Gedichte & Gedanken Abendstern

A

Andrea3030

Dauerschnullerer
26. Februar 2003
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HI, ich texte Euch jetzt zu mit allen meinen gesammelten Werken. :wink:

Abendstern

Abenddämmerung im Morgenlicht
Es scheint der Mond man glaubt es nicht.
Die Wolken zieh´n am Himmelszelt
Sie leben nicht in dieser Welt.
Ein kleiner Stern, er kommt und fragt:
"Was soll ich hier mitten am Tag?
Ist´s weder dunkel noch ist es Nacht,
Wer hat mich um meinen Schlaf gebracht?" "Sei nicht böse kleiner Stern!
Ich hab Dich doch so furchtbar gern,
Doch lebst Du nicht in meiner Welt
Sondern nachts am Himmelszelt.
Was ich auch tue, wohin ich geh,
Ich seh Dich nie und das tut weh.
Doch weil ich Dich so gerne mag,
Da wünscht ich mir, Du kämst bei Tag.
Der Stern erblickt ein kleines Kind,
Das Haar zerzaust vom frischen Wind.
Die blauen Augen sind voll Tränen,
Wie sehr muß sich das Kind schon grämen.
Es schämt sich seiner Selbstsucht sehr,
Doch wußt es keinen Ausweg mehr
Als alle Götter anzuflehen
Es wollt den Stern nur einmal sehen. Der Stern verstand und nickte weise,
Er dachte nach und sagte leise:
"Folge mir und hör gut zu,
Dann bett ich Dich zur guten Ruh:
Ich bin bei Dir in jeder Nacht,
Dort halt ich Deines Schlafes Wacht
Und vertreibe bis zum Morgen
Alle Deine großen Sorgen."
"Du mußt jetzt nicht mehr um mich weinen,
ich werde immer für Dich scheinen.
Sorgenfrei wirst Du erwachen
Und mit Deinem Herzen lachen.
Ich bin zwar stets in weiter Fern
So bin ich doch Dein Abendstern."
Das Kind schaut hoch und lacht zufrieden
Und ließ sich in den Schlafe wiegen.

Liebe Grüße
Andrea
 
É

Étoile

Sprachlos

Das ist ein wunderschönes Gedicht. Ich kann keine Worte finden was ich dabei gefühlt habe als ich es las.
Ich sage einfach DANKE!

Liebe Grüsse Sandy