Pro Contra Einschulung

Dieses Thema im Forum "Das Leben mit Schulkindern" wurde erstellt von overload, 8. Januar 2013.

  1. Hallo,
    ich bin neu hier und hoffe ich Poste im richtigen Forum.
    Meine Tochter ist im Einschulungsalter und bisher gab es auch keine
    Frage bezüglich der Schuleignung.
    Im Elterngespräch Anfang 2012 wurde ihre Entwicklung von der Kita in den höchsten Tönen
    gelobt.
    Das erste "Screening" zur Schulreife mitte 2012 ergab dass keinerlei Förderbedarf bestünde.
    Und nun jetzt beim Elterngespräch 2013 treten auf einmal soooooooooooooooo viele Defizite auf
    die eine Einschulung in die Regelschule nicht möglich machen.
    Meine Tochter soll in eine Grundschul Förderklasse.
    Kognitive Probleme Sprachdefizite und und und...
    Tatsache ist dass meine Tochter noch keine gefestigte Händigkeit hat ansonsten hatte der Kinderarzt auch keinerlei bedenken geäußert.
    Als ich ihm die Bitte um Ergotherapie vorbrachte fragte er was denn los sei und ich habe ihm die ganze Situation erzählt und er fiel vom Glauben ab und bestägtigte mir nochmals die Schulreife meiner Tochter.
    Auch der zu Rate gezogene Ergotherapeut sieht keine Probleme, nur die Kita geht keinen Schritt von ihrer Empfehlung zurück.
    Die Verbindungslehrerin, die meine Tochter einmal bisher gesehen hat äüßert auch "bedenken"
    Im Moment stehe ich sehr ratlos in der Botanik. Wer hat ähnliches erlebt und kann mir weiterhelfen.
     
  2. Trixi

    Trixi Seelenfänger

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    AW: Pro Contra Einschulung

    Meines Wissens legt die Schulreife weder die Schule noch die Kita fest. Also bleib doch ganz ruhig und lass den offiziellen Schuleingangstest machen. Die wissen schon was sie tun.
     
  3. AW: Pro Contra Einschulung

    Hi trixilein,
    vielen Dank für deine Antwort .
    Es schlägt einem halt eben doch vor den Kopf solche "Diagnosen" zu hören.
    Meine kleine war ein Frühchen (30SSW. 800 gr.) und konnte mit 3 ohne Defizite in die Regelkita.
    Hat sich weiterhin toll entwickelt und dann das.
    Das schockt
    LG
    Petra
     
  4. Lucie

    Lucie Digitaler Dinosaurier

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    AW: Pro Contra Einschulung

    Ich würde diesen ganzen angeblichen Defiziten die von den einen gesehen und von den anderen negiert werden auf den Grund gehen und würde das Kind bei einem sozialpädiatrischen Zentrum vorstellen. Die sind auf sowas spezialisiert und können dir nach der Untersuchung und Gespräch und ggf. Testungen genau sagen wo sie steht und woran ihr seid. Und an Berichten aus solchen Zentren wird in der Regel nicht gerüttelt weil da Leute mit langjähriger Berufserfahrung genau in dem Bereich tätig sind.

    grundsätzlich find ich eine Förderklasse nie schlecht weil dort die Kinder insgesamt viel individueller behandelt werden und nicht sich an dem richten müssen was die breite Masse in der Klasse so vorgibt...das kann nämlich für ein Kind auch frustrierend werden jenachdem wie das so läuft... das ist selbst für gesunde Kinder ein Vorteil. Wenn es für uns nicht täglich Fahrerei gewesen wäre hätte ich mein Kind sofort in eine solche Klasse gegeben, das war meine Wunschschule, es scheiterte nur daran dass da kein Schulbus hinfährt...

    ich würde das diagnostisch abklären lassen und mich trotzdem über die Förderklasse informieren... kognitive Schwächen fallen oft erst bei Eintritt ins Schulalter auf weil da in der Regel zum ersten mal tatsächlich differenziert drauf geachtet wird wie lang sich die Kinder konzentrieren können, wie sie sprachlich entwickelt sind usw. In der kurzen zeit in der ein Kinderarzt das Kind sieht kann auch vieles nicht auffallen.... wenn sie tatsächlich eher Schwächen in dem Bereich hat würde ich keine Minute zögern und ihr diese klasse "gönnen", es ist nicht schön für Kinder immer im schwächeren Leistungsfeld der Klasse zu liegen, das merken sie ja doch. Und in der Förderklasse kann man das Kind fördern, in Regelklassen ist da oft nicht viel drin.

    alles Gute.
     
  5. Schäfchen

    Schäfchen Copilotin

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    AW: Pro Contra Einschulung

    Die ist bei meiner heute 9-Jährigen noch nicht gefestigt bzw. ist sie beidhändig ;) Sie schreibt und schneidet mit rechts (und das sauberer als die Große), isst aber wie ein Linkshänder und auch beim Klavier zeigt sich deutlich die Tendenz zur Linkshändigkeit. Das ist kein Grund nicht einzuschulen.

    Ihr habt ne zuständige Grundschule, nehme ich an. Kann es sein, dass die ein Schüleranzahl-Problem haben und daher versuchen Schüler zurückzustellen, weil sie mit den Klassengrößen nicht klarkommen? Wenn bsilang alles in Ordnung war, so leuchtet mir von außen erstmal nicht ein, wieso sich das Kind so gravierend innerhalb eines halben Jahres verschlechtert haben soll.

    Aber: weder die KiTa noch die Schule entscheiden, sondern einzig das Gesundheitsamt, dass die Schuleingangsuntersuchung durchführt. Wenn du selbst unsicher bist, nimm dir Lucies Rat zu Herzen und geh zum SPZ. Schaden kann es nicht, gerade wenn deine Süße zu früh kam. Das kognitive können die da super testen und dann kannst du dir sicher sein, dein Kind nicht zu überfordern.
     
  6. AW: Pro Contra Einschulung

    @ Lucie leider wäre die Grundschulförderklasse die für uns in Frage käme nicht unbedingt die erste Wahl, da von unserer Kita schon mehrere Kinder da waren und die Eltern keine guten Erfahrungen zu berichten haben. Bei der anderen möglichen Schule geht es mir genau so wie dir ich habe leider nicht die Möglichkeit meine Motte dort hin zu bringen oder ab zu holen und da sie nicht im Einzugsgebiet liegt ergibt sich keine Möglichkeit eines Fahrdienstes.
    @ Schäfchen Die Schülerzahl 1. Klasse liegt in unserer Gemeinde bei 55 :) ich denke mal dass deine Vermutung in die richtige Richtung geht. Für zwei Klassen wären das zu viele und eine Lehrkraft für eine dritte Klasse steht nicht zur Verfügung.
    Eine weitere betroffene Mutter hat mir das gerade vorhin erzählt.
    Nur finde ich so ein "Auswahlverfahren" so was von mies, da so eine Entscheidung schließlich zum Wohle des Kindes erfolgen sollte und nicht zum Wohle der Gemeindekasse.
    Armes Deutschland da wundert es mich nicht mehr dass unser Bildungsstand im Keller ist wenn schon an der Grundschule das Sparen anfängt.
    Für den Rat mit dem SPZ bedanke ich mich ganz herzlich das werde ich in Angriff nehmen.:thx:
     
    #6 overload, 9. Januar 2013
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11. Januar 2013
  7. Mamaaaa

    Mamaaaa Familienmitglied

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    AW: Pro Contra Einschulung

    :winke: Overload, aus welchem Bundesland kommst du denn?

    Zumindest in NRW wären 55 Schüler nicht zu viel für 2 Klassen. Ab 31 oder 32 Schülern muss die Klasse geteilt werden. Eine Klasse mit 27 bzw. 27 Schülern wäre hier ein guter Durchschnitt.
     
  8. talnadjöfull

    talnadjöfull Bücherwurm

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    AW: Pro Contra Einschulung

    Unser Teiler in Niedersachsen liegt bei 26 Kindern pro Grundschul-Klasse, eingeführt dieses Schuljahr für Klassen 1 und 3 und zum kommenden Schuljahr dann für alle vier Jahrgänge gültig.

    Versuche auf 52 runterzukürzen sind bei Niedersachsen wohl nicht ganz außer acht zu lassen.
     

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Stichworte:

  1. grundschulförderklasse pro contra

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