@Anke: Großflächige Urtikaria, ab wann gefährlich?

Dieses Thema im Forum "Kinderkrankenpflege" wurde erstellt von Petri, 14. März 2012.

  1. Petri

    Petri Miss Marple

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    Hallo liebe Anke oder wer sonst Erfahrung damit hat.

    Unser kleiner Mann hat seit gestern morgen einen sehr großflächigen Ausschlag am ganzen Körper. Der Kinderarzt hat die Diagnose "Urtikaria" gestellt und Fenistil-Tropfen aufgeschrieben. Die gebe ich ihm dreimal täglich seit gestern vormittag. Er hatte vor knapp 2 Wochen einen ziemlich heftigen Magen-Darm-Infekt und laut Kinderarzt ist diese Urtikaria jetzt eine Folge davon.

    Nun war es gestern abend mit dem Fenistil schon um einiges besser als morgens, dafür hatte er es heute morgen nach dem Aufstehen wieder genauso heftig wie gestern morgen. Jetzt habe ich gelesen, dass es auch zu gefährlichen Situationen kommen kann, wenn der Hals zuschwillt. Wie wahrscheinlich ist sowas?

    Letzte Nacht habe ich ihn in seinem Zimmer schlafen lassen. Sollte ich ihn lieber mit zu uns ins Bett holen, um ihn besser unter Kontrolle zu haben?

    Ihm geht es total gut, er kratzt auch nicht, es sieht nur furchtbar schlimm aus :( Und es ist quasi überhaupt nicht besser geworden.
    Ab wann gibt man dann Cortison? Sollte ich mir das besorgen? Oder besser Cetirizin als Alternative zu Fenistil?

    Ich wäre für ein paar Tips sehr dankbar. Ich bin nämlich Freitag/Samstag für 2 Tage auf einer Fortbildung und mag gar nicht so weit weg fahren. Jetzt ist er bei der Tagesmutter und die ist schon instruiert, dass sie den Notarzt ruft, wenn er Atemnot bekommt. Zum Glück habe ich heute nachmittag frei.

    LG
    Petra
     
    #1 Petri, 14. März 2012
    Zuletzt bearbeitet: 14. März 2012
  2. Mullemaus

    Mullemaus Chatluder

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    AW: @Anke: Großflächige Urtikaria, ab wann gefährlich?

    Hallo Petra,

    ich habe selbst Urtikaria und bekomme dann ein Mal Cortison als Spritze, wenn ich mal wieder etwas erwischt habe, worauf ich reagiere - das letzte Mal war so pi mal Daumen vor 10 Jahren. Bei mir breitet sich die Urtikaria aber auch vom Haaransatz bis in die Zehenspitzen aus, aber ohne anaphylaktischen Schock.

    Ich würde den heutigen Tag abwarten und morgen vormittag mit dem Doc Rücksprache halten, wenn es noch nicht besser geworden ist. Fenistil mildert die allergische Reaktion des Körpers ja bereits.

    Gute Besserung für Deinen Sohn,

    LG,
    Mullemaus
     
  3. Florence

    Florence Hautärztin

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    AW: @Anke: Großflächige Urtikaria, ab wann gefährlich?

    Hallo,
    Normalerweise wird eine infektbedingte Urtikaria nicht sooo schlimm. Beobachten würde ich intensiver, wenn auch das Gesicht und die Lippen beginnen anzuschwellen, wenn er anfängt zu husten.
    Fenistil ist für Kinder besser verträglich als Cetirizin, wenn es allerdings, regelmäßig alle 8 Stunden gegeben, nur begrenzt hilft, kann man auch Cetirizin anstatt Fenistil geben. Cortison würde ich im Moment noch nicht erwägen. Meist ist die Urtikaria mit Antihistaminika gut in den Griff zu bekommen und nach einigen sowieso vorbei.
    Gute Besserung dem kleinen Mann, liebe Grüße, Anke
     
  4. Petri

    Petri Miss Marple

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    AW: @Anke: Großflächige Urtikaria, ab wann gefährlich?

    Vielen Dank für die schnellen Antworten.
    Das Gesicht ist bis jetzt noch gar nicht betroffen. Am schlimmsten sind Bauch und Oberschenkel, Rücken heute viel weniger und Arme gar nicht.
    Gehustet hat er heute morgen auch einmal kurz, aber das hatte er die letzte Woche öfter mal morgens auch schon ohne Urtikaria, über Tag hustet er aber gar nicht.
    Ich geb ihm das Fenistil jetzt dreimal am Tag. Ob ich da die 8 Stunden immer so einhalten kann, weiß ich nicht, weil ich es ihm dann ja quasi beim Mittagschlaf oder nachts geben müßte.

    Er hat heute morgen um 6 Uhr 15 Tropfen bekommen, dann wollte ich ihm heute mittag was geben, bevor er schläft (um ca. halb 1) und dann wieder heute abend um 20 Uhr, bevor er wieder schlafen geht. Wäre das o.k. oder sollte ich konsequent den 8-Stunden-Abstand einhalten? Dazu müßte ich ihn dann aber um 14 Uhr wecken und um 22 Uhr :(

    Ich werde auf jeden Fall morgen früh nochmal beim Kinderarzt anrufen, wenn es sich nicht deutlich verbessert.

    Danke!!
     
  5. Florence

    Florence Hautärztin

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    AW: @Anke: Großflächige Urtikaria, ab wann gefährlich?

    Nun ja, die regelmäßige Gabe sorgt dafür, daß ein Wirkspiegel aufrecht erhalten wird. Sobald der absinkt, kommen die Quaddeln oft wieder durch. Und durch die lange Nachtpause ist es dann klar, daß er morgens mit Quaddeln aufwacht. Ist nicht wirklich schlimm, aber evtl. unangenehm...
     
  6. Petri

    Petri Miss Marple

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    AW: @Anke: Großflächige Urtikaria, ab wann gefährlich?

    O.k. das leuchtet mir ein. Hab´s ihm jetzt um halb 1 gegeben. Dann bekommt er die nächste Dosis um halb 9 und dann morgen früh um halb 5. Das müßte gehen. Werd´s mir ans Bett stellen :hahaha:

    Den Kleinen stört das ja irgendwie gar nicht, aber ich bekomme morgens immer einen Schreck :(

    Danke Anke :winke:
     
  7. ina

    ina Dauerschnullerer

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    AW: @Anke: Großflächige Urtikaria, ab wann gefährlich?

    Meine Mittelste hat eine chronische physikalische Urtikaria, sprich sie reagiert auf Wasser, beim Duschen besonders, auf Regen, Schnee oder auf jeden kleinsten Reiz der Haut , Wollwaesche waere eine Qual fuer sie. Sie nimmt taeglich Antihistamin, z.Zt. Cetrizin haben wirs einigermassen im Griff. Sie hat es nun seit fast 2 Jahren, keine Ursache zu finden gewesen, sprich keine Grunderkrankung dahinter, wir hoffen das es einfach mal aufhoert so wies auch einfach anfing, empfindliche Haut hatte sie schon immer, das erste Mal aufgetreten ist eines Tages bei Duschen u. bei ihr siehts nicht nur schlimm aus, sondern juckt wie verrueckt. Wir muessen nun eine Balance finden zwischen Hygiene u. ihrem Wohlbefinden, denn auch jedes Haendewaschen fuehrt zu Juckreiz, aber alle in allem hat sie gut im Griff.

    LG Ina
     
  8. Apfelkuchen

    Apfelkuchen Dauerschnullerer

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    AW: @Anke: Großflächige Urtikaria, ab wann gefährlich?

    Lina hatte das vor einem Jahr, ausgelöst wohl von einer vorangehenden Infektion mit Streptokokken. Sie sah so schlimm aus:achtung:

    Vor allem nachts und frühmorgens. Leider war auch das Gesicht sehr schlimm davon betroffen. Die Stirn war so geschwollen, dass sie sich über die Augen wölbte:umfall: Ich hatte richtig Angst, auch davor, dass die Luftröhre davon betroffen sein wird.

    Sie hat sich mit mir die ganzen Nächte das Doppelbett geteilt, mein Mann schlief derweil im Kinderzimmer. Ich hätte vor Angst gar nicht schlafen können. Es war auch praktischer, da sie nachts von den juckenden Quaddeln aufwachte. Ich gab ihr auch nachts Cetirizin. Ich glaube, ich durfte es damals im 8-Stundenrhthmus geben, weiß nicht mehr genau. Ich weiß nur noch, wie ich drauf gewartet habe, ihr endlich die nächste Tablette geben zu können. Nachts habe ich ihr dann mit kalten feuchten Waschlappen die Juckerei gelindert und Bücher vorgelesen. im Laufe des Tages wurde es etwas besser, um abends dann wieder richtig schlimm aufzuflammen.

    Eine Woche ging das so, dann war der Spuk vorbei. Ich weiß noch, wie schlimm diese Tage waren. Lina hatte ein so entstelltes Gesicht, jeder war erschrocken, der sie sah, sie hatte richtige Ödeme im Gesicht:umfall:

    Ich glaube, viel mehr als Cetirizin/ Fenistil geben und die Stellen kühlen kann man nicht. Beobachte, ob die Schwellungen auf das Gesicht gehen:achtung:

    Ich wünsche Deinem Sohn schnelle Besserung und Dir gute Nerven!:winke:
     

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