Allergietest beim Hautarzt

Dieses Thema im Forum "Kinderkrankenpflege" wurde erstellt von sonnenblume, 25. Mai 2016.

  1. sonnenblume

    sonnenblume Schlumpfine

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    dort, wo man im Wald umher laufen kann, bis man sc
    hatten wir bzw. meine Große gestern.

    Hallo, ihr Lieben!

    Damit es uns ja nicht langweilig wird, waren ich gestern mit der Großen zum Allergietest (Pollen und Gräser), da sie ständig Probleme hat.

    Das Ergebnis: Sie ist auf (fast) alle getesteten Pollen und Gräser allergisch, also 31 Stück (ausgenommen sind Hausstaub und Löwenzahn).
    Nun macht mich meine Schwiemu den ganzen Tag schon kirre:
    "Das Kind darf keine Karotten, keine Tomaten, keine Nüsse, keine wasweißichnochalles essen, sonst kommt es zu einer Kreuzallergie!"
    *seufz*

    Meine Tochter hat noch nie auf irgendwelche Nahrungsmittel reagiert und ich sehe auch keinen Grund, warum ich ihr nun auf einmal bestimmte Dinge verbieten sollte.
    Lt. Hautärztin sollen auch gar keine Lebensmittel komplett gestrichen werden, wenn keine oder nur eine geringe Reaktion darauf erfolgt.

    Macht es wirklich Sinn, bestimmte Nahrungsmittel zu verbannen?
     
  2. 321Mary

    321Mary Dauerschnullerer

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    Hi, wurde denn auch schon der anschließende Bluttest durchgeführt? Ich selbst reagiere nämlich auch auf fast alles laut Test. Nur, diesen Winter hat mein HNO das Blut untersuchen lassen und heraus kamen nur zwei Stoffe, die problematisch sein könnten. Der Hautarzt hat vir Jahren auch nur den Piekstest gemacht... Reicht aber eben nicht aus für ein gültiges Ergebnis! Durch den Bluttest weiß man dann auch, in welcher Intensität man reagiert, ich glaube von 1-6 (oder wars 10) und ab drei wird eine Desensibilisierung empfohlen.

    Langer Rede kurzer Sinn: erstmal den zweiten Test machen und dann überlegen :winke:.
     
  3. Mo-Ma

    Mo-Ma Chaosqueen

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    Der Bluttest ist wohl weniger aussagekräftig als der Pieks. Unsere Kinderärztin hat daher bei moe erst mal auf Abwarten gesetzt. Wir haben zwei Sträucher im Verdacht, warten das jetzt aber noch ein Jahr ab.

    An sich finde ich es widersinnig, auf Nahrungsmittel zu verzichten, die bisher vertragen wurden. Vielleicht hat Blümchen ne Antwort? Sie hat ja leider einiges an Erfahrung mit Allergien.
     
  4. 321Mary

    321Mary Dauerschnullerer

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    Ich denke, es ist andersrum. Und bei Kleinkindern ist es wiederum anders als bei größeren, da sich die Allergien erst entwickeln.
     
  5. finchen2000

    finchen2000 Gehört zum Inventar

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    Wenn man einen Piekstest macht, während der Zeit, wo die Pollen durch die Luft fliegen, reagiert der Körper völlig über, wurde mir erklärt.
    Von einem Allergologen, bei dem ich war, nachdem der Hautarzt einen Piekstest gemacht hatte und danach alle Helferinnen zusammenrief, weil er so was noch nie gesehen hatte.
     
  6. Mo-Ma

    Mo-Ma Chaosqueen

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    Labortest: Verräterische Werte im Blut - Diagnose | STERN.de

    Hier ist's ganz schön erklärt. Erhöhte Werte im Blut sagen alleine wenig aus und der Test wird erst nach einem Hauttest empfohlen. Eindeutig ist ein Ergebnis nur dann, wenn sich beides ergänzt.

    Kinderärztin sagte mir, sie sieht so oft Kinder mit ganz klaren Allergie-Zeichen, der Bluttest ist dann aber total negativ.
     
  7. 321Mary

    321Mary Dauerschnullerer

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    Sie hatten ja den Piekstest schon, drum meinte ich, dass jetzt zusätzlich der Bluttest gemacht gehört. Und wie gesagt, beim Kleinkind weißt der Bluttest nur darauf hin, dass möglicherweise später mal Allergien entwickelt werden.
     
  8. Blümchen

    Blümchen Mama Biber

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    Beide Tests, Prick und Rastteste, können, aber müssen nichts aussagen. Oft geben sie aber gute Anhaltspunkte.Im Grunde zeigen sie jedoch nur, dass der Körper sensibilisiert ist. Ob er auch allergisch reagieren wird, können sie nicht zu 100% aussagen. Es gibt seltene Fälle, in denen Kinder bei Rast 6 (höchste Sensibilisierungsstufe) das Allergen trotzdem ohne Reaktion zu sich nehmen können. Das ist selten, kommt aber immer mal vor. (Ich bin in einer Selbsthilfegruppe mit mehreren hundert Mitgliedern, da wird ja viel berichtet). Es gibt auch Kinder, die bei niedrigen Werten echt unerwartet heftig reagieren, auch für die behandelnden Ärzte unerwartet heftig.

    Ist es nicht eines von Schäfchens Kindern hier, bei denen der Test immer negativ war, die Reaktion aber trotzdem erfolgte?

    Generell gilt für Lebensmittelallergien immer, dass nur eine (klinische!) Provokation Aufschluss geben kann über den Schweregrad der möglichen Reaktion.
    Aber bislang gibts ja noch keine Lebensmittelunverträglichkeiten, wohl?
    Wird deine Tochter denn jetzt medikamentös eingestellt, Patricia? Aus unbehandelten Pollenallergien entstehen leichter Nahrungsmittelallergien, es gibt ja nicht wenige Kreuzallergene, vor allem, wenn deine Tochter so eine große Bandbreite an Allergenen abgegriffen hat, die Arme.
    Prophylaktisch zu verzichten macht wenig Sinn, da käme ja eine ganz große Einschränkung auf deine Tochter zu.
    Wir fahren gut damit, mit Vorsicht alles zu geben, von dem wir wissen, dass er es bisher vertragen hat (und einen großen Bogen um die anderen Dinge zu machen...), oft notiere ich mir aber stichwortartig, was er gegessen hat, damit ich eventuelle Auslöser leichter ausmachen kann.
    Bei Äpfeln zum Beispiel gibt es Sorten, die gut gehen (das sind meist die älteren Züchtungen, Jonagold ist meist prima zum Beispiel) und andere, die gar nicht gehen (die grün polierten, heißen die Granny Smith?).

    Die Reaktionen auf Lebensmittel können ja auch unterschiedlich sein, von leichtem Halskribbeln bis zum allergischen Schock ist ja quasi alles möglich.
    Hat sie denn bei irgendeinem Lebensmittel schon mal eine Reaktion gehabt oder sich unwohl gefühlt?


    Bei echten Lebensmittelallergien wird häufig empfohlen, bei guter Verträglichkeit die betreffenden Lebensmittel dennoch zu sich zu nehmen, um eine gewisse Toleranz aufrecht zu erhalten. Bei vollkommener Abstinenz ist die Gefahr größer, dass der Körper dann bei erneutem Kontakt das Allergen als 'Feind' erkennt und reagiert.
    Das würde ich mit dem behandelnden Allergologen besprechen, die Vorgehensweisen sind da durchaus leicht unterschiedlich.

    Gute Besserung!
     

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