Kinderbücher - Deutsche Sprache

Dieses Thema im Forum "Bücher Kiste" wurde erstellt von Davids_Mama, 26. Juli 2007.

  1. Davids_Mama

    Davids_Mama Gute Fee

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    Hi,

    obwohl ich eine Rechtschreib/Leseschwäche (Legasthenie)habe, muss ich immer wieder feststellen das in Kinderbücher Wörter darin vorkommen, die eigentlich nicht zur deutschen Sprache gehören.

    z.B. kriegen - warum können die Autoren nicht gleich das richtige Wort bekommen benutzen
    oder, tun - ich tun aufräumen :bruddel:

    das sind nur zwei dir mir einfallen.

    Wie geht es euch?

    LG Kathrin
     
  2. La Bimme

    La Bimme Leseratte
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    AW: Kinderbücher - Deutsche Sprache

    Ja, da kann man echt die Krise bekommen! :-D
     
  3. Volleybap

    Volleybap Herzkönig

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    AW: Kinderbücher - Deutsche Sprache

    Oft hat hier die Qualität ihren Preis ... und manche Verlage sparen sich die Redakteure und Lektoren ein, manche drucken nur schöne Bilder und achten nicht auf die Texte.
    Allerdings ist auch manches, was zu lesen ist, Kinder- und Jugendsprache. Was wir noch als "guter Stil" gelernt haben, ist oft an der Zeit und an den Lesern heute vorbei.
    "Kriegen" ist heute nicht mehr unbedingt ein Zeichen für schlechten Stil. Und "ich tue aufräumen" ist allgegenwärtig in bestimmten Bereichen Deutschlands.

    Was Sprachqualität ist - ein weites Feld. Goethe würde heute keine 2000 Bücher mehr absetzen...
     
  4. Davids_Mama

    Davids_Mama Gute Fee

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    AW: Kinderbücher - Deutsche Sprache

    Stiel hin oder her. Ich möchte das mein Kind so was aus Büchern lernt. Ich möchte das er in meiner Anwesenheit solche Wörter nicht benutzt. Jedenfalls jetzt wo er Sprechen lernt.

    LG KAthrin
     
  5. La Bimme

    La Bimme Leseratte
    Moderatorin

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    AW: Kinderbücher - Deutsche Sprache

    Ich finde das mit dem Kriegen nun nicht so schlimm. Ich finde das sehr kontextabhängig.

    Dass Kinder korrekte Sprache hören: Ja, einverstanden.

    Aber zu Deiner Frage:
    Ich habe mittlerweile etliche Balken in meinem Auge erkennen dürfen.
    Es regte mich zum Beispiel immer maßlos auf, dass FridoPapa keine korrekten weil-Sätze bildete, also keine, wo das Verb hintenstand, sondern so in dem Stil:
    "Das ist jetzt so, weil ich bin auch nur ein Mensch."
    Ich hörte es jedesmal, wenn er so was sagte.
    Bis mir dann auffiel, dass ich selbiges tat. (tat! Oder machte?)

    Auch da kann man mal kritisch hingucken, wenn da z.B. weiße Schwanenjunge herumdümpeln oder Erd- und Himbeeren auf einem Bild in fröhlicher Eintracht wuchern, am besten gleich Brombeeren noch dazu.
     
  6. lulu

    lulu Königin der Nacht
    Moderatorin

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    AW: Kinderbücher - Deutsche Sprache

    Kathrin, deshalb kauft man ja Buecher am besten im Buchladen und kann vorher ausgiebrg reinlesen.
    Ich finde die Sprache auch manchmal einfach - hm - unelegant. Aber dann lasse ich das Buch halt liegen. Es sei denn es besticht mich durch wirklich tolle Graphik. Umgangsprache kann auch anspruchsvoll in den Text integriert sein zB als direkte Rede.

    Lulu
     
  7. Davids_Mama

    Davids_Mama Gute Fee

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    AW: Kinderbücher - Deutsche Sprache

    Mir ist es schon bei Ritter Rost aufgefallen und auch bei Michel in der Suppenschüssel :ochne:

    Und mit dem hinlegen geht das auch nicht immer, weil David die meisten Bücher aus der Bücherrei hat. Und die darf er sich selber aussuchen.

    LG Kathrin
     
  8. nalou81

    nalou81 Gehört zum Inventar

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    AW: Kinderbücher - Deutsche Sprache

    Also mir geht es bei Büchern hauptsächlich darum meinen Zwergen die Liebe zu Büchern im allgemeinen und dem Entstehen- lassen magischer Welten durch die Kraft der Fantasie im Besonderen zu vermitteln! Und Astrid Lindgren ist deshalb für mich definitiv über jeden Zweifel erhaben! Sie ist für mich eine Magierin gewesen, die in der Lage war sich unglaublich liebevoll in die Seelen der Kinder hinein zu versetzten, hat sich in einer Welt der Erwachsenen auf ihre Seite zu stellen vermocht und Kindern Mut, Kraft und Freude geschenkt. Dieses Geschenk an meine Kinder weiter zu geben ist mir tausendmal wichtiger als der Hinweis: "Kriegen" sagt man nicht.

    Aber ich gebe dir andererseits auch recht: Ich habe auch schon Kinderbücher gehabt, da ging mir der Stil völlig auf die Nerven. Das lag aber ehr daran, dass sie lieblos, unpersönlich und blutleer geschrieben waren, als an gramatikalischen Finessen.
    Klar, manchmal kräuseln sich mir schon die Fußnägel... In einem von Lars Bauernhofbüchern steht der Satz: "Der Traktor bringt mit dem Ladewagen das Stroh vom Feld." Aua! Ich les dann immer: "Der Traktor holt..."
    Aber gegen ein bißchen Umgangssprache habe ich echt nichts einzuwenden, das geht mir bei meinen Lieblingsbüchern aber genauso. Wie trocken ond öde wäre "Die Säulen der Erde" ohne die kräftigen Flüche, wie lahm "Harry Potter" hätte Frau Rowling alles im "Oxford English" verfasst!
     

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