Gedichte & Gedanken Die beiden Hände

Kathi

Dino
Dieses Gedicht haben wir zum Abschluss unseres PEKiP-Kurses von der Kursleiterin bekommen. Und ich bin hin und weg.

Die beiden Hände

Es sagte einmal die kleine Hand zur großen Hand:
Du große Hand, ich brauche dich,
weil ich bei dir geborgen bin.
Ich spüre Deine Hand,
wenn ich wach werde und wenn du bei mir bist,
wenn ich Hunger habe und du mich fütterst,
wenn du mir hilfts, etwas zu greifen und aufzubauen,
wenn ich mit dir meine ersten Schritte versuche,
wenn ich zu dir kommen kann, weil ich Angst habe.
Ich bitte dich: Bleibe in meiner Nähe und halte mich.

Und es sagt die große Hand zur kleinen Hand:
Du kleine Hand, ich brauche dich,
weil ich von dir ergriffen bin.
Das spüre ich,
weil ich viele Handgriffe für dich tun darf,
weil ich mit dir spielen, lachen und herumtollen kann,
weil ich mit dir wunderbare Dinge entdecke,
weil ich deine Wärme spüre und dich lieb habe,
weil ich mit dir zusammen wieder bitten und danken kann.
Und ich bitte dich: Bleibe in meiner Nähe und halte mich.

(Nach Gerhard Kiefer)
 
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