Migraene bei Kindern....

S

smiley =)

Gehört zum Inventar
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#2
Mein Sohn hat (-te) Migräne, seit Ende der Pubertät zum Glück kaum noch, fragen kann ich möglicherweise trotzdem beantworten.
 
Steffi14

Steffi14

Emotionsknödel
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Rheinland
#3
Mein Sohn (10) hat seit einigen Jahren die Diagnose. Es kommt in Schüben, oft "getriggert" durch bestimmte Nahrungsmittel oder zuviel Stress.

Was möchtest Du wissen, Sabina?
 
ElliS

ElliS

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Kyaing Tong/Myanmar
#4
Ja, scheint wohl gar nicht sooo selten zu sein. Niklas hat ja schon lange immer mal wieder Kopfschmerzen, meist zum Abend hin....der Kinderarzt in Aethiopien meinte, dass die Sinusses sehr eng sind und sich schnell zusetzten...ok, kann sein...nun hat er seit ein paar tagen wieder jeden Abend welche, trinkt leider auch nicht viel, er sagt, auch Sonnenlicht loest es aus und mein Mann meinte heute, sein Vater haette mit Migraene zutun gehabt...

Ich frage mich, ob das auch seine Konzentration beeinflusst....die ja eh nicht gut ist.

@Steffi14 , wie wurde denn die Diagnose gestellt und was gibts an Therapie?

@smiley =) , wie war das bei Deinem Sohn?

MRI hatte er ja schon, der Kinderarzt hier wollte gerne ausschliessen, dass es iregndwas ernstes ist, das war aber ok....

Danke schonmal...
 
Steffi14

Steffi14

Emotionsknödel
11. März 2005
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Rheinland
#5
Hallo Sabina,

bei meinem Sohn hatten wir die Diagnose erst nach einer langen, langen Odyssee. Er reagierte zuerst recht oft mit der Kombination sehr starke Kopfschmerzen/ Bauchschmerzen. Bis die Diagnose Migräne gestellt wurde, dauerte es gute zwei Jahre.

Hätte mir jemand zu Beginn gesagt, dass gerade Kinder sehr oft mit Bauchschmerzen reagieren, wenn sie Migränepatienten sind, hätten wir uns viele Untersuchungen sparen können.

Es wurden zahlreiche Untersuchungen gemacht. Unter anderem wurde natürlich bei seinen Augen sehr genau hingeschaut. Er ist Brillenträger. Dann MRT vom Kopf. Dort stellte sich heraus, dass er eine Pinealis-Zyste hat, die aber nicht die Migräne verursacht. Es war ein Zufallsbefund, der bei sehr vielen Menschen auftaucht. Nichts Dramatisches.

Danach hatte er eine Darmspiegelung. Tortur fürs KInd, denn es muss das gleiche eklige Zeug und die gleiche Menge wie Erwachsene trinken. Gott sei Dank ohne Befund (Colitis ulcerosa und Morbus Crohn standen im Raum.) Fructose-Atemtest, Laktose-Atemtest. Leider positiv. Danach monatelange Ernährungsberatung. Detalliert aufschreiben, was er täglich isst. Wir stellten fest, dass er nach einer gewissen Zeit (inklusive Darmsanierung) wieder Sachen (Obst und Süßigkeiten) essen kann, ohne Beschwerden. Allerdings nicht Massen, sondern in Maßen.

Schließlich der Weg in die Migränesprechstunde des nahegelegenen Klinikums. Und dort wurden mir die Augen geöffnet. Mein Sohn tendiert durch die Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu Migräne, aber die Bauchschmerzen sind Symptome der Migräne. Hatte mir nie jemand gesagt. Und: Sehr viele Kinder verlieren die Migräneanfälligkeit mit zunehmendem Alter. Sprich: Es wächst sich heraus. (Unsere große Hoffnung...)

In akuten Fällen nimmt er Ibuprofen-Schmerztabletten, vorher ein Medikament, das die Übelkeit unterdrücken soll und so das Schmerzmittel schneller wirken kann. Wenn es ihn trifft, dann zieht er sich freiwillig zurück, dunkelt sein Zimmer ab, will alleine sein. Dann ist es meistens nach ein paar Stunden vorbei.

Er weiß, dass er nicht unbefangen einfach alles essen darf und dass er viel, viel trinken muss. Stress ist Gift für ihn. Er musste sehr viel früher als andere Kinder in diesem Punkt erwachsen werden.

Migräne ist eine genetische Veranlagung, sagte man uns. Das heißt: Es wird in den allermeisten Fällen vererbt. Sabina, das trifft für Euch ja dann auch zu...

Wenn Du noch Fragen hast, dann bitte frage. Es ist nicht selten. Die Freundin meiner Tochter leidet auch unter Schüben. Im Moment wieder sehr oft...

Wenn Ihr nicht die Möglichkeiten einer Migränesprechstunden habt, dann wendet Euch an einen guten Neurologen.

Alles Gute!
 
Petri

Petri

Miss Marple
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#6
Mensch, Steffi, das klingt ja furchtbar. Ich hatte einmal in meinem Leben einen Migräneanfall und wünsche das keinem. So furchtbare Schmerzen, die mit normalen Schmerzmitteln nicht in den Griff zu kriegen waren.

Sabina, ich wünsche Niklas alles Gute :bussi:
 
S

smiley =)

Gehört zum Inventar
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#7
Hallo Sabina,
So schlimm wie bei Steffis Sohn war es bei meinem zum Glück nicht.

Mein Sohn hatte früher regelmäßig wahnsinnig starke Kopfschmerzen, so dass er lichtempfindlich war und sich übergeben musste. Schmerzmittel haben nur schlecht bis gar nicht geholfen, ein MRT (oder war es ein CT? Ich weiß nicht mehr) zur abklärung von schlimmerem hatte er auch, das war aber zum Glück unauffällig und im Laufe der Pubertät hat es sich auch verwachsen.

Ob da ein Zusammenhang besteht kann ich nicht sagen, aber auch die Konzentrationsprobleme meines Sohnes wurden besser als er älter wurde.

Sabina und Steffi, ich wünsche euch und euren Jungs alles Gute!
 
ElliS

ElliS

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Kyaing Tong/Myanmar
#8
Ich bedanke mich erstmal fuer Eure Berichte. Steffi, omg, was fuer eine Odyssee!!!! Ich wuensch ihm sehr, dass er rauswaechst!

Bei Niklas ist es zum Glueck nicht so schlimm, er muss sich nicht uebergeben oder hat Magenschmerzen oder so. Trotzdem geht das ja seit jahren und ich mach mir einfach Sorgen...

@smiley =) Wie alt war denn Dein Sohn, als es besser wurde, auch mit der Konzentration? Habt Ihr mal Homeopathie versucht?
Ich werd Niklas mal animieren aufzuschreiben, wann die Schmerzen einsetzten und was da war, um eventuell einen Trigger zu erkennen. Dann schreibt er wenigstens uch, das mag er naemlich auch nicht...

Falls Ihr noch irgendwelche Ideen etc habt, ich bin dankbar fuer jeden Hinweis!