Was zum Lachen

Dieses Thema im Forum "Scherzkekse" wurde erstellt von Fabienes Mama, 18. Oktober 2013.

  1. Fabienes Mama

    Fabienes Mama Gehört zum Inventar

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    Auto fahren macht Spaß. Am meisten Spaß
    macht
    Essen im
    Auto.
    Deswegen besitze ich diese erhöhte
    Affinität
    zu
    Drive-In-
    Schaltern, speziell in meinem
    Lieblings-Fast-Food-Restaurant. Das
    Vergnügen an dieser Self-Service-Version
    des
    Essens
    auf
    Rädern
    wird allerdings erheblich durch die
    Qualität
    der
    Gegensprechanlage
    gemindert. Gegensprechanlage? Meine
    Überzeugung nach
    hat sie
    diesen Namen deshalb bekommen, weil sie
    völlig gegen
    das Sprechen
    ausgelegt ist.

    "Hiere Bechelun hippe!" knarzt es
    mir aus
    dem
    Lautsprecher
    entgegen Sounds like Schellackplatte. Aus
    Erfahrung
    allerdings
    weiss ich, dass die Stimme (männlich?
    weiblich? ...
    wohl eher
    männlich?) am anderen Ende dieses
    Dosentelefons sich
    soeben nach
    meiner Bestellung erkundigt hat.

    Jetzt einfach zu bestellen, wäre mir zu
    langweilig.
    Demzufolge
    stelle ich zuerst eine Frage:

    "Haben sie etwas vom Huhn?"

    Aus dem Lautsprecher ertönt ein schwer
    verständliches
    Wort, das
    aber eindeutig mit "...icken"
    endet. Ich
    antworte: "Später
    vielleicht, zunächst möchte ich etwas
    essen."

    Etwas lauter tönt es zurück:
    "CHICKEN!"

    Ich kann es mir nicht verkneifen:
    "Nein,
    ich
    würde
    es gleich
    selbst abholen."

    Eine kurze Pause entsteht, ich stelle mir
    belusticht
    die genervte
    Visage des McKnecht vor. Als die
    Sprechpause
    zu lang
    werden droht,
    sage ich: "Ach so, Sie meinen Chicken!
    Nö, lieber
    doch nicht.
    Haben sie vielleicht Presskuh mit
    Tomatentunke in
    Röstbrötchen?"

    "Hamburger?" fragt mein
    unsichtbares
    Gegenüber zurück. Der
    Wahrheit entsprechend erwidere ich:
    "Nein, ich
    bin
    von hier. Aber
    hat das denn Einfluss auf meine
    Bestellung?"

    "Wol-len Sie ei-nen
    H-a-m-b-u-r-g-e-r?"

    "Jetzt beruhigen Sie sich mal! Ja, ich
    nehme
    einen."

    "Schieß?"

    "Stimmt, hatte ich nach der letzten
    Mahlzeit
    hier.
    Mittlerweile
    ist meine Darmflora allerdings wieder
    wohlauf, ich
    denke, ich kann
    es erneut riskieren."

    Der Stimminhaber beginnt mir ein wenig leid
    zu tun. Er
    kann ja
    nichts für den Job. Aber ich ja auch nicht
    ......

    "Ob Sie KÄÄÄSE auf dem Hamburger
    möchten!?"

    "Ah ja, gern. Ich nehme einen
    mittelalten
    Pyrenäen-Bergkäse, nicht
    zu dick geschnitten, von einer Seite leicht
    angeschmolzen."

    Ob die nächste Ansage aus dem Lautsprecher
    "Sicher
    doch"
    oder "Arschloch" lautet, kann ich
    nicht
    exakt
    heraushören.

    Deutlicher jedoch erklingt nun: "Was
    dazu?"

    "Doch, ja. Ich hätte gerne diese
    gesalzenen
    frittierten
    Kartoffelstäbchen."

    "Also Pommes?"

    "Von mir aus auch die"

    "Groß, mittel, klein?"

    "Gemischt. Und zwar jeweils genau zu
    einem
    Drittel
    große, mittlere
    und kleine."

    "WOLLEN SIE MICH EIGENTLICH
    VERARSCHEN?"

    Diese, wiederum sehr laut formulierte
    Frage,
    verstehe
    ich klar und
    deutlich. Sie verlangt eine ehrliche
    Antwort:
    "Falls das die
    Bedingung ist, hier etwas zum Essen zu
    bekommen: Ja,
    also: Machen
    wir weiter?"

    Die Stimme schnauft kurz und fragt:
    "Gut, gut.
    Etwas zu den
    Pommes?"

    "Ein schönes Entrecôte, blutig und ein
    Glas
    1996er
    Spätburgunder,
    bitte"

    "ICH KOMM DIR GLEICH RAUS UND GEB DIR
    BLUTIG!!!"

    "Machen Sie das, aber verschütten Sie
    dabei bitte
    nicht den Wein."

    "Schluss jetzt, Schalter zwei, vier
    Euro
    fünfzehn!"

    Schon vorbei. Gerade, als es anfängt,
    lustich
    zu
    werden. Aber ich
    habe noch ein As im Ärmel. Ich zahle mit
    einem 200-
    Euroschein. "Tut mir leid, aber ich
    hab's
    nicht grösser."

    PIEP!... Freundlich werde ich ausgekontert:
    "Kein
    Problem."

    Mit kaltem Blick lässt ein bemützter Herr
    mein
    Wechselgeld auf den
    Stahltresen klappern.

    Nicht mit mir, Freundchen! Ich will den
    Triumph! Zeit
    also fürs
    Finale: "Kann ich eine Quittung
    bekommen?"
    fragte ich
    überfreundlich. "Ist ein
    Geschäftsessen."
     

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