Eingewöhnung im Kindergarten

  • Themenstarter Themenstarter CJL
  • Beginndatum Beginndatum
C

CJL

Hallo,

ich bin momentan etwas verunsichert, was die Eingewöhnung im Kindergarten betrifft. Ich kenne es von vielen Kindergärten so, dass ein Elternteil beim Kind die ersten 2 bis 3 Tage dabei bleibt für 1 bis 2 Stunden und dann verläßt man gemeinsam den Kindergarten. Danach bleibt das Kind ohne Elternteil im Kindergarten alleine für mehrere Stunden alleine.

Wir hatten es heute so, dass ich meine Kleine dorthin gebracht habe und waren gemeinsam in der Gruppe. Einige Minuten lief meine Kleine nirgendswo hin, sondern blieb ziemlich ginant in meiner Nähe. Auf den Wunsch der Erzieherin zu ihr zu kommen reagierte sie gar nicht. Typisches Fremdeln war an der Ordnung - ihr seid mir alle fremd, ich bleibe noch lieber ein bisschen bei meiner Mama, bis ich komme. Dann sagte die Erzieherin nach noch nicht einmal 10 Minuten dabeisein, ob ich mich nicht mal von meinem Kind langsam verabschieden will. Ich verabschiedete mich °(innerlich kochend gegenüber der Erieherin), ging durch die Gruppentür und lauschte, was passierte. Maximal eine Minute schrie sie, bis sie sich beruhigt hatte. 1,5 Stunden blieb sie in der Gruppe, bis ich sie abholte. Die Kinder sind alle in ihrem Alter oder jünger. Hat ja alles wunderbar geklappt und ihre Mutti müßte ja eigentlich zufrieden sein.
Es wurde rein gar nichts über die Art der Eingewöhnung verabredet. Zwar wie lange das Kind da langsam mit seinen Stunden anfängt, aber das war es. Jede Tagesmutter in meiner Umgebung besteht darauf, dass man die ersten zwei drei Tage mit dabei ist. Erst dann darf man abschwieren.

Wäre für Tipps dankbar.

LG,
Calli
 
Hallo,

Gianluca ist ja seit Anfang März im Kindergarten. Bei uns war es so, dass wir einen Mittag kommen durften (Kinder mit Eltern). Da wurde allerdings nur alles durchgesprochen, d.h. die Kinder waren nicht im Kindergartengeschehen integriert.

Dann wurde ein Tag (nur nachmittags, wenn nicht so viele Kinder da sind) vereinbart, an dem er den kompletten Februar schnuppern durfte.
Ich habe ihn allerdings auch nur "abgeliefert" und bin dann wieder gegangen. Hat super geklappt, weil er schon total heiß auf den Kindergarten war.

Als es dann richtig losging, gab es in der zweiten Woche eigentlich jeden Morgen ein Geschrei (was allerdings lt. Erzieherin nach 1-2 min. vorbei war). Und jetzt nach 4 Wochen hat er sich schon total eingelebt und schon richtige Freunde gefunden. :bravo:

So wars bei uns, wobei ich denke, dass es überall anders gehandhabt wird.

Kannst du nicht mal mit den Erzieherinnen reden? Unsere legt auch Wert darauf, dass man ihnen sofort mitteilt, wenn etwas schiefläuft.

Ich wünsche dir viel Glück und eine schöne, streßfreie Kindergartenzeit.

Liebe Grüße Caro :)
 
Hallo Caro,

so kenne ich dies auch bei Kindern, die 3 oder 4 Jahre alt sind.

Vergass beizufügen, dass meine Kleine kurz vor dem zweiten Geburtstag steht. Deswegen bin ich ja etwas verunsichert.

Bei der Anmeldung mehrerer Kindergärten habe ich mit verschiedenen Leiter/innen gesprochen, wie dies gemacht wird. Alle waren gleich und deswegen hatten wir bei dem auch ja gesagt, weil wir den Platz brauchten. Ich weiß, dass jede Erzieherin es anders handhabt - die eine ist förmlich beleidigt, wenn man das Kind alleine ohne Elternteil eingewöhnen will, die andere kann nur richtig arbeiten, wenn die Eltern nicht ständig mit Argusaugen dabei sind.

Wir haben den letzteren Typ offenbar erwischt. Ich kenne mittlerweile die Problematiken beim Fremdeln und weiß damit umzugehen. Meine Großeltern sollte auf die Kleine aufpassen. Wäre ich nach 3 Wochen da einfach so reingeschneit (so lange hatte man sich nicht gesehen), Kind abgeliefert, und Tschüss, kennen wir das Geschrei nach Mama. Da ich dieses Geschrei kenne, hatte ich meine Großeltern einen Tag vorher eingeladen, eine Stunde wurden die Großeltern skeptisch beobachtet und dann wurden die Großeltern als Bereicherung angesehen. Am nächsten Tag war ich eine halbe Stunde mitdabei und dann Tschüß. Es brauchen nur zwei drei Wochen dazwischen zu liegen und schon sind ihr vertraute Personen fremd.

Jetzt 10 Minuten in wildfremder Umgebung, wildfremde Betreuungspersonen, Mama Tschüß, vorher nicht mit irgendetwas vertraut gemacht und alles lief wie am schnürchen. Als ich vorbei kam war die Kleine mit den Kindern am toben. Ich frage mich, wann ich die Rechnung präsentiert bekomme. In einem Monat, wenn die Eingewöhnungszeit vorbei ist und alles laufen muss?

Es ist Zuckerbrot und Peitsche - auf der einen Seite ist man glücklich ein Kind zu haben, dass sofort per Knopfdruck einen nicht braucht und ohne Probleme in einer fremden Umgebung zurecht kommt, kann die Zeit genießen, auf der anderen Seite muppelt man über die Lage, weil man doch angeblich sein Kind kennt, jetzt als Gluckenmutter abgestempelt wird, obwohl ich dies laut Aussage des Umfeldes gar nicht bin. Ich freue mich, dass sie selbständig ist, so klasse damit zurecht kam, habe jedoch Angst, wenn man sich einmal daran als Mutter gewöhnt hat, alles aus den Fugen gerät. Und dabei haben wir noch einige Tage erst vor uns.

LG,

Calli
 
Hallo Calli,

Marie ist seit Dezember letzten Jahres im Kindergarten. Damals war sie 18 Monate alt.

Und bei uns lief es so ab, wie Du es dir vorgestellt hattest. Beim ersten Mal war ich eine Stunde mit ihr da, und die nächsten beiden Male 1,5 Stunden. Dann war sie mal für eine Stunde alleine da, was auch sehr gut geklappt hat. Dann 2 Mal für 1,5 Stunden.

Als der erste offizielle KiGa-Tag da war hatten wir auch keine Probleme und bis heute freut sie sich jeden Morgen schon wenn wir nur in die Straße einbiegen, in der der KiGa ist.

Ich finde es, ehrlich gesagt, unmöglich, wenn die Erzieherinnen die Kinder einfach so ins "kalte Wasser werfen"! Die armen müssen sich da ja total verlassen fühlen. Woher soll da das Vertrauen kommen?

Liebe Grüße

Silvia
 
Zurück
Oben