Alternative Schulen "Summerhill"

Dieses Thema im Forum "Schulzeit" wurde erstellt von Janine, 15. Mai 2007.

  1. Hallo ich habe eben einen tollen Bericht auf Spiegel.de gelesen

    guckst du hier:

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,481792,00.html

    mich wuerde brennend eure Meinung dazu interessieren, bzw. ob jemand von euch Erfahrungen mit Alternativen Schulen gesammelt hat,
    Freunde hat deren Kinder auf so eine Schule gehen oder ob ihr eure Kinder auf eine solche Schule schicken wuerdet.
    Ich finde die Idee an sich sehr gut, meine Sorgen liegen in dem Bereich der Umsetzung spaeterer Abschluesse bzw. der Anerkennung auf dem Arbeitsmarkt etc., oder vorab die Anpassug an oeffentliche Schulen.

    Ich werde mir demnaechst mal Literatur darueber anschaffen, vorallendingen interessieren mich die Erfahrungsberiche der Absolventen und ihr spaeterer Werdegang. Das wenige was man in google findet ist allerdings sehr positiv dargestellt.
    Es ist doch wirklich so, wie viel hab ich im Leben gelernt in der Schule und wieviel ist haengengeblieben, verschwendete Zeit? welchen Druck ist man in "normalen" Schulen ausgesetzt und wie wenig kann man sich "frei" entfalten? Talente die "gottgegeben" sind, werden selten erkannt noch gefoerdert. Ist das in so einer Alternativen Schule besser Moeglich?

    Lasst was von Euch hoeren, wuerde mich freuen.

    LG

    Janine
     
  2. Tulpinchen

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    AW: Alternative Schulen "Summerhill"

    Ich kenn Summerhill noch von früher aus der Schule, da haben wir da mal drüber gesprochen. Es gab/gibt in Deutschland ein Alternativprodukt - das Haus Sommerberg. Ob es noch existiert, weiß ich nicht.

    So richtig hab ich mich noch nicht mit dem Thema "Schule" befaßt. Im Augenblick tendiere ich aber eher zu einer Alternativschule. Nicht, weil ich ein bestimmtes Konzept vertrete, sondern eher, weil ich weiß, daß sich da Leute Gedanken über Kinder gemacht und nicht einfach nur eine Schule aufgemacht haben.

    :winke:
     
  3. AW: Alternative Schulen "Summerhill"

    Ja es gibt verschieden Alternativ Modelle... in Frankfurt die "freie Schule Frankfurt" und dann natuerlich die Waldorfschulen.
    Finde ich ja interessant das du auch eher zum alternativen Modell tendierst.
    Der Ansatz ist natuerlich seltsam, Kinder lernen wenn sie moechten, aber es scheint ja trotzallem zu klappen. Diese Kinder sollen sich auch wesentlich besser und diplomatischer Auessern koennen, da sie entscheidung eigenstaendig faellen, demokratisch sozusagen und mitbestimmen von klein auf.
    Ich denke so ein Projekt ist moeglich, wenn man als Mutter voll dahinter steht und natuerlich die Dinge dem Kind vermitteln kann die es braucht sprich, lesen, schreiben, rechnen. Die Kreativitaet und Eigenverantwortung wird sicherlich gefoerdert. Ist jedenfalls eine sehr interessante alternative, muss ich mich aber wie gesagt nochmal reinlesen. Fuer mich ist das allerwichtigste eine Gewalt und Drogenfreie Schule zu finden, egal wo es mich da hinverschlagen wird. Ich moechte das meine Kinder Freigeister werden oder bleiben und sie nicht mit Zwang Dinge lernen muessen die sie ueberhaupt nicht interessieren und die sie danach sowieso wieder vergessen. Klar Grundlagen muessen sein, aber was weiter? das Kind soll doch in seinen Interessen gefoerdert werden und kann sich danch im Leben dann auch ausrichten. Hach ist das kompliziert, zum Glueck hab ich noch ein paar Jaehrchen Zeit (grins) zum nachdenken.
     
  4. ilselottikulle

    ilselottikulle Dauerschnullerer

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    AW: Alternative Schulen "Summerhill"

    Ich hätte einfach Angst, dass der Schuss nach hinten losgehen würde, wenn mein Kind so ganz ohne Schul- oder besser gesagt, Lernpflicht erwachsen werden würde.
    Dennoch interessiert mich dieses Thema sehr, ich hab den Bericht im SPIEGEL auch gelesen.
    Gibts denn eine "Versager"quote?

    Ich bin schon der Meinung, dass gewisse Grundlagen einfach erlernt werden müssen. Wie dies umgesetzt werden kann, damit es die Kinder interessiert und sie Spass am Lernen haben, das ist die andere Frage.
    Sicher - in der Schule wird sich mit unheimlich vielen Dingen abgequält, die später keiner je wieder braucht, besonders in den oberen Klassenstufen. Dass einem da die Lust am Lernen vergeht, ist nachvollziehbar.

    Aber ausschliesslich nach dem "Lust-und-Laune-Prinzip" - nee, ich glaube, für diese Methode bin ich doch noch nicht aufgeschlossen genug.
     
  5. AW: Alternative Schulen "Summerhill"

    Ich denke auch das ich dafuer zu aengstlich bin.
    Man will seinem Kindern ja nichts verbauen.
    Allerdings kann man seine Kinder in der freien Schule Frankfurt ja schon ab Kleinkind Alter dort abgeben und ich ueberlege (falls ich wirklich in naechster Zeit wieder nach Deutschland zurueckkehren sollte) ob ich sie nicht wenigstens mal die ersten Jahre in so eine Schule bringen werde. Im ersten und zweiten Schuljahr kann man ja noch nicht so viel falsch machen. Mich wuerde einfach interessieren ob sie dann nur auf der faulen Haut sitzen bzw. nur spielen oder ob sie die Lernangebote wahrnehmen *gruebel*. Bzw. womit sie sich beschaeftigen wenn sie die freie Wahl haben... schon sehr interessant. Ausserdem wird in dieser Schule viel Wert auf musizieren, Akrobatik, Toepfern und solche Sachen gelegt, was ich auch toll finde...
     

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