Betaisodona. Frage zur Gebrauchsinformation

La Bimme

La Bimme

Leseratte
Moderatorin
28. März 2002
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Hallo Leonie (oder Florence, falls Du´s auch liest),

habe bei meinem kürzlichen Posting zum Thema Behandlung von Schürfwunden den Rat Betaisodona zum Desinfizieren bekommen.

Habe mir das Zeug heute geholt und lese in der Packungsbeilage:

Es ist zu erwarten, dass Povidon-Jod, der Wirkstoff von betaisodona-Lösung, mit Eiweiß und verschiedenen anderen organischen Substanzen, wie z.B. Blut- und Eiterbestandteilen, reagiert, wodurch seine Wirksamkeit beeinträchtigt werden kann.
Heißt das, dass ich Schürfwunden, die ja meistens auch bluten und Eiter entwickeln, gerade wenn Erreger eingedrungen sind, mit diesem Mittel gar nicht zu behandeln brauche?
Aber andererseits wird bei der Dosierungsanleitung auch über die "antiseptishe Behandlung oberflächlicher Wunden" geredet.

Was mach ich denn nun bei den hartnäckig aufgeschlagenen Knien meines Sohnemanns, wenn mir die Wunde zu dreckig erscheint? Wann wirkt das Mittel und wann nicht?

Für Aufklärung
dankt
 
Florence

Florence

Gehört zum Inventar
10. Dezember 2002
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Velbert
Hallo Katja,
Es ist tatsächlich so, daß Povidon-Jod mit Eiweiß etc. reagiert und dann unwirksam wird. Das sieht man aber. Also: So lange das Zeug braun-gelb ist, wirkt es, wenn es farblos wird, nicht mehr. Dazu braucht es aber einiges an Eiweiß etc., bei einer kleinen Schürfwunde wirkt es gut. Da sind vor allem Anwendungen an größeren, stark nässenden oder infizierten Wunden gemeint, wie Unterschenkelgeschwüren oder so etwas. Da hab ich es auch schon gesehen, daß es schnell farblos wird. Also nicht verunsichern lassen.
Außerdem wirkt das Nässen bei Schürfwunden auch wie eine Spülung der Wunde und reinigt auch noch, das nur am Rande.
Na dann, ich wünsche Euch nicht zu oft aufgeschlagene Knie, liebe Grüße, Anke