Behinderung, wie Kind erklären

Dieses Thema im Forum "Erfahrungsaustausch" wurde erstellt von Su, 7. April 2005.

  1. Su

    Su Das Luder

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    Hallo,

    Yannick hat heute mal wieder in seiner unverblümten Art einen Jungen mit einer behinderten Hand angesprochen.

    Ich wollte ihm danach erklären, das nicht alle gesund sind (aber was ist schon gesund), manche ein Handicap haben, man aber nicht immer darauf hinweisen sollte. Aber puh, ich habe mir ganz schön schwer getan. Erschwerend kommt hinzu das Yannick keine Zeit für lange Ansprachen hat;-)

    Wie geht ihr damit um?

    Ich habe das heute der Mutter von Yannicks Freund erzäht die meinte das geht ja noch, Yannick würde freundlich fragen, ihr Sohn (eigentlich eher Typ stilles Wasser) hat mal zu einem Rollstuhlfahrer gesagt "Mach schon zu du lahme Krücke":-?

    Also, her mit Eueren Erfahrungen und Tipps.

    LG
    Su
     
  2. Conny

    Conny Mrs. Snape

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    Hi Su!
    Dieses Erklärungsproblem hatten wir letzte Woche auch. Wir sassen in einem Fastfoodrestaurant :nix: (nein nicht Mc Donalds :mrgreen: ) und nebenan eine kleine Familie, deren Tochter das Down-Syndrom hat. Carina fragte mich danach, wieso das Mädchen so komische schiefe Augen hat.
    Ich hab ihr erklärt, dass sie schon so zur Welt kam und eben eine Krankheit hat. Das Thema war für sie dann erledigt, aber ob ich ihr das jetzt auch "richtig" erklärt habe, weiß ich auch nicht :-?

    LG Conny
     
  3. Schäfchen

    Schäfchen Copilotin

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    Wenn Yannik keine Zeit für lange Ansprachen hat, sag ihm einfach, der Junge sei krank. Reicht das nicht fürs erste?

    Fabienne zeigt auch grosse Interesse an Rollstühlen. Das ist bei uns halt der Wagen mit dem große Kinder fahren, die wie sie nicht gut laufen können. Ariane würd ich das anders erklären, aber sie hatte eine solche Begegnung noch nicht.
     
  4. mhm

    Vanessas Oma hat nur noch ein Bein, letztens sas sie ohne Ihr Prothese da. Vanessa hatt dann auch gefragt warum Oma nur noch ein Bein hatt und ob sie Aua hatt. Und Oma sagte das Ihr Bein kaputt war dann kam der Doktor hatts abgeschnitten und weggeworfen.Das hatt sie anscheinend verstanden und es ist ok. Ich fands aber ehrlich gesagt zu krass wie sie das Vanessa erklärt hat.

    Grüsse
     
  5. Monsy

    Monsy Agent Amour

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    Wie würde ich es erklären. Also ich habe einmal einem Kind gesagt, dass ein Kind mit dem Down-Syndrom etwas besonderes ist.

    Mir gefällt diese Erklärung besser kombiniert mit, das Kind ist krank.

    Eine Freundin deren Tochter einen Blutschwam an der Brust hat einmal gesagt, wie soll ich ihr erklären, dass sie da "nicht normal ist".

    Da habe ich dann gesagt, sie ist etwas besonderes und nicht anders.

    Würde es meiner Tochter glaube ich auf diesem Weg erklären.

    Lg. dich hofft, dass ihr fühlt wie ich denke.
     
  6. sandra

    sandra the best of 74

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    Hallo Su,

    sehr interessante Frage.

    Tizian wächst praktisch mit einem behinderten Menschen auf. Mein Schwager (19 Jahre - Bruder von meinem Mann) hat beide Arme als Kind verloren.

    Für Tizian scheint es aber völlig selbstverständlich zu sein, er wundert sich nur immer, warum Marius ihn nicht hochnehmen kann und klettert immer wie ein Wilder auf ihm rum.

    Ich sage ihm eben immer, dass Marius ihn nicht hochnehmen kann, weil er keine Arme mehr hat. Warum und wieso würde er sicherlich noch nicht verstehen. Er guckt sich in letzter Zeit den Stumpf immer ganz genau an, aber es scheint für ihn wirklich völlig ok zu sein.

    Ich würde Yannick erklären, dass es Menschen gibt, die beispielsweise mal einen Unfall hatten und daher nicht mehr so aussehen, wie du und ich.

    Aber warum darf er die behinderten Menschen nicht darauf ansprechen/hinweisen oder habe es falsch verstanden? Meine verstorbene Freundin war auch behindert und hatte nur noch ein Bein durch einen Unfall - sie wollte immer normal behandelt werden und ihr war es lieber, wenn sie jemand drauf ansprach als sie einfach nur anzustarren - bei Marius ist es ebenso.

    Kinder sind da natürlich immer sehr offen und ehrlich und vielleicht auch sehr krass, aber damit können die Behinderten recht gut leben.

    LG Sandra
     
  7. Schäfchen

    Schäfchen Copilotin

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    Die Erfahrung hab ich auch gemacht. Behinderte können mit kindlicher Neugier umgehen, denn sie ist ehrlich und vollkommen normal. Wie das mit behinderten Kindern ist, weiß ich nicht. Aber wenn sie vom Elternhaus das nötige Selbstbewußtsein mit auf den Weg bekommen, sollte eine Frage nach ihrem Handicap kein Problem sein.

    Hat der Junge dnen was gesagt?

    Lg
    Andrea
     
  8. Su

    Su Das Luder

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    Also,

    Yannick hat damit überhaupt kein Problem. Ihm interesiert es halt und ihm reicht wenn er weiß das es "das" auch gibt. Er ist dann auch immer lieb und schnell wieder bei einem anderen Thema. Macht sich nicht lustig. Fragt halt nur. Eigentlich ok, deswegen möchte ich auch nicht so einen Terz daraus machen.

    Ich wollte ihm eher ein bischen Feinfühligkeit beibringen, der Junge ist glaube ich neu im KiGa konnte sich eh gerade schwer von Papa lösen und dann müssen ihn ja nicht unbedingt gleich 60 Kinder auf seine Hand ansprechen.

    Ach ja, o.g. Freundin erzählte mir, das sie als Kind sich immer bei ihrer Mutter über andere Leute vor denen lustig gemacht hat "Also, guck mal die lange Nase und schau mal die schiefen Ohren usw." Die Mutter erklärte ihr dann das sie zu Hause über die Personen reden, wenn ihr was auffällt. Beim nächsten Mal im Bus sagte dann meine Freundin, als eine Frau mit hackennase und faulen Zähnen gegenübersass total laut zu ihrer Mutter: "Gell Mama, über DIE frau reden wir dann zu Hause";-)

    LG
    su
     

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