10 Stunden Geburt im Eltern-Kind-Zentrum

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Josy

Dann schreib ich meinen Geburtstermin nach vier Monaten auch mal auf. :D


:laola:

Johannas Geburtstermin war der 22. März 2002. Da ich aber ca. 2 Wochen vorher einen stark juckenden :-( Nesselausschlag bekam und die Ärzte glaubten, dass es mit der Schwangerschaft zusammenhing, lag ich am 20. März schon im Eltern-Kind-Zentrum.
Zuerst wurde noch mit Infusionen versucht, dass der Juckreiz nachlässt. Das führte aber zu keinem Erfolg und deshalb beschlossen die Ärzte, eine Einleitung vorzunehmen.
Ich bekam am Donnerstag (21.3.) ein Zäpfchen und kurz darauf schon Wehen so ähnlich wie bei Regelbeschwerden. Sie quälten mich den ganzen Tag lang, bewirkten aber am Muttermund gar nichts.
Am Abend bekam ich dann eine Spritze damit ich besser schlafen konnte.
Um 2.00 Uhr in der Früh hatte ich dann einen Blasensprung und ich kam in das Wehenzimmer. Die Wehen hielten sich noch in Grenzen, aber der Muttermund öffnete sich schon. :prima:
Mein Mann kam dann um 4.00 Uhr in der Früh dazu. Er war noch ganz verschlafen und sagt mir heute noch, dass er immer noch das Bild vor Augen hat, als er zur Tür reinkam und ich hüpfend am Medizinball saß. Hi, hi, super Vorstellung. :lol:
Um 8.00 Uhr war dann der Muttermund schon offen. Ich muß ja dazu sagen, dass ich, glaube ich zumindest, die ganze Zeit in der Badewanne gelegen bin und ich es supertoll da drinnen fand. Es war für mich soooo entspannend. Ich glaube, dass ich sicher zwei Stunden drinnen saß.
Meine Hebamme sagte dann zu mir, dass ich schon pressen könnte. Ich verspürte aber noch gar keinen Pressdrang und dachte mir schon, dass da irgendwas komisch ist. :???:
Meine Hebamme holte dann noch eine andere Hebamme dazu (war sogar die „Chefhebamme“) und die sagte uns, dass ich aus der Wanne raus solle, weil Johanna noch nicht im Geburtskanal ist und die Wehen nicht sehr viel bewirken würden. :nein:
Na toll! Aus der Traum von einer Wassergeburt.
Dann kamen erst die starken Schmerzen. Ich wusste nicht wie ich liegen sollte. Ich bekam dann auch schon Presswehen und durfte aber noch nicht mitpressen. Das war für mich eigentlich am schlimmsten.
Wolfgang (mein Mann) war auch schon total fertig, weil er mir so gern helfen wollte, aber nicht wusste wie. Er hat dann immer meinen Fuß gehalten, als ich auf der Seite lag, damit Johanna besser runterrutschen konnte. Einmal hab ich sogar Tränen in seine Augen gesehen. Ich muß auch dazu sagen, dass ich ihn einmal ganz herzzerreißend angesehen habe und ihn angefleht habe, er soll mir doch bitte helfen, egal wie. :help: Eine Frau greift dann wahrscheinlich zu allen Mitteln, nur damit es endlich aufhört. :wink:
So ging das dann von ca. 8.00 Uhr in der Früh bis ungefähr 11.00 Uhr. Es ist dann auch schon ein Arzt gekommen und hat sich das Ganze mal angesehen. Ich war schon total fertig, weil ich endlich wollte, dass Johanna da ist. Dann kam die Saugglocke ins Gespräch. Mir war aber zu diesem Zeitpunkt alles egal. Hauptsache das Ganze hörte endlich auf.
Der Arzt sagte dann immer zu mir „eine Viertelstunde noch“. Das Ganze sagte er, glaube ich, fünf Mal. Dabei verging die Zeit sooo schrecklich langsam.
Dann hat es plötzlich geheißen, dass ich pressen darf. Das war wie eine Erlösung für mich. Schmerzen hab ich eigentlich ab diesem Zeitpunkt keine mehr gespürt. Medikamente oder so hab ich aber keine bekommen. Es war einfach nur gut, dass endlich wieder was weiterging.
Dann ist ein Arzt rechts von mir (er hat mir immer mit einem Waschlappen das Gesicht abgewischt :-) ), ein Arzt links von mir (der hat mir immer Wasser zum Trinken gegeben :jaja: ), eine Hebamme hielt den rechten Fuß und die andere den linken. Mein Mann stand bei den Hebammen, damit er Johanna gleich sehen kann. Ich durfte auch den Kopf fühlen, obwohl es mir in diesem Moment eigentlich ziemlich egal war. Es hat mich nur gewundert, dass er so weich war.
Die Hebamme hat immer meinen Damm massiert. Was sehr erfolgreich war, denn ich bin nicht gerissen und musste auch nicht geschnitten werden!!! :bravo:
Um 11.43 Uhr war JOHANNA dann da :birthday: !!!!! Wir konnten es am Anfang gar nicht glauben. Sie wog 3.715 g und war 52 cm gross. Und sie hatte sooooo viele Haare.
Wir wurden dann mit der Maus allein gelassen und haben alle drei gleich mal etwas gekuschelt.
Für mein Empfinden glaube ich, dass es wahrscheinlich eine ziemlich normale Geburt war. Ich freu mich heute schon, wenn unser zweites Baby vor uns liegt!!!! :-o
 
"Dann kam die Saugglocke ins Gespräch. Mir war aber zu diesem Zeitpunkt alles egal. Hauptsache das Ganze hörte endlich auf.
Der Arzt sagte dann immer zu mir „eine Viertelstunde noch“. Das Ganze sagte er, glaube ich, fünf Mal. Dabei verging die Zeit sooo schrecklich langsam."

Hallo, Daniela,

diese paar Sätze hätten von mir sein können... :jaja:

Ich habe das Trauma Geburt immer noch nicht verarbeitet, aber irgendwann wird es hoffentlich so weit sein und dann werde ich auch mal berichten.

Alles Liebe euch dreien!
 
Hallo Ilb!

War die Geburt sehr schlimm? Dein Baby ist ja schon 10 Monate und du denkst noch immer mit Entsetzen :o zurück?
Oh je. Drück dich mal :tröst:
Hoffe für dich, daß du uns bald den Geburtsbericht schreiben kannst!

Liebe Grüße aus Österreich! :winke:
 
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