Josephines Sturheit - wir kommen an unsere grenzen

Dieses Thema im Forum "Rund um die Erziehung" wurde erstellt von Alina, 31. Juli 2010.

  1. Alina

    Alina Selfie Queen

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    :winke:

    Vorab; Josephine soll nicht parieren wie ein Hund wenn ich sie um etwas Bitte. Aber 0 reaktion und "auslachen" find ich irgendwie heftig.

    Es ist so; Ich bitte sie mir zu helfen Teller auf den Tisch zu räumen. Sie hat ja sooo einen HUNGER!! Wenn sie helfen würde - würde es schneller gehn. Nein da kreischt sie rum das sie jetzt Fernseh gucken will. Hört mir gar nicht mehr zu. Steigert sich dermaßen rein, das wenn es andere hören würden - sonstwas denken könnten.

    Oder: Josy gehst du schon mal hoch? 0 Reaktion. Als hätte sie es gar nicht gehört. :rolleyes: Und irgendwann werden wir halt lauter :oops:

    Gestern fragte ich sie in einem ruhigen moment WARUM sie das macht. Sie: Na wenn du "immer" mit mir schreist? Das ist ja gar nicht so. Ehrlich nicht. Und ich erklärte ihr, das ich doch lauter werden muss wenn ich denke das sie mich nicht hört :rolleyes:

    Und dann gibt es noch andere Situationen, wo ich gar nicht weiß wie ich damit umgehn soll. Weil sie verletzend wird.

    Auf Rügen - Donnerstag - wir hatten an dem Tag nicht wirklich lust zum Strand zu gehen. Haben den Tag auch anders gut mit Programm rum bekommen. Gegen Abend fragt Josy ob wir nicht nochmal gehen könnten. Och hmm eigntl. nicht. Also gingen wir zu den Pferden die allerdings nicht da waren. Und ich hab dann zu Hendrik geflüstert das wir halt doch noch für 10/15min gehen könnten. Gesagt getan, Handtuch + Decke geholt und losmaschiert.

    Und ich weiß gar nicht mehr wie es dann direkt am Strand ausgeartet ist das wir uns richtig angezofft haben. Ich hab sie einfach nur gefragt ob sie denn unsere "Überraschung" toll fand. Sie: NEIN!!!! Es ist überhaupt nicht toll, ich wollte heut früh schon hier her. Und da war ich erstmal platt und irgendwie geknickt. Sie hat dann noch einen riesen aufstand gemacht. Und ich weiß gar nicht wieso.

    Und jetzt noch ein Kapitel was ich anschneiden wollte. Vor einiger Zeit dürfte Josy noch 10min am Abend mit ihrem Lerncomputer Spielen - und wenn sie halt (das hört sich jetzt viell. krass an, kann ich aber nicht anders beschreiben) nicht so gemacht hat wie sie sollte - heißt sich nicht die Zähne geputzt weil keine Lust etc. haben wir gesagt: Gut dann ist deine PC ZEit gleich um und er kommt für heute weg. Da hat sie immer einen rieeeeeeeeeeeeeeeeeeesen Aufstand gemacht. Ist klar. Aber ihre trödelei hat nunmal konsequenzen. Und jetzt sagt sie: Püh. Mir doch egal. Nimm mir ruhig alles weg. Es intressiert mich nicht! :rolleyes:

    Nicht das ich ein Druckmittel bräuchte - aber so kamen wir immer noch an sie ran. Und jetzt macht sie total dicht. (Es war ja auch nicht jeden Tag das selbe, das er zb. immer weggenommen worden wäre.)


    Und klar macht sie eine entwicklung durch. Wird älter. Aber das sie jetzt schon so "gegen uns" ist macht mir Angst. :( Ich weiß nicht wie ich an sie ran kommen soll. Ich hab es im ruhigen versucht - mit ihr gekuschelt versucht an sie ran zu kommen. Doch sie grinst dann nur und sagt nichts.

    Ich möchte doch einfach wieder das sie etwas hört und vertrauen zu mir hat.


    lg
     
  2. sonnenblume06

    sonnenblume06 Gehört zum Inventar

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    AW: Josephines Sturheit - wir kommen an unsere grenzen

    ich finde, das hört sich "normal" an. Nicht böse gemeint, ich weiß, es bringt einen an die Grenzen, aber es ist ok.

    Hier gibts das oft auch, aber es hilft, klare Ansagen machen, keine Fragen stellen, wenn sie etwas machen soll. In normalem Ton sagen.
    Sie sucht Grenzen.
    Und das angedrohte Konsequenzen durchgesetzt werden, wird sie merken.
    Gib ihr Aufgaben, lass sie mit anpacken.

    Und ja, es werden diese Phasen immer wieder auftauchen - versprochen.
     
  3. Nike

    Nike Flying Googlemuckel

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    AW: Josephines Sturheit - wir kommen an unsere grenzen

    Ach Alina, das kenne ich, das kennen meine Freundinnen mit ihren kids, das kennen scheinbar noch sooooo viele mehr, dass ich denke, dass es ein Stück weit einfach zu dem Alter dazu gehört.

    Ich find es immer blöd eine "Phase" zu nennen, denn dann scheint mein Kind irgendwie nur in Phasen zu leben, aber ich glaub einfach, dass dieses "contra alles" eine Mischung aus Unzufriedenheit, Selbstfindung, Angst vor Neuem, Grenzen nochmal abtasten und und und und ist.

    Und da gibt es eben Kinder die durchleben das so, und es gibt Kinder die durchleben das so.

    Ich glaub, da hilft nur konsequent bleiben und die Äusserungen nicht zuuuuu Ernst nehmen. Vielleicht schon mal in ner ruhigen Minute mit ihr darüber sprechen, dass es Euch schon ein wenig weh tut, wenn sie so ist.

    Aber ich glaube auf die Frage "warum" sie sich so verhalten, wirst Du keine Antwort bekommen, weil sie es selber gar nicht so genau wissen...... hoff ich, glaub ich :cool:


    Vielleicht wird es besser wenn sie in der Schule anders ausgelastet sind ;)
     
  4. Michi72

    Michi72 Gehört zum Inventar

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    AW: Josephines Sturheit - wir kommen an unsere grenzen

    Glaub mir, spätestens am 2. Schultag ändert sich das :rolleyes:

    Bleibt aber weiter Konsequent.So muss merken das sie nicht weit kommt.Das ist eben das grenzen austesten.

    Das sie euch am Strand "angezickt" hat,war eher die Reaktion: Aha, wenn ich maule bekomme ich zwar das was ich will, aber nicht wann ich es will.
    Also maule ich noch mehr, damit das nächste mal gleich das gemacht wird was ich will.

    Also, beim nächsten mal bleibt dabei was ihr machen wollt und Josy muss damit leben.
     
  5. Mamaaaa

    Mamaaaa Familienmitglied

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    AW: Josephines Sturheit - wir kommen an unsere grenzen

    Echt, ist das so? Ich finde eher, dass man auf die Bedürfnisse der Kinder so weit wie möglich eingehen sollte - grade im Urlaub ist doch dafür mal eher Zeit. Und versuche wieder mal meinen Mann davon zu überzeugen.... Irre ich mich?

    Alina, meine Kinder sind im gleichen Alter wie Josephine und beide zeigen das ähnliche Verhalten - je nach Lust, Laune und Müdigkeit. Ich versuche so wenig, wie möglich auf das Gemaule einzugehen. Wenn es geht, bitte ich Kompromisse an (wie oben angedeutet) und/oder Erklärungen. Bei aus Erwachsenensicht unvermeidlichen Entscheidungen (z.B. erst abends komplett fertig sein, dann Fernsehen (oder PC wie bei Euch)) gibt es von anfang an die Erklärung, dass es ab einer gewissen Uhrzeit eben direkt ins Bett geht.
     
  6. Buchstabensalat

    Buchstabensalat Pinselohräffchen

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    AW: Josephines Sturheit - wir kommen an unsere grenzen

    Ach ja, wie ich das kenne!
    Und dann hüpft SchwiVa durchs Bild und sagt uns: Ordnet nur an, was ihr auch durchführen WOLLT, und BLEIBT dabei! - und ich hasse ihn. Weil er Recht hat.
    JA, der beste Weg wäre, EINE Sache anzuordnen und ohne schreien und brüllen und strafen einfach drauf bestehen, daß sie es tun.
    Sie am Arm zu nehmen und zu holen und nicht wegzulassen, bis die Teller auf dem Tisch stehen.
    Sie freundlich, aber bestimmt an den Schultern zu nehmen und die Treppe hochzuschieben.
    Ihnen klar anzusagen, daß sie ab X Uhr im Bett zu liegen haben - ob sie vorher noch Computer spielen können, wäre ihre Entscheidung, denn das gibt es nur, wenn die Zähne geputzt sind... - und dabei zu bleiben.
    Und das alles ohne Gereiztheit und Ärger, sondern trocken und unbeteiligt.
    Ach, das wünschte ich mir! Daß ich das öfter könnte!
    Aber dann hab ich meine eigenen Vorstellungen, und meine Pläne, und dann bin ich nicht bereit, dranzubleiben, damit das Kind macht, was ICH jetzt will (weil es eben nötig ist!), weil es doch so viel schneller geht, wenn ich den Tisch decke, oder ich einfach zu kaputt bin, um jetzt den Streit durchzustehen, der ausbricht, wenn ich hochgehen und umziehen durchsetze... und weil es drei sind und ich alleine und zweie in vier Richtungen davonrennen, wenn ich der dritten im Nacken sitze.
    Ja, man könnte so viel besser machen.
    Aber zumindest eines habe ich schon gelernt: niemals von den Kindern erwarten, daß sie sich freuen (oder mich loben), wenn ich "etwas doch für sie gemacht habe". Denn nie können sie besser ihre Macht ausspielen, als wenn sie mir das Lob verweigern für meine große, unglaubliche Fürsorge. Und wenn ich etwas wirklich "für sie" mache, warum will ich dann Dankbarkeit oder Lob? Dann mache ich es doch wohl eher für mich selbst...

    Salat
     
  7. Alina

    Alina Selfie Queen

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    AW: Josephines Sturheit - wir kommen an unsere grenzen

    Ja so hab ich das noch gar nicht gesehen.

    Aber ich muss schon sagen das ICH immer konsequent bin. Wenn ich eine Ansage mach -bleibt es dabei. Es ist auch so das sie oben allein Hendrik auf der Nase rumtanzen. Sobald ich komme - machen sie meistens schnell hin.

    Ich sage dann auch Josy schon wenn ich etwas "angedroht" habe - du weißt das ICH das mach. Halt das sie ihren Computer dann wirklich nicht wieder bekommt.

    lg
     
  8. Dilla

    Dilla Familienmitglied

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    AW: Josephines Sturheit - wir kommen an unsere grenzen

    Es ist ja schon viel gesagt worden.
    Was mir auffiel: Deine Aufforderungen sind als Frage formuliert,
    z.B.
    Als mein Sohn ca. 7 Jahre alt war, musste ich anfangen mit besonders
    klaren Ansagen.
    Also direkt anschauen, sagen "ich möchte, dass du dies/das/jenes machst."
    und dann die Aufforderung "Jetzt!".
    Natürlich, wie Salat schrieb, trocken und unbeteiligt. :umfall:
     

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