Umgang mit Geld lernen

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12. März 2008
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#1
Eine Freundin von mir mit 14,5 jähriger Tochter steht vor dem Problem, dass das Kind völlig überzogene Forderungen hat was Konsum angeht, resp. Es wird nur das Beste vom Besten gefordert und das möglichst sofort und selbstverständlich ohne eigenes Zutun.

Ich kenne das Kind, sie ist in dieser Hinsicht wirklich krass. Ihr fehlt völlig das Gefühl dafür, dass das Geld nicht einfach auf den Bäumen wächst und gepflückt werden kann und es interessiert sie auch schlicht nicht, Hauptsache sie bekommt was sie möchte und das versucht sie mit allen Mitteln.

Die Idee ist nun, dem Kind monatlich Geld auf ein Konto zu überweisen und zwar für alles, was sie braucht. Also so, dass es selbst einteilen und sparen lernen muss. In der Hoffnung, dass dadurch ein gewisser Lerneffekt eintritt (und ja, natürlich mit entsprechender Einarbeitung)

Hat irgendwer von euch Erfahrung damit, Kinder selbst Geld verwalten zu lassen? Was bekommen eure ähnlich alten Kinder an Geldern? Was wird bezahlt und was müssen sie selbst? wieviel Taschengeld haben sie zu verfügung?

Bei uns ist das schon so lange her und lief eh völlig anders, deswegen kann ich da wenig aus der Praxis beitragen.

Lieben Gruss
J.
 

lulu

Königin der Nacht
Moderatorin
21. Juni 2002
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#2
Mein Kind in ähnlichem Alter bekommt schlicht Taschengeld, 35 Euro im Monat seit er 15 ist, und ansonsten alles, von dem wir meinen, dass er es braucht. Bei Uneinigkeit wird verhandelt. Ich finde aber, dass keines unserer Kids übermäßig fordert. Die Frage ist durchaus legitim, was man einer Minderjährigen im Haushalt lebenden zugesteht - also an finanziellem Spielraum.

Lulu
 

mone

Kamikazemuddern
15. August 2008
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Koblenz
#3
Ich kann aus eigener Erfahrung berichten...

Als ich 15 wurde, habe ich 100 DM im Monat bekommen, musste allerdings ALLES davon kaufen... Ich hatte ne Grundausstattung an Schulmaterial und Klamotten, alles, was ich darüber hinaus haben wollte, musste ich selber zahlen... Zeitschriften, CDs, Markenklamotten, Kino, später Disco, etc.
Erst dachte ich, das wäre viel Geld, aber...

...es hat dann ziemlich schnell dazu geführt, das ich mir einen Nebenjob gesucht habe... :cool:
 

Jesse

sprachlos im Spreewald
25. Juli 2002
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In der tollsten Strasse der Welt
#4
Eine Freundin von mir mit 14,5 jähriger Tochter steht vor dem Problem, dass das Kind völlig überzogene Forderungen hat was Konsum angeht, resp. Es wird nur das Beste vom Besten gefordert und das möglichst sofort und selbstverständlich ohne eigenes Zutun.
Schon krass. Ich frage mich allerdings woher das rührt.
Für mich ist es sehr wichtig Werte zu vermitteln. Das Leben wir auch vor.
Dementsprechend stellt sich mir hier die Frage, woher das bei dem Mädchen rührt
 
Gefällt mir: Noreia
7. November 2002
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Groß Kreutz
www.andrea-schaefer.de
#5
Kind groß hier ist ja fast 14,5. Sie hat ein an unser Girokonto gekoppeltes Jugendkonto. Sie hat eine EC-Karte zum Bezahlen. Eine Kreditkarte zum Geld abheben. Wobei sie nur das an Geld abheben kann, was sie vorher auf die Kreditkarte überwiesen hat - da ist also eine Sicherheit eingebaut, was Kontoüberziehung betriffft. Mir schmeckte die Kreditkarte nicht, aber da das ne Onlinebank ist, ist das da eben so. Sie bekommt derzeit 16 EUR im Monat überwiesen. Klamotten und Schulsachen bekommt sie von uns zusätzlich bezahlt, Handy auch. Das ist also freies Geld. Taschengelderhöhung haben wir gerade ausgesetzt. Ansonsten ist das eher wenig, soweit ich weiß. Allerdings eben angepasst an unser Familieneinkommen.

Ihr Konfigeld hatte sie schnell ausgegeben. Für die Fahrt nach Schweden im Sommer, für England. Ich hätte es nicht zahlen können. Jetzt mag sie noch ein MacBook und dies und jenes ... und will ans Sparbuch. Das unterbinde ich derzeit aber. Muss sie halt sparen. Neben der Schule jobben sieht schlecht aus, sie überlegt aber schon.

Jesse, wir leben auch anderes vor als es unser Töchter derzeit einfordern. Steckt man nicht drin.
 
12. März 2008
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#6
Lulu, ja, das ist eben wirklich die Frage. Und ich finde das gar nicht so einfach, geb ich zu.

Mone, hihi, ich kann die Entscheidung zum Nebenjob gut nachvollziehen :D Ich kenne das aus meiner Kindheit/Jugend auch nur so. Aber das ist so lange her und kaum mehr wahr und irgendwie scheint heute wirklich einfach alles anders zu sein...

Jesse, ich verstehe deine Ueberlegungen. Aber es macht wenig Sinn hier darüber zu spekulieren weil ja keiner der Beteiligten hier ist. Warum ich schrieb, ist, weil ich dachte, dass hier vielleicht Leute sind, die ganz konkrete Erfahrungen haben wie Höhen der Monatsleistungen etc. Erfahrungen ob es Sinn macht dem Mädchen Geld für alles zu überweisen oder eine Mischmöglichkeit so wie ich Mones Beitrag verstehe (ein ganz einfacher Grundstock von Klamotten / Schulsachen wird gestellt, der Rest muss selbst bezahlt werden und wenn die Wünsche zu spezielle, dann eben, indem das Geld selbst verdient wird).

Schwierig, schwierig....

J.

Nachtrag: Puh, Andrea, 16 € pro Monat find ich in dem Alter schon auch arg wenig an Taschengeld.
 

Lucie

Digitaler Dinosaurier
26. Dezember 2007
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viel zu weit weg vom Meer
#7
der Große ist jetzt 13 und bekommt 5 euro in der Woche. Pro Lebensjahr gibt es 50 Cent mehr. Wenn er mehr Geld möchte kann er sich es verdienen. Entweder mit guten Noten oder Arbeit. Wir bekommen auch nix geschenkt und das kann er ruhig auch lernen.
Wir zahlen noch den Alditalk für 7,99 und Klamotten usw.
das oben ist sein Taschengeld.