wie läuft das eigentlich so ab ????

Dieses Thema im Forum "Schwanger wer noch?" wurde erstellt von abraxi, 4. Juli 2003.

  1. hallo,

    ich bin es schon wieder. ich hab da mal so ein paar fragen, auf die ich bis jetzt eher spärliche antworten bekam.

    wie läuft das eigentlich so ab in der schwangerschaft.
    ab wann macht der arzt ein ctg,
    wann oder wie suche ich mir ne hebamme aus,
    wo finde ich kurse für schwangerschftsgymnastik und
    wann und wo mache ich einen geburtsvorbereitungskurs,
    ab wann sucht man sich denn ein krankenhaus aus und wann sind da besichtigungstermine.

    ich sage jetzt schon mal danke und freue mich auf jede antwort.

    sonja
     
  2. Helga

    Helga Frau G-Punkt

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  3. Cornelia

    Cornelia Ex-Exilfriesin

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    Hallo herzlich Willkommen,

    Helga hat Dir ja schon super link-Tipps gegeben. Da werden sich die meisten Fragen schon klären. Ich versuchs trotzdem noch mal aus meiner persönlichen Sicht:

    wie läuft das eigentlich so ab in der schwangerschaft. --> Was genau meinst Du, bzw. willst Du da wissen?

    ab wann macht der arzt ein ctg, --> zum Feststellen der Wehentätigkeit, so ca. ab der 35. (?) Woche, so wars jedenfalls bei mir

    wann oder wie suche ich mir ne hebamme aus, --> habe ich nicht getan, werde ich aber beim nächsten Mal tun - frag Deinen Arzt, dann kommt es drauf an, ob ihr bei Euch freie Hebammen habt und wo Du entbinden willst. Dann musst Du Dich im jeweiligen Krankenhaus erkundigen.

    wo finde ich kurse für schwangerschftsgymnastik --> vhs, Geburtskliniken, oft stehts in der Tageszeitung
    und
    wann und wo mache ich einen geburtsvorbereitungskurs --> den Kurs würde ich da machen, wo ich entbinde bzw. wenn du ne Hebi gefunden, die fragen, begonnen habe ich acht Wochen vorher, war aber zu knapp, da es 10 Termine waren :-D

    ab wann sucht man sich denn ein krankenhaus aus und wann sind da besichtigungstermine --> rechtzeitig :-D , so ab den 7./8. Monat würde ich sagen. Die Besichtigungstermine erfährst Du vom jeweiligen Krankenhaus oder manchmal auch im Geburtsvorbereitungskurs.

    Darf ich Dich was fragen? Wie weit bist Du in der Schwangerschaft und wie alt bist Du? Die Fragen lassen drauf schließen, dass Du ziemlich allein bist. Denn eigentlich sind das Fragen, die man auch dem Frauenarzt stellen können sollte.

    Nicht böse sein, falls ich Dir zu Nahe getreten sein solltest. Keine Sorge, hier wird Dir schon weitergeholfen.

    Liebe Grüße
     
  4. hallo, nein du bist nir nicht zu nahe getreten.

    ich bin 27 jahre alt, seit sechs monaten verheiratet und bin jetzt in der 16ten ssw. alle die ich frage, sagen nur: damals gabs das noch nicht und wir haben euch auch so zur welt gebracht, oder sie haben selbst keine ahnung.

    ich bekomme so langsam meinen bauch und trage ihn jetzt schon mit mir herum, als wäre ich schon im neunten monat. meine mutter hat mir jetzt ne spieluhr geschenkt, die ich abends schon mal in bauch nähe halte.

    manchmal habe ich das gefühl vor stolz zu platzen, so sehr freuen wir uns auf unser kind.

    trotzdem danke für deine hilfe.

    liebe grüße, sonja + mario und das ankommende :-o
     
  5. Cornelia

    Cornelia Ex-Exilfriesin

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    Hallo,

    genieße Deine Zeit, stelle ruhig viele Fragen und die links von Helga sind wirklich gut. Da habe ich mich während der Schwangerschaft auch durchgelesen.

    Noch eine schöne Kugelzeit wünsche ich Dir.

    :winke:
     
  6. Lilienfrau

    Lilienfrau Moderatorin
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    Hallo Sonja,

    erstmal herzlichen Glückwunsch zu Eurem zu erwartenden Nachwuchs :bravo:

    Die Links von Helga sind wirklich gut, da findest Du schon alles mögliche Wissenswerte. Hier nochmal meine persönlichen Erfahrungen (ist ja noch nicht sooo lange her :-D )

    ab wann macht der arzt ein ctg?
    Bei mir wurde das erste CTG in der 28 SSW gemacht, weil ich danach gefragt hatte. Nötig war's aber nicht, weil kein "Risiko" vorlag. Aber ich Privatpatientin und da machen die Ärzte gern "das volle Programm", auch wenn es gar nicht nötig ist. Ich denke ab der 35. SSW reicht auch völlig aus!

    wann oder wie suche ich mir ne hebamme aus,

    Also ich hatte Probleme damit, mir eine Hebamme anhand von Zetteln mit Namen und Telefonnummern auszusuchen :-? Ich hab' also gar nix ausgesucht, die Vorsorge hat mein Frauenarzt übernommen. Die Hebamme die wir während der Entbindung im Krankenhaus hatten war superlieb und hat nach der Entbindung gefragt, ob wir schon eine Nachsorgehebamme hätten. Da hat mein Freund ganz frech gesagt "Nö, würden Sie das eventuell machen?" Und das hat sie dann auch getan. Ich war damit sehr zufrieden und sie hat sich gefreut, dass sie die Maus auch nach der Geburt noch ein paarmal gesehen hat.

    wo finde ich kurse für schwangerschftsgymnastik und
    wann und wo mache ich einen geburtsvorbereitungskurs,

    Also ich hab Schwangerschaftsgymnastik nach einem Buch gemacht, das ich mir gekauft habe. Einen GVK habe ich gar nicht besucht, weil ich das zu "albern" fand. Und mal ehrlich - ich habe ihn wirklich nicht gebraucht. Alles was ich wissen wollte über Geburten habe ich mir aus Büchern angelesen (ich empfehle Dir das Buch "Die Hebammensprechstunde", das fand ich ganz klasse und ist auch nach der Geburt noch gut zu gebrauchen, lohnt sich wirklich!) bzw. hier im Forum den Leuten ein Loch in den Bauch gefragt :-D

    ab wann sucht man sich denn ein krankenhaus aus und wann sind da besichtigungstermine.

    Das ist von Krankenhaus zu Krankenhaus verschieden; wann Du damit anfängst, Dir Krankenhäuser anzusehen ist Deine Entscheidung, da gibt es wohl keinen "guten" Termin (ich würde aber empfehlen, es vor der 36 SSW zu machen, wenn Du das unbedingt tun willst, sonst ist es nachher womöglich zu spät... :-D ). Ich persönlich fand diese Dinge hilfreicher für die Entscheidung für oder wider ein Krankenhaus als die Besichtigung:

    - örtliche Nähe (Du hast nix von einem Super-Krankenhaus, das ziemlich weit entfernt ist, wenn Du plötzlich mit einem vorzeitigen Blasensprung ganz schnell loseilen mußt... ein nahe gelegenes Krankenhaus ist auch gut, wenn Du mal mit "Fehlalarm" hingehst und wieder nach Hause geschickt wirst)
    - Quote für operative Entbindungen (Dammschnitt, Saugglocke/Geburtszange bzw. Notkaiserschnitt) - je niedriger die Quote ist, desto "sorgfältiger" arbeiten wohl die Hebammen dort.
    - falls Du ein paar Tage im Krankenhaus bleiben möchtest: der Zustand der Wöchnerinnenstation bzw. die Zimmer
    - und GANZ wichtig: wenn Du die Möglichkeit hast, in einem Krankenhaus mit angeschlossener Kinderklinik zu entbinden, würde ich das in jedem Falle tun! Denn FALLS mal etwas nicht ok ist und das Kleine muß in die Klinik (was ja relativ schnell passieren kann) wirst Du nicht getrennt von Deinem Kind, sondern bleibst einfach im gleichen Krankenhaus. Das finde ich schon arg wichtig. Ist das nicht möglich, solltest Du bei der Besichtigung im Krankenhaus zumindest nachfragen was passiert, wenn dieser Fall eintritt. In unserem Krankenhaus war es jedenfalls so, daß dann das Kind in die Kinderklinik im Nachbarort gebracht werden sollte und die Mutter mit transportiert wird, so dass es ebenfalls zu keiner Trennung kommt. Hierüber besteht wohl eine Art "Kooperationsvertrag" zwischen den Krankenhäusern.

    Liebe Grüße und noch eine schöne Restschwangerschaft!
     
  7. Lilienfrau

    Lilienfrau Moderatorin
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    Noch ein Nachtrag (sorry, bin heute in "Plauderlaune" - aber meine Ma war zu Besuch und da ich bei ihr nie zu Wort komme habe ich jetzt noch "Restkontingent" von meinem täglichen Wortschwall...)

    Ich persönlich hätte mir lieber einen "Nach-Geburtsvorbereitungskurs" gewünscht... denn die Geburt ist letztlich eine Sache von einigen Stunden, die Zeit danach aber dauert bis zu 18 Jahre (hab' ich mir sagen lassen :-D )

    Ich war auf viele Dinge, die nach der Geburt auf einen zuströmen, meiner Meinung nach viel zu schlecht vorbereitet :-? Nur ein paar Beispiele:

    - Muttergefühle: nein, ich war nicht von der ersten Minute an mit hingebungsvoller Liebe für mein Kind erfüllt. Es hat einige Tage gedauert, bis ich überhaupt realisiert habe, dass dieser winzige Zwerg neben mir MEIN Kind ist und dass ich nun ein Leben lang die Verantwortung für den Winzling zu tragen habe. Dass Mutterliebe auch wachsen muß, so wie jede andere Liebe auch, hat man mir vorher nicht gesagt und ich war zunächst ein wenig "erschüttert" über meine eigenen Gefühle...

    - Rhythmus und Tagesablauf: klar hatte ich gelesen, dass so Zwerge "noch keinen Rhythmus" haben. Dass das aber im Klartext bedeutet, rund um die Uhr zu stillen bzw. das Kind durch die Gegend zu tragen und dadurch nicht einmal Zeit zu haben für die allernötigsten Dinge (aufs Klo gehen, duschen, waschen, anziehen, Zähne putzen, von Essen und Schlafen mal gar nicht zu sprechen), hatte ich mir so heftig nicht vorgestellt! Auch dass Madame mal die Nacht zum Tag gemacht hat (Gottseidank nur einmal, aber viele Kinder machen das wohl gerade in den ersten zwei Wochen dauernd!) und ich nicht mehr als eine Stunde Schlaf am Stück bekommen konnte hatte ich mir so nie träumen lassen.

    - Bedürfnisse: natürlich wußte ich, dass das Kind mein ganzes Leben verändern wird. Allerdings hatte ich das erstmal nur auf so grundlegende Dinge wie die Beziehung zu meinem Partner, Beruf und Haushalt, Freunde, Ausgehen etc. bezogen. Dass damit gemeint ist, dass ich zu ALLEM, was mir Spaß macht, am Anfang definitiv keine Minute Zeit habe (Lesen, Internet, "klönen"...) wußte ich soooo nicht (ich hatte gelesen, dass Neugeborene gaaaaaanz viel schlafen - aber nicht, dass sie den Schlaf meist in 20-Minuten-Schläfchen verpacken, die man dann nutzt um hektisch zu duschen - immer mit einem Ohr beim Kind, ob's denn etwa schon wieder schreit - im Eiltempo und im Stehen etwas zu essen, mal kurz selbst ein Nickerchen machen - natürlich nur halbherzig, weil tief einschlafen "will" man ja nicht, wer weiß, ob man das Kind dann noch hört (NB: ja, man hört es, aber wer weiß das schon, wenn man gerade seit ein paar Tagen Mutter ist? :-D )

    - Beziehung: natürlich, klar, die Beziehung zu meinem Partner ändert sich. Wir sind jetzt schließlich zu dritt, nicht mehr nur zu zweit. Dass das aber auch bedeutet, dass zwischen uns im Bett ein Winzling liegt (alleine im Bett mag der Zwerg nicht schlafen, am liebsten nur auf dem Bauch!) der jeglichen Körperkontakt zwischen uns verhindert, und dass ich selbst auf die leiseste Berührung mit lauten Quietschen reagiere, weil die Brustwarzen vom Dauernuckeln schon total wund sind, war mir nicht bewußt vorher.

    - Und letztendlich: bei der Auslieferung des Zwerges wurde etwas ganz wesentliches vergessen - nämlich die Gebrauchsanweisung!! Oh mein Schreck, das Kind schreit schon wieder. He, es schreit MICH an! Es brüllt seine Mutter an! Es mag mich bestimmt nicht, was hat es denn jetzt schon wieder? Ist doch gerade gestillt und frisch gewickelt, müßte es denn nicht jetzt langsam mal schlafen? (Dass Neugeborene oft "Einschlafhilfe" brauchen, wußte ich natürlich auch nicht, ich dachte immer wenn sie müde sind schlafen sie halt einfach... dass man als so kleiner Mensch ein Gefühl wie Müdigkeit nicht von anderen Gefühlen wie Hunger oder Unwohlsein unterscheiden kann und Müdigkeit einfach ein unangenehmes Gefühl ist, dass abgestellt werden soll, war mir da noch nicht bewußt)

    Oder: oh Gott, sie hat den ganzen Tag noch keine Verdauung gehabt, bestimmt hat sie Verstopfung und quält sich! Der Bauch ist auch ganz gebläht, kein Wunder, dass sie den ganzen Tag schreit.

    Na, ich könnte wohl noch tausend Dinge aufzählen, aber ich hab' eh schon einen kleinen Roman geschrieben (den sicherlich niemand lesen wird, wer hat schon sooo viel Geduld :-D ). Was ich Dir damit sagen will ist einfach folgendes: auf die Geburt muß man sich nicht notwendig vorbereiten, "raus" kommen tut das Kind so oder so. Aber für die Zeit danach gibt es kaum eine Vorbereitung. Und die hätte ich viel dringender gebraucht.

    Nichtsdestotrotz war gerade diese erste Zeit der Himmelhochjauchzend-zuTodebetrübt-Gefühle eine wunderschöne Zeit. Unheimlich anstrengend, körperlich und nervlich auslaugend, aber man weiß, wenn es allmählich besser wird und man sich "kennenlernt", was man geleistet hat, DASS man es geleistet hat, dass man es geschafft hat, dass man sich ein Kind vertraut gemacht hat, dass sich nun diese bedingungslose Mutterliebe, von der die Dichter schwärmen, einstellen kann... und DAS ist wohl das befriedigendste Gefühl, das ich in meinem ganzen Leben jemals gehabt habe!

    Liebe Grüße
     
  8. ConnyP

    ConnyP Die Harmlose

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    Och Alexandra, das hast Du aber nicht nur sehr ausführlich, sondern auch total schööööön geschrieben!!! :jaja: :jaja: :jaja:


    :bussi:
     

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