShirt mit Papas Parfüm versuchen :)
Hat hier geholfen, wenn wir auch diese Art einzuschlafen deutlich früher unserer seelischen Gesundheit zuliebe beendet haben.
(Und nachgeborene bekamen dieses Programm von Anfang an *g*)

Liebe Grüsse, Jacqueline
 
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