KIGA, Gott sei Dank ist Freitag...

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NicciT

... und hoffentlich wird es nie Montag.

Ich bin ein selterner Gast in der Schnullerfamilie (meist ein stiller Leser) und brauche heute ganz dringend eueren Rat.

Es geht um meine Maus Lea-Sophie und den KIGA.

Seit knapp 4 Wochen geht Lea-Sophie in den KIGA und es wird von Tag zu Tag schwieriger sie am nächsten Tag wieder hinzubekommen.

Die ersten drei Tage (für je 2 Stl.) liefen echt super. Kurzes weinen als die Mama geht und danach ist alles o.k.

Die Erzieherin meinte Lea-Sophie sitzt meist nur da und schaut nur zu, aber das wird mit der Zeit schon werden und ich soll sie am Montag dann gleich für 4 Std. da lassen.

Alles klar, Mama freut sich. Läuft ja besser als erwartet.

Montag morgen:Lea-Sophie hingebracht (ohne Probleme) um 12 Uhr wieder abgeholt.
Tja, als sie mich sah brach sie in Tränen aus. Die Erzieherin meinte, daß sie schon den ganzen Tag so leise vor sich hingeweint hätte und es täte ihr so leid weil sie ihr nicht helfen konnte weil Lea-Sophie nur auf Fragen mit ja oder nein antwortet aber nie von selber irgendwas sagt.

Seit diesem Tag haben wir jeden Tag Probleme mit dem KIGA.

Zuhause erzählt sie z.T.mit begeisterung vom KIGA . Sie weis die Lieder die gesungen wurden, kennt alle Namen und weis wer was gemacht oder gespielt hat und kommt sich als KIGA Kind recht stolz und klug vor.

Tja, und dann sagte sie "weist du Mama, ich habe heute im KIGA geweint, ich war nicht laut, ich habe ganz leise geweint, weil meine Mama nicht da gewesen ist und ich fühlte mich so alleine".

Mein Gott, dieser Satz hat mich so fertig gemacht. Mir kommen bei dem Gedanken immer noch die Tränen.

Die Tage danach waren mal besser mal schlechter. Nie richtig gut aber akzeptabel.

Gestern abend ging es los. Lea-Sophie sitzt auf dem Sofa und weint still vor sich hin.
Ich frage sie warum sie weint und sie meint "Mama ich will nicht in den KIGA" und als sie im Bett war hat sie mir richtig glaubhaft Bauchschmerzen vorgespielt (weil wenn man krank ist muß man nicht in den KIGA).
Heute morgen um 3.50 Uhr fängt sie an zum weinen weil sie nicht in den KIGA möchte.

Heute im KIGA hat sie den ganzen Tag vor sich hingeweint nichts getrunken und nichts gegessen. Die Erzieherin meinte heute Mittag Lea-Sophie spielt generell nicht mit den anderen Kindern und läßt sich auch nicht trösten weil sie niemanden an sich heranläßt.
Sie erledigt die Sachen die man ihr aufträgt aber von alleine kommt nichts.
Was soll man mit dem Kind nur machen man weis sich nicht weiter.

So, Schock für mich. Am Anfang heist es das wird schon man sieht da kein Problem und jetzt ?!

Lea-Sophie war heute so fertig, daß sie am Nachmittag immer mal wieder weinte weil sie morgen nicht in den KIGA will. Ich sagte ihr morgen ist Samstag da muß sie nicht gehen.



Ja aber Montag kommt bestimmt.

Es kann doch nicht normal sein, daß die Panik vor dem KIGA von Tag zu Tag steigt und sie jetzt sogar tagsüber weint.


Was meint Ihr? Ich danke Euch fürs lesen und bin über euere Antworten sehr dankbar.


Nicole
 
yuppi

yuppi

Gehört zum Inventar
12. Januar 2005
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at Home
AW: KIGA, Gott sei Dank ist Freitag...

Ochje die Arme...kann einem ja richtig leid tun.

Hast du sie denn schonmal gefragt, warum sie nicht mehr hinmöchte? Ist es nur weil du nicht da bist?

Sie weiß ja daß du wieder kommst. Vielleicht kannst du ihr das immer wieder erklären, daß sie ja in den Kiga DARF um mit den anderen Kindern zu spielen... und dann dauert es auch gar nicht so lange bis Mama wieder da ist um sie abzuholen.

Lassen die Erzieherinnen sie dann einfach den ganzen Tag vor sich hinsitzen? Oder versuchen sie sie zumindest zu beschäftigen und ihr die Zeit im Kiga schön zu gestalten?

Sorry bin wahrscheinlich keine große HIlfe, da meine beiden ehr das Gebrülle beim Abholen veranstaltet haben :heilisch:
 
N

NicciT

AW: KIGA, Gott sei Dank ist Freitag...

Hallo Yuppi,

vielen Dank für Deine Antwort.

Ja, natürlich habe ich ihr erklärt das ich sie wieder abhole (habe sogar die Uhrzeit genannt).
Nur es wird einfach von Tag zu Tag problematischer.

Lea-Sophie ist ein in fremder Umgebung bei fremden Personen ein sehr zurückhaltendes Kind (zuhause bzw. bei gewohnten Personen des totale gegenteil, den ganzen Tag den Mund auf und aktion).

Das Problem ist, SIE WILL NICHT MIT DEN KINDERN SPIELEN. Ich weis, daß sich sehr viele Kinder ganz toll um sie bemühen, versuchen sie zu trösten oder wollen mit ihr spielen.
Aber Lea-Sophie geht nicht darauf ein und schottert sich ab.

Ich denke mir das sie vor der fremden Umgebung, den vielen Kindern usw. einfach Angst hat und sich einfach nicht traut ( sie traut sich noch nicht einmal was zum trinken zu holen, außer die Erzieherin drückt ihr die Falsche in die Hand).

Ich bin mitlerweile mit den Nerven total am Ende, weil ich mir überlege ob sie für den Kindergarten überhaupt schon reif ist oder soll ich noch abwarten.

Mich macht es einfach fertig das sie am Tag nicht mal mehr abschalten kann und immer weinend frägt ob sie morgen wieder in den KIGA muß.

Wenn ich frage warum sie nicht möchte bekomme ich keine konkrete Antwort. Standart Aussage ist " Das ist halt so".

Aber ich bin mir sicher das alle im KIGA sehr nett zu ihr sind.

Ja und was mach ich jez?

Liebe Grüße
Nicole
 
Glace

Glace

nächtliche Muse
9. April 2005
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39
Unna
AW: KIGA, Gott sei Dank ist Freitag...

Hallo Nicole,
meiner is ja auch eher der *ichwillnichtnachhaus* Typ.
Auch wenn´s Phasen gibt wo er garnicht hin will.

Meine Freundin hat das selbe Problem (Sandra1602) ich schick ihr mal den Link, vielleicht könnt ihr euch da austauschen.
Ich find das Problem auch ziemlich schwer.
Es ist leichter ein Lebhaftes, Extrovertiertes Kind zu bändigen, als ein sehr in sich gekehrtes Kind für irgendwas zu Interessieren.
Ich glaube selbst wenn die Erzieherinnen ihr was vorschlagen, was sie sonst nie ablehnen würde. Im Kiga wird sie´s glaube ich nicht machen.

Ich würde auch vielleicht einfach sagen, es währe besser gewesen noch ein Jahr zu warten, aber jetzt ist sie einmal im Kiga, da würde ich dann auch keinen Rückzieher machen. Das wird Lea nur Zeigen das an ihren Ängsten ja was dran sein muß.
Wie war den ihre eingewöhnung eigendlich, warst du anfangs mit dabei ?
Ist sie vom ersten Tag an so gewesen ?

Eine möglichkeit, die ich allerdings doch sehr Grausam find, ist das man sie Ignoriert, ihr nicht die Flasche in die Hand drückt, ihr nicht anbietet mit zu machen, sie zu Bequatschen. Dann MUß sie irgendwann aus sich Raus. Aber wie gesagt, das find ich immer Grausam :-(



LG Katja
 
talnadjöfull

talnadjöfull

Bücherwurm
24. April 2005
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Wilhelmshaven (Nordseeküste)
AW: KIGA, Gott sei Dank ist Freitag...

Im Zusammenhang mit dem Link von NTARS frage ich auch noch mal gezielt nach der Eingewöhnungsphase.

Die ersten drei Tage (für je 2 Stl.) liefen echt super. Kurzes weinen als die Mama geht und danach ist alles o.k.
Das klingt ein bisschen danach, als habt ihr die Eingewöhnung mit Anwesenheit der Mutter übersprungen, und Lea-Sophie stand von hier auf jetzt allein da mit den ganzen fremden Menschen, wie nett die auch sein mögen.
 
Su

Su

Das Luder
15. Oktober 2002
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Dahoam
AW: KIGA, Gott sei Dank ist Freitag...

Mein Rat wäre, ein Mädchen auszusuchen aus der Kindergartengruppe und Nachmittags zu Euch einzuladen, das ganze dann mind. 2 x die Woche so daß sich eine Freundschaft entwickeln kann, wenn sie dann schon eine Freundin im KiGa hat der sie vertraut und die sie mag, dann wird es glaube ich leichter.

LG
Su
 
clatamo

clatamo

Dauerschnullerer
3. Juni 2002
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Helmstedt
AW: KIGA, Gott sei Dank ist Freitag...

hallo,

meine erste idee (zu hause freundschaft mit einem kiga-kind zu schliessen)
hatte su auch schon.
meine zweite idee wäre eventuell ihr etwas von dir bzw. von sich
(ein kuscheltier?) mitzugeben. dann hat sie etwas vertrautes zum "festhalten".

alles gute!