Gürtelrose

Dieses Thema im Forum "Apotheke" wurde erstellt von Bine, 27. Juni 2003.

  1. Hallo zusammen,

    der Mann meiner Schwester hat seit Donnerstag "offiziell und amtlich" eine Gürtelrose. Da diese ja durch Viren übertragen wird, ist meine schwangere (Anf. 3. Monat) Schwester besorgt, ob sie die Gürtelrose bekommen wird.
    Kann es dem ungeborenen Kind schaden? Was kann man tun?
    Ihr Mann nimmt Tabletten und Creme, aber was kann sie dann machen?

    Liebe Grüße
     
  2. Alley

    Alley Miss Ellie

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  3. Leonie

    Leonie Familienmitglied

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    Liebe Sabine,
    ich hoffe bei Deiner Schwester ist alles in Orndung soweit - die ansteckende Phase ist ja leider auch vor dem sichtbaren Ausschlag, so daß bereits alles gelaufen sein kann.
    Am Besten sie spricht mit dem Arzt mal darüber.
    Liebe grüsse Leonie
     
  4. Hallo Leonie,
    der FA weiß Bescheid, konnt ihr aber auch nicht mehr sagen. Mögliche Konsequenzen bei einer Ansteckung weiß man nicht wirklich.
    Tja, es bleibt also abzuwarten, ob sie sich angesteckt hat :-?

    Lieben Dank
     
  5. Florence

    Florence Hautärztin

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    Hallo Sabine,
    Die Viren bei Gürtelrose werden nur durch den Bläscheninhalt übertragen, nicht, wie bei den Windpocken, schon beim Husten und Niesen. Deswegen ist hier die Ansteckungsgefahr nicht so groß.
    Der Frauenarzt kann den Antikörpertiter gegen Varizella-Zoster-Virus bestimmen, dann weiß man, ob Deine Schwester schon mal Windpocken hatte. Wenn ja, ist eine Schädigung des Kindes so gut wie ausgeschlossen.

    Ansonsten: "Windpocken-Infektionen während der Schwangerschaft sind sehr selten. Kommt es zu einer Ansteckung, hat diese in 3,5 Prozent der Fälle eine Fehl- oder Totgeburt zur Folge. Kommt es in den ersten 20 SSW - vor allem zwischen 13. und 20. SSW - zur Infektion, ist mit 1- bis 2-prozentiger Wahrscheinlichkeit mit einer Erkrankung und einer Schädigung des Kindes zu rechnen. Nach der 20. SSW sinkt das Risiko deutlich ab, so dass nicht mehr von einer Gefährdung des Kindes ausgegangen werden muss.

    Anders verhält es sich bei Infektionen um den Geburtstermin. Kommt es vier Tage vor bis vier Tage nach der Geburt zu einer Ansteckung der Mutter mit Windpocken, so ist in etwa 50 Prozent der Fälle auch mit einer kindlichen Infektion zu rechnen. Das Kind erkrankt an den so genannten Neugeborenen-Varizellen. Bei acht Prozent hat dies schwer wiegende Verläufe zur Folge, von denen beinahe ein Drittel tödlich endet." Gefunden unter http://www.netdoktor.at/Kinder/neu/infektionen/windpocken.shtml
    Liebe Grüße und gedrückte Daumen, daß es keine Probleme gibt, Anke
     
  6. Leonie

    Leonie Familienmitglied

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    Hallo,
    oben habe ich mich - merke ich gerade - etwas undeutlich ausgedrückt.
    Was ich eigentlich sagen wollte: bei einer ersten Infektion mit dem Virus bekommt man zuerst die Windpocken (nach Statistik sind mit 14 Jahren 90 % der bevölkerung mit dem Virus in Kontakt getreten), bei einer späterem Ausbruch vermehren sich die Viren, die in Nervenzellen "überwintert " haben, wieder und es kommt zu einer Gürtelrose. Die Windpocken sind recht infektiös, gerade vor Auftreten des Ausschlages. Die Gürtelrose selbst gilt als nicht sehr ansteckend, da ja 90 % der Bevölkerung durch die Windpocken immun sind, nur bei den noch nicht infizierten 10 % würde es erst mal zu den Windpocken kommen. Also bekommt man von einer Gürtelrose durch eine Ansteckung zumindest keine Gürtelrose. :eek:
    Florence hat den Rest ja schon perfekt erklärt. :)
    Lieben Gruss Leonie
     
  7. Leonie

    Leonie Familienmitglied

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    Hallo,
    noch eine Korrektur: die Gürtelrose ist, wie Florence schreibt, nur in der Bläschenphase ansteckend ( so ähnlich wie Lippenherpes), die Windpocken im Unterschied dazu schon vorher. Das hatte ich oben falsch erwähnt.
    Liebe Grüsse Leonie
     
  8. Lieben Dank!

    Ich denke, dann stehen die Chancen gut, daß nichts passiert :bravo:
    Wie ich soeben erfahren habe, hatte meine Schwester schon Windpocken und ihr Mann hat ja nun das Ganze schon seit bald 14 Tagen.
    Also, der Kelch scheint an uns vorüber zu gehen.
     

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