Kleinkind 18 Monate,starkes Untergewicht, will keine Stückchen

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Diana77

Gerade reingestolpert
27. Dezember 2017
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#1
Hallo liebe Mamas,

falls es so ein ähnliches Thema schon gab, möchte ich mich entschuldigen, ich habe aber leider nichts dergleichen gefunden,und deshalb ein neues eröffnet.
Meine kleine Tochter ist nun 18 Monate alt und wiegt nur 8800 gr.
Sie kam mit 3070 gr zur Welt und bis zur U4 war auch alles in Ordnung. Dann fing sie an immer schlechter zu essen. Beikost war lange garkein Thema, weil sie schon beim Anblick des Löffels die Lippen zusammenpresste. Finger Food ging auch nicht, weil sie sobald sie ein Stückchen im Mund hatte,sich anfing zu ekeln, so nach dem Motto, da ist was Fremdes im Mund , was da nicht hin gehört. Teilweise ging das bin hin zum Erbrechen, wenn sie das Stückchen nicht schnell genug aus dem Mund bekommen hat.
Die Ärztin meinte jedes Mal, es wäre nicht schlimm,immer wieder versuchen etwas anzubieten,manche Kinder brauchen einfach mehr Zeit.
Ich habe sogar eine Ostheopatin und Heilpraktikerin besucht, die auch gemeint hat, dass ihr Würgereflex einfach sehr ausgeprägt ist.
Das Schlimme ist ja, sie möchte essen , aber sobald sie es im Mund hat,würgt sie.
Mittlerweile akzeptiert sie ja die Gläschen ab 4 Monaten oder ich mixe ihr manchmal eine Banane,Apfel und Keks oder Ähnliches ganz fein,,,aber sie isst halt auch davon nicht unbedingt viel.
Dafür verlangt sie noch immer ziemlich oft nach ihrer Milchflasche,sogar nachts manchmal zwei Mal. Klar, sie holt sich nachts nach, was ihr tagsüber gefehlt hat.
Aber wahrscheinlich sind das alles zu wenige Kalorien,denn sie nimmt sehr langsam zu und hat Untergewicht.
Hat noch jemand so ein ähnliches Problem gehabt und kann mir vielleicht berichten, was man machen kann,damit es endlich vorwärts geht?
Ich bin langsam am Kapitulieren und total ratlos.
Vielen lieben Dank im Voraus.
 
Redviela

Redviela

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#2
Hallo und Willkommen hier :) Wenig gegessen hat unsere Große auch immer, aber sie war gerade noch so innerhalb der Perzentilen. Wie groß ist dein Kind denn ? Hat der KiA Untergewicht festgestellt ? Mein Konrad ist mit knapp 3 Jahren ca. 88 cm bei 12,8 kg. Er ist keineswegs untergewichtig.
Es gibt öfter Kinder, die stückigen Brei nicht mögen, weil es schwierig ist, zwei unterschiedliche Konsistenzen gleichzeitig zu bewältigen. Um den Brei anzureichern, kannst du immer Öl zugeben. Am Mittagsmenü sollten 10 g Fett sein. Machst du den Obst-Getreide-Brei selber ? Der im Glas enthält zu wenig Getreide und Fett.
Isst sie allein oder mit euch gemeinsam ? Kannst du mal den Speiseplan aufschreiben ? Welche Milchnahrung gibst du ?
Möglicherweise ist eure Tochter sehr sensibel im Mundbereich und feste Nahrung ist ihr unangenehm. Meine Große mag bis heute z.B. kein festes Fleisch oder Birne nur ohne Schale.
 
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Diana77

Gerade reingestolpert
27. Dezember 2017
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#3
Sie bekommt nach wie vor nur Pre Milch, weil wir grosse Probleme mit Verstopfungen haben und die Folgemilch nunmal Stärke beinhaltet, die die Verstopfungen nur noch mehr fördert,leider.
Also wenn sie aufwacht verlangt sie nach ihrer Milchflasche , trinkt dann zwischen 150 ml und 200 ml ( kommt immer drauf an, wie viel sie nachts getrunken hat)..das ist dann gegen 8 Uhr morgens, gegen zehn Uhr bekommt sie dann einen Obst Getreide Brei,den ich selber mache. Zum Beispiel einen halben Apfel,eine halbe Banane zwei oder drei Butterkekse,Babykekse oder alternativ Zwieback. Ich weiss, Butterkekse sind nicht so toll, nehme ihn aber manchmal gerne wegen der Kalorien.
Vor dem Mittagsschlaf verlangt sie dann nochmal nach ihrer Milchflasche..sind dann auch nach Lust und Laune zwischen 120 ml und 200 ml ( kommt dann auch drauf an, wie viel sie von dem Obst Brei gegessen hat.
Nach dem Mittagsschlaf, wenn sie nicht allzu viel Hunger hat, bekommt sie dann ein Gemüsegläschen ( wie gesagt, das ab 4 Monate,weil sie die grobstückigen nicht will) oder wenn sie total hungrig ist,dann verlangt sie wieder zuerst nach der Milchflasche,wahrscheinlich, weil es schneller geht. Da will sie den Löffel dann garnicht sehen, und eben danach dann irgendwann mal ihren Gemüsebrei.
Dann gegen 18 Uhr bekommt sie entweder Brei mit ein wenig Obst oder wiederum ihre Milch...was sie halt möchte und gegen 21 Uhr dann nochmal ihre Gute nacht Milch.
Meistens kommt sie dann irgendwann mal nachts und möchte nochmal ihr Fläschchen..ab und zu auch zwei Mal.
Ich weiss, der Essensplan ist eine reine Katastrophe...viel zu viel Milchfläschchen.
Ich habe noch eine grosse Tochter, die ost bereits 7 Jahre alt und da sah es total anders aus. Sie wollte schon mit zehn Monaten gar keine Milch mehr und hat sich normal vom Esstisch ernährt.
 
Redviela

Redviela

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#4
Bekommt sie reines Gemüsegläschen oder Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei ? Dem kannst du einen TL Öl zugeben für die Kalorien. Obst-Getreide-Brei am besten aus 100 ml Wasser, 20 g Getreidebrei und 100 g Obstmus mit 5g Öl machen. Der hält auch länger, wenn ihr mal unterwegs seid und enthält mehr Getreide :) Banane und Karotte würde ich bei Verstopfungsgefahr meiden. Das Öl im Brei hilft übrigens auch der Verdauung. Für die Eisenaufnahme ist es wichtig, zwei milchfreie Mahlzeiten hintereinander anzubieten. z.B. OGB und Mittagsgläschen aufeinander folgen zu lassen.
Versuch mal, ihr keine Milch statt Brei zu geben. Dann hat sie nämlich keine Notwendigkeit, mit dem Löffel zu essen oder gar zu kauen. Trinken ist viel bequemer ;) Ich glaube, die Gute-Nacht-Milch enthält auch mehr Kalorien als die Pre. Vielleicht kannst du die auch tagsüber geben ?
 
Noreia

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#5
Hallo Diana.

Mir kommt das alles sehr bekannt vor.
Ich kürze es mal ab: Bei meinem Sohn wurde mit 4 Jahren per Atemtest eine Fruktoseintoleranz festgestellt. Wir haben daraufhin die Ernährung umgestellt und auch die Verstopfungen verschwanden. Das Würgen und Erbrechen war mit 2 Jahren weg. Da hatte er glaube ich die Backenzähne und konnte insgesamt besser kauen.

Es ist nur eine Idee aber sprich den Kinderarzt auch mal auf Unverträglichkeiten an. Fruktoseintoleranz kann man erst mit 4 Jahren testen aber anderes geht auch. Ich würde trotzdem auf Kindermilch umstellen da diese reichhaltiger ist. Die Flasche würde ich weiter geben, hab ich bis er 3 war noch gemacht.

Ansonsten wie Redviela schrieb, Öl ins Essen, immer wieder püriertes Essen vor dem Fläschchen anbieten oder vielleicht geht schon klein geschnittenes Brot oder Toast?
 
Redviela

Redviela

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#6
Kindermilch ist nicht reichhaltiger. Sie ist als Getränk, nicht als Nahrung gedacht. Lieber schauen, ob eine andere Folgemilch besser vertragen wird.
 
321Mary

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2. Juli 2014
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#7
Ich würde auch auf Folgemilch umstellen. Johannes hat auch sehr lange und auch nachts Flasche wollen und bekommen.