Wer macht mir Mut???

Dieses Thema im Forum "Schlafprobleme" wurde erstellt von Jani, 8. Februar 2004.

  1. Hallo Ihr Lieben! Wer kann mir Mut machen? Unser Luke (20 Monate) hat uns völlig in seinen Patschhänden! Er war mal ein toller Schläfer, der die ganze Nacht kaum einen Pieps hören liess. Aus der Traum! Luke war krank - schlief bei uns im Bett - jetzt gibt es Theater. Mittlerweilen schläft er wenigstens mittags wieder in seinem Bett, und abends schläft er auch darin ein, aber nach 3 Stunden steht er scheiend im Bett und ist zum Bettwechsel bereit (Schnuckeltuch und Pulle im Arm). Die Nächte mit Luke im Bett sind höchst unerholsam. Er Muss wieder im eigenen Bett schlafen! So, jetzt habe ich das Buch `Jedes Kind kann schlafen lernen`gekauft und gelesen und bin seit 2 Abenden völlig davon überzeugt, dass ich die Nacht durchstehe. Aber ich erweise mich als willensschwache Person. Letzte Nacht gab es ein Gewitter und da habe ich klein beigegeben weil der Luke ja eventuell aus Angst geweint hat. Zusätzlich hat er eine absolute Daddy-Phase, d.h. er will immer da sein, wo sein Dada ist ( er ruft auch nachts Dada) . Gibt es für uns Hoffnung? Wer hat sein Kind mit den Tips aus dem Buch zum Durchschlafen gekriegt? Und warum bin ich auf einmal so willensschwach? Das war sonst nie meine Art! Hilfe!!!
     
  2. Hallo,

    also wenn es nur ums Mutmachen geht, da kann ich Dir helfen, mein Sohn war ein sooo schlechter Schläfer, es gab Zeiten da hab ich vor ihm geschlafen, schon wegen schwerer Erschöpfung, heute ist er achtzehn Jahre alt und schläft super! :)
    Du kannst sicher sein, es geht vorbei.
    Allerdings, denke ich Du brauchst schneller Hilfe. Ich bin da nicht so ganz die Fachfrau. Nimue ist 15 Monate alt, sie schläft normalerweise
    gegen 20. 00 Uhr. Es gibt Tage, da schläft sie erst 22.00 Uhr. Ich bin noch zu Hause und eigentlich finde ich es nicht schlimm. Ich kann sie schlecht zum Schlafen zwingen wenn sie gar nicht wirklich müde ist.
    Es hat sich als gut erwiesen, den Mittagschlaf nicht zu spät und nicht zu lang zu halten. Und auch Abends nicht mehr viel Aktion zu haben.

    Ich halte von Ferber überhaupt nix, alle Mütter die ich kenne auch die Erfolg mit der Methode hatten haben sich stark motivieren müssen um das durchzuhalten. Manche haben vor der kinderzimmertür gesessen und mitgeweint. Wahnsinn!
    Ich bin eher für Entscheidungen aus dem Instinkt, aus dem Bauch.
    Meine Kinder haben in meinem Bett geschlafen. Sie sind alle spätestens mit vier Jahren ausgezogen um nur noch gelegentlich nachts vorbeizuschaun. Immer mit Decke bewaffnet und manchmal hab ich sie erst am Morgen zu meinen Füßen bemerkt.
    Was soll daran schlimm sein?
    Kannst Du vielleicht ein Balkonbett installieren? So das er in Eurem Zimmer aber in seinem Bett schläft. So hast Du ihn nicht auf der Pelle.


    Ich selber bin gern zu meinen Eltern ins Bett gekrochen. Immer wenn ich schlecht geträumt habe oder Angst hatte oder einfach die Wärme genießen wollte. Ich bin manchmal schlafend wieder weggetragen worden, aber meist haben sie mich in der Ritze gelassen. Und ich weiß, ich fand es wunderbar. So sicher und so behütet hab ich mich nie sonst gefühlt. Der schnarchende Papa mitten in der Nacht gab mir das Gefühl, das alles in Ordnung ist und mir nichts passieren kann.
    Ich habe nie gern allein geschlafen. Vielleicht, weil ich bis heute ein Angsthase bin. Ich liebe es meinen Mann bei mir zu wissen, und wenn mir kalt ist rutsch ich unter seine Decke.
    Für mich ist zusammen schlafen etwas ganz natürliches, Generationen haben so ihre Nächte verbracht.
    Ich kann der Idee des frühen Kinderzimmers auch nicht allzuviel abgewinnen.
    Kinder brauchen ihren eigenen Raum erst später, Rückzug suchen sie erst mit drei, vier Jahren.

    Die Schwierigkeit bei dem Schlafproblem ist dem Kind und der Mutter gerecht zu werden. Ich glaube nicht das Freber die beste Methode dafür ist. Meist schlafen die Kinder dann irgendwann, aber die Frage ist, was haben sie bei der Methode gelernt? Was ist da wirklich in und mit meinem Kind passiert. Hat es Dich als konsequent oder als übermächtig erlebt. Mir macht so was Sorge. Ich bin zu Nimue auch konsequent. Wenn ich merke sie ist wirklich müde, dann halte ich sie bis sie eingeschlafen ist. Dasist manchmal wenn sie wirklich überdreht ist nötig. Sie brüllt und sie beruhigt sich und sie schläft ein. Ich bin immer dabei. Ich spreche zu ihr. ich verlasse sie nicht.
    Ich hab Sorge, das ein Kind bei der Ferber methode folgende Botschaft lernen und speichern könnte: "Es hat keinen Sinn zu schreien, es hat keinen Sinn zu weinen, es hat keinen Sinn zu rufen, sie werden nicht kommen, ich bin allein." Solange mich keiner davon überzeugen kann, das ein Kind es nicht so empfindet, bleibe ich Ferbergegenerin.
    Und singe lieber lange Lieder und streichle mein Kind bis es schläft, es sind höchstens vier Jahre meines Lebens, in denen ich ein paar Stunden weniger schlafe, weniger zeit für mich am Abend habe, oder mein Bett teile. Das ist soooooooo schnell vorbei und ich weiß, ich werde den kleinen Körper, das duftende Haar, das Zappelfröschlein vermissen.


    :winke:
    Silke
     
  3. Su

    Su Das Luder

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    Hallo,

    musste bei Silkes Bericht bei jedem Punkt :jaja: nicken. So sehe ich das auch. Yannick schläft schon im großen Bett. Manchmal die ganze Nacht. Manchmal nur die halbe und die andere hälfte bei uns :-D Ok, manchmal ist es auch anstrengend, wenn er mich ne halbe Stunde streichelt und dabei immer wieder sagt: "mama hallo, wie geht es dir" aber doch auch süss. Wennich zwischendurch Lara stile ist das auch kein Problem. Blos beide nachts in der Ritze schlafen lassen, trau ich mich noch nicht, nicht das Yannick Lara platt drückt. :-D

    Also, bei uns geht es ganz locker, wenn Yannick müde genug ist schläft er auch alleine in seinem Bett ein. Lara z.B. hat gerne um spätestens 20.00 Uhr ihr Ruhe und meckert dann aber auch gerne noch ein bischen. Manchmal darf ich sie in den Schlaf schunkeln, aber meistens will sie ihre Ruhe. Yannick hat bis 15 Monate nur mit Körperkontakt eingeschlafen.

    Ich versuche halt auf die Kinder einzugehen, aber ohne mich dabei zum Kasperl zu machen...klappt nicht immer, aber immer öfter :)

    LG
    Su

    P.S. Es gibt aber genug die geferbert haben und gute Erfahrungen damit gemacht haben, die melden sich bestimmt auch noch zu Wort. Sonst einfach in die Suchmaschine "Ferber"eingeben und Du wirst 1000 Beiträge hierzu finden.
     
  4. Liebe Jani,

    wenn ich dein posting richtig interpretiere, dann habt ihr nicht grundsätzlich was gg. Kind im Bett, sondern es stört euch vor allem, dass ihr dann nicht zum Schlafen kommt - seh ich das richtig?

    Dann würde ich es auch mit einem Babybalkon versuchen, also Gitterbett mit einer Seite offen ans Elternbett angebaut.
    Wir haben auch einen und Tobias bleibt zumindest bis ca. 2Uhr dort liegen, dann krabbelt er über mich hinweg und legt sich zwischen uns.

    Er ist auch ein unruhiger Schläfer.
    Von unserem Homöopathen haben wir den Rat bekommen, ins Abendritual eine Tages-Nachbesprechung einzubauen. d.h. wir erzählen ihm noch einmal mit ruhiger Stimme, was wir tagsüber erlebt haben (ohne zuviele Details, sonst wird es wieder zu spannend :) ). Und dann kommt die Gute-Nacht-Geschichte (immer die gleiche) oder das Schlaflied.
    Tobias ist ein total wissbegieriges Kind und man merkt richtig, wie es vor dem Einschlafen in seinem Kopf rattert. Ich meine schon, dass es ihm sehr gut tut, alles noch einmal durchzugehen.

    Außerdem massiere ich ihn vor dem Schlafengehen mit Johanniskraut-Körperöl von Dr. Hauschka.
    Das könntest du auch probieren, v.a. wenn er zu kalten Füßen neigt.
    Ist beruhigend und wärmend und hat bei uns sofort ruhigere Nächte gebracht.

    Darüber hinaus kann ich dir keinen Ratschlag geben.
    Ich persönlich würde es auch nie schaffen, Tobias weinen zu lassen.
    Das gehört einfach zu den wichtigsten Dingen, die ich meinem Kind mitgeben möchte, ein Gefühl von Sicherheit und Gewissheit: Mama od. Papa sind für mich da. Bzw. wenn wir nicht da sind, die Gewissheit, dass wir wiederkommen.

    Ich hätte Angst, dieses Vertrauen durch Ferber-(ähnliche)-Methoden zu zerstören.

    Alles Gute für euch
    und ruhigere Nächte
    wünscht
     
  5. Hallo Jani!

    Grundsätzlich teile ich auch Silkes Ansichten. Aber wir machen auch grad das Selbe Problem durch wie ihr.

    Marlenchen bekam Zähnchen und schlief deshalb nachts oft unruhig, die letzten Wochen. Und damit ich möglichst wenig von meinem Schlaf einbüßen musste, hab ich sie auch zu uns ins Bett geholt.
    Jetzt sind die Zahnschmerzen weg, aber Marlene besteht immer noch darauf nachts zu uns ins Bett zu kommen. Mir gehts da aber wie dir, ich schlafe auch nicht erholsam, wenn die Kleine da ist. Versteh mich nicht falsch, ich liebe es sie GELEGENTLICH ganz nah bei mir zu haben. Sie an mich zu kuscheln und zu streicheln etc., aber auf Dauer kriege ich dabei zu wenig Schlaf ab...

    Andererseits könnte ich sie niemals allein in ihrem Bettchen plärren lassen, dabei kriege ich die ärgsten Gewissensbisse und sie tut mir so unendlich leid. Ich hab mir halt letzte Nacht vorgenommen, sie wieder sanft an ihr Bettchen zu gewöhnen. Als sie heute nacht geweint hat, bin ich brav aufgestanden, zu ihrem Bettchen gegangen, hab ihr zehn Strophen von "Weißt du wieviel Sternlein stehen" vorgesungen, sie dabei gestreichelt und dann ist sie wieder eingeschlafen. Als sie dann um ca. 4.00 morgens nochmal wach wurde, hat sie sich nach etwas Jammern selbst beruhigt.
    Vielleicht musst du auch eine zeitlang nachts einfach das übliche Abend-Schlafritual nochmal durchziehen, und bei deinem Schätzchen bleiben bis er wieder eingeschlafen ist. Nach und nach, kannst immer weniger dazutun, dass er allein einschläft, bis er dich gar nicht mehr dazu braucht. Biete ihm einen Ersatz für Mama und Papa an, ein Kuscheltier oder so. Du musst halt nur viel Geduld und starke Nerven haben und deinem Sohn vermitteln, dass du es wirklich ernst meinst. Er darf sich dabei allerdings auch nicht abgeschoben fühlen, sonst glaubt er vielleicht Mama und Papa haben ihn nicht mehr lieb, weil sie ihn nachts nicht mehr bei sich haben wollen. Mit 20 Mon. kannst du ihm das vielleicht auch schon mit Worten erklären...

    Hoffe ich hab dir Mut gemacht.
    Liebe Grüße
     
  6. :) Ach Ihr Lieben, danke für die Antworten! Es tut schon gut, wenn jemand an mich denkt. Unsere Nächte werden schlimmer und schlimmer. Eine Nacht hat Luke komplett in seinem Bett verbracht mit einer grossen und einer kleien Schreiattacke, aber die letzte Nacht war er so aufgebracht, dass er wieder bei uns war, und er tritt und boxt um sich um mehr Platz zu bekommen, es ist ein Greuel. :( Morgen fahre ich los und suche ein neues Bett für Luke, so ein Balkonbett kenn ich gar nicht, mal gucken ob ich morgen eines finde, das hört sich ganz gut an. Ich ertrage diese Unruhe im Bett nicht mehr. Drückt mir die Daumen!
     
  7. Hallo,

    Das ist einfach ein Gitterbett, bei dem eine Seitenwand herausgenommen wird und das schiebst du ganz an euer Bett heran - Höhe eventuell angleichen.

    Vielleicht reicht es aber auch, eine Matratze neben euer Bett zu legen?

    Viel Glück
    und vor allem erholsamere Nächte
    wünscht Elke (die zur Zeit recht gut schläft, weil sich Tobias in der Nacht seit einigen Tagen immer zum Papa kuschelt :-> :)
     
  8. Nina

    Nina Gehört zum Inventar

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    hallo Jani! Auch wenn ich hier eventuell auf Unverständnis stosse, ich bin mit den Methoden im Buch wirklich gut zurecht gekommen. Nein falsch: Jason ist damit gut zurecht gekommen. Ich hatte anfangs auch wirklich Probleme ihn mal schreien zu lasse, muss aber dazu sagen, dass das Thema schreien nach drei Tagen erledigt war und er auch nie wirklich lange geschrieen hat, bis er eingeschlafen ist. es ist ja schön, dass ihr alle mit Kind im Bett oder am Bett gut schlaft, bei mir ist das aber nicht der Fall. wenn Jason krank ist oder zahnt hole ich ihn nachts auch gerne mal zu uns ins Bett, aber ansonsten möchte ich nachts wenigstens für ein paar Stunden Privatssphäre haben. Jason hat das nicht geschadet und ich bin mir 100% sicher, dass das in keinster Art und Weise sein Vertrauen oder Sicherheitsgefühl beieinträchtigt hat. Er hat mittlerweile richtig Spass am eonschlafen und erzählt sogar oft noch lustig vor sich hin wenn er noch nicht eingeschlafen ist und hat gar keine Angst vorm alleine einschlafen. Das kuscheln was wir nachts nicht haben, holen wir dann morgens in unserem Bett nach. Ich drück dir die Daumen für die kommenden Nächte! LG, Nina
     

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