Neue Arbeit - Wachkoma

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von christine, 25. Mai 2008.

  1. christine

    christine Weltreisende

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    Halloli!!

    Ich möchte einfach an dieser Stelle mal Freude loswerden. Ich habe das letzte Jahr alle 14 Tage in der ambulanten Pflege gearbeitet, und seit Jahresanfang weiß ich, daß Schluß sein muß mit den Wochenenddiensten, sonst dreht mein Mann durch. Ich bin nur am Arbeiten, er hat nichts von mir und wenn ich da bin, schlafe ich bis ich wieder weg muß und er hat die Kinder den ganzen Tag und kommt auch nicht zum Erholen.

    Also, es geht nicht, daß ich innerhalb der Woche arbeite, und so mußte ich mich die letzten Wochen nach einer anderen Arbeit umsuchen.

    Gesagt getan, Stunden vor dem PC und mit der Nase in Stellenanzeigen verbracht, und jetzt hatte ich am Freitag ua ein Vorstellungsgespräch bei einem Pflegedienst, der mich unbedingt gerne einstellen würde, um eine Wachkomapatientin zu betreuen (höchstwahrscheinlich), ein anderer Patient kommt auch noch in Frage, aber ich weiß nicht, was er hat, außer daß er schwerkrank ist und noch läuft, eine Kanüle im Hals hat (Tracheostoma) und den ganzen Tag betreut werden muß.

    Mein Herz schlägt für die Wachkomapatientin, ich würde so gerne dort arbeiten, ich möchte lernen und anspruchsvolle Arbeit tun, anders als in der ambulanten Pflege bisher, es reizt mich ungemein.

    Jedenfalls, ich bekomme die Tage meinen Vertrag, und wenn er ok ist, dann unterschreibe ich ihn. Muß jetzt nur noch die drei Tage, die ich arbeiten werde im Monat, eine Kinderfrau finden, die meine von der Schule bis nachmittags betreut, denn ich arbeite von 7 Uhr bis 18 Uhr.

    Bin aufgeregt, gespannt, wie es wird, hoffe natürlich, daß es DAS Ding ist für mich und werde weitersehen, eben bin ich von meinem letzten Dienst in der alten Arbeit wieder nach Hause gekommen.

    Das Leben ist spannend!

    Christine
     
  2. Carolin

    Carolin Caipirinha Queen

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    AW: Neue Arbeit - Wachkoma

    Wow Christine, das hört sich aber echt spannend an :bravo:

    Ich freu mich für dich, dass du so ne tolle neue Herausforderung gefunden hast. Und vor allem hast du meinen allergrößten Respekt (wie alle, die in der Pflege arbeiten) - ich könnte sowas nicht.

    Hoffentlich findest du ne gute Kinderfrau - hast du schon jemanden in Aussicht?

    Hältst uns auf dem Laufenden?

    Liebe Grüße

    Caro
     
  3. Nemo

    Nemo nah am See

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    AW: Neue Arbeit - Wachkoma

    Das klingt doch super. Ich freu mich für dich und drücke die Daumen, daß du problemlos eine Betreuung findest.

    Liebe Grüße
    Sandra
     
  4. Reni

    Reni die heisse Ohren macht

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    AW: Neue Arbeit - Wachkoma

    Schön daß du eine neue Herausforderung für dich gefunden hast und wünsche dir für deine Arbeit ganz viel Kraft und Motivation. Ich selber habe fast 2 Jahre eine hochgelähmte junge Frau gepflegt (4.+5. HW nach Wildunfall mit 21) , genauso alt wie ich, das war nicht nur psychisch sondern auch physisch anstrengend und Wachkoma stelle ich mir nochmal schwerer vor, da braucht man viel Erfahrung und Einfühlungsvermögen und die Gabe, sich auch mit winzigen Feedbacks zufrieden geben zu können.

    Aber wie kommst du darauf daß amb. Pflege anspruchslos ist? Ich finde sie ist vom Arbeiten her sehr anspruchsvoll weil Abwechslungsreich, den Zeitfaktor und all die anderen negativen Dinge die die Arbeit belasten lass ich jetzt mal aussen vor.

    Liebe Grüße
    Reni :winke:
     
  5. Andrea

    Andrea Gehört zum Inventar

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    AW: Neue Arbeit - Wachkoma

    Ich wünsche dir, daß du diesen Job bekommst...
     
  6. christine

    christine Weltreisende

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    AW: Neue Arbeit - Wachkoma

    klar, wenn Ihr wollt ;-)

    @Reni: Ich wußte, daß ich einen falschen Satz sage ;-), natürlich ist amb. Pflege nicht anspruchslos. Aber ich muß schon sagen, daß meine größte Herausforderung ist

    - in der kurzen Zeit die Menschen "abzufertigen" und abgehechelt nach Hause zu kommen
    - im Zeitplan zu bleiben und die Leute richtig angefahren zu haben

    ...

    Man kann darüber diskutieren, was ich hier nicht möchte, aber für meinen Kopf ist da nicht viel dabei. Du hast auch meine Bewunderung, daß Du diese Frau gepflegt hast!

    Ich bin wie gesagt gespannt, es kann auch in die Hose gehen, denn ich bin 11 Stunden am Stück zu Hause bei den Leuten, und das muß man ausprobieren, ob es einem liegt.

    Ich habe eine Frau, die mal letztens gesagt hat, sie würde sich um meine Kinder kümmern, da ging es aber um die Zeit zwischen 13 und 15 Uhr, mein Bedarf ist jetzt größer. Ausserdem möchte ich auf Minijob anstellen, und ich habe das dumpfe Gefühl, daß sie das nicht macht. Wir werden sehen, jetzt kommt Suchen Teil zwei!

    Christine
     
  7. Reni

    Reni die heisse Ohren macht

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    AW: Neue Arbeit - Wachkoma

    Ja das ist schlimm, immer im Zeitplan bleiben zu müssen weil man sich sonst ständig rechtfertigen muss. Und vor allem finde ich es furchtbar den zu Pflegenden gegenüber.

    Ich habe heute noch mit der Frau Kontakt, wir sind gute Freundinnen, ich habe dort nur aufgehört weil sie mit ihem Freund ein Haus in Schwerin gebaut hat und dort hingezogen ist weil er beruflich von dort nicht weg konnte.Sie hatte auch ihre eigene Wohnung und wir waren von morgens 7 bis abends 22 Uhr eingeteilt, wobei dazwischen immer Zeiten waren an denen sie allein war, was gut geklappt hat da sich sich sitzend in ihrem E-Rolli gut bewegen konnte, aber ich schweife ab :)

    Ich drück dir ganz fest die Daumen daß du jemanden findest, der so arbeiten kann wie du dir das vorstellst.

    Liebe Grüße
    Reni :winke:
     
  8. christine

    christine Weltreisende

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    AW: Neue Arbeit - Wachkoma

    Danke Reni. Ich möchte mich ausdrücklich nochmal von der Aussage distanzieren, daß amb. Pflege nicht anspruchsvoll ist, sie ist es. Aber auf eine andere Weise, als ich es gerne hätte. Den pflegerischen Anspruch erfülle ich ohne Probleme, den Anspruch, jemanden auch auf der psychischen Ebene zu "pflegen" kann ich nicht erfüllen aus Zeitmangel, der größte Anspruch ist für mich der organisatorische.

    Ich nehme meine Arbeit sehr ernst und gebe alles, was ich kann, und ich möchte nicht von oben herab klingen. Aber für mich wünsche ich mir andere Herausforderungen.

    Reni, vielleicht melde ich mich bei Dir mal nochmal, wenn es soweit ist, vielleicht gibt es ja Parallelen!

    Christine
     

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