Kindergrippe oder TaMu ?

Dieses Thema im Forum "Erfahrungsaustausch" wurde erstellt von Jill A.L., 15. August 2004.

  1. Jill A.L.

    Jill A.L. Dauerschnullerer

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    Hallo

    dieses Thema ist schon oft hier aufgetaucht und für mich wird sich diese Frage evt. in einem Jahr auch stellen (es sei denn ich bin wieder schwanger :-D ) und deshalb möcht ich gern mal Klartext was jetzt eurer Meinung nach für oder gegen Kita oder TaMu spricht.

    Bisher ist mir immer aufgefallen, dass die meisten eine TaMu vorziehen, aber die Gründe sind mir nicht so klar
    Meine Überlegungen dazu:

    Kindergrippe
    In der Kindergrippe sind die Altersunterschiede nicht so groß d.h. alle Kinder müssen gefüttert und gewickelt werden und haben ähnliche Schlaf- und Spielbedürfnisse. Und ich denke dort gibt es EINE Hauptbetreuungsperson und 1 oder 2 die einspringen wenn diese krank oder im Urlaub ist? Die Betreuer haben eine Ausbildung und im Notfall ist auch noch ein weiterer Erwachsener da. In der Kindergrippe besteht eine Gruppe aus etwa 6 Kleinkindern? Ich weiß das nicht so genau, dass ist aber das, was ich aus Gesprächen so rausgehört habe.

    Tagesmutter
    Es sind vielleicht (!) bloß 1-2 Kinder dort und deshalb ist eine Betreuung sehr intensiv. Wenn man Glück hat, ist die Mutter eine sehr liebevolle. Aber fernsehen, Süßigkeiten u.ä. läßt sich überhaupt nicht kontrollieren (im Gegensatz zur Kindergrippe) Es erscheint mir sehr unsicher ob die Betreuung gut und altersgerecht ist.

    Wenn meine Infos dazu richtig sind, hat beides Vor- und Nachteile; nur das die TaMu deutlich teurer ist.

    Wie sind eure Meinungen und Erfahrungen?

    Gruß
    Jill
     
  2. :-D Ich glaub du meinst eine KinderKrippe, eine Grippe ist das mit Erbrechen und Fieber :-D !

    Ich denke, das kommt darauf an wo ihr Euch am wohlsten fühlen würdet, es gibt tatal unterschiedliche Modelle von Kitas sowohl von der Altermischung der Kinder, als auch vom Personalschlüssel und von den Betreuungszeiten.

    Genauso ist es bei einer Tamu, die eine hat 1 Kind die andere 5. Die eine hat einen Garten, die andere eine tatal andere Aufassnug von Erziehung.

    Ich denke beides kann sowohl voe und Nachteile haben, ja nach dem an wen oder was man gerät.

    Pro Tamu für mich:
    - weniger Kinder
    - familiärer

    Contra:
    - oft nicht so gut ausgebildet
    - nur eine Betreuungsperson
    - oft wenig Förderung, mehr Betreuung

    Pro Kita:
    - viel unterschiedliches Material
    - hat einen Bildungsauftrag, d.h.mehr Förderung
    - keine Betreuungsausfälle (z.B. wegen Krankheit des Personals)

    Contra Kita:
    - Personalschlüssel
    - Öffnungszeiten
    - nicht so flexibel

    So das wars was mir so auf die schnelle Einfiel. Ich denke es kommt darauf an welche Betreuungseinrichtung euch zusagt, Pauschal kann man das glaub ich nicht sagen es gibt gute und schlechte Tamu und auch gute und schlechte Kitas :-?

    Corinna
     
  3. Nechbet

    Nechbet Gehört zum Inventar

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    Hallo,

    ich bin Tagesmüttern gegenüber sehr skeptisch. Eine Bekannte hat da sehr schlechte Erfahrungen machen müssen.
    Eines Tages hat sie sich gewundert, warum ihr Kind den Löffel verweigert, und wie am Spieß schreit, wenn auch nur von weitem ein Gläschen zu sehen war. Die Lütte hat zu dem Zeitpunkt ca 1/2 Gläschen Gemüse mittags gegessen, und danach noch Muttermilch. Ob man das nun richtig für ein 12 Monate altes Kind findet oder nicht, steht dabei nicht zu Diskussion. Sie hat dann rausbekommen, das die TM den Kindern die Hände in den Hosenbund gesteckt hat, damit sie essen, und wenn sie den Mund fest zugemacht haben, wurde gewaltsam der Mund geöffnet und das Essen reingeschoben, bis das Glas leer war. Die Mutter hat ewig gebraucht, bis die Kleine wieder Gläschen oder was anderes festes essen wollte.
    Ich will Dir damit keine Angst machen. Diese TM ist sicher die große Ausnahme und das Beispiel sehr extrem, aber ich finde es zeigt, das man sich auch auf den Tagesmutterverein nicht verlassen darf. Wenn ich Annika weggeben müßte, um arbeiten zu gehen, würde ich mich auf Empfehlungen von Bekannten verlassen, und dann mit der TM sprechen, wie einige Sachen bei ihr laufen, die mir einfach wichtig sind.
    Ich denke wichtig ist immer das Gefühl der Eltern dabei. Wenn sich die Eltern schon nicht wohlfühlen mit der Person, dann kann es das Kind ja auch nicht, da es das ja merkt.
    Bei Kinderkrippen gibt es ganz unterschiedliche Modelle. In der Krippe in unserem Ort z.B. werden Kinder von 0-6 Jahren 8O in eine Gruppe gesteckt. Es gibt dort 3 Gruppen, und insgesamt 25 kleine zwischen 8 Monate und 3 Jahre und die werden gleichmäßig auf die Gruppen verteilt. Wenn es also grad 3 8-Monate alte Babys gibt kriegt jede Gruppe eins, und so weiter.
    Ich finde das furchtbar, deshalb würde für mich persönlich in unserem Ort nur eine TM in Frage kommen. GsD geht das uns auch ohne.
    Ich wünsche Dir, das Du für Dich und Dein Kind die richtige Entscheidung triffst. Als Rat kann man Dir nur geben, Dich gut speziell in Deinem Ort zu informieren und auf Deinen Bauch zu hören, dann ist es auch die richtige Entscheidung.

    LG
    :winke:
     
  4. Jill A.L.

    Jill A.L. Dauerschnullerer

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    ich mein wirklich Kinderkrippe und nicht -grippe :oops:

    Das es auch in den Krippen solche Unterschiede gibt, hätt ich nicht gedacht. Na gut, dann muß ich also von Hinz zu Kunz tapern, bevor ich mich entscheiden werde. Ihr beide habt mich in jedem Fall noch auf einiges hingewiesen, worauf ich achten muß

    Gruß
    Jill

    PS:
    genau vor sowas hab ich auch bei TaMus Angst.
     
  5. Das würde ich unbedingt empfehlen. Ich habe mir ca. 10 Kitas angesehen, bevor ich mich entschieden habe - und unsere Kita ist wirklich gut. :jaja:

    LG
     
  6. lulu

    lulu Königin der Nacht
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    Pauschalurteile faellen kann man nicht, aber generell wuerde ich sagen Babies und kleine Kleinkinder sind bei einer guten TaMu in familiaerer Atmosphaere besser aufgehoben als in groesseren institutionelleren KiTas. So wenige Betreuerwechsel wie moeglich waehrend der jungen Kindheit waeren mir auch wichtig, damit eine wirkliche Beziehung zur betreeuenden Person wachsen kann, Sicherheit und Geborgenheit entsteht.

    Altersgemischte Gruppen finde ich gut, denn da werden sooo viele wichtige soziale Faehigkeiten gelernt und geschult. Homogene Altersgruppen gibt es noch das ganze Schulleben lang, und kaum jemand lebt noch in der Grossfamlie, wo grosse Kinder kleinen helfen, kleine von grossen lernen.

    Lulu
     
  7. Jill A.L.

    Jill A.L. Dauerschnullerer

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    mmh stimmt auch, das wäre ein Argument für gemischte Altersgruppen. Aber ich weiß von einigen die zu Hause immer die Kleinsten oder Größten aller Geschwister waren, dass sie darunter gelitten haben und das große und kleine oft gleich behandelt werden zum Nachteil der jüngeren und älteren
     
  8. Nechbet

    Nechbet Gehört zum Inventar

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    Hallo,

    noch ein kleiner Nachtrag. Ich glaube es gibt für alles sogenannte Vor- und Nachteile. Es kommt vorallem auf das Kind und die Eltern an, was richtig ist.

    LG
    :winke:
     

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