Das neue Buch von Jesper Juul...

Dieses Thema im Forum "Bücher Kiste" wurde erstellt von Giovanna, 7. Mai 2005.

  1. ...hat mich irgendwie nicht grad umgehauen. Ich meine das "Aus Erziehung wird Beziehung-Authentische Eltern-kompetente Kinder"

    Der Titel ist ja noch sehr vielversprechend, aber all das was mir an "Das kompetente Kind" so sehr gefallen hat, vermisse ich an diesem Buch :-? . Ich hatte beim Lesen irgendwie das Gefühl, Juul ständig widersprechen zu müssen. Seine Ansichten, die mir zuvor noch so revolutionär und unvoreingenommen schienen sind irgendwie nun in diesem Buch total verhärtet und starr.

    Plötzlich wirkt er auch so anklagend Eltern gegenüber, obwohl ich grad diese nicht vorwurfsvolle Sprache in "Das Kompetente Kind" irre bewundert habe.

    Hat es noch jemand außer mir schon gelesen?


    neugierige Grüße, Johanna
     
    #1 Giovanna, 7. Mai 2005
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 7. Mai 2005
  2. jackie

    jackie buchstabenwirbelwind
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    oh, das intressiert mich sehr, werde gleich nachher bei amazon stöbern gehen, mal wieder ein paar bücher bestellen

    das jesper juul buch:

    [ISBN]3451055333[/ISBN]

    werd ich gleich mitbestellen und dir dann meine meinung schreiben

    :winke:
    jackie
     
  3. Naja Johannaa, ich hatte es auf meinem Wunschzettel und verpasst es zu kaufen.
    Aber nach Deinem Eindruck kauf ich es lieber nicht.
    Da schau ich lieber ob ich es mir leihen kann. "Das kompetente Kind" fand ich auch klasse, und kompetent erziehen auch.

    :winke:
    Silke
     
  4. Birgit

    Birgit freches Huhn
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    @Jackie
    auf Deine Meinung bin ich gespannt :jaja:

    :winke:
     
  5. Ich bin auch schon sehr gespannt auf eure Meinungen.

    Nochwas zum Buch: Es ist in Interviewform geschrieben, d.h. eine deutsche Journalistin interviewt Jesper Juul v.a. zu "Das kompetente Kind" und "Kompetent erziehen". Von daher steht auch im Buch nichts wirklich Neues drinnen, es werden lediglich die oben erwähnten Bücher nochmal durchbesprochen.
    Die Fragen der Journalistin decken auch nur sehr unvollständig die Aussagen beider Bücher ab. Speziell zum Thema Kooperation (direkt und spiegelverkehrt) steht wirklich nur ganz wenig drinnen. Auch zur Kompetenz der Kinder in Bezug auf das Familiensystem steht sehr wenig. Dabei fand ich gerade das so bahnbrechend und faszinierend :-? . Vielleicht ist das auch der Hauptgrund warum mir das Buch nicht so sehr zusagt. Die Journalistin hat ihre Fragen wohl eher von ihrer Sicht der Dinge und von dem was ihr wichtig war, aus gestellt.

    Wie gesagt, ich bin gespannt auf euer Feedback zu dem Buch.

    lg, Johanna
     
  6. jackie

    jackie buchstabenwirbelwind
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    :winke:

    wie du ja schon weisst, ich bin dran und bisher gefällt es mir sehr gut, weil es auch so persönlich ist, der interviewstil gefällt mir sehr.

    wenn ich durch bin schreib ich mehr dazu :D

    ach ja, eines eindrucks konnt ich mich nicht erwehren - was die eigene kindheit betrifft, hat herr juul wohl auch so einiges noch nicht ganz verkraftet bzw aufgearbeitet.
    ich meine die stelle "als ich vier jahre alt war, habe ich gespürt, dass mir meine eltern nicht das geben können, was ich brauche (..) ich habe mir meine eigene welt zusammenfantasiert und mich dabei wohl gefühlt" ;-(

    was sagt ihr dazu? sich dabei wohl gefühlt? als vierjähriger?


    ligrü
    jackie
     
  7. Genau den Eindruck hatte ich auch. Und das hat mich z.T. auch nachdenklich gestimmt. Es klang für mich z.B. irgendwie "trotzig" als er meinte, er würde seiner Mutter wieder und wieder am Telefon sagen "Ich habe dir nichts zu sagen..."
    Klingt nach einem sehr ungelösten Konflikt mit seinen Eltern :-?

    Zu dem Beispiel "als ich 4 Jahre alt war..." findet sich in "Kompetent erziehen" ein theoretischer Hintergrund in dem er dieses "Phänomen" erklärt, dass manche Kinder sich sehr früh von ihrer Familie abwenden... Ich werd mal nachlesen und danach näher drauf eingehen. Heute nimmer, das Buch ist grad bei meiner Mama.

    lg, Johanna
     
  8. ICh hab es mir nun doch gekauft und ich finde es toll!
    Auch oder gerade weil er manches noch nicht aufgearbeitet hat und das so erzählt.
    Es geht ihm nie darum perfekt zu sein, sondern um Athenzität. Nicht wenn er alles aufgearbeitete hat dann kann er was sagen.

    Es ist nicht zu vergleichen mit den anderen Büchern, schon weil es ein Interview ist, ich hab eher das Gefühl einem Gespräch zu folgen und ja es gibt nicht elementar Neues.
    Was er zum Thema Schule und "ungehorsame Eltern" sagt fand ich sehr lustig und zutreffend, ich meine darin könnte ein Schlüssel zur Bildungsmisere verborgen sein.
    Und ein Satz hat mich sehr berührt, nämlich,das Eltern die eine Rolle spielen als Eltern sich nicht wunder müssen wenn das Kind aufbegehrt, wenn es o lange Grenzen übertritt, bis es herausbekommt,wer hinter der Rolle steckt.
    Und im Dänischen ist das Wort für schauspielern das gleiche wie für "bravsein" ?
    Sehr passend!


    :winke:
    Silke
     

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