Otoakustische Emissionen

Dieses Thema im Forum "Apotheke" wurde erstellt von butterblumchen, 25. September 2003.

  1. Hallo Ihr Lieben!

    Ich hab in unserer Apotheker-Zeitung gelesen, dann man bei Kindern bis zu einem Jahr eine Ohrenuntersuchung durchführen lassen soll, die die sogenannten Otoakustische Emissionen :jaja: misst, da man Schwerhörigkeit bei Babys oft zu spät erkennt. Hat jemand schon davon gehört?

    Liebe Grüße :blume:
    Daria
     
  2. Hallo Daria!

    Das ist ein Messverfahren, bei dem im gewissen Rahmen festgestellt werden kan, ob das Innenohr funktioniert.

    Dabei werden akustische Signale in das Ohr geschickt und das Innenohr reagiert darauf in den meisten Fällen mit anderen Frequenzen, die es wieder abgibt und diese können gemessen werden. Das Innenohr nimmt nicht nur Signale ab, es kann auch "Töne erzeugen" (Emissionen). Dieser Effekt wird dabei ausgenutzt.
    Können diese Emissionen nicht gemessen werden, ist das noch kein Hinweis darauf, dass das Kind schwerhörig ist oder das Innenohr nicht funktioniert.
    Werden die Emissionen festgestellt, bedeutet dies lediglich, dass das Innenohr mit aller Voraussicht funktioniert. Da es aber noch andere Ursachen für Schwerhörigkeit gibt, sagt es aber nichts darüber hinaus aus.

    Die Kinder bekommen dabei einen Stöpsel ins Ohr, der die Töne abgibt, das wars. Das Messverfahren ist völlig passiv, die Kinder müssen dabei nur still sein, können sogar schlafen. Daher ist es sehr gut geeignet als Screeningverfahren (= groß angelegte Untersuchungen zur Vorsorge, ähnlich wie die Stoffwechseltests bei Neugeborenen) für Babies, wofür auch viele HNO-Ärzte plädieren, aber nicht jeder Kiarzt hat solch ein Gerät, leider.

    Unser früherer Kiarzt hat bei Elias die otoakustischen Emissionen gemessen als er sechs Wochen alt war. Elias hat dabei gerade geschlafen - aber man hat deutlich gesehen, wie er - unabhängig von dem Test - auf die Töne reagiert, das war total süß! *schwärm*

    Ich finde, es ist eine sinnvolle Messung, um Hörstörungen einzugrenzen. Sie ist einigermaßen preiswert (mal abgesehen von der Anschaffung des Gerätes) und hilft, Betroffene von Hörbeeinträchtigungen schon im frühen Alter einzukreisen, auch wenn es die späteren Hörtests nicht ersätzt.

    Übrigens funktioniert das nicht nur im ersten Lebensjahr.

    Lieber Gruß
    Kerstin
     
  3. Liebe Kerstin!

    Vielen lieben Dank für Deine ausführliche Erklärung!!!!! Ich werd mal bei meinem KIA nachfragen. Ansonsten bei unseren HNO-Ärzten.

    Lieben Gruß :blume:
    Daria
     

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