Einschlaf- und Aufwachprobleme

Dieses Thema im Forum "Schlafprobleme" wurde erstellt von Tanjabn79, 29. Januar 2009.


  1. Hallo liebes Forum,

    ich bin gerade bei der Suche über die Ferber-Einschlafmethode auf dieses Forum gestoßen und hatte direkt einiges zu lesen. Da dachte ich mir, dass ich mich ja auch direkt anmelden könnte um euch um Rat zu fragen bzw. eure Meinung zu erfahren.

    Wir, das sind mein Mann Andy, mein Sohn Tim (fast 6 Monate alt) und ich.
    Tim ist unser erstes Kind, von daher sind wir manchmal etwas unsicher.

    Nach den streßigen ersten 4 Monaten mit viel Bauchweh und Blähungen und anfangs Schwierigkeiten beim Trinken (er ist ein Flaschenkind) dachten wir, dass es so langsam eigentlich besser werden müsste. Doch haben wir jetzt das Gefühl, dass er sowohl einschlaf als auch aufwachprobleme hat.

    Tagsüber kann er so gut wie gar nicht schlafen, wenn ich ihn nicht durch die Wohnung trage. Sobald er auf meinem Arm eingeschlafen ist und ich ihn hinlegen möchte gucken mich direkt 2 große Kulleraugen an und er ist auf einmal wieder Glotz-Wach.

    Komischer weise ist dies Abends anders. In der Regel füttern wir ihn gegen 21 Uhr das letzte Mal, tragen / schaukeln ihn dann noch ein bißchen durch die Wohnung bis er eingeschlafen ist und legen ihn dann in sein Bettchen. Dann schläft er auch meistens bis mind. 5 Uhr.

    Die Aufwachphasen bedeuten wohl immer sehr viel Streß für ihn, da er sofort (noch mit geschlossenen Augen) schreit. Oftmals beruhigt er sich erst nach 30 minuten.

    Wir haben uns dann ein Buch bestellt "Jedes Kind kann schlafen lernen". Dort wurde eben auch diese Ferber-Methode vorgestellt. Im Internet findet man aber sehr viele "Gegner" dieser Methode. Daher sind wir etwas unsicher, ob das überhaupt sinnvoll ist. Vor allem da er ja abends / nachts größtenteils durchschläft.

    Unser Hauptproblem ist eigentlich, dass man ihn tagsüber nicht mehr hinlegen kann ohne das er sich die Seele aus dem Leib schreit.

    Weiter hat uns aus dem Buch verunsichert, dass sein Bettchen quasi leer sein soll. Tenor: außer einer matratze braucht er nichts.

    Wir haben sein bettchen mit einem schönen weichen Nest ausgelegt, was ihm (so dachten wir zumindest) Geborgenheit vermitteln soll.

    Was sind eure Erfahrungen, habt ihr vielleicht ein paar Tips für uns, wie wir das mit dem Mittagsschlaf hinbekommen könnten (ohne ihn ständig herumtragen zu müssen - er wiegt schließlich mittlerweile auch über 8 kg :)

    Freue mich auf eure Meinungen..

    LG
    Tanja, Andy u. TIM

     
  2. aurea

    aurea Goldstück

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    AW: Einschlaf- und Aufwachprobleme

    Herzlich Willkommen erstmal hier!;)

    Also unser Großer hat in dem Alter auch nur im Tuch, auf dem Arm oder im Kiwa tagsüber geschlafen. Mach dir keine Sorgen, das ist gar nicht sooo unüblich.

    Das Aufwachen am Morgen ist wahrscheinlich für euren Wurm schwierig, da er ja auf dem Arm o.ä. eingeschlafen ist und nun in einer anderen Umgebung aufwacht. Er fühlt sich sicherlich verloren, verängstigt.

    Steht das Bettchen bei euch im Schlafzimmer? Habt ihr Blickkontakt?
     
  3. AW: Einschlaf- und Aufwachprobleme

    Hallo Jungsmami,

    ja das Bett steht bei uns im Zimmer, aber leider am Fussende (und so ist kein Blickkontakt möglich), geht leider aus Platzgründen auch nicht anders. Aber selbst wenn er auf dem Arm einschläft und da auch wieder aufwacht schreit er manchmal ganz schön doll.
     
  4. aurea

    aurea Goldstück

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    AW: Einschlaf- und Aufwachprobleme

    Du darfst das mit dem Schreien auch vielleicht nicht ganz so schlimm sehen.

    Der Kleine kann sich ja gar nicht anders ausdrücken, lass ihm die Zeit sich euch mitzuteilen, am besten wenn ihr ihn liebevoll mit im Bett habt oder kuschelt.

    Die Kinder haben auch bestimmt Phasen in denen es ihnen mal besser, mal schlechter geht (Wachstumsschübe, Fremdeln, neuer Entwicklungsschritt,...) In solchen Phasen kommt es immer wieder zu etwas unruhigeren Phasen, je ruhiger ihr denen begegnet, desto besser wird es euer Wurm verkraften!

    Liebe Grüße
     
  5. Corinna

    Corinna Forenomi

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    AW: Einschlaf- und Aufwachprobleme

    Hi! :winke:



    :-D Das liegt daran, daß ein Kind während des Schlafes immer wieder mal aus den Tiefschlafphasen wacher wird und seine Umgebung "sichert".

    Anno Tobak, als wir das Feuerchen noch mit Steinen machen mußten, war es überlebenswichtig, IMMER und in jeder Situation bei Mama zu sein - Erst Recht beim Schlafen, sonst bedeutete es in der Regel, daß man nicht überlebt.
    Das ist ein Instinkt, den wir bis heute nicht abgelegt haben (wie auch so einige andere Instinkte) und die sich u.a. eben mit diesem Schlafverhalten äußern! :jaja:


    Wenn du ihn auf dem Arm einschlafen läßt, sollte er tunlichst auch dort aufwachen können.
    Läßt du ihn im Bettchen einschlafen, wird er nicht panisch reagieren, wenn er dort auch aufwacht.
    Schläft er auf dem Arm ein und wacht im Bett auf, sprich, die Umgebung hat sich geändert, wird "Alarm" geschlagen - sicherheitshalber, nicht, daß man irgendwo "vergessen" wurde!


    Klingt nach einem festen Ritual, das er als Solches für sich angenommen und akzeptiert hat.

    Auch, wenn er dort aufwacht, wo er eingeschlafen ist? :verdutz:

    Jaaaa.... Die Methode ist tatsächlich schwer umstritten und Herr Ferber selbst hat mal angemerkt, daß diese seine Methode für Kinder unter einem Jahr nicht "geeignet" sei!
    Ob sie für Kinder über ein Jahr "besser" ist, wage ich ebenfalls zu bezweifeln....


    Ein Kind weint, weil es sich nicht anders ausdrücken kann.
    Wenn du darauf reagierst und die (Grund-)Bedürfnisse deines Kindes befriedigst, oder zumindest "da" bist, wenn du auch nicht heraus hast, warum dein Kind gerade weint, dann lernt es, daß es nicht "allein" ist - Mama ist da, alles wird gut - irgendwann!
    Ihr entwickelt eine Beziehung zueinander, die voller Vertrauen ist, da dein Kind ja weiß, daß du es nicht alleine läßt und seine Bedürfnisse ernst nimmst.
    Wendest du jetzt aber die Ferber-Methode an, dann lernt dein Kind:
    Mama kommt, nachdem ich so und so lange schreien muß, aber es "kümmert" sie nicht wirklich, was mit mir los ist, denn sie geht wieder!
    Das "Urvertrauen" kann erheblich durchgerüttelt werden, bishin zur Resignation - Vertrauen gleich null.
    Dein Baby mag vielleicht nicht mehr schreien - aber nicht, weil die Methode sowas von "toll" ist, sondern weil dein Kind keinen "Sinn" mehr darin sieht, dich zu rufen - Du reagierst ja eh nicht. (In Augen des Kindes!)


    Kannst du ein, zwei mal am Tag eine "Ruhephase" für euch einbauen?
    Indem ihr euch in eine Ecke der Couch kuschelt und er bei dir schlafen kann, während du gemütlich einen Tee trinkst und ein Buch/eine Zeitung liest?
    So kommt er an Schlaf und gleichzeitig an deine Nähe und DU hast auch Ruhephasen, in denen du neue Kraft tanken kannst!


    Ja. Eigentlich ist dem tatsächlich so!
    "Firlefanz" wie Deckchen und Nestchen und Kissen ect können begünstigen, daß sich das Baby etwas über das Gesicht zieht und sich nicht mehr "befreien" kann.
    Ein "leeres" Bettchen wäre tatsächlich sicherer für´s Baby.


    Tuchfühlung fände ich jetzt sogar noch etwas wichtiger als Blickkontakt...
    Kannst du da wirklich nichts machen?

    :troest:
     
  6. Traumtänzerin

    Traumtänzerin Familienmitglied

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    AW: Einschlaf- und Aufwachprobleme

    Hallo,

    Meine Tochter hat über ein Jahr Tagsüber nur in meiner Nähe geschlafen.
    Wenn dein Kind noch nicht so viel wiegt, würde ich dir ein großes Tragetuch empfehlen. Das hat bei meiner Tochter immer geholfen. Mit der Wickelkreuztrage war sie super zufrieden, und ich hatte keine Rückenschmerzen. ;)
    Je älter sie dann wurde, konnte ich sie, wenn sie eingeschlafen ist, dann auch hinlegen.
    Ich bin eine Gegnerin des Buches "Jedes Kind kann schlafen..." Dein Kind kann noch nicht verstehen warum du es schreien lässt. Und es gibt einfach Kinder die diese Nähe und Absicherung brauchen.
     

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  1. baby 5 monate schreit beim aufwachen mit geschlossenen Augen

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