Frage zur Fehlerquote in Diktaten

Dieses Thema im Forum "Schulzeit" wurde erstellt von BuchLiesel, 6. September 2005.

  1. Gibt es einen einheitlichen Schlüssel zur Bewertung von Diktaten?

    Wie hoch ist der Fehlerprozentsatz, wenn in einem Diktat mit 102 Wörtern 16 Fehler auftreten? (Ich kann Prozentrechnung, aber weiß nicht, wie das gewichtet wird.) Davon sind 13 Schreibfehler und 3 Worte vergessen. Außerdem wurde das Wort Sonntagnachmittag in zwei Worten (Sonntag Nachmittag) geschrieben. Meiner Ansicht kann man das nicht als zwei Fehler werten, das ist aber geschehen.

    Vielleicht kann mir eine unserer Grundschullehrerinnen oder ein anderer Kenner der Materie helfen.

    Ursula :V:
     
  2. Michi72

    Michi72 Gehört zum Inventar

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    Hallo,

    nee, also, das wird normalerweise als ein fehler gewertet.Jedenfalls wars es mal bei Michelle so.Bei ihr wars der " Freitag Nachmittag" und sie bekam nur einen Fehler angerechnet.

    Bei der Fehlerquote kann ich dir leider nicht helfen :-?

    Gruss
    Michaela
     
  3. Danke. Zwischen Freitag und Sonntag ist zwar ein Unterschied, aber der Fehler ist doch eigentlich derselbe. :-D
    Vielleicht kommen ja noch mehr Tips.

    Ursula :V:
     
  4. Ursula, ich wundere mich seit 3 Schuljahren über die Fehlerbewertung in Diktaten.
    Es kommt, belehrte mich Luisas Lehrerin, u.a. darauf an, ob der Text bekannt war (dann gibts zB schon bei 2 kleinen Fehlern -vergessener i-Punkt und 1 falsches Wort- eine Drei). Ist es ein "veränderter Text" wird etwas großzügiger bewertet. Dann hatten wir letztes Jahr noch diese Übungstexte des Kultusministeriums für die Pisa-Studie, die hoffnungslos schwer waren und sehr streng bewertet wurden.
    Alles in allem gibt es wohl keine einheitliche Regelung, zumal jede Lehrerin auch ihren Ermessensspielraum hat.

    Hoffe, ich konnte Dir weiterhelfen.
     
  5. Michi72

    Michi72 Gehört zum Inventar

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    Erstaunlich sind auch die unterschiedlichen Fehlerbewertungen in der Grund-und Realschule.:verdutz:

    Jasmin geht auf eine Realschule und schneidet bei Diktaten mit der selben Anzahl Wörtern immer besser ab ,als Michelle in der(letztes Jahr noch Grundschule) Grundschule.Würde Michelle so bewertet werden , wie es bei Jasmin ist, wäre Michelle wahrscheinlich gar nicht so schlecht :umfall:
    Bin mal gespannt, wie das jetzt bei Michelle in der neuen Schule ist.

    Gruss
    Michaela
     
  6. Das ist ja kurios! Das hätte ich jetzt umgekehrt erwartet. Das entzieht mir ja sämtliche Grundlagen, Luisa zu mehr Übung anzuhalten...:-?
     
  7. Das Problem ist, daß mein Neffe eine 6 im Diktat bekommen hat. Meine Schwester hat mir das gezeigt, und ich bin der Ansicht, daß die 6 nicht gerechtfertigt ist. Zumal er eigentlich eine saumäßige Handschrift hat und in diesem Diktat nicht nur (für seine Verhältnisse) sehr ordentlich geschrieben hat, sondern man auch jedes Wort lesen kann. Das ist nicht immer der Fall.

    Wir hatten schon den Verdacht, daß er vielleicht eine Rechtschreibschwäche hat. Aber lesen tut er seit der 1. Klasse perfekt und liest auch freiwillig und gern richtig dicke Bücher.
    Meine Vermutung war dann, es könnte an der Feinmotorik liegen, er haßt malen. Aber da er sehr gut und gekonnt Cello spielt, ist es das wohl auch nicht.
    Die Schulpsychologin meint, das wäre eher ein streßbedingtes Problem. Unter Prüfungsangst leidet er eigentlich nicht, denn er spielt Cello und singt locker und ganz unbefangen solistisch, wie ich es nie konnte. Er ist auch nicht schüchtern, redet ohne Unterbrechung. Nur Schreiben war von Anfang an eine echte Katastrophe.

    Das Schlimme ist nun, daß er in Deutsch eine Lehrerin hat, die nie auf Kinder hätte losgelassen werden dürfen. Die war schon Lehrerin als ich auf diese Schule ging. (Für die Ossis unter uns: Sie unterrichtete Russisch und Staatsbürgerkunde.) Jetzt unterrichtet sie Deutsch und Geschichte! Meine Schwester und mich hat sie früher als asozial tituliert, weil wir sechs Kinder waren. Außerdem faßt sie die Kinder an, um sie zu reglementieren.

    Ich habe meiner Schwester jetzt ganz dringend geraten, einen vertraulichen Gesprächtermin mit der Schuldirektorin zu machen. Sie wollte das bisher nicht, weil sie befürchtete, das würde auf meinen Neffen (ihren Sohn) zurückfallen. Er ist kein ganz einfacher Schüler.

    Ursula :V:
     
  8. In welcher Klasse ist denn Dein Neffe, Ursula?
    Es ist natürlich ein Problem: wenn sich die Mutter beim Direktor beklagt, wird sicherlich zurückargumentiert, dass bei schlechten Noten immer dem Lehrer die Schuld gegeben wird.
    Findet besser heraus, wie gut sich Direktor und Lehrerin stehen. Können sie gut miteinander, könnt Ihr Euch das Gespräch sparen, meine ich.
    Aber evtl. weiß das Schulamt weiter. In diesem Land ist alles geregelt; da gibt es bestimmt auch Richtlinien über die Fehler bei Diktaten.
     

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