Haustiere Meerifutter für Hasen?

Frau Anschela

OmmaNuckHasiAnschela
8. Juli 2002
27.009
1
36
:winke:

meine Schwiegermutter kam gestern mit einem Riesen-Sack Futter von Vitakraft an. Leider für Meerschweinchen statt für Hasen :umfall:

Kann ich unseren Hasen das trotzdem geben?

Ich mein mal was gelesen zu haben, dass Meerifutter für Hasen okay ist, nicht aber umgekehrt. Bin mir aber nicht sicher und find auch nix mehr darüber.

Weiß es von euch jemand genau?

Liebe Grüße
Angela
 

Röschen

Gehört zum Inventar
18. August 2004
16.279
0
36
östlicher Wetteraukreis
AW: Meerifutter für Hasen?

Hallo Angela,

wie das jetzt mit genau dem Futter ist, weiß ich nicht, aber ich habe dir mal dazu etwas aus dem Netzt kopiert - ist auch genemigt! ;-)

Trockenfutter / Pellets / Mastfutter
Ein ausgewachsenes, abwechslungsreich ernährtes, kleines bis mittelgroßes Kaninchen in Wohnungshaltung, welches nicht zur Zucht eingesetzt wird, benötigt kein Trockenfutter, keine Pellets, kein Alleinfutter, kein Kraftfutter und kein Mastfutter!

Trockenfutter jeglicher Art ist als Energie- oder Kraftfutter zu betrachten.

Die meisten im Handel erhältlichen Trockenfuttersorten für Heimtiere enthalten zu viel Fett, Stärke, Zucker und sind oft schwer verdaulich. Wir raten grundsätzlich von solchen Futtermischungen ab. Ausführliche Informationen zu dem Thema bekommen Sie hier:
Trockenfutter für Kaninchen? - siehe unten *1

Zuchttiere, kranke Tiere, Kaninchen in Winterkaltstallhaltung oder bestimmte Rassen (Großrassen und teilweise Mittelgroße Rassen), benötigen unter bestimmten Umständen zusätzlich etwas Kraftfutter. Die großen Kaninchenrassen sind durch das verhältnissmäßig geringe Fassungsvermögen ihrer Verdauungsorgane, nicht mehr in der Lage, benötigte Nährstoffe und ihre benötigte Energie aus der sonst üblichen kargen Kost zu ziehen. Eine allgemein gültige Mengenangabe kann nicht gemacht werden. Der Bedarf der Kaninchen richtet sich nach Größe, Rasse, Haltungsbedingungen, Alter, Zucht etc. Es ist also nötig, die Mengen und Art des Trockenfutters sehr genau den Lebensumständen der Kaninchen anzupassen. Jeder Halter solcher besonderen Rassen muss sich bei seinem Züchter oder der entsprechenden Vermittlungsstelle sehr genau über die Bedürfnisse dieser Kaninchenrassen informieren. Grundsätzlich kann aber gesagt werden: mehr als einen Teelöffel Pellets pro Kilo Kaninchengewicht braucht kein Kaninchen.

Maren Begemann hat hier einen Artikel verfasst, indem sie über ihre Erfahrungen mit einer falschen Fütterung, welche zu viel Trockenfutter und Leckerlies beinhaltete, berichtet: Erfahrungsbericht. *2

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*1


Trockenfutter/Pellets/Fertigfutter für Kaninchen?

Natürliche Kaninchenernährung
Zuerst sollten wir uns mit den natürlichen Bedürfnissen und der Verdauung von Kaninchen vertraut machen. Die Wildform unserer Hauskaninchen ernährt sich in erster Linie von Gräsern, Kräutern, Rinden und Zweigen und wenn sie diese erreichen auch Blättern von Gemüsepflanzen. Zugang zu Getreide haben diese Tiere nur während der Erntezeit, also kurz vor dem Winter, wenn sie Fettreserven aufbauen müssen. Auch wenn unsere Kaninchen sich optisch doch sehr von ihren wilden Verwandten unterscheiden, ihre Verdauung funktioniert immer noch nach dem gleichen Prinzip, ihre Nahrungsbedürfnisse sind die Gleichen und von daher werde ich diese Bedürfnisse kurz erläutern. Kaninchen haben einen dünnwandigen Magen und einen langen Darm, der keine Peristaltik aufweist. Von daher funktioniert die Verdauung von Kaninchen nur, wenn das Tier ständig frisst, dabei viel Rohfaser aufnimmt und die Mahlzeiten über den ganzen Tag verteilt werden, nach dem Prinzip : oben rein, unten raus. Ihre Zähne wachsen Zeitlebens und sind auf einen ständigen Zahnabrieb angewiesen.

Die gesündeste und wichtigste Nahrungsmittel für Kaninchen sind Gras/Kräuter/Heu. Heu und Grünfutter hält den Darm in Schwung da es durch den großen Rohfaseranteil in großen Mengen aufgenommen und wieder ausgeschieden wird, es nützt dem Zahnabrieb der Backenzähne wenn es zermahlen wird. Heu enthält, obwohl es getrocknet ist, noch viele Mineralien und Vitamine. Kaninchen sind in der Lage nahezu alle Nährstoffe, welche sie brauchen aus einem hochwertigem Heu zu bekommen. Vitamine synthetisieren sie in ihrem Blinddarm und nehmen diese mit dem Kot wieder auf. Sie können Vitamin C speichern.
Aus den Erläuterungen über die natürliche Ernährung von Kaninchen entnehmen wir schon, dass sie nicht zu den Getreidefressern gehören wie z. B. andere Nager (Mäuse, Ratten, Hamster). Sie nehmen Getreide nur kurz vor dem Winter zu sich, um sich einen Speckvorrat für den Winter anzufressen. Unsere Hauskaninchen werde aber von uns Menschen auch im Winter durchgehend gefüttert, sie benötigen also keinen Speckvorrat.
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Inhalt von Trockenfutter
Sehen wir uns Trockenfutter erstmal genauer an, folgende Bestandteile kann so ein Trockenfutter enthalten:

* Pellets aus Heu, Kräutern
* Pellets aus Heu, Kräutern mit Zusatzstoffen wie Getreide, Melasse etc.
* Getreide/Mais in Form von Körnern, Flocken, Flakes und Pellets
* Obst, Hülsenfrüchte und Gemüse getrocknet, aufgepoppt oder gepresst
* Melasse/Zucker/Honig
* Nüsse/Kerne
* Pflanzliche und tierische Nebenerzeugnisse
* Milch, Eier; tierisches Eiweiß
* div. Zusatzstoffe die nicht näher definiert sind sowie Konservierungsstoffe und Vitamine und Mineralien
* Kräuter wie Luzerne und Petersilie

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Wie passen diese Bestandteile zu den natürlichen Bedürfnissen der Tiere?
Pellets aus Heu / Gras / Kräutern
Diese Pellets bestehen aus zermahlenem, getrocknetem Gras (Heu), häufig mit einem Kräuteranteil.

Diese Pellets werden mit den Vorderzähnchen zerkleinert und/oder mit den Backenzähnen zerquetscht. Somit dienen Sie nicht dem natürlichem Backenzahnabrieb, der nur durch die langsame Mahlbewegung gefördert wird. Das Zerquetschen mit den Backenzähnen reizt die Kiefermuskulatur. Stark gemahlene / pulverisierte Rohfaser sorgt für eine Verkürzung der Darmpassage, was zu eine unzureichenden Aufspaltung der Nahrung führt, Nährstoffe werden nicht ausreichend aufgenommen. Die Rohfaser sollte nur in grob zerkleinerter Form vorliegen, nur grobe Rohfaser sorgt für einen langsamen Transport der Nahrung durch den Darm. So können Nährstoffe gut aufgeschlossen werden. Werden sehr viele dieser Pellets in kurzer Zeit gefressen, sind die Tiere zu schnell satt und fressen wesentlich weniger Heu.

Pellets aus Gemüse / Obst
Diese Pellets bestehen aus Trester. Es handelt sich um die Reste der Saftherstellung. Werden Früchte und Gemüse die für die Saftherstellung ausgepresst, bleibt der Trester übrieg, dieser wird dann in Stäbchen gepresst und getrocknet.

Diese Stäbchen enthalten viel Stärke, Zweifach und Einfachzucker und kaum noch Vitamine und Mineralien. Sie quellen oft im Magen auf, machen die Tiere zu satt und sorgen durch den hohen Kohlenhydratanteil für Übergewicht.

Pellets mit Zusatzstoffen wie Getreide/Honig/Melasse
Diese Pellets bestehen meist aus Luzernegrünmehl vermischt mit Getreide, verklebt mit Melasse, sie enthalten oft Melassetrockenschnitzel, sowie eine Vitamin und Mineralstoffmischung

Diese Pellets machen die Tiere in erster Linie zu satt, teilweise quellen sie auch stark im Magen der Tiere stark auf und belasten so die dünnen Magenwände. Die enthaltene Rohfaser ist ebenfalls stark vermahlen,dadurch verändert der Pelletbrei die Darmpassage des Speisebreis, die Nährstoffe der Nahrung werden nur unzureichend aufgenommen. Werden sehr viele Pellets in kurzer Zeit gefressen, sind die Tiere zu schnell satt und fressen wesentlich weniger Heu. Der natürliche Abrieb der Backenzahnabrieb ist somit nicht mehr ausreichend gewährleistet. Stärke wird im Darm teilweise in Mehrfachzucker umgewandelt, es dient Hefen als Nahrung und kann im Darm zu Fehlgärung (Blähungen) führen. Stärke/Mehrfachzucker wird nur unzureichend in Einfachzucker aufgespalten und in der Form als Energie aufgenommen, ein Teil der Stärke gelangt unaufgeschlossen in den Dickdarm. Der PH Wert des Darmes sinkt durch zu Stärkehaltige Fütterung ab (von 7 - 8 auf 4 -5 ), positive Darmbakterien sterben ab, negative Bakterien wie Coli finden einen idealen Nährboden.

Kräuterpellets z.B. aus Luzerne und Petersilie
Diese Pellets bestehen meist aus zermahlener Luzerne und verschiedenen anderen Kräutern, häufig mit einem kleinen Anteil an Melasse oder Getreide als Bindemittel.

Eine Überversorgung mit Kalzium ist durch Konzentratfütterungen mit Luzernepellets oder/ und Petersilie möglich, diese Kräuter und entsprechende Pellets sollten von daher nur selten verfüttert werden. Ansonsten haben diese Pellets ebenfalls die negativen Nebenwirkungen wie die oben genannten Graspellets.

Getreide/Mais Körner
Diese stärkehaltigen Nahrungsmittel machen die Tiere sehr satt und sorgen für Übergewicht, bzw. Leberverfettung und bewegungsunlustige Tiere. Es wird zu wenig Heu aufgenommen, dadurch ist der Backenzahnabrieb nicht mehr ausreichend gewährleistet. Die Kiefermuskulatur wird beim Kauen von Getreide sehr stark belastet - Kieferabszesse könnten eine Folge davon sein. Mehrfachzucker gelangt in den Dickdarm und sorgt dort sorgt für Fehlgärungen und Blähungen. Der PH Wert des Darmes sinkt durch zu Stärkehaltige Fütterung ab (von 7 - 8 auf 4 -5 ), positive Darmbakterien sterben ab, negative Bakterien wie Coli finden einen idealen Nährboden. Getreideschrot findet sich in Pellets nur in stark zermahlener Form, die Rohfaser aus diesem Pelletpulver erfüllt nicht mehr den Zweck, den grobfaserige Rohfaser erfüllen würde. Zugaben von Schrot um den Rohfasergehalt der Nahrung anzuheben sind also nutzlos und reine Augenwischerei.

Obst/Gemüse getrocknet
Getrockenetes Gemüse quillt im Magen der Tiere sehr stark auf und kann die Magenwände belasten. Bei Überfütterung kann es sogar zu einer gefährlichen Magenüberladung oder Verstopfung kommen. Wird nicht gleichzeitig viel Heu und Wasser aufgenommen, kommt es zu Verstopfung. Getrocknetes Obst und Gemüse ist stark Zuckerhaltig und senkt damit den PH Wert im Darm ebenfalls ab und dient ebenfalls gramnegativen Bakterien und Hefen im Darm als Nahrung. Getrocknetes Gemüse kann im Winter bei Tieren mit Gewichtsabnahme in geringen Mengen als Beifutter gereicht werden.

Verarbeitete Bestandteile wie Flakes, aufgepopptes Gemüse und Getreide etc.
Sie entsprechen weder in Form noch von der Konsistenz her den natürlichen Bedürfnissen der Tiere. Gerade Getreide wird gern "aufgeschlossen" also erhitzt und zerkleinert oder zu Flocken gepresst. In der Tat kann dann die enthaltene Stärke besser verdaut werden, aber trotz dieser Behandlung gehört Getreide nicht zum natürlichen Futtersprektrum von Kaninchen und der enthaltene Stärkeanteil ist für gesunde Kaninchen zu hoch. Nur sehr große Kaninchenrassen benötigen Getreideflocken als Mastfutter, da diese Rassen nicht mehr in der Lage sind , sich ausschließlich natürlich zu ernähren.

Melasse/Zucker/Honig, Milch, Eier, tierisches Eiweiß, tierische Nebenerzeugnisse
Diese Zusatzstoffe gehören nicht zum natürlichen Futterspektrum der Tiere, sie machen unnötig dick und satt und sorgen für einen Abfall des natürlichen PH Wertes des Darmes. Zucker, oft in Form von Melasse, aber auch als Honig, wird den Tiernahrungsmitteln beigegeben, um die Futtermittelakzeptanz bei den Tieren zu erhöhen, Süßes schmeckt unseren Tieren ist aber für sie schwer zu verdauuen. Tierische Bestandteile sind sie für reine Veganer wie Kaninchen nur schwer zu verdauen, sie vertragen kein tierisches Eiweis und haben eine Lactoseintolleranz.

Pflanzliche Nebenerzeugnisse
Das kann alles Mögliche sein und wir hätten doch als bewußte Verbraucher gern gewußt, was wir da unseren Tieren geben, Nebenerzeugnisse klingt doch sehr nach Abfallprodukten aus anderen Produktionen.

Nüsse/Kerne
Diese Bestandteile sind extrem fetthaltig (Erdnüsse, Sonnenblumenkerne etc. enthalten im Durchschnitt 40 - 50 % Fett ). Nüsse und Kerne gehören nicht zum natürlichen Futterspektum von Kaninchen und machen die Tiere nur unnötig fett und träge. Diese fetthaltigen Bestandteile von Trockenfutter machen die Tiere zu satt, es wird zu wenig Heu aufgenommen, die Verdauung wird verlangsamt - es kommt mit der Zeit zu immer ernsteren Verdauungsstörungen wenn größere Mengen an Nüssen und Kernen verfüttert wird (es kommt oft mit ca. 3 - 4 Jahren vermehrt zu Durchfällen, bei empfindlichen Tieren schon vorher). Sonnenblumenkerne können und sollten nur geschält in sehr kleinen Mengen (2 - 4 Stück die Woche) gegeben werden um den Tieren benötigte Fettsäuren zuzuführen. Eine Nuss pro Monat als Leckerchen schadet sicher nicht, ob es eine sinnvolle Nahrungsergänzung ist, ist umstritten.

Konservierungsstoffe
Die haben wir auch nicht gern in unserem Essen - unsere Tiere auch nicht. Die meisten Konservierungsstoffe sind auch für Menschen schädlich, sogar große Mengen an Ascorbinsäure als Konservierungstoff (Vitamin C) kann zu Schädigungen führen.

Vitamine und Mineralien
Vitamine und Mineralien sind zwar für die tiergerechte Kaninchenernährung wichtig, werden aber bei einer abwechslungsreichen Fütterung über Kräuter und Frischfutter in ausreichender Menge zugeführt. Eine zu hohe Konzentration einiger Vitamine und Mineralien kann sich negativ auf die Gesundheit der Tiere auswirken. Die Folge sind unter Anderem Blasenschlamm, Nierenprobleme, Knochenprobleme. Nur in sehr geringen Mengen kann es in Ausnahmefällen sinnvoll sein, Vitamine und Mineralien zusätzlich anzubieten. Meist sind aber zugesetzten Mengen im Alleinfuttermittel nicht wirklich auf die Bedürfnisse der Kaninchen ausgelegt.

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Wie sieht die gesunde Ernährung von Kaninchen aus?
Heu ad libidum (also immer in großen Mengen zur freien Verfügung). Es muss täglich aufgefüllt werden, es dient dem Backenzahnbrieb und hält den Darm in Schwung.

Gras und anderes Grünfutter darf (nach langsamer Gewöhnung) frisch in großen Mengen gegeben werden (dies ist das natürlichste Nahrungsmittel für Kaninchen).

Zweige von Obst (Kernobst) und Nussbäumen, gern auch mit Blättern, dürfen gern jederzeit angeboten werden.

Kräuter getrocknet können täglich in kleinen Mengen angeboten werden (sie enthalten alle Vitamine und Mineralien, vor allem im Winter sind sie ein sinnvolles Beifutter).

Frischfutter in Form von Gemüse sollte täglich angeboten werden, Obst kann als Leckerchen hin und wieder angeboten werden. Gemüse versorgt die Tiere zusätzlich mit Vitaminen und sorgt für leckere und gesunde Abwechslung.

Wenn Grünfutter und Frischfutter verfüttert wird, bekommt ein Kaninchen ausreichend Vitamine und Mineralien, durch die Heufütterung bekommen Kaninchen genug Rohfaser, kohlenhydratreiche Gemüsesorten wie Möhren und Fenchel sowie Grünfutter sorgen auch im Winter für genug Energie.
Mehr dazu erfahren Sie ausführlich unter Kaninchenernährung.
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Welches Trockenfutter?
Wenn Sie Ihren Kaninchen Trockenfutter anbieten möchten, dann sollten Sie es sorfältig auswählen.
Folgende Bestandteile darf ein Trockenfutter enthalten:

* Reine Kräuter- oder Heupellets ohne Zusatzstoffe wie Melasse, Zucker, Öle oder Fett etc.
* Getrocknetes Gemüse
* Getrocknete Kräuter
* wenig Getreideflocken

Sie bekommen reine Wiesengraspellets, Trockengemüse und Trockenkräuter z. B. beim Hansemanns Team, Sie bekommen Trockenkräuter und Trockengemüsemischungen beim Heimtierparadies, Sie bekommen Trockengemüse und Kräuter/Blätter/Blüten bei Futterkonzept.

Eine allgemeingültige Mengenangabe kann nicht gemacht werden. Der Bedarf der Tiere richtet sich nach Größe, Rasse, Haltungsbedingungen, Alter, Zucht etc.

Wir bieten eine persönliche Beratung an, damit wir die Fütterung Ihrer Tiere an ihre Bedürfnisse anpassen können. Kontakt für eine Futterberatung: tin@nager-info.de
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Warum wird Trockenfutter verfüttert?
Darüber kann man nur spekulieren:

Sicher ist, dass die Fütterung von Zwergkaninchen aus der Fütterung von Schlachtkaninchen hervorgegangen ist. Diese Kaninchen aus der Massentierhaltung, welche eine gewisse Menge Fleisch nach relativ kurzer Zeit ansetzen müssen, werden natürlich sehr energiereich gefüttert. Bis die Schäden einer solchen Fütterung auftretten würden, sind diese Tiere längst geschlachtet.

Die Futtermittelindustrie suggeriert auf vielfältige Weise, dass unsere Tiere zusätzlich gefüttert werden müssen. In der Tat ist eine solch starke Vermarktung von Tierfutter erst in den Fünfziger Jahren entstanden, als man erkannte, dass Tierhalter bereit sind viel Geld für ihre Tiere auszugeben. Davor wurden unsere Kaninchen wesentlich gesünder ernährt.

Die Bestandteile von Trockenfutter wie Getreide und Melasse/Zucker sind auf den Weltmärkten billig zu bekommen, die Gewinnspanne für Tierfuttermittelhersteller ist bei solchen Produkten sehr groß.

Die Futtermittelindustrie wirbt damit, dass ihren Produkten Vitamine und Mineralien zugesetzt werden, welche die Tiere brauchen. So handelt der Tierhalter in dem Glauben, er würde seinen Tieren etwas Gutes tun. Abwechslungsreich ernährte Tiere brauchen aber keine zusätzlichen Vitamine und Mineralien, eine zu hohe Dosierung dieser Zusatzstoffe kann im Gegenteil schädlich sein.

Bücher sowie Zoofachangestellte empfehlen Trockenfutter, (wie ich vermute einfach aus Unwissenheit).

Häufigste Begründung: "Wir machen das schon immer so"

Die Tatsache das Kaninchen in Außenhaltung mehr Energie brauchen ist häufig ein Argument, immerhin nehmen wilde Kaninchen vor dem Winter Getreide auf um sich ein Fettpolster anzufuttern. Allerdings wird dabei vergessen, dass man die Tiere in Heimtierhaltung täglich mit Heu und energiereichem Frischfutter wie z. B. Knollengemüse versorgt und das reicht den Tieren aus, unsere Kaninchen brauchen keinen Winterspeck.

Trockenfutterfütterung ist einfacher und praktischer als ständig Heu nachzufüllen (welches staubt, die Käfigumgebung verschmutzt und viel Platz bei der Lagerung benötigt). Es ist sicher auch einfacher Vitamine und Mineralien durch so ein Fertigprodukt zuzuführen als sich mit Kräutermischungen, Vitamingehalt von Frischfutter und der täglichen genauen Zusammenstellung des Futters für die Tiere auseinander zu setzen und dieses über den Tag verteilt immer frisch zu geben.
Der Halter hat wohl auch das Bedürfnis, sein Tier zu füttern. Er weiß zwar normalerweise, das Heu Grundnahrungsmittel ist wie Brot für den Menschen, aber wir essen ja nicht nur Brot sondern auch meist einmal täglich zu Mittag und so möchte der Halter seinem Tier auch ein Mittagessen vorsetzten, obwohl es in keiner Weise den Bedürfnissen der Tiere entspricht. Oder aber das Trockenfutter wird als "Leckerchen" oder "Abwechslung" gegeben. Es wird dabei gern vergessen, dass es wirklich viele Dinge gibt, die ein Kaninchen fressen darf und die gesünder sind als Melasse und Getreide. Hier findet sich eine Frischfutteraufzählung - und sie ist sicher noch nicht komplett: Frischfutter. Auch sind die Mengen, die als Leckerchen gegeben werden bedenklich, denn schon ein Esslöffel Trockenfutter sorgt dafür, dass ca. 1/3 weniger Heu aufgenommen wird.
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Benötigen Kaninchen Trockenfutter?
Kleine bis mittelgroße Kaninchen benötigen kein Trockenfutter, auch nicht tragende oder kranke Tiere. Auch trächtige Weibchen können mit einer bestimmten Mischung aus Heu, Gemüse, Kräutern und Zweigen gesund und mangelfrei ernährt werden. Kranke Tiere, welche keine Nahrung mehr zu sich nehmen, können mit einem Brei aus Pellets aufgepäppelt werden. Sie benötigen aber, sobald sie wieder selber fressen können, kein Trockenfutter, welches ihre Verdauung nur noch mehr lahm legt, sondern eher kohlenhydratreiche Gemüsesorten, Kräuter welche die Verdauung anregen und verschiedene Heusorten, um wieder zu Kräften zu kommen. Lediglich sehr große Rassen (Deutsche Riesen) benötigen leider ein Mastfutter, da sie ihr Gewicht nicht ohne Zusatzfuttermittel erreichen.

Auch Jungtiere benötigen kein Trockenfutter. Eine ausgewogene Ernährung mit mineralhaltigen und vitaminhaltigen Kräutern sowie Gemüsen und natürlich wieder Heu reicht für die gesunde Entwicklung aus.
Weibchen, welche im Winter tragend sind, haben einen sehr erhöhten Energiebedarf, dort können ggf. Getreideflocken, Trockengemüse, Kräuter, Heupellets und Kräuterpellets zugefüttert werden.
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Warum behauptet viele Halter ihre Tiere würden abnehmen oder krank werden ohne Trockenfutter?
Leider ist es häufig so, dass Trockenfutter zu schnell abgesetzt wird, so gerät der Darm durcheinander, die Verdauung kann sich nicht so schnell auf die veränderte Fütterung einstellen und der PH Wert im Darm sinkt ab. Es kommt zu Fehlgärungen, Blähungen und Durchfall. Mitunter kommt es zu Hungerödemen an der Leber. Eine Futterumstellung, also auch das Absetzen eines gewohnten Futtermittels, muss immer langsam und in kleinen Schritten durchgeführt werden. Über einen Zeitraum von ca. 3-4 Wochen sollte das Trockenfutter langsam auf Null reduziert werden.

Häufig ist es auch so, dass zwar aus der Einsicht, dass Trockenfutter nicht benötigt wird, dieses weg gelassen wird, aber es wird nicht gleichzeitig eine wirklich ausgewogene Ernährung gegeben. Oft werden die teuren Kräuter, welche aber nunmal der Hauptlieferant für Mineralien und Vitamine sind, nicht gegeben, Zweige für den Zahnabrieb werden nicht gereicht, das Heu wird nicht oft genug nachgefüllt oder es wird nur sehr einseitig oder kein Frischfutter gereicht. So kann es zu Mangelerscheinungen kommen, welche dann dem Trockenfutterentzug zugeschrieben werden.

Jungtiere, welche gesund ernährt werden, nehmen meist nicht so schnell zu wie Tiere, die mit Trockenfutter hochgepäppelt werden. Aber müssen denn Jungtiere schnell wachsen?

Auch Tiere mit einem erhöhten Energiebedarf wie Außenhaltungskaninchen oder Zuchttiere können ohne Fertigfutter gesund ernährt werden, es gehört aber viel Fachwissen, mehr Geld und der Wille zum konsequenten täglichen Überdenken der Fütterung dazu. Es ist nicht so leicht und nicht so günstig wie eine einfache, täglich nur wenige Minuten in Anspruch nehmende, Fütterung mit Pellets.

Welche negativen Folgen hat das Verfüttern von Trockenfutter/Pellets/Fertigfutter?
Oft wird als Folge von Trockenfutterfütterung Übergewicht genannt. Dies kann nicht bestätigt werden. Es ist allerdings richtig, dass die meisten Tiere auf eine Überfütterung mit Trockenfutter, verbunden mit Bewegungsmangel, Übergewicht bekommen. Tiere die sich hingegen viel bewegen können, bauen das überschüssige Fett im Futter schnell wieder ab und werden nur selten äußerlich sichtbar übergewichtig. Allerdings führt eine Fütterung mit Trockenfutter nicht selten zu einer Fettleber - dieses Problem ist äußerlich nicht sichtbar, führt aber gerade bei Weibchen in der Zucht häufig zum Tod des Tieres.

Ein weitaus größeres Problem sind die Darmerkrankungen. So lange ein Kaninchen gesund ist und überwiegend gesund ernährt wird ist der Darm in der Lage sich zu regulieren und auch die Stärke- und Zuckermengen in schlechtem Trockenfutter zu verdauuen. Wenn aber das Imunsystem der Tiere gestört ist, sie z.B. eine leichte Erkältung haben, dann nehmen die Coli Baktieren überhand, der Darm gerät in Ungleichgewicht und die Tiere bekommen Durchfall oder Blähungen. Viele mit minderwertigem Trockenfutter ernährte Tiere sterben an den Folgen des Durchfalls bei einer harmlosen Erkrankung. Um eine solche Fehlfunktion des Darmes auszulösen reichen schon kleine Mengen an Getreide und Melasse.

Ein Esslöffel Trockenfutter am Tag führt zu einer verminderten Heuaufnahme um ca. 30 %. Somit ist der Backenzahnabrieb nicht mehr 100% sicher gewährleistet. Bei wirklich gesunden, jungen Tieren ist das meist kein Problem, aber bei Tieren mit angeborener Zahnfehlstellung oder alten Tieren kann dies schnell zu Zahnspitzen an den Backenzähnen führen. Diese führen, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt werden, dazu, dass die Tiere keine Nahrung mehr aufnehmen können und schwere Entzündungen im Mundbereich bekommen. So ist das Tier dann ein Leben lang behandlungsbedürftig und muss die Zähne regelmäßig gekürzt bekommen.

Durch den starken Druck der beim Getreidezerquetschen auf die Zahnwurzeln ausgeübt wird, bekommen Tiere, die Getreide oder zu harte Pellets bekommen, Backenzahnabszesse. Der Abrieb der Backenzähne ist nur durch gleichmäßiges Zermahlen von Heu oder Gras gewährleistet, dass Kauen von harten Pellets und Getreide hingegen nutzt die Zähne kaum ab und reizt die Muskulatur, die auf diese Art der Maulbewegung (kauen) nicht eingestellt ist.

Mehr zum Thema Zahnprobleme bei Kaninchen können Sie hier nachlesen:
Kaninchen mit den Augen des Tierzahnarztes gesehen, von Dr. med. vet. Lazarz
Zahnheilkunde beim Kaninchen, von Dr. med. vet. Lazarz.
Inhaltstoffe und Nährwertangaben von einigen gängigen Trockenfuttersorten
Leider sind nicht alle Futtermittelhersteller bereit, eine genaue Inhaltsangabe zu machen, nehmen Sie "immer" Abstand von Futtersorten, deren Inhaltsstoffe nicht angegeben sind, auch wenn diese Futtersorten oft mit Angaben wie "getreidefrei" oder "zuckerfrei" werben - denn statt dieser Inhaltsstoffe können jede Menge andere Inhaltstoffe im Futter sein, die Sie Ihrem Tier nicht zumuten wollen und sollten. Die Hersteller von Futtermitteln sind nur verpflichtet, Rohprotein, Rohfett, Rohasche und Rohfaser anzugeben, alle weiteren Angaben erfolgen freiwillig und oft unvollständig! Hier finden Sie Inhaltsangaben einiger Futtermarken, fast überall werden Sie Luzerne, Getreide, Melasse (ein Abfallstoff der Zuckerherstellung, welcher zu einem großen Teil aus Zucker besteht) und andere Bestandteile finden, welche Sie Ihrem Tier niemals geben würden, wenn es nicht in bunte Kugeln oder Stäbchen gepresst wäre. Lassen Sie sich nicht von grünen Bestandteilen im Futter täuschen, oft enthalten Pellets, welche grün sind, nur einen geringen Anteil Heu oder Kräuter, meist bestehen Sie aus Getreide, Melasse und anderen Inhaltsstoffen, welche Ihr Tier nicht braucht!

Eine Liste mit den Inhaltsstoffen gängiger Trockenfuttersorten finden Sie hier:
Inhaltstoffe und Nährwertangaben von gängigen Trockenfuttersorten *3

Christine Wilde


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*2

Mein Erfahrungsbericht
Abkürzungen:
P & J = Pauline und Jimmy
AB= Antibiotikum
TA= Tierarzt
BBB= Bird-Bene-Bac

Ich heiße Maren Begemann, bin 28 Jahre alt und stolze Pflege-Mama von zwei entzückenden Ninchen-Zwergen namens Pauline und Jimmy. Pauline ist 21 Monate und Jimmy 10 Monate alt. Pauline ist ein Farbzwerg (wildfarben), Jimmy ist ein Löwenkopf (er hat die Farbe wie ALF).

Ich bin schon seit dem ich denken kann, ein absoluter Kaninchen-Liebhaber. Als Kind hatte ich immer ein Kaninchen, es lebte in einem Außenstall der nicht besonders groß war. Irgendwann bekam meine Mutter eine schwere Kaninchenhaar-Allergie und seitdem durften keine Kaninchen mehr in unsere Nähe. Ich schwor mir, "Sobald Du eine eigene Wohnung hast, hast Du auch wieder Kaninchen". Gedacht- getan. Im November 2001 war es dann endlich soweit - meine erste eigene Wohnung. Schon kurze Zeit später kam Pauline zu mir. Ich habe sie direkt von einem Züchter bekommen. Irgendwann gab ich ihr aus Versehen feuchten Löwenzahn und von dem bekam sie fürchterlichen Durchfall. Mein TA gab das AB Baytril. Damit bekamen wir den Durchfall schnell in den Griff und es ging ihr wieder gut. Im Dezember 2002 sah ich Jimmy in einer Tierhandlung sitzen und ich konnte einfach nicht widerstehen und habe ihn Pauline als Freund gekauft. Sowohl bei mir als auch bei Pauline war es Liebe auf den 1. Blick. Die Vergesellschaftung der Beiden klappte auf Anhieb, nach 2 Tagen haben die Beiden schon ihre erste Nacht im gemeinsamen Käfig verbracht.

Doch dann wurde Jimmy krank. Beim TA s Besuch stellte sich heraus, dass Jimmy Kaninchenschnupfen hat. Als Therapie bekam er 4 Wochen täglich Baytril oral. Der kleine Jimmy war sehr tapfer und hat es über sich ergehen lassen. Doch dann begann das ganze Drama: ein Durchfall jagte den nächsten, sowohl bei Jimmy als auch bei Pauline.

Zu diesem Zeitpunkt habe ich die Beiden mit einer Fertigmischung aus Pellets gefüttert (Pauline's Züchter sagte mir: da ist alles drin was sie brauchen...bla, bla, bla), Heu und ein paar Kräutern. Frisches Gemüse & Obst gab ich nur ganz ganz selten, denn das Ergebnis davon war Durchfall. Ich war völlig verzweifelt. Mein TA gab bei jedem Durchfall Baytril. Er versicherte mir jedoch, dass ich völlig richtig & korrekt füttern würde. Für mich selbst war diese Zeit sehr schlimm. Jeden Morgen wenn ich ins Wohnzimmer kam, in dem der Käfig steht, waren die Häuschen völlig verdreckt und ich musste P & J erst mal den Popo waschen. Ich war es irgendwann so leid und setzte mir vor's Internet, wobei ich durch Zufall die "Nager-Info Homepage" entdeckte. Ich schrieb eine e-mail und klagte mein Leid. Christine von der HP antwortete mir sofort, wir telefonierten und sie erklärte mir, was der Grund für die Darmprobleme meiner Kaninchen war.

Die Darmflora von P & J war durch die ständige Gabe von Baytril völlig ruiniert. Außerdem habe ich ja bis dahin immer schön Pellets und Leckerlies gefüttert- wenn man der Industrie und den Tierhandlungen glaubt sind diese Sachen ja sooooo gesund. Wenn man allerdings mal ein paar Pellets in ein Glas Wasser gibt, sieht man wie sehr sie aufquellen. Und genau das findet auch im Darm der Kaninchen statt. Der Darm ist völlig überladen. Dieser ganze buntverpackte Leckerlie-Kram ist reines Gift für die Kaninchen und außerdem unnötige Dickmacher. Nach dem Kontakt mit Christine habe ich mit P & J eine 4-wöchige radikale Wasser-Heu-Diät gemacht. Dazu habe ich konsequent BBB-Pulver gegeben. Es war kaum zu glauben; nach schon 3 Tagen war kein Durchfall mehr da. Pauline hat während dieser Diät richtig gut abgespeckt. Sie wog 2100 Gramm, nach der Diät wog sie 1600 Gramm. Auf einmal schlug sie Haken- das hatte ich bei Pauline noch nie gesehen. Vorher saß sie meistens wie eine Glucke in der Ecke. Man konnte förmlich zuschauen, wie die Beiden aufblühten. Nach 4 Wochen habe ich dann angefangen, langsam Frisches zu geben. Am Anfang nur geriebenen Apfel, nach und nach kamen Möhre, Fenchel, Petersilie, Nektarine, rote Beete und Tompinamur dazu. Die ganze Zeit durch habe ich BBB gegeben, damit die Darmflora sich wieder erholt und sich stabilisiert. Zusätzlich fütterte ich Kräuter, wie z.B. Brennessel, Löwenzahn, Spitzwegerich, Scharfgarbe, Gänseblümchen und Melisse. Und ihr glaubt gar nicht was es für ein beruhigendes Gefühl ist, wenn man ohne Angst vor Durchfall füttern kann.

Seit dem habe ich keine Pellets und keine XXL-Knabberstangen mehr gegeben. Ich habe alles weggeschmissen. Denn ich weiß, dass Kaninchen so etwas nicht brauchen. In der freien Natur würden sie so etwas nie fressen, bzw. finden. Und ich habe einiges gelernt: Wir Halter sind für die gesunde Ernährung unserer Lieblinge verantwortlich und nicht die Kaninchen selber. Am Anfang der Wasser-Heu-Diät ist es mir so schwer gefallen nichts anderes zu geben. Und genau da liegt das Problem: Nicht die Kaninchen sind schuld, sondern wir Menschen denken einfach falsch. Wir meinen, dass die Kaninchen leiden und hungern wenn sie keine Leckerlies, Pellets und Knabberstangen mehr bekommen, aber das ist einfach FALSCH. Sie fressen das, was wir Ihnen geben und wissen nicht was gesund oder ungesund ist. Das haben sie mit den Menschen gemeinsam: Alles was süß ist, fressen sie besonders gerne. Aber für den Durchfall und aufgeblähten Bauch den die Kaninchen hinterher haben ist der Halter verantwortlich. Stellt euch doch einfach mal vor, wie ihr euch fühlt, wenn ihr was falsches oder zuviel gegessen habt. Im Notfall können wir uns übergeben, aber das können Kaninchen nun mal leider nicht. Und ich muss ganz ehrlich sagen: Ich verstehe die Halter nicht, die ihren Lieblingen Durchfall und Blähungen bereiten. Es ist die Pflicht des Halters seine Tiere richtig zu ernähren und ich bekomme jedes Mal einen Wutanfall, wenn ich Leute treffe, die 100%-ig davon überzeugt sind, dass Kaninchen Pellets zum Überleben brauchen. Das ist totaler Quatsch. Die Tiere brauchen Heu, Heu und Heu und dazu Kräuter und Frisches in Maßen. Als meine Pauline das erste Mal wieder Haken geschlagen hat, wusste ich dass ich auf dem richtigen Weg bin mit dieser Fütterungs-Methode. Und diesen Weg gehen wir jetzt seit März 2003 und seitdem hatten wir keinen Durchfall mehr. Ich war am Anfang auch sehr skeptisch und mir nicht sicher, ob ich mir der Wasser-Heu-Diät alles richtig mache, aber meine beiden Süßen bestätigen mir das jeden Tag auf's Neue- jeden Tag ohne Durchfall!!!

Wir Menschen meinen es immer gut mit den Kaninchen, wenn wir Ihnen Leckerlies geben. Aber in Wahrheit bereiten wir den Süßen damit auf lange Sicht gesehen nichts als Schmerzen und Übergewicht. Und das sollte sich jeder vor Augen halten. Wer Kaninchen als Haustiere hält- so wie ich- muss sie auch so ernähren. Es sind keine Zuchttiere, die viel Kraft brauchen. Sie brauchen nur Energie und die bekommen sie durch Heu, denn daraus und aus dem daraus resultierenden Blinddarm-Kot ziehen sie alles was sie brauchen.

Ich kann nur jedem den Rat geben: lasst die Pellets weg und tut euren Tieren damit etwas Gutes. Versucht es einfach. Es ist im Grunde nur schwer für uns Menschen und nicht für die Tiere die Fütterung umzustellen. Meine Beiden hatten vor der Umstellung immer einen reichlich gedeckten Tisch: Napf voll mit Pellet-Mischungen und Leckerlies gab es auch jeden Tag. Sie konnten gar nicht soviel fressen, wie ich ihnen anbot. Meiner Meinung nach hatten sie gar keine Lust mehr am fressen, was wahrscheinlich an der völligen Überladung des Darms lag. Ihr glaubt gar nicht, wie sehr sich P & J nach der Diät über ihr erstes Stück Möhre gefreut haben. Sie haben mich förmlich angesprungen.

Jeder, der Fragen an mich hat oder sonst Kontakt mit mir aufnehmen möchte, kann mir gerne eine e-mail schreiben: Maren Begemann Abkürzungen:
AB= Antibiotikum
TA= Tierarzt



*3

Tabelle


Hoffe, dass ich dir damit etwas helfen konnte!


Kranke Grüße

Rosi
 

Frau Anschela

OmmaNuckHasiAnschela
8. Juli 2002
27.009
1
36
AW: Meerifutter für Hasen?

Danke Rosi, unsere Hasen leben draußen und waren, als wir sie bekommen haben (letztes Frühjahr aus dem Tierheim) recht unterernährt, deshalb haben wir uns FÜR die Fütterung mit Trockenfutter entschieden, damit sie gut über den Winter kommen. Außerdem ist die eine von beiden "ein Riesenviech" - fast Katzengröße ;-)

Sie bekommen dies auch "nur" als Zusatz - eine halbe bis volle kleine Schale für beide Hasen zusammen, sonst schon so, wie in deinen Artikeln auch empfohlen.

:winke:
Angela
 

Frau Anschela

OmmaNuckHasiAnschela
8. Juli 2002
27.009
1
36
AW: Meerifutter für Hasen?

Danke! Kein Problem, wenn es etwas dauert - ich hab noch genug Hasenfutter übrig - so dauert es sowieso schon recht lange, bis ich den Meeri-Sack öffnen müßte.

:winke:
Angela
 

Röschen

Gehört zum Inventar
18. August 2004
16.279
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östlicher Wetteraukreis
AW: Meerifutter für Hasen?

Hallo Angela,

zunächst mal die Frage, was denn kg-mäßig ein Riesensack Meerifutter ausmacht?

Über einen kürzeren Zeitraum das Futter zu geben, wäre wohl ungefährlich meinten meine Informationsquellen, wenn es aber über längere Zeit geht, dann wäre das auch nicht so dolle.

Die Ideen waren:

1. das Futter unter das Hasenfutter zu verteilen.
2. die ungeöffnete Packung wieder zurückzugeben oder
3. die Packung dem nächsten Tierheim zu spenden - vielleicht dem, aus dem Ihr eure Hasen habt ?


Liebe Grüße

Rosi
 

Frau Anschela

OmmaNuckHasiAnschela
8. Juli 2002
27.009
1
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AW: Meerifutter für Hasen?

:winke:

das Mischen ist eine gute Idee. Das werde ich wohl machen. :jaja:

Liebe Grüße und Danke!
Angela
 

Alina

Selfie Queen
29. März 2003
25.009
74
48
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AW: Meerifutter für Hasen?

Ist da nicht das selbe drin? Letztens hab ich Hasenfutter für die Meeris gekauft da waren nur mehr grüme Pellets drin die meine Schweinchen nicht so dolle mögen, aber ansonsten ist doch da auch so körnerzeugs drin...

lg