Katzenallergie: Wie geht ihr damit um?

321Mary

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Dauerschnullerer
2. Juli 2014
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#1
Hallo zusammen,
wie manche vielleicht in meinem anderen Thread gelesen haben, ist Johannes auf Katzen allergisch. Er wurde bereits zwei oder drei Mal getestet. Auch auf Pferde reagiert er. Da er einmal sogar leichte Schwierigkeiten bekommen hat, als ein Mädchen zu Besuch war, die zuhause eine Katze hat, hat uns der Kinderarzt zu einer Hyposensibilisierung geraten. Diese dauert mindestens drei Jahre und bedeutet einmal monatlich spritzen lassen (und wenn es so wie bei mir ist, drei Tage eine wehen Arm).

Ich bin mir unschlüssig, ob hier das Leiden nicht größer ist, als Katzen irgendwie aus dem Weg zu gehen. Der Arzt fürchtet allerdings, dass es später zu allergischem Asthma kommen kann. Zudem meinte er, dass es schon eine massive soziale Einschränkung wäre.

Das nächste ist, dass Johannes sich nichts mehr wünscht als eine Katze...! Zwar gibt es möglicherweise Rassen, die weniger Reaktionen hervorrufen, aber erwiesen ist das nicht...

Wer von euch ist selbst betroffen oder die Kinder? Wie handhabt ihr das? Wie stark sind die allergischen Reaktionen bei euch?
 
Redviela

Redviela

nomen est omen
Mitarbeiter
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11. Oktober 2011
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Crailsheim
#2
Mein Mann ärgert sich, dass er nicht rechtzeitig die Hyposensibilisierung machen ließ. Er hat inzwischen allergisches Asthma und im Frühjahr heftig mit seiner Pollenallergie zu kämpfen.
 
321Mary

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Dauerschnullerer
2. Juli 2014
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#4
Ich bin total hin - und hergerissen. Im ersten Moment dachte ich mir, das machen wir, dann ist er für die Zukunft geschützt. Nach ein paar Tagen und ein paar Gesprächen mit Mann und Sohn kamen wir zu dem Schluss, dass es übertrieben ist, so einen Aufwand verbunden mit Schmerzen zu betreiben. Nur, ich selbst bin gegen Pollen und Hausstaubmilben allergisch, habe im Herbst die Hypo gegen Pollen begonnen (die viel weniger Spritzen braucht), um Schlimmeres wie Kreuzallergien und Asthma zu verhindern... Was mir schon klar ist: Johannes wird trotz Hypo vermutlich auch später keine "normale" Katze haben können...
 
Blümchen

Blümchen

Mama Biber
5. März 2008
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#5
Ich habe es machen lassen und dennoch Asthma bekommen (nicht Katzen, Frühblüher).
Es gibt keine Garantie für was, so oder so nicht. Der Leidensfaktor beim Spritzen ist auch unterschiedlich hoch, die einen merken kaum was, bei den anderen schmerzt schon das Einspritzen, der Arm schwillt an, wird tagelang dick und berührungsempfindlich... du weißt halt vorher nicht, wie es laufen wird. Kann ja auch sein, alles wird optimal.
Der Große hat keine Katzenallergie, dafür eine gegen Meerschweinchen und ehrlich, ich ahnte vorher nicht, wieviele Menschen ein Meerschweinchen haben- fast alle im Wohnzimmer.
Für ihn heißt das tatsächlich, dass er Kinder, die Meerschweinchen haben, nicht zu Hause (drinnen) besuchen kann. Er reagiert prompt und heftig. Hustenanfälle, laufene Nase/ Augen, später auch Atemnot.
Da hier mehr als 10 Allergene zu Buche schlagen, müssten wir entscheiden, welches wir für wichtiger erachten würden, wenn wir hyposensibilisieren lassen wollten. Frühblüher? Gräser? Meerschweinchen? Pferde? Hausstaub?
Kommt dazu, dass Allergologe 1 zu- und Allergologe 2 abrät. Es gibt da sehr kontroverse Stimmen, auch unter Medizinern.
Deshalb konnten wir irgendwie diesbezüglich auch noch keine tragfähige Entscheidung finden.

Ich wünsche euch jedenfalls das Beste und einen guten Umgang mit dem Thema.
 
321Mary

321Mary

Dauerschnullerer
2. Juli 2014
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#6
Oh, das klingt kompliziert bei euch. Mit Katzen ist es ähnlich; hier haben echt viele eine Katze. Allerdings hat Johannes es sowieso lieber, wenn die andern zu ihm kommen, aber das wird sich irgendwann ändern. Was mir auch so durch den Kopf schwirrt: Irgendwann hat er eine Freundin und die hat eine Katze. Dann heißt es "Einer muss gehen" :umfall:.

Und außerdem finde ich es schwieriger, für´s Kind zu entscheiden als bei sich selbst. Klarerweise tendiert er dazu, es nicht machen zu lassen, weil er als Kind natürlich nicht so weit denkt. Und wie Du sagst, die Ungewissheit, ob es überhaupt groß was hilft, macht die Entscheidung nicht leichter.

Wir haben übrigens dreierlei Medikamente bekommen: Ein vorbeugendes, eins für den Akutfall und Cortison für den Notfall.
 
Schäfchen

Schäfchen

Copilotin
7. November 2002
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Groß Kreutz
www.andrea-schaefer.de
#7
Der Pilot hat eine Hypo als Kind gemacht. Erfolglos. Heute kann er kaum noch Obst essen, reagiert auf alle Stein- und Kernobstsorten. Und auf jede Menge Pollen. Seine Geschwister haben auch eine hinter sich, mit mehr oder weniger gutem Erfolg. Schwiegerpapa hat sogar zwei gemacht, letztlich Erfolg hatte er erst als er auf Akkupunktur ging. Danach war 10 Jahre Ruhe. Meine Cousine hat auf die Hypo mit einem extrem anschwellenden Arm reagiert, da hat man dann nur noch links gespritzt, weil sie sonst in der Schule nicht mehr hat schreiben können.

Meine Allergologin legte mir eine Hypo nahe. Wegen dem allergischen Asthma, das hatte ich da aber schon. Zusätzlich zum Belastungsasthma. Mein Bauch wehrte sich dagegen. Jetzt betreut mich der Hausarzt, selbst Allergiker. Der kann das anders rüberbringen, sagt aber auch klar, dass es wenig bringt, wenn ich mich innerlich dagegen wehre und nicht überzeugt bin. Da ich aber nur mit Graspollen zu kämpfen habe, ist das noch "harmlos" im Vergleich zum Gatten. Der reagiert btw. auch auf Katzen, aber nicht auf jede. Die alte Mieze bei meiner Ma konnte er sogar problemlos auf den Arm nehmen. Bei den neuen kann er nicht mal ohne Tablette ein Kaffeetrinken überstehen. Inzwischen haben wir eigene Katzen, aber es sind Hof- und Gartenkatzen, ins Haus dürfen sie nicht. Das war der Kompromiss, den wir nach 20 Jahren Beziehung geschlossen haben ;)
 
finchen2000

finchen2000

Gehört zum Inventar
28. Juli 2005
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#8
Fällt mir nur gerade ein, eine Freundin sagte mir, es gäbe seit diesem Jahr oder ab diesem Jahr
auch bei Katzenallergie die Möglichkeit auf Tropfen auszuweichen, was es bisher wohl nicht gab.

LG
Heike