@Ute: abfallende Trinkmenge

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Moni

Hallo Ute,
seit ca. 8 Wochen haben wir ein Trinkproblem mit unserem nunmehr 13 Wochen alten Sohn. Eigentlich hatte er seit seiner Geburt sehr gut gegessen. Von Tag zu Tag nimmt die Trinkmenge immer weiter ab. Es ist zum Heulen. Wir waren natürlich diesbezüglich schon bei zwei Kiä. Beide diagnostizierten eine Neurodermitis. Folgendes haben wir auf Anraten des ersten Arztes getan:
- verschiedene Milchsorten -> kein Erfolg
- HN 25 wegen vermehrten Stuhls -> gut getrunken aber starke Hautreaktionen
- Sojamilch -> extrem starke Blähungen, grüner Stuhl und große Schreierei
Nunmehr war Nummer eins ratlos und ich suchte eine andere Kinderärztin.
Diese riet mir die Sojamilch aufgrund der Beschwerden flaschenweise wieder abzusetzen und einfach weiter MIL 1 zu füttern.Das machen wir nun auch und die Trinkmenge ist nach wie vor sehr mäßig. Sauger der Größe 2 sind selbstverständlich auch im Einsatz. Über den Tag verteilt in 5 MZ trinkt er z.Z. nur noch 500 - 580 ml. Nachts schläft er sehr gut und auch lange (bis ca. 08:45 Uhr) durch und trinkt dann morgens trotzdem nur 70-100 ml.
Er verweigert lediglich seine Milch (MIL1). Wasser trinkt er gerne und ohne Probleme(150-200ml pro Tag). Ich habe natürlich auch auf Deiner Seite nachgelesen, und die Ärztin nach eventuellen Unverträglichkeiten befrag, die Sie auf Grund der geringen Reaktionsfaktoren meines Sohnes ausschließt.
Mika wiegt nun bei einer Größe von 63cm 5.700 Gramm. Er nimmt zwar nicht ab, nimmt aber auch max. 100 g pro woche zu.
Vielleicht kannst Du mein Dilemma verstehen und nachvollziehen, dass ich sehr verzweifelt weil ahnungslos bin.
Und vielleicht hast Du auch einen Tipp oder aber auch nur ein offenes Ohr für mich.
Danke, Simone
 
Hallo Simone,

herzlich Willkommen im Forum :bravo:

Das Wenigtrinken ist für mich ein Hinweis auf eine Unverträglichkeit. Die lieben Kleinen handeln instinktiv mit sparsamen Mahlzeiten, so verhungern sie nicht, belasten den Darm wenig in der Folge nehmen sie dann weniger bis irgendwann gar nicht mehr zu. Das lange Schlafen kann ebenfalls ein Hinweis auf die sparsame Versorgungstaktik sein.

Andere Kinder schlagen Rabatz und trinken wenig - brüllen dafür umso lauter - was dann eher in Richtung Unverträglichkeit gedeutet wird, schließlich schreit das Kind ja nicht nur so - sondern hat einen guten Grund. Friedliche Erdenbürger stoßen dann weniger auf das Verständnis der Mediziner. Aber welch Glück wenn sie aufmerksame Mamas und Papas haben die der Sache dennoch auf den Grund gehen.

Die ND deutet ebenfalls auf eine Unverträglichkeit hin. Hast du hier schon nachgelesen? www.babyernaehrung.de/neurodermitis.htm

Im Grunde wäre es das Sinnvollste würden die allergenisierenden Faktoren aus der Nahrung erstmal gestrichen. Bedeutet, es müsste eine Spezialnahrung gefüttert werden. Z.B. Pregomin siehe www.babyernaehrung.de/spezialnahrung.htm
Besteht ein Zusammenhang zwischen ND und Schlechttrinken - also Kind reagiert einerseits über die Außenhaut und fühlt sich andererseits auch über die Innenhaut - Magen-Darm-Trakt - nicht wohl z.B. durch intaktes Milch- und Sojaeiweiß. Deshalb kleine Trinkmenge die vor dem verhungern bewahren, lange Schlafphasen verbrauchen weniger Energie ....

Pregomin und andere Spezialnahrungen (Nutramigen, Alfarè) schmecken recht bitter. Dennoch werden sie nach meiner Erfahrung von Hautkindern nach anfänglichem Gemäkel gut getrunken. Die Babys spüren intuitiv das bekommt mir und oft schlagen sie nach einigen Tagen richtig zu .... fressen Mama und Papa die Haare vom Kopf und die Dosen leer

Ich kann es natürlich nicht garantieren dass es so ist. Meine Erfahrung sagt mir allerdings es ist einen Versuch wert. Du kannst nichts kaputt machen mit einer Spezialnahrung. Bessert sich weder die Haut noch das Trinkverhalten kann natürlich wieder auf die viel günstigere nahrung umgestellt werden.

Melde dich mal wie es Du dich entschieden hast - und wie es deinem kind ergangen ist.

Gute Besserung und liebe Grüße
Ute
 
Hallo liebe Ute,

ich danke Dir für Deine schnelle Antwort. Ich habe mir ebenfalls überlegt, mir Pregomin zu besorgen. Wesentlich schlechter kann dann das Trinkverhalten auch nicht werden. Es ist mir schon eine große Hilfe, dass Du unser Problem ernst nimmst. Leider wird man bei KiÄ schnell als überbesorgte Mutter abgetan.Auf jeden Fall werde ich Dir mitteilen, wie die Umstellung bei uns geklappt hat.
Liebe Grüße, Simone
 
Hallo liebe Ute,

wie versprochen möchte ich Dir von unseren bisherigen Erlebnissen seit der ersten Nachricht von uns berichten.

Also, nachdem ich mir Pregomin besorgt hatte, wagte ich zunächst einmal einen Versuch mir einer HA Nahrung, da in dieser die Eiweiße ja ebenfalls schon wesentlich kleiner gespalten sind. Und siehe da, mein Kind trinkt seit der ersten Flasche HA wie verrückt. Er scheint direkt gemerkt zu haben, dass ihm diese doch besser zu bekommen scheint. Seine Trinkmenge hat sich nun pro Flasche auf 170 - 200 ml gesteigert. Ein unglaublicher Erfolg für uns. Nach ca. einer Woche wurde sowohl das Hautbild als auch das Blähungs- und Stuhlproblem erheblich besser.:bravo:

Ich kann Dir gar nicht sagen, wie erleichtert ich bin und möchte Dir und Deinen lieben Helfern noch einmal alles Liebe und Gute wünschen. Vor allem bedanke ich mich "einfach" für Dein offenes Ohr, das einer verzweifelten Mutter erheblich weitergeholfen hat.:-D
Vielen Dank, Simone und ein zufriedener Miká
 
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