Pro und Contra Hochbett für Kinder

Dieses Thema im Forum "Erfahrungsaustausch" wurde erstellt von FriMa, 6. Mai 2004.

  1. Wir stehen bald vor der Entscheidung: Hochbett im Kinderzimmer oder nicht. Ich wollte aus Platzgründen eigentlich ein Hochbett kaufen, evtl. mit einer Rutsche dran, das hoch genug ist, dass man darunter einen kleinen Tisch stellen kann. Nun habe ich von verschiedenen Seiten gehört, dass Hochbetten doch eine nicht zu unterschätzende Unfallgefahr darstellen.
    z. B. hier: http://www.gesundheit-berlin.de/index.php?news=205
    und noch krasser hier: http://www.springerlink.com/app/home/contribution.asp?wasp=2dyrcfdc12dwqlc9359m&referrer=parent&backto=issue,9,20;journal,34,99;linkingpublicationresults,1:100478,1

    Klar, dass eher was passieren kann, als wenn man aus einem normalen Bett fällt. Und dass ein Hochbett zum Toben und Klettern einlädt, weiß ich selbst noch aus meinen Jugendherbergserfahrungen. Aber ist das wirklich so relevant?
    Habt ihr für eure Kinder Hochbetten und hat sich schon mal ein Kind verletzt? Ich persönlich kenne aus meiner Kindheit ein Kind, dass nachts rausgefallen ist und sich eine komplizierten Armbruch zugezogen hat.
     
  2. Su

    Su Das Luder

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    Obwohl es im Kinderzimmer mit zwei Kinder bestimmt platzsparender wäre, haben wir kein Hochbett und werden es auch nicht so schnell anschafen.

    Und ja ich kenne ein Hochbettunfallopfer. Meine Nichte (4,5 Jahre alt) lag vor kurzem eine Woche mit Schädebruch im KH. Sie war mit zwei Freundinnen auf ihrem Hochbett, und es war nur so ca. 1 m hoch. Selbst wenn sich Dein sohn nicht verletzt, weil er das klettern gut kann und sein Bett kennt, was ist wenn Freunde da sind, und einer von denen sich verletzt. Mir wäre die Verantwortung zu groß. Alles wird in den Wohnungen Kindersicher gemacht und dann stellt man sich eine andere Gefahrenquelle rein.

    Tut mir leid meine Meinung ist in diesem Punkt sehr entschieden.

    Aber Du wolltest ja ehrlich Meinungen :-D

    LG
    Su
     
  3. hallo peggy,

    ich habe flavia ein etagenbett mit 3 jahren gekauft, sie konnte abwechselnd unten und oben schalfen, bzw. wenn kinder zu besuch da waren, war ein gästebett vorhanden. ein bett mit rutsche hätte sie gerne gehabt, ging aber aus kostengründe (auch aus platzgründe) nicht. mit 6 jahren habe ich ihr ein grosses etagenbett gekauft, als ich ihr zimmer zum schulkindzimmer einrichtete, eins wo ich unten drunter stehen konnte (das ikea holzbett für jugendliche/erwachsene), weil sie nur noch oben schlief. das bett hatte sie bis vor ein paar monate. laurin bekommt, sofern ich genug geld dafür habe, ab nächstes jahr auch ein hochbett, gerne mit spielmöglichkeiten und pipapo, ich suche einen guten gebrauchten, die sind sonst sauteuer.

    hochbett ist nicht gleich hochbett, schau dir am besten betten aus stiftung warentest an, sie müssen bestimmte anforderungen standhalten. sehr wichtig ist die brüstung, dass sie hoch genug und auch stabil ist. welche preislage sollte es sein? schau mal hier und hier und hier auch. die preise sind zum teil horrent, leider. ich würde auf keinen fall den ikea-bett mit rustche kaufen, die brüstung ist viel zu niedrig. von ikea kann ich nur das etagenbett empfehlen und eben das grosse, aber dafür ist friedrich zu klein.

    unfälle können überall passieren, auch am spielplatz. bei uns ist vor kurzem auch ein 9jähriger von der leiter runtergefallen und hat sich sein arm gebrochen. andere kinder klettern auf bäume, auf die dächer von den spielhäusern usw., man verbietet ihnen auch nicht dort zu spielen? also, als spielfaktor ist für mich ein (sicheres!) hochbett gut vertretbar. wenn die brüstung stimmt, dann habe ich auch keine angst, dass mein kind im schlaf runterfällt.

    grüsse,
    gabriela
     
  4. ina

    ina Dauerschnullerer

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    Unsere große hat ihr Hochbett(halbhohes) mit 2 Jhr. 3 Monaten bekommen u. es gab nie Probleme, ihre kleine Schwester konnte erst das Bett hoch klettern(mit11Mon) bevor sie laufen konnte, auch dort gabs es nie Probleme, es gibt wie Gabriela schon schrieb bestimmte Sicherheitskriterien, die wichtig sind. Runterfallen können Kinder überall, wir können sie nicht vor allen Gefahren in ihrem Leben beschützen. Ich habe in meinem berufsalltag auch schon viele Verletzungen gesehen u. auch Schädelbrüche von Stürzen vom Dreirad.
    Wie gesagt ein den Sicherheitstandards entsprechendes Hochbett ist ein für mich akzeptables Risiko!

    LG Ina
     
  5. Das mit dem Spielrisiko ist für mich auch kein wirkliches Argument. Ich war als Kind ständig auf Bäumen und Dächern unterwegs, bin vom Felsen gefallen ("Loch im Kopf"), habe mir beim Abspringen von der Schaukel den Arm doppelt gebrochen und habe einen umkippenden Baum auf den Kopf gekriegt (leichte Gehirnerschütterung - aber selber schuld, ich habe ja auch selbst an dem morschen Ding rumgezogen). Und selbst im Haushalt ist es nie sicher: Kippe mal mit dem Stuhl um und stoße mit dem Kopf an die Heizungskante ... Abgesehen vom Straßenverkehr in einer Stadt wie Berlin...

    Aber im Schlaf und bei normaler Benutzung sollte nun wirklich nichts passieren.
    Leider liegen die sicheren Betten finanziell weit jenseits unserer Möglichkeiten. (@Gabriela: Danke für die Links!) Soviel Geld kann ich ja gerade mal für ein Auto ausgeben, wenn uns der TÜV vom jetzigen Modell scheiden sollte. :???: Letztlich werde ich wohl noch eine Weile warten, bis Friedrich sicher im Klettern ist (denn davon abhalten werde ich ihn nicht können) und dann ein Hochbett kaufen und meine handwerklichen Begabungen mal wieder anwenden, um die Brüstung zu erhöhen. Mein erstes Hochbett habe ich ja schließlich auch alleine gebaut.
     
  6. Stef

    Stef Gehört zum Inventar

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    Wir haben für Lynn ein Hochbett zum 2. Geburtstag gekauft. Es ist allerdings nur halbhoch und kann später erweitert werden, z.B. zu einem höheren Bett oder Doppelstockbett usw.

    Das Bett hat eine Rutsche mit einer schrägen Leiter (finde ich sicherer als eine gerade Leiter). Ich hatte auch erst Bedenken, ob es für sie schon das richtige ist. Wir haben sie ne Stunde lang in dem Möbelladen rutschen lassen. Sie war sehr vorsichtig dabei. Stehen, Laufen oder Toben auf dem Bett gibt es auch nicht. Das weiß sie auch und krabbelt auch nur auf dem Bett hin und her. Das sie beim Schlafen rausfallen kann, denke ich nicht. Das Bett hat rundherum einen Rausfallschutz.

    Ich denke, daß es immer auf das Kind ankommt, ob es schon "reif" für ein Hochbett ist oder nicht. Zu Lynns Kindergeburtstag waren hier einige Kinder in ihrem Alter, denen ich solch ein Bett noch nicht kaufen würde.

    LG Steffi

    P.S. Deine Links habe ich mir trotzdem nicht durchgelesen. :jaja: Wahrscheinlich würde ich mich dann verrückt machen. Wie gesagt: Es kommt immer auf das Kind an.
     
  7. Also wir haben für unsere 2 Großen ein Stockbett gekauft. Da waren sie so ungefähr 5 und 3 Jahre alt.

    Die Sicherheit ist sehr wichtig, deßhalb wollte ich ein Spielstockbett, wo die Brüstung viel höher ist, als bei den anderen. Das Woodland Bett hat mir immer so gut gefallen. Ist aber unerschwinglich gewesen.

    Dann habe ich von einer Freundin einen Tip gekommen. Gabrielas 1. :

    www.spielbetten.de

    Das Woodland hätte ohne Matratzen 2 500 DM gekostet. Das von Eltern für Eltern mit Matrazen und noch Sicherungen 1 600 DM.

    Das fand ich ein supi Angebot. :bravo: Vor allem kann man sich noch maßgeschnittene Bretter dazukaufen, die Stürze verhindern sollen. Gerade für unseren Maxi ist das seeeeeeeeeeeeehr wichtig. Obwohl er unten schläft, ist das nötig.

    Ich kann dieses Bett nur weiterempfehlen, aber ich verstehe auch die Ängste von manchen Eltern. Bei uns ist bis jetzt nix passiert, und das bleibt hoffentlich auch so.

    Ich wünsche Euch viel Spaß damit

    Susi
     

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