Einstieg in die Beikost verpassen?

A

anniroc

Hallo,

das Babyernährungsforum ist zwar zu, aber vielleicht kann mir trotzdem jemand einen Rat geben.

Also Ronja zeigt jetzt schon gesteigertes Intresse am Essen. Sie packt sofort an die Teller wenn man sie auf dem Schoß hat, vefolgt jeden Bissen der zum Mund geht usw.

Einen heimlich ergrapschten Babykeks hat sie aufgesubbelt :ochne: und zum Glück auch vertragen.

Ich finde es allerdings noch zu früh für Beikost und wollte 6 Monate voll Stillen. Jetzt hab ich aber schon öfter von anderen gehört, wenn sie dann mal nicht das Intresse verliert, da hast du nachher nur Probleme!

Ist da was dran, kann man den Zeitpunkt verpassen? Oder ist das ein Gerücht?

Corinna
 

Röschen

Gehört zum Inventar
18. August 2004
16.279
0
36
östlicher Wetteraukreis
AW: Einstieg in die Beikost verpassen?

Hallo Corinna,

bei Erne war es ähnlich, der hat beim Essen so gestiert, dass ich es dann einfach mal mit vier Monaten probiert hab und er Brei bekam - den aus den Gründen, die ich auf Utes Seite gelesen habe.

Satt wurde er nämlich durch meine Milch nicht mehr, auch wenn ich ja soooo fest vor hatte, auch 6 Monate voll zu stillen.

Liebe Grüße

Rosi,
die hofft, etwas helfen zu können.
 

Connie

Mary Poppins
19. April 2005
7.727
523
113
46
Guiching
AW: Einstieg in die Beikost verpassen?

Hallo,

Anna hatte diese Anzeichen auch recht früh, ich hab mir aber eingebildet dass ich wegen Allergieschutz etc. noch nicht soll/muss. Gewichtsmäßig war sie ordentlich dabei, von daher war ich "im Recht" ;)

Aber es war dann schon ein Zirkus, im Nachhinein betrachtet. Ab dem sie 6 Monate alt war gabs dann die ersten Gemüsebreichen, aber sie hat dann fast 3 Monate gebraucht bis sie den Brei als Nahrung akzeptiert und mehr als 3-4 Löffelchen pro Mahlzeit gegessen hat.

Sonja hab ich jetzt bei sehr ähnlichen Anzeichen Mitte des 5. Monats angefangen zuzufüttern, zwar mit einem blöden Bauchgefühl aber es war nicht anders machbar.
Es gab halt erst zwei Wochen nur Kürbis und ab da Kürbis-Kartoffel, aber ihr schmeckts, sie verträgts, und nach 4 Wochen aß sie schon fast 140 g mittags...

Also aus meiner Erfahrung würde ich sagen wenn Ihr nicht ein gesteigertes Allergierisiko habt, probier es aus...

LG,
 

Hedwig

Sternenfee
30. Dezember 2003
14.664
33
48
AW: Einstieg in die Beikost verpassen?

Ergänzung: http://www.babyernaehrung.de/marktplatz.htm

Wenn Säuglinge und Kleinkinder nicht Essen wollen ....


Fütter- und Essstörungen immer häufiger

(aid) - Störungen im Essverhalten bei Säuglingen und Kleinkindern sind keine Seltenheit und nehmen nach Beobachtungen von Kinderärzten und Psychologen in den letzten Jahren immer mehr zu. Etwa 15 bis 25 Prozent aller gesunden Säuglinge leiden an frühkindlichen Fütter- und Essstörungen, noch häufiger sind Kinder mit schweren Entwicklungsstörungen oder Stoffwechselstörungen sowie Frühgeburten betroffen. Das berichteten Experten anlässlich eines interdisziplinären wissenschaftlichen Symposiums des Kinderzentrums München. Fachleute sprechen von Fütterstörungen, wenn Babys die Aufnahme von Beikost über den Löffel strikt verweigern oder wenn Zweijährige Mahlzeiten willentlich erbrechen oder ganze Mahlzeiten über mehrere Tage ablehnen. Bei den Eltern lösen solche Verhaltensauffälligkeiten der Kinder Unsicherheit, Panik, Angst und große Sorge um die gesunde Entwicklung der Kinder aus. Ein wichtiges Kriterium für die Entscheidung, ob es sich nur um eine ungefährliche vorübergehende Essunlust der Kinder oder eine krankhafte Essverhaltensstörung handelt, ist die alters entsprechende Entwicklung der Kinder. Sobald das Risiko einer Gedeih- und Entwicklungsstörung besteht, ist die Behandlung, die Kinder und Eltern umfassen sollte, durch Experten wie Ärzte, Psychologen, Pädagogen und anderen nichtmedizinischen Therapeuten notwendig. Das bundesweite Angebot an frühpräventiver Elternberatung und ambulanten und stationären Behandlungsangeboten ist allerdings gering. Eine Adressenliste von Kliniken und Ärzten, die sich speziell um Säuglinge und Kleinkinder sowie deren Eltern mit auffälligem Essverhalten kümmern sowie hilfreiche Tipps, gibt es im Expertenforum "Kinderernährung" auf www.was-wir-essen.de unter dem Thema "Essprobleme bei Kleinkindern". In diesem Forum beantworten Experten individuell Fragen. Darüber hinaus haben Eltern im Diskussionsforum "Gesund essen" die Möglichkeit, sich mit anderen Eltern auszutauschen, über eigene Erfahrungen und Probleme zu berichten.
aid, Maren Krüger


Kommentar zu diesem Artikel

Die Zahlen sind erschreckend und hoffentlich informieren sich Kinderärzte, Hebammen und sonstiges Ernährungsberater/innen entsprechend dazu. Die Verweigerung von Löffelkost ist ein von mir häufig beobachtetes Phänomen. Ich bringe es überwiegend mit dem zu späten Einsatz der Löffelkost in Verbindung. Viele ungezählte Eltern haben sich die letzten Jahre über e-mail, mein Forum und persönlich über befreundete Ärzte und Hebammen zum Thema Löffelverweigerung bei mir gemeldet. Zu 99 % haben sie alle eins gemeinsam. Sie sind entweder sehr lange (6 Monate und länger) voll gestillt worden oder sind durch Unwissenheit und Situationen wie Kind abends müde zur bequemen Milchbreiflasche und Gemüse-Kartoffelbreiflasche gekommen. Das Löffeln lernen wurde am Ende immer wieder hinausgezögert, mal zahnte das Kind, mal fieberte es wegen einer Impfung oder einem Infekt, und immer war es so einfach das Kind mit der Breiflasche satt zu bekommen. Selten gab es auch das Problem, dass vor guter Beikost bittere Medizin vom Löffel verabreicht wurde und das Kind so lernte den Löffel zu verweigern. Stillenden werden von Stillberaterinnen (die übrigens äußerst selten Ernährungsfachleute sind) aufgemuntert noch länger und noch mehr zu Stillen, auch wenn die Mütter um Rat suchten weil ihr Kind sehr neugierig auf das Familienessen geworden ist. In vielen gängigen LLL-Foren (Stillforen) kann man geradezu Warnungen lesen ja nicht mit der Löffelkost zu beginnen. Die härtesten Verweigererkinder die mir "begegnet" sind, sind übrigens Stillkinder. Bisher glaubte ich, aufgrund meiner Seite landen ausgerechnet diese verzweifelten Eltern bei mir. Und mit Entsetzen las ich deshalb das 3 bis 4 von 10 Kindern Essprobleme haben.

Meine Empfehlung für die Säuglingszeit ist und bleibt die Entwicklung des Kindes und seinen Bedarf den es deutlich zeigt als Parameter für die Beikosteinführung zu nehmen. Nicht nach 6 Monaten oder mit 4 Monaten beginnen - sondern individuell. Nach meiner Erfahrung beugt das Ernährungsstörungen vor, denn davon bin ich überzeugt, viele sind schlicht hausgemacht.
 

Alina

Selfie Queen
29. März 2003
25.009
74
48
37
AW: Einstieg in die Beikost verpassen?

Ich glaub das ich damals bei Josy auch den richtigen Zeitpunkt verpasst habe, denn später wollte sie nicht mehr :-? Und ich hatte nur "Probleme" Johanna zeigt jetzt auch schon zeichen, aber ich warte noch bis sie wirklich 4mon. alt ist...

lg
 
A

anniroc

AW: Einstieg in die Beikost verpassen?

Hallo,

oh das klingt ja wirklich nach Beikost. Ronja erfüllt so ziemlich alle Merkmale und ein Allergierisiko hat sie auch nicht.

Ich denke ich kaufe am Montag mal was ein und teste mal ein paar Löffelchen.
Ich kann ja gaaaaaanz langsam einsteigen. Ich glaube Ronja ist eh eine von der schnellen Truppe, sie bewegt sich auch schon rücklings durch das ganze Wohnzimmer und räumt den CD ständer aus :hahaha:.

Ich danke euch und werde berichten, was Ronja vom Essen hält.

Ich glaub ich hab sogar ein Probeglas Möhrchen von Hipp bekommen, da könnt ich ja schon vorher testen.

Corinna