Allgemeines zum Thema "Hauen und anderen Wehtun"

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Familie Bechberger

Schaut mal, das habe ich mal MelT geschrieben zu diesem Thema. Ich stelle es euch hier nochmal rein:

Familie Bechberger hat gesagt.:
Hallo ihr Lieben,

ich kann euch mal ein paar Auszüge aus Triple P zu diesem Thema geben:

Evt. tut ein Kind anderen weh, weil es selbst frustriert ist oder sich ärgert. Anderen weh zu tun, ist auch eine Möglichkeit um Aufmerksamkeit zu gewinnen oder zu bekommen, was man möchte. Funktioniert dies, ist es sehr wahrscheinlich, dass das Verhalten sich verstärkt.

Beobachten:
Man soll versuchen, die Probleme im Voraus zu erkennen und wenn möglich zu vermeiden. Man sollte sein Kind genau beobachten, besonders in Situationen mit anderen Kindern.

Verstärken von wünscheswertem Verhalten:
Dem Kind viel Aufmerksamkeit schenken, wenn es schön und mit anderen spielt. Mit dem Kind darüber reden, was es gerade tut z.B. " du baust aber einen hohen Turm mit diesem Bausteinen". Man soll die Kinder loben, indem man genau sagt, was einem an dem Verhalten gefällt.

Helfen die Wünsche auszudrücken:
Hat das Kind schwierigkeiten, seine Wünsche auszudrücken, soll man ihm Wörter beibringen, die es benutzen kann. Und: Das Kind loben, wenn es ein anderes Kind nett um etwas bittet.

Dem Kind sagen, was es tun soll:
Wenn ein Kind einem anderen weh tut, soll man schnell reagieren und mit der seiner Tätigkeit aufhören "Britta, hör auf Tim zu schlagen. Frage ihn ob er dir das Spielzeug gibt"- so ähnlich sollte man mit dem schlagenden Kind reden. Und: Loben, wenn das Kind das tut.

Rücksichtsvolles Verhalten üben:
Z.B. die Hand vom Kind beim Streicheln von Haaren oder Haut führen, statt zu ziehen oder hauen. Und: Loben, wenn das Kind mitmacht!

Stiller Stuhl:
Klappt es doch nicht, kann man den Stillen Stuhl anwenden:
Dem Kind sagen, was es falsch gemacht hat
Konsequenz Stiller Stuhl ausführen" Setz dich nun auf den Stillen Stuhl.
Das Kind nicht weiter beachten.
(Stiller Stuhl: Das Kind auf einen Stuhl setzen und ihm erklären, dass es hier eine Minute ruhig sitzenbleiben muss, bevor es wieder kommen darf- die Sache mit dem Stillen Stuhl, sollte man dem Kind in einer ruhigen Minute erklären, damit es in Problemsituationen weiß, was hier vor sich geht.)
Bei Kinder die über 2 Jahre alt sind und die nicht auf dem Stillen Stuhl sitzen bleiben können, müssen in die Auszeit gehen. "Du warst nicht ruhig auf dem Stillen Stuhl. Nun musst du in die Auszeit gehen".
Während der Auszeit nimmt man das Kind aus der Problemsituation (z.b. in ein Zimmer) und lässt es ebenfalls eine Minute ruhig sein. Dann darf es wieder kommen. Und: dabei bleiben, auch wenn das Kind aufgebracht und ärgerlich ist.
Danach soll das Kind seine Beschäftigung fortsetzen dürfen und dabei loben, wenn es gut klappt.

Wichtig:
kommt das Verhalten wieder vor, sollte man den Stillen Stuhl oder die Auszeit wieder andwenden (gleiches Verhalten muss gleiche Folgen haben)

Zu dem Thema zurückschlagen oder beißen:
Das tut man ja, um dem Kind zu zeigen, wie es sich anfühlt. Das kann funktionieren, ist aber keine gute Idee. Das Kind kann aufhören, einem selbst wehzutun, aber wird bei anderen Kindern weitermachen. Außerdem verwirrt man das Kind, wenn man genau das tut, was es selbst verboten bekommt.

So viel mal aus Triple P. Ihr könnt euch das auf der HP www.triplep.de mal anschauen. Da gibt es im Shop auch die "kleinen Helfer" zum bestellen, mit vielen guten Tips für jedes Alter.

Grüße Kerstin