Trotzphase schon mit 13 Monaten?

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caprice73

Hallo zusammen,
kann es sein, daß mein 13 Monate alter Sohn schon in der Trotzphase ist? Er hatte schon immer einen ausgeprägten Willen, aber seit einigen Tagen rastet er förmlich aus. Heute morgen war es wieder ganz schlimm. Ich wollte das Schlafzimmer sauber machen und ein paar Sachen bügeln und habe ihn deshalb mit nach unten genommen (haben das Schlafzimmer unten und kamen von oben).
Als ich ihn runtergetragen habe, fing er schon an zu schreien wie am Spieß. Offensichtlich wollte er nicht mit runter. Aber ich will ihn auch nicht alleine oben lassen. Seit er läuft stellt er sowieso nur noch Quatsch an, wenn er alleine ist (klettert überall drauf und fällt wieder runter...) :o . Ich konnte ihn nicht beruhigen (auch nicht auf dem Arm - er drehte und wendete sich immer wieder runter), ließ sich nicht ablenken.
Er lag also auf dem Boden, schrie und wälzte sich hin und her. Das ging 15-20 Minuten so :heul: . Dann fing er langsam an und wurde ruhiger. Aber nur kurz... Als er meinen Staubwedel gesehen hatte, wollte er den natürlich haben... Das gleiche Theater begann von vorn...
Ich habe ihm den Wedel dann gegeben und er war ruhig. Dann wollte ich wieder mit ihm hoch, wer wollte nicht mehr hoch... Laurin!!! Ich trage also wieder ein schreiendes Kind nach oben. Dort beruhigte er sich dann
so nach 10 Minuten. Sonst ist er eigentlich ein freundliches, liebes Kind. Hat nur eben diese Ausraster seit neuestem. Kann das schon die Trotzphase sein und wird das mit der Zeit dann noch schlimmer???
:o
 
Ja, ja und ja! :-D
Es ist die erste Trotzphase, es wird noch schlimmer, und es ist ganz normal...

Beruhigt Dich das? :tröst:

Da müssen sie alle durch, und die Mamis mit! Man muß lernen, ruhig zu bleiben...ist leicht gesgat und schwer getan, ich weiß!
Aber zum Trost: Gegenüber den Trotzanfällen und "Phasen" einer 5-jährigen (naja, Trotzanfälle hat sie nicht mehr) ist so ein trotzendes "Fast-noch-Baby" einfach nur süß. Ich muß meistens schmunzeln, wenn meine Kleine loslegt... Das hilft Dir jetzt natürlich nicht wirklich, soll aber trotzdem ein kleiner Trost sein!

Liebe Grüße und starke Nerven!!
 
Hallo Nicole,

Ja, dein Sohn ist in der Trotzfahse.
Das habe ich auch mit meiner Tochter. :o
Aber dann lass ich sie eben mal schreien. :jaja:
 
Liebe Nicole,

wenn Kinder so langsam selbstständig werden, und das ist meist dann, wenn sie anfangen laufen, wollen sie natürlich auch ihre Selbstständigkeit austesten und erproben.
Das ist keine richtige Trotzphase, aber er wird jetzt mit vermehrten Frustrationen konfrontiert, die die Selbstständigkeit so mit sich bringt.

Er muss erst ausprobieren, was geht und was nicht. Wenn du runter willst und er schreit wie am Spieß, dann sei so gut und bleibe bei deiner Entscheidung. Sicherlich wird er weiter schreien, da er nicht versteht. NImm ihn auf den Arm, sage " du jetzt hör mir mal zu..." (rede weiter, auch wenn er schreit)"... die Mama muss jetzt runter gehen um das und das zu machen und wenn wir fertig sind, kommen wir wieder rauf!" Sage das mit einem deutlichen, ruhigen Ton und nimm ihn mit runter.

Lass ihm ein bisschen Zeit mit seiner neuen Erfahrungswelt fertig zu werden und versuche für euch beide das Beste daraus zu machen.

Gute Nerven wünsche ich dir
Kerstin
 
hallo,

hier ist noch eine laurin-mama mit einem ähnlichen laurin (aber erst seit ein paar tage :-)). was kerstin sagte kann ich auch unterschreiben, möchte aber etwas hinzufügen. wenn du am putzen/kochen usw. bist, suche erstmal eine beschäftigung aus, die dein laurin ausüben kann - also, mama helfen, damit er ausgelastet ist. das wirkt wunder. lass laurin sein putzwedel und mach etwas anderes in der zeit in der er damit beschäftigt ist, das ist für euch beide leichter. zum runtergehen hilft oft im geheimnisvollen ton etwas anpreisen was sich unten befindet und auf laurin wartet. dann aber must du ihm auch das zeigen/geben was du versprochen hast (von mir aus, den putzwedel, kauf einen zweiten). kind AUSTRICKSEN :-D

bei kleineren trotzanfälle hilft schnelle ablenkung, bevor sich die kleinen zu sehr hineinsteigern. wenn ich zb am kochen bin, beauftrage ich laurin mit bretter aus der schublade holen, kartoffeln bringen usw., dann kann ich in ruhe werkeln. wenn wir beide fertig sind, sieht die küche wie ein schlachtfeld aus, weil laurin ALLE bretter aus der schublade ausgeräumt hat (und die töpfe dazu), aber zumindest war er beschäftigt und mein essen ist nicht angebrannt. ich räume hinter her richtig aus, bzw. inzwischen ist eh egal was wo hinkommt, weil laurin alle schubladen umräumt. beim putzen bekommt laurin entweder einen wischlappen in die hand, oder er darf die kleider in den schrank aufräumen usw. - dann ist er stolz, dass er auch eine aufgabe hat. für mich macht das doppelte arbeit, aber wenn man DIE einigermasse in ruhe verrichten kann, ist das die mühe wert. 20 minuten schreikrampf stresst mehr als 2 stunden putzen, finde ich.

sonst helfen nur konsequenz (haha, oft ist das leichter gesagt als getan) und starke nerven, diese phase vergeht und es soll später, in der pubertät, das leben einfacher machen, weil die schon "ausgetrotzt" sind. meine flavia hat auf heftigst getrotz, bis ende des 4. jahres, jetzt in der pubertät ist sie aber (vergleichweise) ein vernünftiges mädchen und hört sogar noch auf die mama. na, ist das keine tolle aussicht? :-D

liebe grüsse,
gabriela
 
@ Gabriela

Vielen Dank für Deine Antwort. Was mir am besten gefallen hat, ist die Stelle mit der Pubertät :-D Das läßt ja noch hoffen....

Du hast wahrscheinlich Recht mit dem mithelfen lassen. Als ich ihm den Wedel gegeben habe, war er ja auch glücklich und stolz damit rumhantieren zu können.
 
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