Kindergartenstart und die Folgen

Dieses Thema im Forum "Rund um die Erziehung" wurde erstellt von Stephanie, 29. Oktober 2005.

  1. Stephanie

    Stephanie The one and only Mrs. Right

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    Hallo,

    Vivi war jetzt die dritte Woche im KiGa und seitdem hat sie sich enorm verändert und entwickelt gerade ganz viele Ängste.

    Der KiGa-Start verläuft holprig, sie weint seit der zweiten Woche herzzerreissend wenn ich gehe :-( , hört aber damit wohl nach 1-2 Minuten auf und wenn ich sie abhole möchte sie immer noch da bleiben. Sie erzählt ganz gerne davon, singt auch neue Lieder zuhaus und das Gesprächsthema KiGa ist an sich ein Positives.
    Leider war sie in jeder der drei Wochen mind. 1 Tag krank und nicht da, letzte Woche z.B. Mittwoch und Donnerstag zuhause, Freitag Kiga, Freitag nachmittag hohes Fieber bekommen mit beginnender MOE. Ob sie Montag gehen kann steht noch in den Sternen. Lange Rede kurzer Sinn: die Eingewöhnungsphase ist dadurch etwas zerrissen, finde ich.

    Seit dem Start hat sie sich schon ziemlich verändert, ist mir gegenüber oftmals aggressiver als bisher, braucht uuuunheimlich viel Nähe, ist nicht mehr so offen Fremden gegenüber und klammert sich teilweise regelrecht an mich. Auch im Alltag verlangt sie in ganz vielen Kleinigkeiten, die sie immer selbständig gemacht hat viel mehr Hilfe, andere Sachen aber kann sie plötzlich und macht sie auch alleine (Jacke anziehen).

    Nun kommt dazu dass sie abends nicht mehr alleine einschlafen mag, ich soll an ihrem Bett sitzen und ihre Hand halten bis sie schläft. Ich denke, sie hat Angst vor dem Dunklen bekommen, werde ihr am Montag eine kleine Lampe kaufen die sie selbst ein- und ausschalten kann (wohl eher nur ein-, ausschalten bleibt sicher mir überlassen :mrgreen: ).

    Meine Frage an die, die bis hier durchgehalten haben: Haben sich eure Kinder auch so stark verändert? Wie lange hält diese vermehrte Ängste und Mama-Klammer-Phase an? Geht ihr auf Alles ein (am Bett sitzen bleiben, etc.)? Wie lässt es sich vereinbaren, dass man die Kinder quasi in den Kindergarten/ein Stück Selbständigkeit 'schubst' und dalässt, obwohl sie weinen und gleichzeitig im Alltag wieder viel mehr 'behütet' weil sie es einfordern? Ist die Folge von neuer Selbständigkeit immer erstmal Rückschritt in anderen Bereichen?

    Freue mich über eure Gedanken und Anregungen.

    Liebe Grüsse,

    Stephanie
     
  2. Corinna

    Corinna Forenomi

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    Ist schwer, gell??!!

    Nun, meine Kinder sind durch den KiGa sowohl selbstbewußter als auch anhänglicher geworden.
    "Ängste", wie du das beschreibst, hatte nur Elena, das war als sie die Ohrfeige von der Erzieherin kassiert hat...:-?

    Von daher kann ich dir da leider nicht weiter helfen! :tröst:

    ((((((((((((((((Stephanie))))))))))))))))))

    :bussi:
     
  3. Cornelia

    Cornelia Ex-Exilfriesin

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    Hallo,

    kommt mir bekannt vor :jaja:

    Ich bin bei ihr mit IM Bett geblieben - das ging über 2-3 Monate :jaja: dann hab ichs einfach mal weggelassen und es ging wieder.

    Zum Thema Lampe: ich habe nen Timer / zeitschaltuhr dazwischen geschaltet - sprich die Lampe geht nach 30 Minuten alleine aus. Wurde nötig, da sie nachts immer wieder Licht anmachte ;-)

    Ich denke, dadurch dass man sie in die Selbstständigkeit bringt, holen sie sich woanders die Sicherheit, dass sie nicht ALLLES alleine machen müssen - dass man trotzdem weiterhin für sie da ist.

    Sei für sie da, das wird schon werden. Wenn sie sich eingelebt hat, wird sie sich wahnsinnig entwickeln - da kommst du nicht mehr mit.

    :winke:

    Conny
     
  4. Su

    Su Das Luder

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    Liebe Stephanie,

    das klingt ganz normal.

    Ich würde ihr die Nähe geben und auch mal wieder mehr helfen, die Kids brauchen das Kindergarten ist unheimlich anstrengend, man unterschätzt das leicht und wenn sie immer krank zwischendurch ist, scheint sie ja eh nicht so auf der Höh' zu sein.

    Liebe Grüße
    Su
     
  5. :-?


    das mit der zweiten woche war bei uns gaaanz genauso. irgendwann sagte ja die erzieherin dann zu mir, ich solle draußen stehen bleiben. er hört sofort auf, wenn ich weg bin. (hatte ich vorher auch schon gemacht. wusste ich also. :) )

    ja, mein sohn hat sich verändert. auch er ist agressiver geworden. vor allem kreischt und trotz er, was ich so nicht kenne von ihm.

    aber er ist auch "größer" geworden. er fährt dreirad seit 1 woche. als hätte er es schon immer gekonnt. und genauso fordert er jetzt vehementer dinge ein. er sieht selbstständige kinder im kiga. und verhält sich selbst so. selbstbestimmt. ;-)

    das kreischen führe ich bei uns auch auf "vorbild" kiga zurück. ein inti-kind dort ist sehr schwierig. bekommt schreianfälle. ich ahne, dass er testet.

    außerdem sagte unsere erzieherin: im kiga sind die abläufe ja relativ fest. die kids MÜSSEN auf ihre art mitziehen. in dem vorgesteckten rahmen.

    die kinder kennen diese rahmen von zu hause nicht. sie müssen sich im kiga aber dran halten. nun versuchen sie dafür zu hause zu testen, wie weit sie gehen können. es ist nochmal ein neu-festlegen von grenzen. wenn man jetzt nicht aufpasst, kann es auch ein bisschen "gefährlich" werden.

    leutet mir ein.

    tja, und mit der ersten kiga-erkältung sind wir ja nun auch am krepeln. (seit gestern hats mich dann auch endlich erwischt. wäre ja auch ein wunder gewesen.)

    muckel hatte übrigens auch ängste. sie äußerten sich etwas anders. er bekam z.b. von 1.kiga-tag an durchfall. und er war nachts unruhig und ist manchmal wach geworden. ich merkte, er schläft nicht gut.

    ich habe dann rescue-tropfen gegeben. 1x abends 4 tropfen in ein wasserglas. schon in der nacht schlief er besser und am nächsten tag war der durchfall weg. :verdutz: hab ich dann noch ein paar tage weiter gegeben. sobald ich merke, er beschäftigt sich wieder stark mit etwas, würde ich das wieder machen. aber jetzt scheint das zumindest ok zu sein.

    mit dem anderen weiß ich auch nicht, wie lange das so sein wird. :-? die erzieherin sagte, ich soll mit ihm reden. wenn es nicht besser wird, soll ich es ihr nochmal sagen. dann wird sie in der gruppe noch mal darüber sprechen.

    aber wenn das bei euch auch so ist, kann es ja sein, dass es gar nicht durch den kleinen schreiburschen ist. hm.

    übrigens ist mein sohn seit dem kiga keine butter mehr auf dem brot. und keiner weiß, warum.;-)
     
  6. nici

    nici keiner Titel

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    Stephanie,

    sie hat doch jetzt viel weniger Zeit mit dir und all die neuen Eindrücke, da finde ich es logisch, daß es wichtig wird, daß sie dich abends ganz fest und lang bei sich hat.

    Seit Luca im Kiga ist, leg ich mich zu ihm ins Bett und wir kuscheln bis er eingeschlafen ist ... :nix:

    Das mit der Agressivität dir gegenüber: ich hab das für mich immer so erklärt, daß Luca sich im Kiga am Anfang echt "zusammengerissen" hat, er konnte erstmal nicht so sein wie sonst, mußte erst mal rauskriegen, wie alles läuft, die "Hackordnung" kennen lernen ... Und dann ist er wieder daheim, alles vertraut und dann bricht sich das Angestaute Bahn ...

    Und zum Weinen, wenn du gehst: Erstmal finde ich gut, daß sie lachend kommt wenn du sie abholst und noch bleiben möchte, das zeigt, finde ich, daß sie sich wohl fühlt. Würde es ihr permanent schlecht gehen, käm sie eher weinend an und würde gleich gehen wollen.
    (Bei Luca ist das erst jetzt seit den Ferien weg, daß er nicht in den Kiga will und weint ... seither will er auch noch bleiben, davor hat er mich immer schnell zur Tür geschoben ;-) )
    Außerdem gibt es durchaus Kinder, die Abschiedsschmerz haben. Und ich finde, ein Kind darf traurig sein, wenn die Mama weg geht. In dem Moment ist traurig sein völlig berechtigt und wir sollten es auch akzeptieren.
    Und dann kommt noch dazu, daß sie spürt, wie es dir geht. An Tagen, an denen ich ins Büro mußte, war es viel einfacher ihn abzugeben, ich hatte gar keine andere Chance und das hab ich so wohl auch vermittelt ;-)

    Trotzdem: ich weiß, wie schwer das als Mama ist, ein weinendes Kind zurück zu lassen und deshalb gibt es einen ganz dicken Tröster für dich :tröst:

    Grüßle
    Nici
     
  7. genau.
    ich muss ja manchmal staunen, dass diese supernannys auch manchmal ganz kluge sätze bringen. aber sie bringen sie (obwohl ich die serie sonst nicht mag.)
    im quiz vorgestern hat sie gesagt: der trennungsschmerz morgens ist ganz normal. (und dort sitzende eltern sagten, dass ihre kids das auch taten und wenn sie drin waren, war dann alles i.o.).

    die mutter sollte dann aber eben schnell gehen, denn sonst verlängert sie den trennungsschmerz für das kind.

    hat mich zum nachdenken gebracht, das mal so deutlich zu hören. obwohl ich es auch genauso mache. instinktiv aber eher.dass ich es durch mein längeres bleiben verlängern würde, ist mir sooo bewusst nicht gewesen.
     
  8. nici

    nici keiner Titel

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    :verdutz:

    Wow! Ich sollte Supernanny werden ...;-)
     

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