Warum dritte Beikostmahlzeit am Nachmittag und nicht morgens?

Dieses Thema im Forum "Rund um Babys Ernährung" wurde erstellt von Maja, 22. März 2012.

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  1. Hallo miteinander,

    ich bin noch neu hier und habe gleich mal eine Frage.

    Meine kleine Tochter ißt inzwischen zwei Beikostmahlzeiten gut und gerne (mittags Gemüse-Fleisch-Brei, abends Getreide-Obst-Brei). Nun will ich die dritte Beikostmahlzeit einführen. Ansonsten stille ich noch.

    Hierbei frage ich mich, warum diese am Nachmittag eingeführt werden soll? Überall wird das so empfohlen, aber nirgendwo steht warum...?!

    Warum gibt es die dritte Mahlzeit nicht morgens?
    Gibt es da einen Grund, der mit der Milchbildung hinsichtlich des Abstillens zusammen hängt?

    Ich würde mich sehr freuen, hierzu Informationen bzw. Überlegungen oder Meinungen zu hören!

    Vielen Dank und viele Grüße!

    Maja
     
  2. Redviela

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    AW: Warum dritte Beikostmahlzeit am Nachmittag und nicht morgens?

    Hallo und Willkommen hier :) Die dritte Beikostmahlzeit ist üblicherweise der Obst-Getreide-Brei, der auf den ebenfalls milchfreien GKF folgt. Grund hierfür ist, dass Milch die Eisenaufnahme aus Fleisch und Getreideflocken erschwert. Du kannst also auch den OGB vormittags geben und mittags den GKF. Wichtig sind bei 3 Breimahlzeiten, dass 2 aufeinanderfolgende milchfrei sind. Abends ist der dritte Brei dann der Milchbrei.
     
  3. ElliS

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    AW: Warum dritte Beikostmahlzeit am Nachmittag und nicht morgens?

    Hallo Maja und herzlich Willkommen,

    Ich hab meiner Kleinen (jetzt 11 Monate) als 3. Beikost Fruehstueck gegeben...also auch Obst-Getreide-Brei, weil sie immer eine schlechte Milchtrinkerin war und auch recht klein und leicht. Ging gut...weiss nicht, ob es da Probleme geben koennte, Giada hatte sie nicht. Wir hatten auch als erstes den Milchbrei abends eingefuehrt und danach den Mittagsbrei, weil sie eben so leicht war. Hat alles super geklappt. Vielleicht kannst Du ja mal Eckdaten Deiner Tochetr aufschreiben, Alter Gewichtsentwicklung und so, dann ist es leichter, was dazu zu sagen... :)

    Liebe Gruesse,

    Ellis
     
  4. AW: Warum dritte Beikostmahlzeit am Nachmittag und nicht morgens?

    Oh, sooo schnelle Antworten, das finde ich wunderschön und freue mich sehr!

    Also, meine kleine Tochter ist gerade 9 Monate alt geworden und mit ca. 75 cm und ca. 10,2 kg ein großes Kind. Das war sie immer schon, und hat sich immer prächtig entwickelt.

    Ich habe sie 6 Monate voll gestillt und dann mit Gemüsebrei (selbst gekocht) mittags begonnen bzw. ich wollte beginnen - Töchterlein wollte aber nicht, aß mal nur ein paar Atome, mal garnicht, dann wieder ein bißchen, dann wieder gar nicht... Welches Gemüse es war, war relativ egal - auch versuchshalber angebotenes Obstmus wollte sie nicht.

    Mit immer wieder Brei anbieten habe ich dann aber im Grunde 7,5 Monate voll gestillt. Dann klappte es mit dem Brei essen, und nun ißt sie sehr schön mittags einen Gemüse-Fleisch-Brei und abends einen Obst-Getreide-Brei.

    Einen Milchbrei wollte ich noch nicht anbieten, da ich ihr noch nicht so gerne Kuhmilch geben wollte, und Milchbrei mit Fertigmilchpulver anrühren ist ja auch Unsinn, wenn man noch stillen kann. Ich stille gerne und habe viel Milch.
    Die Breie sind also alle selbst gekocht, wobei ich den Getreide-Obst-Brei mit Holle- oder mit Alnatura-Getreideflocken anrühre.

    Ich muß beim Füttern ziemlich aufpassen, was ich gebe, da meine Tochter sehr leicht Verstopfung bekommt. Von daher sind inzwischen Möhre, Apfel, Banane vom Speiseplan gestrichen und auch Kartoffel bekommt sie nur wenig. Grieß verträgt sie nicht, dann wird die Verstopfung doller. Also auch gestrichen. Angesagt sind somit Fenchel, Kürbis, Brokkoli etc. und als Obst Pflaume, Birne, Aprikose...

    Nun, mit 9 Monaten, möchte ich wie gesagt die dritte Mahlzeit einführen.

    Und frage mich erstens, warum nachmittags. Dann stille ich doch in der Früh, vormittags, und beim Zubettgehen. Komischer Rhythmus: Zweimal hintereinander im ca. 3-h-Abstand (morgens, vormittags), dann (bei drittem Brei am Nachmittag) erst ca. 9 Stunden später wieder (Einschlafstillen), 12 Stunden später wieder (in der Früh)... Was soll denn meine Brust bzw. die Milchbildung davon halten??

    OK, das Argument mit zwei milchfreien Mahlzeiten hintereinander leuchtet mir ein. Allerdings gebe ich zum Gemüse-Fleisch-Brei auch einen Schuss Obstsaft, und meine Tochter ißt zusätzlich viel Hirse (im GOB) - ich denke mal, um die Eisenaufnahme kanns nicht so schlecht bestellt sein.

    Also die dritte Beikostmahlzeit doch als spätes Frühstück?

    Und meine andre Frage: Langsam doch Kuhmilch geben? In Form von Halbmilchbrei? (Mein Kinderarzt sagt: Ruhig Vollmilchbei geben.) Wenn nicht, da sie ja doch noch viel Muttermilch kriegt: Was dann als dritte Mahlzeit? Obst pur? Obst mit wenig Getreide dazu?

    Fragen über Fragen...

    Liebe Grüße! Und Danke fürs Willkommen!

    Maja
     
  5. Redviela

    Redviela nomen est omen
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    AW: Warum dritte Beikostmahlzeit am Nachmittag und nicht morgens?

    Vollmilch, auch im Halbmilchbrei, sollte erst mit 1 Jahr langsam eingeführt werden, da das Kuhmilcheiweiß die Nieren zu sehr belastet, die erst zwischen 18 und 24 Monaten voll ausreifen. Du kannst auch mit Muttermilch den Milchbrei zubereiten. Dann solltest du am besten glutenhaltiges Getreide benutzen, da sonst aus dem Brei Suppe wird, eh du ihn füttern kannst ;). Kartoffel ist ein wichtiger Nährstofflieferant, sollte also fast täglich gegeben werden. Dass Kartoffel stopft, ist mir nicht bekannt. Viele Infos zum Thema Beikost findest du auch auf Utes Seite (Unterpunkte rechts), ebenso Hilfe bei Verstopfung.

    Das mit dem Stillrhythmus hat bei mir dann auch nicht mehr geklappt, aber u.a. deshalb, weil ich nachmittags mit Flasche zufüttern musste, weil meine MuMi nicht mehr genug sättigte. Du kannst ihr vormittags auch schon Butterbrot anbieten (Vollkornbrot ohne Körner und Rinde dünn mit Butter). Bekommt sie schon Wasser oder Tee aus der (Trinklern-)Tasse ?
     
  6. Schäfchen

    Schäfchen Copilotin

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    AW: Warum dritte Beikostmahlzeit am Nachmittag und nicht morgens?

    Milchbrei kann man auch aus Muttermilch anrühren. Die Reihenfolge der Mahlzeiten ist eine Empfehlung. Wenn es organisatorisch oder vom Verhalten des Kindes her nicht passt, kann man das natürlich anpassen. Wir haben z.B. bei den Großen mit Milchbrei abends begonnen, weils die beste passenste Zeit für Brei war. Angerührt aus Mutterlich und Flocken, bei der Großen später aus dem Milchpulver, das wir auch für die Morgenflasche nahmen, und Flocken.

    Vollmilch würd ich aus dem Speiseplan noch rauslassen, das Milcheinweiß ist noch zu schwer verdaulich für die kleinen Kinder. Die älteren Kinderärzte empfehlen das aber noch immer, hab ich die Erfahrung gemacht.

    Das Kartoffeln stopfen, ist mir neu. Auch Apfel ist eher als regulierend in meinem Kopf, aber da ist halt jedes Kind anders. Schoki soll ja auch stopfend sein, wirkt bei mir aber umgekehrt ;)
     
  7. Little Rocker

    Little Rocker die ein Krönchen trägt

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    AW: Warum dritte Beikostmahlzeit am Nachmittag und nicht morgens?

    Mit Muttermilch und dem Bio-Babybrei Haferflocken von Holle hat der Milchbrei am Abend bei uns super geklappt, mit Reisflocken gibts Plörre -Hallo Redviela :winke:- wenn Du genug Milch hast, würde ich was abpumpen und den Brei damit machen.
     
  8. AW: Warum dritte Beikostmahlzeit am Nachmittag und nicht morgens?

    Hallo Redviela und Andrea,

    Danke für Eure Antworten!

    Ich kenne die Gründe contra Kuhmilch, deshalb habe ich auch bisher darauf verzichtet. Mein Kinderarzt ("mittelalt") ist sehr aufgeweckt und kennt die Diskussion auch, empfiehlt aber Kuhmilch ab 6 Monaten. Wie auch immer, es sind beispielsweise auch die Empfehlungen des FKE Dortmund mit Vorsicht zu genießen, da diese auch von Vertretern der Nahrungsmittelindustrie stammen.

    Daß man den Brei auch mit Muttermilch anrühren kann, weiß ich. Ich habe es mal ausprobiert und fand es widerlich. Ehrlich gesagt halte ich davon aber nichts. Erstens: Wenn ich doch schön stillen kann, warum soll ich dann mühsam abpumpen, statt das Kind die Milchportion aus der Brust nehmen zu lassen? Kommt mir unnatürlich vor. Zweitens, es ist doch dann sinnvoller, den Brei mit Wasser anzurühren (damit das Kind zusätzlich Flüssigkeit erhält, wichtig ja gerade bei Verstopfung) und hinterher zu stillen. Weiteres Argument: Die Breimahlzeit soll doch gerade eine Muttermilchmahlzeit ersetzen (Sinn und Zweck der Beikost ist ja nun mal auch das Abstillen).

    Also, wenn keine Kuhmilch, dann suche ich nach einer Alternative für Gemüsebrei und GOB. Brot ist leider noch nicht gut, damit kommt meine Tochter noch nicht zurecht. Entweder lutscht sie nur, oder sie schiebt zu große Stücke in den Mund und muss dann würgen und husten. Wir üben derzeit noch mit Babyzwieback.

    Utes Seite kenne ich, Thema Verstopfung hatte ich gelesen, deshalb hatte ich ja gewisse Gemüse weggelassen. Dass Kartoffeln nicht als stopfend gelten, weiß ich, habe aber den Eindruck, dass es bei meiner Tochter anders ist. Danke aber für den Hinweis, dass Kartoffeln wichtig sind, ich probiere und beobachte nochmal!

    Was haltet Ihr von der Alternative Reis?

    ...ja, meine Tochter bekommt schon seit etlicher Zeit Wasser und Tee angeboten, trinkt sie beides mit Geschick aus einem kleinen Glas. Aber sie will davon nicht soviel. Mehr als 150 ml am Tag sind es bestimmt nicht.

    Liebe Grüße!

    Maja
     

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