Mein Kind kommt nicht mehr aus dem trotzen raus. Sind ratlos

Dieses Thema im Forum "Rund um die Erziehung" wurde erstellt von tina1406, 13. März 2014.

  1. tina1406

    tina1406 Geliebte(r)

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    Hallo
    Wieder eine 3 jährige , ich muss es von der Seele schreiben. Unsre Nerven sind blank.
    Jil ist momentan seit 2 Wochen in sooo einer Phase was sie sich im Kopf gesetzt hat muss sie durchboxen. Klar das ich auch bei einigen Sachen mal nachgebe das sie auch mal was darf aber es gibt Dinge die nicht gehen und ich kann mit Erklärungen und in den Arm nehmen nichts machen. Ihr sagen das ich sie verstehe das sie traurig ist das es nicht z.b. Fernseh gucken mehr darf. Das sie z.b. 2 Sachen gesehen hat und dann tv ausgemacht wird. Das Sage ich ihr schon beim gucken das gleich wenn zu Ende ist der Fernseher ausgemacht wird. Das sie erst mal traurig ist und versucht zu bitten weiter zu gucken kann ich nachvollziehen. Aber dann Windspiel sooooooo sauer und wütend, schreit Haut und lasst sich nicht mehr beruhigen. Blöde Mama kommt dann , sie kneift.. Und das ist bei jedem kleinen Ding . Was dann nicht mehr gemacht wird da bekommt sie ein Wutanfall und steigert sich rein.
    Ich kann nicht mehr mit ihr reden, sie hört nicht mehr zu , beharrt auf ihre Sache.
    Anfangen mit kleinen verboten wie abends kein Sandmann, ein Buch weniger abends lesen bis zu die Sachen die sie wirft erst mal wegstellen bringt nix.
    Ich mache mir echt den Kopf ist es mehr als trotzen ADHS ?
    Sie ist wiederum sooo anhänglich will nicht das ich einmal die Woche zum Sport gehe. Doch ich muss auch Energie tanken. Erkläre ihr es... Aber sie kann es nicht verstehen.. Sie sagt sie vermisst mich dann. Zu meinen Eltern mag sie so gerne hin. Die lieben sie so sehr und machen viel mit ihr. Da will sie nicht hin. Sie vermisst mich jetzt schon.
    Wenn sie aber da ist und ich einkaufen oder arbeiten bin dann ist alles toll.

    Vor kurzem hatte sie nachts gespuckt und ihr kuscheltet war mit betroffen . So doll das es leider gewaschen werden müsste . Sie ist ausgetickt. Mitten in der Nacht mit Geschrei. Es hat nix gebracht ihr zu erklären , mit ihr zusammen das Tier zu reinigen... Sie schrie nur noch. Mein Mann der bald los zur Arbeit musste wurde dann auch irgendwann lauter ... Was macht man nachts wenn das Kind sooooooo tobt.

    Was soll ich nur machen , meine unsere Nerven sind blank weil jeden Tag über stunden Theater ist. Gestern musste sie sich im Kinderzimmer austoben aber das kann es auch nicht sein sie zur strafe dahinzuschicken.

    Ist jil schon so doll mit dem trotzen das wir uns Hilfe holen müssen
    Jeden Tag Geschrei, gekämpfte.....
    Wenn sie sich nach dem stundenlangen trotzen beruhigt dann sucht sie unsre nähe und die bekommt sie natürlich und wir sagen auch das wir sie sehr lieb haben aber auch wie müde und kaputt wir sind danach.
    Glg
     
  2. AW: Mein Kind kommt nicht mehr aus dem trotzen raus. Sind ratlos

    Ich les hier nur von einem Mädel, welches ganz hart ihre Grenzen austestet und diese auch aufgezeigt bekommen möchte. Und da müsst ihr gemeinsam durch. Du bist doch schon auf einem guten Weg! Halt durch und diskutier nicht zu viel mit einem 3jährigen Kind, das bringt eh nichts. Manchmal ist die "Basta"-Methode angebracht vorallem, wenn die Regeln schon vor dem Dürfen festgelegt wurden. Aber überleg genau, für was Verbote erteilt werden und gib ihr Aufgaben, die ihr Selbstbewusstsein stärken. Denn manchmal können kleine Erfolgserlebnisse Enttäuschungen ganz gut ausgleichen.
     
  3. Noreia

    Noreia Familienmitglied

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    AW: Mein Kind kommt nicht mehr aus dem trotzen raus. Sind ratlos

    Ich seh das wie Doris. Aber zunächst würde ich mal beleuchten wieso sie plötzlich so klammert?

    Wenn sie wegen tv so ausrastet würde ich es ganz streichen erstmal. Und wegen des kuscheltiers gibts da kein ersatztier? Sind meiner Meinung nach Dinge die sich lösen lassen und wahrscheinlich wie immer nur eine Phase.
     
  4. tina1406

    tina1406 Geliebte(r)

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    AW: Mein Kind kommt nicht mehr aus dem trotzen raus. Sind ratlos

    Hallo.danke erst mal das ich von euch antworten bekommen habe. Da denkt man doch noch mal intensiver nach.
    Ich überlege auch schon warum sie so klammert. Ich kann mir da keinen Reim machen. Von einer Freundin hörte ich auch das ihre Tochter auf einmal wieder so anhänglich war.
    Doch sie hat ersatzkuscheltiere. Die flogen hochkannt raus, die sollten alle nicht sein. So hatte sie sich das ganz doll in den Kopf gesetzt. Und mitten in Nacht war es schwierig .
    Ich möchte uns helfen damit wir besser aus diese Phase kommen und ich brauche von erfahrenen tipps und Tricks .

    Welche Verbote sind ok? Sie darf auch natürlich Sachen machen und es ist nicht immer alles nur ein nein.
    Ich finde es nur schwierig wenn jil sooooo tobt und schreit und bockt und sich nicht mehr beruhigen lässt. Das sie wenn man auch auf sie ruhig einredet, tröstet und sie immer noch den Willen haben will und dann wieder anfängt weil es nicht geht. Was mache ich. Gehe ich aus dem Raum um jeden Abstand geben zu wollen rennt die hinterher .....


    Hatte schon mal gesehen das eine Freundin Inder Küche einen Plan hatte wo sonne oder Wolke für den jeweiligen Tag gab. War der Tag normal gab es die Sonne war es nicht so gab es die Wolke. Viele Sonnen war am we was besonderes. Aber mit 3 1/2 J. ??? Ist sowas sinnvoll überhaupt. Ne Maßnahme ???

    Ich hoffe das wir wieder aus dieser Phase schnell herauskommen. Ist für alle anstrengend .
     
  5. Blümchen

    Blümchen Mama Biber

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    AW: Mein Kind kommt nicht mehr aus dem trotzen raus. Sind ratlos

    Diese Sache mit den Wolken und den Sonnen ist ein Verstärkersystem. Positives Verhalten wird bestätigt, vermeintlich negatives Verhalten bestraft. Ist ein bisschen wie beim klassischen Konditionieren von Tieren. Es ist effektiv und oft auch erfolgreich, die Frage ist, ob man das mag.
    Mir hilft es immer viel mehr, den Grund herauszufinden, warum mein Kind sich so verhält.
    Sprich: Wenn er nachts erbrochen hat, dann gehe ich zuerst einmal davon aus, dass ihn das aufgeregt hat, weil es ja sehr unschön ist. In diese Situation hinein stellt das Kind fest, Mist, mein Kuscheltier ist auch betroffen, das kann ich jetzt nicht haben. Also geht zu dem Stress des Erbrechens auch noch die Sicherheit des Kuscheltiers flöten. Folge: Das eine Kind mehr, das andere weniger steigert sich in seine Aufregung hinein.
    Meinem Kind hilft es, wenn ich dann weniger rede. Ihm nicht das Kuscheltier ausrede, was es ja eh nicht haben kann, bis es wieder sauber und trocken ist und ihm ein anderes 'schönrede', sondern wenn ich ihm dann einfach sage, dass ich ihn verstehe. Verstehen kann, dass er aufgeregt, sauer, traurig ist (je nach Gefühl eben) und ansonsten einfach nur bei ihm ihm bin und mit ihm die Situation aushalte. Dann beruhigt er sich irgendwann, weil er aussprechen, ausleben durfte, was ihn bewegt und weil ich nicht versucht habe, ihm irgendwas auszureden oder aufzuschwatzen. Das passt in fast allen Situationen, die sich 'trotztechnisch' so bieten, sogar im Supermarkt, wenn es einem egal ist, was die verübergehenden Leute denken könnten.
    Auf kindlichen Trotz mit Verständnis zu reagieren für diesen kleinen Menschen, der gerade so überfordert ist mit der Grenze, die ihm das Leben da gesetzt hat, das hilft ganz oft sehr weiter. Den Eltern, weil sie verstehen können, warum das Kind sich so verhält und es nicht als 'persönlichen Angriff' gegen sich und das eigene Erziehungsverhalten sehen und dem Kind, weil es sieht, ich werde in meiner Not verstanden. Und dann geht es irgendwann wieder weiter.

    Das klappt nicht immer :zwinker:, je nach Tagesform auch hier mal nicht so gut, aber es ist ungeheuer effektiv.

    Liebe Grüße,
    Blümchen
     

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