@ alle Mütter und Väter mit reitenden Kindern

Dieses Thema im Forum "Ratgeber" wurde erstellt von Zaza, 7. Juni 2009.

  1. Zaza

    Zaza Miss Velo High Heels

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    Es gab und gibt ja immer wieder Diskussionen bezüglich Reithelmen, Rückenschutz, Handschuhen, Reitstiefeln- und Schuhen. Grad kürzlich beratschlagten Angela und ich über das Thema Rückenschutz. Ist das alles nun wirklich sinnvoll? Wie ratsam ist denn nun eine teurere Anschaffung für die Junioren?

    Bis jetzt war es eigentlich so, dass ich nur eine Vergleichsmöglichkeit dahingehend hatte, dass ich ohne viel Schutz vor 25 Jahren einen nahrhaften Reitunfall hatte ( mit Pferd in Sprung gestürzt, Pferd unverletzt aber ich 4 Rippenbrüche, ein luxiertes Sprunggelenk, Beckenprellung, Gehirnerschütterung) Damals ritt ich in Gummistiefeln, einem Reithelm, dessen Name wohl eher Eierschale war und ohne Rückenschutz. Drei verschiedene Sättel für drei verschiedenen Military-Disziplinen? Wunschdenken. Ledersattelgurt? Na, heisse ich Krösus?

    Heute bieten die Hersteller viele verschiedene Helme, Stiefel, Rückenschütze etc. an. Und da ist von Genikbrüchen die Rede, die durch einen Sturz mit Rückenschutz zustande kommen. Oder von Nasenbeinbrüchen, die durch den Helm verursacht wurden. Oder durch Beinverletzungen, die durch eine geschlossene Sturzfeder zustande kommen.

    Tragisch, aber wisst ihr was? Heute hatte ich seit Jahren einmal wieder einen Sturz. Und zwar einen total lächerlichen, der beknackt ausschaut, ein Schenkelklopfer auf jedem Stammtisch ist und doch so bös enden kann. Ein sogenanntes 'Revue', eine Verweigerung. Pferd zieht den Sprung gut an, taxiert die Distanz falsch, ich drücke zu fest - und er bleibt stehen. Ich fliege in wenig elegantem Bogen und lande auf den Stangen, Rücken und Wirbelsäule voraus.

    Und, wisst ihr was? Ich bin heil. Dank Rückenschutz, fester Lederreitstiefel und reissfester Handschuhe. Ok, mein Helm ist kaputt. Aber den kann man neu kaufen. Und der blaue Fleck ist nicht der Rede wert.

    Ich bin der Industrie dankbar für die gute Ausrüstung und würde Euch ans Herz legen, Euren Kindern trotz eventuell höherer Kosten einen ähnlichen Schutz zu besorgen. Nicht jedes Reiten führt zu einem Sturz, auf weichem Sand landen ist ungefährlicher als auf Stangen. Aber sobald gesprungen wird oder ein rasanter Ausritt ansteht, empfehle ich einen Rückenschutz. Festes Schuhwerk und Reithelm gehören obligatorisch dazu; Handschuhe sollten es auch.

    Zaza plus Schutzengel, sponsored by Clipperdale, Röckl, Pikeur und Petrie.
     
  2. Casi

    Casi Quak das Fröschlein

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    AW: @ alle Mütter und Väter mit reitenden Kindern

    ..Danke SÜße..hast schön geschrieben.. Und auch einen herzlichen Dank an die vielen Schutzengel die über uns Reitern kreisen :jaja:

    Meine Tochter geht ins Gelände nur mit Rückenschutz+Helm+Handschuhen+Stiefeln+Handy für Norfälle :zwinker: Auf dem Platz eher nicht mit Protector..

    Ich bin da eher nachlässiger..:( werde mir aber auch den Protector umschnallen in Zukunft *schwör*
     
  3. AW: @ alle Mütter und Väter mit reitenden Kindern

    So einen Sturz hatte ich auch mit 18. Und hab sehr lange etwas davon gehabt. Ich sollte dann laut Arzt aufhören zu reiten, zumindest professionell, was ich bis zu dem Zeitpunkt getan habe. So hörte eine vielversprechende Springerkarriere auf, bevor sie richtig begann... :(

    Schutz ist echt total wichtig. Ich hab sogar 4 Monate im Rollstuhl gesessen danach.

    Katja

    P.S. Damals gabs gar keine Protectoren. Ich hatte für damals normale Ausrüstung an: Helm, Stiefel, Hose. Fäddisch.
     
  4. Elchen

    Elchen Aufraffbremse

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    AW: @ alle Mütter und Väter mit reitenden Kindern

    Wenn ich das so lese, wird mir Angst und Bange! Eileen reitet normal immer nur mit Kappe, Stiefel, fertig! Heute hat sie Chayenne ein bissel longiert, dann ist sie kurz aufgestiegen, angaloppiert und ein paar Runden geritten um dann ein paar mal übers Hindernis zu springen. Das alles ohne jegliche Ausrüstung und ohne Sattel!:umfall:Mir zitterten die Knie.... Ich werde es ihr noch mal vernünftig sagen, aber sie will es immer nicht hören!:ochne:
     
  5. AW: @ alle Mütter und Väter mit reitenden Kindern

    Naja, Elchen, ich bin seit meinem 6 Lebensjahr geritten und zwar täglich. Das heisst, so ein schlimmer Sturz ist einmal passiert.... nach 12 Jahren. Und auf einem unbekannten Pferd, das muss ich dazu sagen. Kam irgendwie alles zusammen. Und ist ja auch "gut" ausgegangen im Endeffekt. Ich habe keine Langzeitschäden.
     
  6. Zaza

    Zaza Miss Velo High Heels

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    AW: @ alle Mütter und Väter mit reitenden Kindern

    Elchen, genau das wollte ich vermeiden, ich wollte niemandem Angst machen. Das Wichtigste bleibt nach wie vor 'Hirn, Herz & Verstand'.

    Es gibt einige Reiter, bei denen ich rein vom Zuschauen her sagen muss: Yap, reiten ist gefährlich! Und die reiten bereits mit Protector, Helm und Handschuhen, von Reitausrüstung für's Tier ganz zu schweigen. Für eines der wichtigsten Unfallverhüterli halte ich schlicht das NEIN. Nein, ich bin müde, ich mag nicht mehr. Nein, ich springe diesen Sprung nicht, ich fühle mich unsicher. Nein, ich möchte mich und das Tier nicht überanstrengen/überfordern/überbelasten.

    Ich hatte, auch mit der 'normalen' Ausrüstung mitgezählt, die vor 20 Jahren gängig war, drei Unfälle, die mich zu einem Arzt geführt haben. Diese drei Unfälle passierten innert knapp 30 Jahren, von denen ich über den Daumen 15-20 Jahre täglich geritten bin, als Jugendliche Militarys geritten bin und zwischen 20 und 30 nahezu alles gemacht habe, was einem mit einem Pferd gefährlich werden kann. Aber eben mit einer Reissleine im Kopf, die ich jedem nur wünschen kann. Und die mein Vater auf's beste gefördert und entwickelt hat. Und dazu gehört das oben erwähnte NEIN.

    Zaza
     
  7. brigitte+anna

    brigitte+anna Familienmitglied

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    AW: @ alle Mütter und Väter mit reitenden Kindern

    Hallo,

    ich bin auch ein grosser "Anhänger" des Protectors. In dem Reitstall, in dem meine Tochter seit nunmehr fast 5 Jahren reitet , müssen die Kinder den Protector tragen und dürfen ohne nicht aufs Pferd. Es gibt dort eine ganze Reihe von Protectoren unterschiedlichster Grössen zum Ausleihen. Meine Tochter hat allerdings einen eigenen Protector. Letzten Herbst hatte sie einen Reitunfall, der Gott sei dank glimpflich ausging (tausend Dank an unseren allezeit aufmerksamen Schutzengel!!!). Ohne Protector hätte es sicher anders ausgesehen, da das gute Stück das ganze nicht so gut überstanden hat. Aber den neuen Protector habe ich gerne gekauft, es hätte alles viel schlimmer ausgehen können.....


    Brigitte
     
  8. Frau Anschela

    Frau Anschela OmmaNuckHasiAnschela

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    AW: @ alle Mütter und Väter mit reitenden Kindern

    Gut, dass dir nix passiert ist. *puh*

    :bussi:

    Liebe Grüße
    Angela
     

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