Ich bin so dankbar, Gott gegenüber...und das will ich hier mal schreiben

christine

Weltreisende
6. Juni 2002
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stuttgart
Hallo Ihr Lieben!

Ich erlebe in den letzten Monaten so viel Schönes mit Gott, davon möchte ich Euch erzählen und damit auch Gott danken. Ich weiß zwar nicht, ob das hier so richtig ist, aber für mich ist das in höchstem Maße spirituell.

Ich glaube, daß Gott heute noch klar redet und uns Schritte zeigt, die wichtig sind zu gehen, daß wir klar wissen, was wir tun sollen. Und daß es auch Situationen gibt, wo man es nicht klar weiß, aber man hat Vertrauen und geht einfach los - Gott lenkt dann das Fahrzeug, in dem Fall mich.

Ich habe im Sommer vor der Entscheidung gestanden, ob ich im Kindergarten in den Elternbeirat gehen soll, oder ob ich was anderes wichtiges machen soll, was zwei Mal im Jahr Geld bedeutet für den Kindergarten, nämlich den Kinderkleidermarkt hauptverantwortlich organisieren, wo sehr viel Arbeit dranhängt

Ich habe überlegt und überlegt und wußte einfach nicht, was ich machen sollte. Was ich abgewägt habe, war nicht klar und es war mir nicht möglich, mich zu entscheiden, denn ich wollte schon das richtige tun. Im Elternbeirat waren Leute, mit denen ich dachte nicht klarzukommen, das war mir ein Berg.

Ich fragte Gott immer wieder und wurde nicht schlauer. Eines Sonntags im Gottesdienst hat der Pastor in der Predigt was gesagt, was total auf mich passte: Er erzählte von seiner eigenen Entscheidung, wo es um einen Aufstieg im Geschäft ging und er wußte von Gott, daß er "den schwereren Weg" gehen soll, nicht die Stelle annehmen, die so leicht und easy aussah. Im Endeffekt war das richtig, denn bei der guten Stelle ging nach einem Jahr alles den Bach runter und er hätte seine Stelle verloren. Ich wußte in dem Moment, daß ich auch nicht den leichteren Wege nehmen soll, also den Kinderkleidermarkt, sondern eben den Elternbeirat mit den Leuten, mit denen ich dachte, nicht zurechtkommen zu können. Ich hatte spontan eine ganze Liste von Gründen, die dafür sprachen, die mir vorher in zwei Wochen Nachdenken nicht gekommen waren. Ich fühlte mich glücklich und wußte, was ich tun mußte. Und ich weiß genau, ich bin da am richtigen Platz und der Einsatz dort hat Vorrang vor manch anderen Dingen, auch die in der Gemeinde nötig wären zu tun.

Als es im Januar um meine Stellensuche in einer ambulanten Krankenpflegestation ging, habe ich ja zwei angeschaut an einem Wochenende und dort gearbeitet und auch überlegt wie wild, mir fiel nix ein, welche ich nehmen soll, für welche ich mich entscheiden sollte. Denn die, die mir eigentlich zusagte vom fachlichen her, hatte auch Nachteile, aber eigentlich wollte ich sie nehmen. Ich hab auch Gott gebeten um Klarheit, und als ich am nächsten Morgen aufstand, wußte ich so dermaßen klar, daß ich die andere Stelle nehmen soll, bei der ich ein paar Stunden später ein Vorstellungsgespräch haben würde. Ich hatte Frieden, ich fühlte mich super, und ich WUSSTE, was zu tun war. Ich war Gott so dankbar, denn es ist so ätzend, wenn man ins Gewühle stürzt und nicht klar sieht.

Das dritte beeindruckende Erlebnis hatte ich letzte Woche, nachdem ich hier schon tagelang geschrieben hatte wegen Julias Einschulung. Hin und her, alles abwägen und doch nichts wissen irgendwie. Gefühle hin und her, wie auch immer. Wir haben im Hauskreis gebetet, ich habs selber intensiv getan und einach meine Sorgen an Gott abgegeben und ich hatte nur noch Gedanken, keine Sorgen mehr. Ich wußte, daß sowohl mein Mann als auch ich von Gott wissen würden, was wir tun sollen.

Ich saß am Mittagstisch mit den Kindern und schaute Julia an (das war am Dienstag), ich fühlte mich plötzlich, wie wenn ich lachen müßte, glücklich und total erfüllt von Freude und Frieden und wußte, wir sollen Julia anmelden für die Schule. Ich saß da und hab einfach irgendwie genossen, weil Gott zu mir redete. Ich habs Martin gesagt, er hat sich nicht geäußert. Ich wollte auch abwarten, wie er das ganze sieht, wenn er klar sieht. Am Mittwoch war dann Elterninfoabend in der Schule und der hat alles nur noch bestätigt, sie wird angemeldet und die Sache steht.

Das letzte, was heute nacht passiert ist, ist daß Julia in ihrem Leben noch nie trocken war und heute nacht hat sie das erste Mal nicht in die Windel gemacht. Hier im Forum hab ich seit Freitag viel darüber geschrieben und das Thema ist nicht abgehakt, ich denke, daß das ein erster Schritt war, es hat mich sehr belastet (aber Julia weiß von alldem nix) und ich fing an zu beten.

Durch die tollen Erfahrungen mit Jesus bin ich so motiviert, ihn beim Wort zu nehmen und ihn zu fragen, der alles weiß und das beste für mich will, gerade bei wichtigen Entscheidungen.

Und das wollte ich einfach hier mal niederschreiben, so sieht für mich lebendiger Glaube aus. Nicht daß alles immer so ist wie hier beschrieben, aber im letzten halben Jahr habe ich das geballt erlebt, ich kenne es auch anders. Als es um die Entscheidung für Martin ging vor 10 Jahren, da hab ich nix von Gott gehört und gebetet wie wild, im Endeffekt hab ihc dann eine Entscheidung aus dem Bauch raus getroffen für ihn (und wenn er so gewesen wäre, wie ich damals dachte, dann wär das total in die Hose gegangen). Martin hatte auch eine Entscheidung getroffen, nämlich gegen mich, weil er meinte, mich nicht zu lieben "das Gefühl fehlte ihm".

Dann haben wir uns getrennt und ein halbes Jahr später kam er wieder und wollte mich haben. Dann gings nach vorne los. Aber ich hatte in der Zwischenzeit viel gelitten und immer an Martin festgehalten, ich konnte ihn nicht loslassen. Ich konnte ihn auch nicht Gott geben, ihn abgeben um selbst frei zu werden von Schmerz.

Irgendwann nach fast einem halben Jahr konnte ich plötzlich sagen : "Jesus, nimm Du Martin, ich will ihn loslassen, mach was Du willst, ich möchte, daß Du mein Herz gesund machst und den Schmerz und die Verletzung nimmst.". Ihc wollte damals nach Guatemala gehen als Krankenschwester, weg von hier, habe aber komischerweise eine Absage dort bekommen, obwohl wir schon darüber geredet hatten. Ich fand das komisch damals. Und kurz drauf kommt Martin zurück, wie als wenn Gott auf den Zeitpunkt gewartet hat, daß ich ihm vertraue und ihn machen lasse.

Jetzt ist das hier total viel geworden, und wer das gelesen hat, vor dem ziehe ich den Hut, wen ich gelangweilt habe, der hat schon nach zwei Zeilen aufgehört, das ist egal. Aber mir war es heute irgendwie so, das erzählen zu müssen, weil ich glücklich bin. Und weil ich so froh bin, daß Gott mit mir ist und ich mit ihm eine richtige Beziehung haben kann. Wie jeder Mensch auf der Welt....

Alles Liebe Euch und vielleicht ermutigt es ja den einen oder anderen, es auch mal zu probieren mit dem da oben.

christine
 

AndreaLL

Fernsehbeauftragte
5. Mai 2002
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Niederrhein
AW: Ich bin so dankbar, Gott gegenüber...und das will ich hier mal schreiben

Liebe Christine, :herz: :bussi: für dich, und ich bewundere dich für die Ruhe, die aus deinen Zeilen spricht. Für das Gefühl des "Angekommenseins".

Liebe Grüße, Andrea
 

Bienski

die Tante aus dem Busch
22. März 2002
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AW: Ich bin so dankbar, Gott gegenüber...und das will ich hier mal schreiben

Das liest sich richtig schoen und ich freue mich, dass Du auf diesem Wege Deine Antworten bekommen hast & bekommst!
:bussi:
Sabine
 

Corinna

Forenomi
22. November 2003
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Im wunderschönen Irland
kindersegen.sebjo.de
AW: Ich bin so dankbar, Gott gegenüber...und das will ich hier mal schreiben

:bussi:

Diese "Zwiesprache" die du mit Gott hälst, halte ich mit meinem Papa, seit er vor knapp vier Jahren verstarb...

Und mir ist dann ähnlich "alles klar" wie dir und ja, es ist ein unglaublich befreiendes Gefühl!

Ich freue mich so sehr für dich mit!!!

:bussi:
 

Cornelia

Ex-Exilfriesin
6. Januar 2003
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4-Täler-Stadt
AW: Ich bin so dankbar, Gott gegenüber...und das will ich hier mal schreiben

Vor mir auch nicht ;-)

Für mich wars interessant, weil ich zum 1. Mal gelesen hab, wie es ist, wie ein Gläubiger lebt und erlebt :) Bisher konnte es mir noch niemand nAhebringen.

Schön, dass du deine Kraft auf diesem Wege bekommst :bussi:
 

Fioflo

Herzilein
13. Januar 2004
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im schönen Schwabenland
AW: Ich bin so dankbar, Gott gegenüber...und das will ich hier mal schreiben

Liebe Christine,

:herz: ich herze Dich auch und freue mich total an Deinen Erlebnissen.
Du bist mir wie eine Schwester, das sind wir ja in gewissem Sinne auch, Schwestern in unserem liebenden und mächtigen Gott.
Dein Gefühlschaos kenne ich auch, wer kennt das nicht...
Und die Antworten von oben auch. Ich freu mich über so viele eideutige Antworten bei Dir und Euch in der Familie in den letzten Wochen!
Klasse, trittst Du denn Job nun an?
Und ebenso klasse mit der Schule. Wir haben für Fiona ja genauso entschieden, und nun halte ich mich auch daran fest, dass es so richtig ist.
Ich selbst erfahre Gott auch so, dass er mich vorbereitet auf manche Dinge. So ein Gefühlschaos ist auch wichtig, um alles zu durchleben und zu durchdenken. Das ist ein Weg, der nach der Entscheidung dann umso schöner und befreiter ist.
Ansonsten fehlen mir die Worte um diesen Frieden und diese Ruhe zu beschreiben, den Jesus einem gibt.
Ich denke, Gott ist ein souveräner Gott, ein Gentleman, der sich einem nicht aufdrängt, einen versteht und mit seinen Augen führen will, wenn wir das möchten.
Liebe Annie, Du hast nichts zu verlieren, wenn Du es ausprobieren möchtest.
Einen schönen Sonntag Euch allen noch
wünscht Bianca
 

Fioflo

Herzilein
13. Januar 2004
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im schönen Schwabenland
AW: Ich bin so dankbar, Gott gegenüber...und das will ich hier mal schreiben

Mir fällt noch en ganz schönes Lied zum Thema "Gott macht den Weg" ein:

God Will Make A Way
Words and music by Don Moen
Proverbs 3:6
"In all thy ways acknowledge him, and he shall direct thy paths. "

musicline01.gif


        • God will make a way,
          Where there seems to be no way
          He works in ways we cannot see
          He will make a way for me
          He will be my guide
          Hold me closely to His side
          With love and strength for each new day
          He will make a way, He will make a way.
          By a roadway in the wilderness, He'll lead me
          And rivers in the desert will I see
          Heaven and earth will fade
          But His Word will still remain
          He will do something new today.

          God will make a way,
          Where there seems to be no way
          He works in ways we cannot see
          He will make a way for me
          He will be my guide
          Hold me closely to His side
          With love and strength for each new day
          He will make a way, He will make a way



          von dieser Seite:
http://my.homewithgod.com/heavenlymidis2/makeaway.html


:winke:


 

christine

Weltreisende
6. Juni 2002
8.771
1
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stuttgart
AW: Ich bin so dankbar, Gott gegenüber...und das will ich hier mal schreiben

@ Bianca: Ich hab den Job jetzt schon seit drei Wochen, zwei Mal hab ich gearbeitet und nächstes Wochenende wieder.

@all: Ich freu mich, daß Ihr es gelesen habt, wie gesagt, es ist für mich nicht selbstverständlich, vor allem, wenn man gar nix damit am Hut hat.

Ich persönlich bin trotz allen Glaubens ein kopfgelenkter Mensch, der nicht ständig in Ekstase rumläuft ;-), aber ich kenne viele Gefühle, die durch meinen Glauben entstehen.

Und das wichtigste Gefühl für mich ist, das aus der Bibelstelle kommt:

Johannes 14,27
(Jesus sagt zu seinen Jüngern)
Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht
und

Philipper 4,7

und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus

nämlich der Friede Gottes. Weil ich jemand bin, der sehr unruhig sein kann. Ich hatte eine Jugendliebe über ein paar Jahre, die sehr enttäuschend war und ich hab nach wiederholtem Ende wirklich über Selbstmord nachgedacht. Naja, nicht wirklich, aber wie es wäre, jetzt aus dem Fenster zu springen. Und ich hab mich ganz furchtbar alleine und verlassen und mies gefühlt. Ich hatte den letzten Satz an der Wand stehen und ließ ihn auf mich wirken.

Ein Vers vorher steht:

Und sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden

Sprich, alle Sorgen wegschmeißen, Gott bitten um Hilfe, Flehen (mit ganzem Herzen und Glauben) und gleichzeitig auch mit einem dankbaren Herzen, danken dafür, daß man an Hilfe glaubt und an Gottes Versprechen.

Ich hab das irgendwie getan, ich hatte keine Beziehung zu Gott bis dahin, ich hab nie mit ihm geredet geschweige denn richtig geglaubt, daß er existiert, aber nachdem ich das getan hatte, hab ich mich wie noch nie vorher in meinem Leben friedlich gefühlt. Ich war überwältigt. Sowas hatte ihc nicht erwartet. Es hatte sich nichts um mich herum getan, aber in mir.

Das war eins meiner ersten Erlebnisse mit Gott und daran erinnere ich mich gerne, denn das war nur ein winzig kleiner Anfang.

Wir haben als Trauvers "… denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, es ist Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist.« (Röm 14,17), eben weil dies mein und unser Leben so durchzieht.

Ich bin auch kein Mensch, der morgens betet, was er anziehen soll oder vor jedem Einkauf, daß er die reduzierte Ware entdeckt, aber ich bin im ständigem Gespräch tagsüber mit Jesus. Und manchmal lenkt er meinen Blick auf wichtige Dinge und ich hab das Gefühl, dafür sollte ich mal so "richtig" Zeit mir nehmen, singen, beten, hinsitzen, rumlaufen, rufen, hören, was weiß ich, halt wie wenn ich mich mit Euch treffen würde zum Gespräch.

Und dann tut sich oft nix. Außer, daß ich gesegnet bin und mich gut fühle und getragen, aber nicht immer krieg ich (gleich) oder überhaupt eine "Antwort". Das muß man lernen, das Hören, das Reden, das Leben mit Gott. Ich bin jetzt seit 1993 entschiedene Christin und in den Jahren ist viel passiert.


Und manchmal bin ich ziemlich lahm und manchmal ziemlich heiß, und anscheinend ist grad ein kleines Feuer wieder mal entzündet worden und ich hab mich mal auf den Marktplatz gestellt!! ;-)

christine