„Rechte des Kindes“ vor, während und nach der Geburt:

Die Charta der Rechte des Kindes wurde am 3. Juni 2005 im Rahmen der Mitgliederversammlung der ISPPM (Internationale Studiengemeinschaft für Pränatale und Perinatale Psychologie und Medizin) in Heidelberg beschlossen und verabschiedet.

1.
Jedes Kind hat das Recht, schon vor der Geburt als eigene Person geachtet und respektiert zu sein.

2.
Jedes Kind hat das Recht auf eine sichere vorgeburtliche Beziehung und Bindung.

3.
Jedes Kind hat ein Recht darauf, dass während der Schwangerschaft und Geburt seine Erlebens-Kontinuität beachtet und geschützt wird.

4.
Jedes Kind hat das Recht darauf, dass medizinische Interventionen, von Anfang an immer auch auf ihre seelische Auswirkung hin reflektiert und verantwortet werden.

5.
Jedes Kind hat das Recht auf Hilfen für einen liebevollen und bezogenen Empfang in der Welt, der ihm eine sichere nachgeburtliche Bindung erlaubt.

6.
Jedes Kind hat das Recht auf eine hinreichend gute Ernährung vor und nach der Geburt. Jedes Kind sollte nach Möglichkeit gestillt werden.

7.
Mit den Kinderrechten verbunden ist es ein Recht der künftigen Generationen, dass die Gesellschaft ihnen die Möglichkeit gibt, ihre eigenen Potentiale als Paar und als Eltern zu entwickeln.

8.
Mit diesem Recht auf Entwicklung elterlicher Kompetenz ist das Recht des Kindes auf verantwortliche, feinfühlige und bezogene Eltern oder Ersatzpersonen verbunden.

9.
Um diese Rechte des Kindes zu gewährleisten, haben die gesellschaftlichen Institutionen die Pflicht, die Eltern bei der Bewältigung ihrer Aufgaben zu unterstützen.

Liebe Grüsse,
Claudi
 

Eos

Gehört zum Inventar
23. April 2007
4.930
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AW: „Rechte des Kindes“ vor, während und nach der Geburt:

1.
Jedes Kind hat das Recht, schon vor der Geburt als eigene Person geachtet und respektiert zu sein.

2.
Jedes Kind hat das Recht auf eine sichere vorgeburtliche Beziehung und Bindung.

3.
Jedes Kind hat ein Recht darauf, dass während der Schwangerschaft und Geburt seine Erlebens-Kontinuität beachtet und geschützt wird.

Und Abtreibung egal aus welchem Grund ist dann ein Verstoß gegen die Menschenrechte und wird folglich mit Freiheitsstrafe von nicht weniger als x Monaten bedroht :???:

Sorry, Claudi, dass ich hier in fast jeden Fred von dir springe. Ich mein es nicht persönlich oder so, aber deine Themen sind ziemlich... hmm... schwierig unkommentiert zu lassen ;-)

Diese Rechte klingen ja ganz toll und so, aber was sollen die konkret bedeuten? Was ist denn eine kindliche Erlebens-Kontinuität und wie soll man die achten oder missachten? Und was soll diese totale Fokussierung auf das Stillen? Mein Gott, wir wissen doch wohl alle, dass es gute Gründe für viele viele Frauen gibt, ihr Kind eben nicht zu stillen. Und die Kinder werden trotzdem glücklich und gesund groß :ochne:

Ich mag so eine unkonkrete Wischiwaschisoße nicht... Was sollen die denn der Menschheit bringen?

Gruß
Eos
 

helenahg

Familienmitglied
8. April 2009
863
0
16
Wo auch schon die alten Römer waren
AW: „Rechte des Kindes“ vor, während und nach der Geburt:

Mir ist bei einigen Punkten nicht klar, was damit gemeint ist, bzw. wie man sich das vorstellen soll. Was soll einem eine Charta mit Rechten bringen, wenn sie unkonkret und wenig anwendbar ist. Und immer wieder das Thema stillen...schlechtes Gewissen aufbauen bei Müttern, die sich damit quälen und deren Kinder das sicher merken. Ich kann mich da Eos nur anschließen.
 
AW: „Rechte des Kindes“ vor, während und nach der Geburt:

Hallo Eos,

du darfst gerne springen und lesen ;-)

Ich hab die Carta als Bestandteil meiner Doula-Info-Mappe, gebe sie an meine Begleitungen weiter und dachte, sie wäre für die ein oder andere vielleicht auch interessant zu lesen.

Ich weiß nicht, woher du jetzt eine "totale Fokussierung" auf das Stillen hernimmst...
Meine Söhne sind jetzt schon 'älter', glücklich groß geworden... und lange nicht mehr im Säuglingsalter. Meinen Großen habe ich aus gesundheitlichen Gründen meinerseits nur kurze Zeit gestillt, der Kleine hat sich dann mit 13 Monaten selbst abgestillt. Ich kenne beides aus eigener Erfahrung.

Vielleicht sollten wir eine Diskussion zum Thema "Welches Bild wird uns (und unseren Kindern) vermittelt, was Schwangerschaft, Geburt und Stillen anbelangt" ins Nachdenkstübchen verlegen ;-)

Liebe Grüße,
Claudi
 

Eos

Gehört zum Inventar
23. April 2007
4.930
22
38
AW: „Rechte des Kindes“ vor, während und nach der Geburt:

Na, das Stillen stand bei der Babypuppe im Raum und eben hier. Und zwar als ein nahezu unveräußerliches Recht in einer Reihe mit körperlicher Unversehrtheit oder überhaupt dem Recht auf Leben.

Ich frag mich halt wirklich, was solche "Rechte" sollen? Wer formuliert sie mit welchem Ziel? Wer soll angesprochen werden und warum?

Weshalb setzen sich viele schlaue Menschen in einen Raum, diskutieren und am Ende formulieren sie eine solche "Charta"?

Gruß
Eos, die gern ins Nachdenkstübchen folgen würde, wenn sie wüsste, wo das ist :zahn:
 
AW: „Rechte des Kindes“ vor, während und nach der Geburt:

Huhu Eos,

im Kontrollzentrum findest du unter "Mein Netzwerk" den Unterpunkt Nachdenkstübchen, da trittst du der Gruppe bei und wirst vom Moderator freigeschaltet.

@helenahg
Es ist das Wesen einer C(h)arta Grundlegendes zu postulieren.

... und da steht "nach Möglichkeit gestillt" <- und der *Möglichkeiten* gibt es viele: Stillen - Zwiemilchernährung - Milchnahrung

Liebe Grüße,
Claudi