Der erste Tag bei der Tagesmutter - ZWEIFEL!!!!???

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von olenka, 5. September 2005.

  1. olenka

    olenka Familienmitglied

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    Hallo,
    bei Maja hat die EIngewöhnungsphase bei der Tagesmutter angefangen und ....ich habe Zweifel, ob es nicht zu früh ist, ob diese Frau die richtige ist usw....

    Bei den vorherigen Gesprächen war ich voll happy und überzeugt-sie ist es. Heute waren wir nur eine Stunde da und ich habe gemischte Gefühle. Sie wundert sich dass Maja so komisch auf dem Popo robbt und keine Anstalten macht, um zu laufen... Ich sage mir, sie ist erst 1 Jahr alt geworden und soll selbst entdecken, wofür sie ihre Beine hat.

    Wir gehen am Mittwoch wieder für 1 Stunde, mal sehen. Ich hatte mich schon auf die freien 4 Stunden am Tag sehr gefreut um für die mündliche Dolmetscherprüfung zu lernen und mich auf mein zweites Staatsexamen vorzuzbereiten.

    Ich habe gerade noch bei zwei potenziellen Krippen angerufen - keine Chance vor dem Frühling einen Platz zu bekommen.

    Wie lief es bei Euch ab? Wie waren/sind die Tagesmütter?

    (ein bisschen verzweifelte) olenka
     
  2. Nechbet

    Nechbet Gehört zum Inventar

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    Hallo Olenka,

    also mit Tagesmüttern habe ich keine Erfahrungen. Aber ich finde, das es mit einem Jahr genau der richtige Zeitpunkt ist, sie ab und an in fremde Hände zu geben. Damit sie sich einfach daran gewöhnt.

    Zu der anderen Sache. Sprich sie darauf an, das sie so "komisch" reagiert hat auf Maja's robben. Wenn Du nicht mit dem übereinstimmst und kein gutes Gefühl bei ihr hast, dann such Dir eine neue. Aber gib und Euch eine Chance, das erste mal ist immer schwierig. Aber Vertrauen ist das wichtigste. Um das aufbauen zu können muß man über alls reden können, was das Kind angeht. Maja spürt sonst auch Deine Zweifel und wird weniger gern hingehen.

    Annika geht ja in die Kinderbetreuung und da habe ich auch immer wieder Zweifel gehabt, das es zu früh sei, da sie immer mal wieder geweint hat beim Abschied. Die Betreuerinnen waren bei mir übrigens nie ein Problem zu denen 2 Betreuerinnen hab ich volles Vertrauen gehabt. Aber ich bin froh, das ich durchgehalten hab. Die Kleine fühlt sich wohl und ich genieße die freie Zeit und ich hoffe, das die Kita dann mal leichter fällt.
     
  3. Steffi B.

    Steffi B. Miss Liebenswert

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    Ich kann dir nur raten euch zeit zu lassen.. schau dir noch ein zwei treffen an.. wenn aber nur ein funke zweifel bleibt.. lass es sein.. und such dir eine andere tagesmutter dann macht es keinen sinn.. und wichtig ist auf jeden fall immer ein offenes wort ihr gegenüber

    lg steffi
     
  4. Snow

    Snow Mr. Bean

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    Also wir hatten auch mal ne Tagesmutter. Da dachten wir eigentlich das es gut laufen würde. Allerdings entwickelte sich unser Kurzer sehr zum Nachteil in dieser Zeit, war unausgeglichen, zornig und ungenießbar. Irgendwann konnte er zum Glück in den Kindergarten. Es stellte sich heraus, dass die Kinder der Tagesmutter völlig egal waren und es wohl auch recht grob zur Sache ging. Naja, so werden aber gewiß nicht alle Tagesmütter sein. Unangemeldete Besuche halte ich aber für sinnvoll..

    Gruß
     
  5. flonikki

    flonikki Habibi

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    dazu möchte ich dann direkt auch noch etwas sagen :)

    diese tagesmutter war damals die einzige im umkreis. es sei denn, ich hätte niklas zu einer tagesmutter geben wollen, die kein wort deutsch, sondern nur russisch spricht und sich somit überhaupt nicht verständigen konnte.

    es blieb mir auch überhaupt nichts anderes übrig, als niklas dort abzugeben, da ich die chance für einen beruflichen wiedereinstieg bekam (eine weiterbildung in teilzeit, alles sehr kurzfristig).

    sicherlich kam ich zu beginn wunderbar mit ihr klar, sonst hätte ich mir das auch noch mal genau überlegt, ob ich niklas dorthin gebe. aber mit der zeit veränderte sie sich dermaßen...

    wann immer ich kam und niklas brachte/abholte, schlief ihr 2. tageskind z.b., oder es weinte im bett ("ach, der ist müde, der soll jetzt schlafen"). zu gesicht bekam man ihn selten. niklas hatte immer ein ausgewogenes und reichhaltiges frühstück dabei (ein-zwei vollkornbrote, obst/gemüse und einen joghurt, dazu musste ich sogar seine getränke von zu hause mitbringen). das frühstück sollte doch eigentlich für 5 stunden langen, dachte ich. falsch gedacht, nach ein paar tagen meinte sie, niklas hätte immer nur hunger und ich müsste mal mehr und vor allen dingen andere sachen mitgeben. was sie denn unter "anderen sachen" verstehen würde? na, milchschnitte, schokolade, pudding, schokocroissants,... das würde er bei ihr nämlich auch noch zusätzlich essen! :umfall: da wunderte mich dann auch die plötzliche gewichtszunahme meines sohnes nicht mehr. :verdutz: ich ließ sie dann wissen, dass er ein durch und durch gesundes frühstück dabei hätte und das reichen müsse. sie war zwar nicht sehr begeistert, musste da aber durch.

    die tagesmutter hatte noch eine 7-jährige tochter, die zu dem zeitpunkt weder in den kindergarten noch in die schule ging. sie war ebenfalls den ganzen tag zu hause. eines mittags, als ich niklas abholte, stand ich im wohnungsflur und bekam mit, dass die tochter niklas schubste. niklas sagte "ey, lass das!" und bekam daraufhin eine geknallt von der tochter. die tagesmutter stand daneben und sagte die ganze zeit nichts. für sie war das eine streiterei zwischen zwei kindern. das der 3-jährige zwangsläufig den kürzeren ziehen musste, interessierte sie dabei nicht. als ich ihrer tochter dann ein paar takte gönnte, sagte sie doch tatsächlich zu mir, dass ich das sein lassen sollte! :bissig: das war der zeitpunkt, an dem ich die verhandlungen um einen platz im kindergarten wieder aufnahm.

    ein paar tage später hatte die tagesmutter mit ihrer tochter ein gespräch an der grundschule. niklas als tageskind musste mit, ebenfalls der andere kleine junge und das mädchen, was sie mittlerweile auch noch angenommen hatte. niklas hatte bis zum 4. lebensjahr oftmals probleme damit, dass er sich das schultergelenk auskugelte, wenn er sich die schulter stieß oder falsch angefasst wurde. wir wussten das und teilten das natürlich der tagesmutter ebenfalls mit. als ich niklas an besagtem tag abholte, schonte er seine shculter, der arm hing schlaff hinunter. nicht schon wieder, dachte ich nur. auf die frage, wie das passiert sei, bekam ich nur zu hören, dass niklas sich seine jacke ausgezogen hätte und dabei müsste das passiert sein. warum sie mich nicht angerufen hat, konnte sie mir nicht sagen. niklas hingegen teilte mir später unter tränen mit, das k.... immer "so, so, so" gemacht hätte. dabei zog er wie wild an meinem arm. im nachhinein kam heraus, dass niklas sich unterwegs zur schule ein schaufenster ansehen wollte. ihr ging das alles nicht schnell genug, und anstatt auf den jungen kurz zu warten oder ihnz u rufen, riß sie ihm ungeduldig am arm herum und kugelte ihm die schulter aus.

    die nachfolgenden tage blieb niklas zu hause, bis der arm wieder in ordnung war. in dieser zeit richtete der kindergarten doch tatsächlich einen platz für unseren sohn ein! ich hätte heulen können... er musste dann noch einmal dort hin, weil ich eine klausur hatte, dann war das thema tagesmutter erledigt.

    diese tagesmutter betreut auch heute noch kinder. wenn niklas sie sieht, versteckt er sich hinter mir und will sie auf keinen fall anschauen. ich habe daraus gelernt und würde mein kind nie wieder zu einer frau geben, die ich nicht kenne (auch, wenn es da sicherlich andere erfahrungen gibt).

    puh, was für ein roman! :nix:
     
  6. Mit Taesmuettern habe ich keine ERfahrung. mein gefuehl sagr mir, dass es absolut wichtig ist, dass deine Vorstellung Erziehung und Entwicklung mit der der Tagesmutter uebereinstimmen sollten.
    Probier's nochmal aus. Wenn Du dann wieder ein ungutes gefuehl hast- lass es lieber gleich bleiben.
    Du wuerdest bestimmt eine andere finden, die besser zu Euch passt.
     
  7. liebe olenka,

    da ich zur zeit die eingewöhnungsphase mit unserem luca ( 22 monate) bei einer tagesmutter abgeschlossen habe und er heute zum 2.mal alleine bereits 2 stunden zum spielen geblieben ist, schildere ich dir meine eindrücke bzw auf was ich "gehört" habe, als wir eine tamu suchten:

    gleich zu beginn, wir waren bei 4 tagesmüttern, erst die letzte hat mir vom gefühl her zugesagt, wo ich mir auf vorstellen konnte, luca langsam einzugewöhnen, dh ich hab auf mein bauchgefühl vertraut und jetzt im rückblick kann ich sagen, dass das richtig war oder ist.

    ich war jetzt drei wochen lang immer von montag bis donnerstag 2 stunden mit luca bei der tamu, wo ich mir alles genau anschaute, vom frühstücken her, über spielphasen, spielen draußen im garten, jause am vormittag und einmal sind wir auch zum mittagessen geblieben.

    ich war von anfang an begeistert, da die tamu eine montessoriausbildung hat, fleischlos kocht, mit dinkel bäckt, den kindern wasser zu trinken gibt, vormittagsjause ist joghurt oder obst, eigentlich das alles, was ich von zu hause aus mit luca auch mache, also hat das schon mal zu 100 prozent gepasst.
    sie macht auch 4 mal in 2 monaten elternabende, wo erziehungsthemen mit referenten oder partnerschaftsthemen diskutiert werden, das finde ich auch super!

    in der 3. woche ist er dann schon mal eine halbe stunde allein dortgeblieben, ich bin schnell einkaufen gegangen.
    ich hab auch auf die anderen kinder geachtet, wie geht die tamu mit ihnen um, wenn sie mal weinen usw.

    ich würd dir vorschlagen, schau dir die tamu noch 2 mal an und vertrau auf dein bauchgefühl und sprich auch alles an, was du komisch findest, denn sonst kommt schon zu beginn ein unmut auf, der sich dann weiterzieht und immer größer wird.

    ich für meinen teil, versuche, wenn mir etwas nicht logisch erscheint oder nicht gefällt mit der tamu darüber zu reden!
    wie gesagt vertrau auf deinen bauch,d enn wenn du kein gutes gefühl dabei hast, bei wem dein kind ist, dann überträgst du dieses gefühl auf dein kind und die loslösungsphase wird dann auch schwieriger!

    wenn du nicht allzu sehr unter zeitdruck bist und es noch andere tamü im umkreis gibt, schau dir noch ein paar als vergleich an!

    ich wünsch dir alles gute bei deiner wahl und eine harmonisches loslassen!

    liebe grüße

    nina
     
  8. Also zum Thema Tagesmutter kann ich nur sagen, dass es ganz wichtig ist, dass du mit ihr übereinstimmst und dich nicht auf Kompromisse einlässt, was die Erziehung betrifft. Es ist auch notwendig, dass du von Anfang an mit der Frau reden kannst, und du musst merken, dass sie auf das Kind eingeht. Mein Kleiner ist seit einem halben Jahr bei einer Tagesmutter und freut sich jeden Tag darauf, hinzugehen. Ich stimme mit ihr auch in Erziehungsfragen überein und mir war von Anfang an wichtig, dass es nicht eine Frau ist, die gerade ihr erstes Kind hat und sich etwas nebenbei verdienen will. Meine Tagesmutter hat selbst drei fast erwachsene Kinder, das heisst, sie kann auf die Kleinen auch gut eingehen, ohne dass ihre Kinder darunter leiden. Und sie hat natürlich die Erfahrung mit ihren Kindern und liebt Kinder. Mir ist das ganz wichtig. Ausserdem weiss ich, dass sie viel mit den Kindern draussen ist, bzw. im Garten spielt usw.
    Man muss jedenfalls selbst das Gefühl haben, dass man sich auch dort gerne aufhält, denn Kinder sind viel sensibler als wir.

    Viel Glück mit der TM!
    lg Elfi
     

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Stichworte:

  1. eltern zweifeln an tagesmutter

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