Jedes Kind kann schlafen lernen...

ConnyP

Die Harmlose
6. März 2003
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Wiesbaden
Hallo, jetzt wollte ich doch mal was dazu sagen:
Man soll sich doch auf sein Gefühl verlassen? Ich kenne das Buch nicht ( weiß aber, wie die Methode funktioniert) und habe es auch nicht. Allerdings habe ich von Anfang an eine ähnliche Methode ganz von selbst angewendet, nämlich, wenn es "nur" ein kurzes Weinen ist, nicht sofort hinzulaufen. Oft weinen nämlich die Kinder im Schlaf und man weckt sie erst auf, wenn man hingeht. Bei Michelle hatte ich irgendwann mal diese tollen Artikel über im Elternbett schlafen und stillen alle 1-2 Stunden gelesen und war etwas verunsichert. Da bin ich dann mal reingegangen, als sie kurz gequakt hat. Tja, sie schlief fest, schreckte dann hoch und schaute mich mit riesigen Augen an, was ich denn wohl will? Dann nahm sie ihr Tuch und schlief weiter...
Meine Große hat schon ab und zu mal geweint, wenn sie einschlafen sollte. Aber nicht stundenlang. Im Posting von Jeatho über die Artikel ist mir aufgefallen, daß dort viel steht wie "unbegrenztes" Schreien, oder die Eltern "unter keinen Umständen" auf den Plan rufen zu können.
Doch darum geht es doch nicht, oder? Wenn Michelle sich nicht alleine beruhigt, gehe ich selbstverständlich hin...
übrigens: Janine schlief ab dem Moment durch, wo sie in ihrem eigenen Zimmer lag (mit 4 Monaten), Michelle mit ca. 6-8 Wochen. Dabei habe ich beide voll gestillt. Durchschlafen hieß zwischen 12 und 14 Stunden! Janine geht übrigens heute noch gern ins Bett, sagt auch freiwillig "ich bin jetzt müde und möchte schlafen". Da kann es doch nicht so schlimm gewesen sein?
Naja, sorry, daß ich das Thema aufkoche, aber ich wollte das mal loswerden :)

Liebe Grüße und ruhige Nächte :-D
Conny
 

Sonja

Integrationsbeauftragte
11. April 2002
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Mädels,

auch wenn ich generell eurer Meinung bin (ein Baby/Kleinkind nicht schreien lassen), habe ich mir das Buch seinerzeit ausgeliehen und mir 3 Sachen gemerkt.

Im übrigen ist das eine Lebensphilosophie für mich - ich picke mir immer die Sachen heraus, die ich "gebrauchen" kann - den Rest lass ich links liegen und "vergess" es :jaja:

1. Ein Einschlafritual ist sehr wichtig - ich achte penibel darauf
2. Kind im wachen Zustand ins Bett legen und es alleine einschlafen lassen
3. Wenn das Baby nachts aufwacht, nicht gleich hinrennen - ich habe mir das für mich selber so erklärt:

Wenn ich nachts kurz wachwerde, dreh ich mich um und schlaf nach einigen Minuten weiter - ein Baby meldet sich vielleicht mal kurz ohne richtig wach zu werden - wenn jetzt jemand zu mir (oder eben zum Baby) kommen würde und mich vollquatschen und aus dem Bett herausholen :heul:

D. h. halt für mich - ich bin keine schlechte Mutter und meine es mit meinem Baby nur gut, wenn ich es nicht sofort hole - was soll ich sagen: mittlerweile kenne ich gut den Unterschied zwischen kurz Weinen und Hunger.

Wenn er Hunger hat, weint er viel länger und lauter. Mit länger meine ich höchstens 1 - 2 Minuten am Stück. Dann hol ich ihn und geb ihm was zu trinken (ich vermeide aber, mit ihm zu sprechen, damit er merkt, dass Nacht ist und alle schlafen - bin also langweilig) - danach schläft er problemlos wieder weiter :bravo:

Ich bin insofern froh, dass ich das Buch gelesen habe, weil es mir eine ganz andere Sicht der Dinge ermöglicht - ohne mein Kind schreien zu lassen.

Per edit:

Um keinen falschen Eindruck zu erwecken: Tim hat die ersten vier Monate AUF meinem Bauch geschlafen - dann nochmal 4 Monate bei mir im Bett oder daneben. Ich bin keine Verfechterin der Methode, das Kind auszuquartieren - Ralph schlief bei uns, bis er 9 Jahre alt war - bei Tim hat sich das mit 8 Monaten so ergeben - es war das Beste für alle Beteiligten.

Liebe Grüße