zum Thema Schlafen

Dieses Thema im Forum "Schlafprobleme" wurde erstellt von NimueVerdandi, 15. Februar 2004.

  1. habe ich etwas gefunden und stell es mal komentarlos rein.
    Sollte sich daraufhin eine Diskussion einstellen bin ich natürlich dabei! :)

    Wir Menschen verbringen ein Drittel unseres Lebens mit Schlafen. Dabei ist es keineswegs Zufall, wie wir das tun. Wie wir schlafen, mit wem wir den Schlafplatz teilen und wo wir schlafen, ist abhängig von Kultur und Gewohnheit und Teil der Traditionen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Während des größten Teils der Menschheitsgeschichte schliefen Babys und Kinder bei ihren Müttern oder möglicherweise bei beiden Eltern. Unsere frühen Vorfahren lebten in kleinen Gruppen, die von der Jagd und in einer Gemeinschaft lebten, und man kann davon ausgehen, dass es in ihren Unterkünften keine unterschiedlichen Schlafplätze für Eltern und Kinder gab. Erst vor 200 Jahren wurde es in einigen Kulturen üblich, Wohnungen mit mehr als einem Raum zu bauen. Bis heute ist der Luxus solcher Behausungen den reicheren Gesellschaften vorbehalten. Die Mehrheit der Menschen auf dieser Welt lebt immer noch in Häusern oder Wohnungen, die aus einem Raum bestehen, in dem sich das gesamte Familienleben abspielt.

    Der Anthropologe John Whiting entdeckte (neben anderen Verhaltensweisen) einen einfachen Zusammenhang zwischen den Klimaverhältnissen und dem gemeinsamen Schlafen von Eltern und Kindern. Er untersuchte 136 verschiedene Kulturen und stellte fest, dass es vier typische Schlafarrangements in Familien gibt: Mutter und Vater im gleichen Bett und das Baby in einem anderen Bett; Mutter und Baby gemeinsam und der Vater irgendwo anders, alle Mitglieder der Familie in unterschiedlichen Betten und alle Mitglieder der Familie zusammen in einem Bett. Das Muster, das in den verschiedenen Kulturen am häufigsten auftrat war, wie Whiting entdeckte, Mutter und Kind schliefen in einem Bett und der Vater an einem anderen Schlafplatz (50 Prozent der 136 Kulturen). Bei anderen 16 Prozent schlief das Baby bei Mutter und Vater. Viele dieser Kulturen, schrieb er, waren polygam, d.h. der Vater "wanderte" zwischen den Haushalten und Betten umher, und die beständige Größe war tatsächlich, dass immer die jeweilige Mutter mit ihren Kindern das Bett teilte. Whiting fand auch einen Zusammenhang mit den klimatischen Verhältnissen heraus. Männer und Frauen (das heißt, Paare) schlafen in den Ländern, wo die Temperatur im Winter unter 50 Grad fällt, routinemäßig gemeinsam - vermutlich in erster Linie der Wärme wegen. In den Ländern jedoch, in denen das Klima wärmer ist, haben sie häufig ganz verschiedene Schlafarrangements. Der Schlafplatz der Babys wiederum passt sich in der Regel an eine andere klimatische Situation an - sie schlafen normalerweise in den Ländern mit warmen Klimazonen bei ihrer Mutter, in den kälteren Klimazonen sind sie jedoch oft in Decken gewickelt und auf ein Wiegenbrett gegurtet, um den Wärmeverlust herabzusetzen. Diese Kulturen machen jedoch nur eine kleine Minderheit der menschlichen Bevölkerung aus.

    In fast allen Kulturen rund um den Globus schlafen Babys bei einem Erwachsenen, während ältere Kinder bei Eltern oder anderen Geschwistern schlafen. Es ist nur in den industrialisierten westlichen Gesellschaften wie in Nordamerika und in einigen Teilen von Europa so, das der Schlaf eine Privatangelegenheit geworden ist. Der Westen hebt sich tatsächlich vom Rest der Menschheit ab, wenn es um den Schlafplatz der Kinder geht. In einer Untersuchung von 186 nichtindustriellen Gesellschaften schliefen 46 % der Kinder im gleichen Bett wie ihre Eltern und 21 % in verschiedenen Betten, aber in demselben Raum wie die Eltern. Das heißt, in 67 % der Kulturen auf der Welt schlafen Kinder in der Nähe von anderen. In keiner der 186 untersuchten Kulturen schlafen Babys vor ihrem ersten Geburtstag alleine. In einer anderen Studie, in der 172 Gesellschaftsformen verglichen wurden, fand man heraus, dass alle Kinder den Schlafplatz mit anderen teilen, und wenn es nur für einige Stunden ist. Die USA ragen dabei durchweg als die einzige Gesellschaft heraus, in der Babys routinemäßig in ihre eigenen Betten und in ihre eigenen Räume gelegt werden.

    Die Anthropologin Gilda Morelli verglich die Schlafgewohnheiten in den USA mit der einer Gruppe Maya-Indios in Guatemala. In allen Fällen schliefen die Babys der Indios im ersten und oft auch im zweiten Lebensjahr bei ihren Müttern. In mehr als der Hälfte der Fälle war der Vater auch dabei, oder er schlief bei den älteren Kindern in einem anderen Bett. Mayamütter bemerkten das nächtliche Stillen oft gar nicht, weil sie sich einfach zum Kind drehten und eine Brust freimachten, wenn das Baby Hunger hatte, während sie selbst recht schnell wieder einschliefen. Bei der vergleichbaren US-Gruppe wurden drei der Babys von Geburt an in einem separaten Raum schlafen gelegt, und keines der 18 Kinder schlief regelmäßig im Bett der Eltern. Bis zum Alter von drei Monaten schliefen 58 Prozent der Babys bereits in einem anderen Raum; und bis zum Alter von sechs Monaten waren alle bis auf drei in einen anderen Schlafraum umgezogen. Es überrascht nicht, dass 17 der 18 amerikanischen Eltern berichteten, nachts zum Füttern richtig wach gewesen zu sein.

    Unterschiede zwischen den zwei Kulturen bezüglich der Grundeinstellung zum Schlaf im allgemeinen waren sehr offensichtlich. Amerikanische Eltern verwendeten Schlaflieder, Geschichten, spezielle Kleidung, Baden und Spielzeuge, um das Einschlafen zu ritualisieren, während Mayaeltern ihre Babys einfach einschlafen ließen, wenn sie müde waren. Als der Forscher den Mayamüttern erklärte, wie Babys in den USA ins Bett gebracht wurden, reagierten diese entsetzt und brachten ihre Missbilligung und ihr Mitleid mit den amerikanischen Babys zum Ausdruck, die alleine schlafen mussten. Sie sahen ihre eigene Haltung zum Schlafen als Teil einer größeren Verpflichtung ihren Kindern gegenüber, eine Verpflichtung, in der weniger die praktische Betrachtung eine Rolle spielte. Es machte ihnen nichts aus, dass sie kein Privatleben hatten oder wenn sich das Baby nachts meldete - die Nähe zwischen Mutter und Baby auch während der Nacht gehörte für sie ganz selbstverständlich zum Elternsein dazu.

    Die amerikanischen Eltern hingegen, die ihre Babys regelmäßig bei sich schlafen ließen, gaben an, dies aus "pragmatischen" Gründen zu tun, (vermutlich wegen des Stillens oder, um ein ängstliches Baby zu trösten), obwohl sie der Meinung waren, dass das gemeinsame Schlafen angeblich die Abhängigkeit der Kinder förderte. Anders als die Mayas hielten sie diese Abhängigkeit für beunruhigend und meinten, das sei für die emotionale und psychische Entwicklung der Kinder schädlich. Sie quartierten ihre Babys so schnell wie möglich aus dem Elternschlafzimmer aus, normalerweise bis zum Alter von sechs Monaten; und sie drückten einerseits die Notwendigkeit aus, dem Kind einen Weg in die Unabhängigkeit zu ermöglichen, sowie andererseits den eigenen Wunsch nach mehr Privatsphäre. Sie glaubten auch, dass diese Trennung weniger traumatisch sein würde, wenn sie früh, anstatt später vollzogen wird. Wie eine Mutter es formulierte: "Ich bin auch ein menschliches Wesen, und ich verdiene es, etwas Zeit und Privatleben für mich zu haben." Vielen Müttern wurde auch von den Kinderärzten oder anderen Experten in Sachen Babysicherheit erklärt, dass es für das Baby sicherer ist in einer Wiege oder einem Bettchen alleine zu schlafen, und daher folgten sie diesem Rat und gingen davon aus, das Richtige zu tun.

    Die Unterschiede bezüglich der Haltung zwischen Kulturen kann möglicherweise in Arbeiten deutlicher herausgearbeitet werden, die sich mit Immigranten beschäftigen, die von einem Kulturkreis in einen anderen wechseln. Es wird deutlich, dass die Einstellung zum Schlaf des Säuglings eine der Traditionen ist, die unter dem Druck des Landes, in das eingewandert wird, zu allerletzt angepasst werden. Oder andersherum: in diesem Punkt halten Immigranten an den Traditionen ihrer Heimatländer am längsten fest. So lassen asiatische Eltern- d.h. Menschen aus Indien. Pakistan oder Bangladesh -, die nach England eingewandert sind, ihre Babys weiterhin bei sich schlafen, selbst wenn dieses in England nicht das vorherrschende Muster oder das ist, was von der Britischen Gesundheitspflege befürwortet wird. Und in den USA, in denen das getrennte Schlafen von den Kinderärzten und von dem größten Teil der Gesellschaft befürwortet wird, bleiben ethnische Nischen, in denen das gemeinsame Schlafen mit dem Baby selbstverständlich ist. Bei Minderheiten, die sich nicht nach den Regeln der weißen Amerikaner richten, schlafen in der Regel auch die Babys bei den Müttern bzw. Eltern. In einer Studie, die sich mit den Hispanic-Amerikanern in Ostharlem in New York City beschäftigte, stellte man fest, dass 21 Prozent der Kinder im Alter von sechs Monaten bis vier Jahren bei ihren Eltern schliefen, bei der vergleichbaren Stichprobe der weißen Mittelschichtkinder waren es hingegen nur 6 Prozent. Achtzig Prozent der Kinder aus hispanischen Familien schliefen nachts im gleichen Raum wie ihre Eltern und dies war nicht allein von den räumlichen Gegebenheiten abhängig.

    Aber neue Immigranten sind nicht die einzige Gesellschaftsgruppe, die sich in ihren Schlafgewohnheiten in bezug auf die Kinder von anderen unterscheidet. In einem Vergleich von weißen und afrikanischen Amerikanern sagten 55 Prozent der weißen Eltern und 70 Prozent der schwarzen Eltern, dass ihre Babys bei ihnen schliefen. Bei weißen Amerikanern fand das gemeinsame Schlafen mit ihren Kindern hauptsächlich dann statt, wenn die Babys Schlafprobleme hatten - wobei das als mehrmaliges Aufwachen pro Nacht definiert war - oder wegen der Ambivalenz einer Mutter in bezug auf ihre Elternrolle. In dieser und anderen Studien kristallisierte sich heraus, dass das gemeinsame Schlafen häufig als letzter Versuch galt, ein schwieriges Kind zu beruhigen oder aber eine schwierige Mutter-Kind-Beziehung zu stabilisieren. Afroamerikanische Eltern hingegen sahen das gemeinsame Schlafen als normales Verhalten an, das nichts mit dem Verändern problematischen Schlafverhaltens oder schwieriger Beziehungen zu tun hatte.

    In Appalachia oder in Ostkentucky ist das gemeinsame Schlafen mit den Eltern in der Kindheit die Regel, da es dort seit Hunderten von Jahren so gewesen ist. Obgleich die Menschen dort keine ethnische Minderheit oder neuere Einwanderer sind, bilden sie eine durch Traditionen fest miteinander verbundene Gruppe, die gegen Änderung resistent gewesen ist. Historiker stellten fest, dass in den Kolonialzeiten an der östlichen Meeresküste Menschen häufig im gleichen Bett schliefen - es war die einzige Art und Weise, in den kleinen Häusern zu schlafen, die dort die Regel waren. Aber als sich im 19. Jahrhundert andere Vorstellungen von Familienleben verbreiteten, vollzog sich auch dort eine Veränderung und plötzlich gab es private Schlafräume, zuerst in den Gasthäusern und dann in den privaten Häusern. Die Menschen aus Appalachia, deren Vorfahren noch mit diesen Traditionen lebten, setzten das gemeinsame Schlafen fort und lehnen es bis heute ab, Babys alleine schlafen zu lassen, selbst wenn es keine Frage des Raumes ist. Auch gegen den Rat der dortigen Kinderärzte, lassen die Mütter ihre Babys bei sich im Bett schlafen, weil dies für sie Teil einer bestimmten elterlichen und familiären Ideologie ist. Wie die Anthropologin Susan Abbott unterstreicht, "Das gemeinsame Schlafen ist keine Art wunderliches Überbleibsel aus einer überholten Vergangenheit, noch ist es in irgendeiner Weise pathologisch, auch nicht für die Kinder. Es ist eine gut erprobte Methode ein Kind großzuziehen, die gegen die Angriffe durch den Rat zeitgenössischer Experten in Sachen Kindespflege resistent ist."

    Im Grunde geht es um Verbundenheit in der Familie und darum, Nähe zu den Kindern entstehen zu lassen. Wie es die fünfundsiebzigjährige Verna Mae Sloane bezüglich den Vorstellungen von Mutterschaft in Appalachia formuliert: "Wie kann man erwarten, ihnen im Leben nah bleiben zu können, wenn man gleich damit beginnt, sie von sich wegzuschieben?"

    Warum ist das gemeinsame Schlafen wichtig? Die Wissenschaft fängt gerade an, Antworten auf diese Frage zu finden. Immer noch weiß man nicht, warum Tiere schlafen, aber es gibt inzwischen einige gute Ansätze zu der Frage, wie Schlaf überhaupt auftritt. Wie die meisten körperlichen Zustände handelt es sich auch beim Schlaf um eine Vielzahl von biologischen und physiologischen Mechanismen. Schlaf wird vom Hirnstamm gesteuert, der sich im Austausch mit dem Herzen, den Lungen, den Muskeln um das Zwerchfell, den Rippen und der Organe befindet, die Hormone produzieren - alles Systeme, die die Choreograhie des Schlafes überwachen und regulieren. Sowohl im Schlaf, aber auch während der Wachphasen wechseln sich beim Erwachsenen Perioden des kontrollierten neocortical-gesteuerten Atems und des automatischen, vom Hirnstanm gesteuerten Atmens. Erwachsene sind in der Lage, die Übergänge zwischen diesen Arten zu atmen zu handhaben, aber Kindern gelingt das nicht so leicht. Kinder werden mit neurologisch unfertigen Gehirnen geboren. Bevor sie drei bis vier Monate alt sind, haben sie noch nicht die Fähigkeit entwickelt, die verschiedenen Arten der Atmung zu steuern. Genau das spiegelt sich im Schlafmuster von Neugeborenen wieder. Wie man vor einiger Zeit feststellte, sind sie nicht imstande, die unterschiedlichen Perioden des Schlafes zu verbinden, sie unterscheiden nicht zwischen Tag und Nacht und der Anteil an REM-Schlaf ist bei ihnen sehr viel höher.

    Wenn ein Baby bei seiner Mutter schläft, reagiert es auf ihre Bewegungen und durchläuft eine Vielzahl von Änderungen in den Schlafstadien, weit mehr als das der Fall ist, wenn das Kind alleine schläft; und es übt dadurch die Übergänge von einer Atmungsart zu anderen. Alleingelassen müssen Babys ohne Übung und ohne äußere Signale und Stimulationen von ihrer Umgebung durch die Nacht kommen. Die meisten Babys entwickeln schließlich die Fähigkeit, von einer Art der Atmung zur anderen zu wechseln, während ihre Gehirne sich entwickeln. Aber für einige Kinder können solche Atmungsverschiebungen härter sein; sie könnten vom externen Taktmesser der elterlichen Atmung profitieren. Das gemeinsame Schlafen mit den dazugehörigen Bewegungen und den verschiedenen Schlafstadien sowie der Kontrolle durch Körpernähe könnte genau das sein, was die Natur beabsichtigte, um sicherzustellen, dass Babys während der Nacht erlernen, wie man schläft und atmet.

    Die meisten Eltern in der westlichen Kultur, die sich gegen das gemeinsame Schlafen entscheiden, haben also die körperliche Eltern-Baby-Interaktion während der Schlafstunden geändert. Aber es ist für Eltern, die sich so entschieden haben wichtig zu wissen, dass sie dies aus kulturellen Gründen entschieden haben, und nicht, weil unsere biologischen Voraussetzungen das verlangen. Was solchen wohlmeinenden Eltern nicht klar ist: sie setzen ihre Babys durch das Alleinschlafen möglicherweise unnötiger Gefahr aus.

    Schlussendlich setzt die Tatsache, dass es kindliche Bedürfnisse und elterliche Antworten auf diese Bedürfnisse gibt die Existenz eines dynamischen, sich entwickelnden Systems voraus. Dieses System entwickelte sich, weil die Natur ein Interesse daran hatte, die Überlebenschancen der menschlichen Säuglinge möglichst hoch zu bekommen und somit den Fortpflanzungserfolg der Eltern zu verbessern. Kultur kann sich verändern und die Gesellschaft mag weitergekommen sein, aber die Biologie wird mit einer viel langsameren Geschwindigkeit geändert. Babys sind mit ihrer Biologie trotz unseres modernen Zeitalters in einem viel, viel früheren Zeitalter, dem Pleistozän verhaftet, und keine technologische Vorrichtung und kein Einschlafritual ändert etwas daran. Was Babys auch heute von ihren Eltern wirklich brauchen ist, dass diese sich mit ihnen auf ein interaktives System einlassen, das sich über einen sehr langen Zeitraum und aus guten Gründen entwickelte und das auf unveränderten biologischen Gegebenheiten beruht.


    Meredith F. Small ist Professor in für Anthropologie an der Cornell Universität. Sie ist Autorin der Bücher: Female Choices: Sexual Behavior of Females Primates und Whats Love Got to Do With It? The Evolution of Human Mating.
    Dieser Artikel ist im Original aus ihrem neuesten Buch, Our Babies, Ourselves (Anker Books, 1998) und erschien in MOTHERING, Heft 91 (Nov./Dez. 1998)




    :winke:
    Silke
     
  2. Hallo Silke,
    ein sehr interessanter Beitrag, den ich gierig gelesen habe.
    Ich hatte mich schon mal als "Familienbettbefürworter" geoutet und tue es jetzt wieder.
    Ich weiß das Mäuschen unsere Nähe braucht und ich finde es auch einfach natürlich und schön sie nachts bei uns zu haben, es tut mir selbst auch gut.

    Ja, ich denke wir als Industriegesellschaft sollten viel öfter den Beispiel von Naturvölkern folgen, sei es das Schlafen, das Tragen vom Kind, das Stillen vom Kind usw., usw.

    lG,I.
     
  3. Hallo,

    vor einigen Tagen war ich noch recht unsicher wg des Familienbettes, die meisten um mich rum haben ihre Kinder früh ausquartiert ( aber die meisten um mich rum haben auch nicht gestillt :-( )
    Nach einigen extrem schlaflosen Nächten suchte ich hier im Forum nach einer für uns akzeptablen Lösung und habe sie dank Euch beiden gefunden- seit dem Wochenende haben wir ein Balkonbett und die Nächte sind für uns alle wieder entspannter. Richtig süß wie unser Kleiner abends im Halbschlaf mal sein Ärmchen über die Kante streckt um Mama zu suchen :) Ich glaube, daß er unsere Nähe braucht- als 32. Woche Frühchen hat er da wahrscheinlich auch noch ne Menge Nachholbedarf.
    Mein Mann sagt immer: bei den Eskimos und Indianern schlafen auch alle zusammen.
    So werde auch ich immer mehr zum Verfechter des Familienbettes.

    Viele Grüße
    und nochmal an Euch beide vielen Dank für Euer vehementes Eintreten für Familienbetten- es hat mir sehr geholfen auch mal so was zu hören, dachte schon immer wäre vom Mond
     
  4. Ute

    Ute mit Engeln unterwegs ....
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    Homepage:
    Hallo Silke,

    vielen Dank für den Artikel :jaja:

    Ich finde es sehr wichtig, dass die Babys zumindest im ersten Jahr im Elternschlafzimmer schlafen. So wird es auch empfohlen um dem Plötzlichen Säuglingstod entgegenzutreten.

    Babys, aber auch große Kinder, brauchen die Sicherheit dass Eltern da sind! Auch ältere Kinder haben Ängste.

    Ob wir uns hier im Westen mit den Naturvölker direkt vergleichen sollten, das sehe ich eher etwas gespalten. Ich weiß nicht, inwiefern die ganze Familie zusammen schlafen geht ...... und wie es dort mit dem Arbeitsrhythmus "Thema Brötchen verdienen" zugeht. Die Kinder können schon schlafen während die Eltern vielleicht noch zusammensitzen - im selben Raum ..... In unseren Häusern läuft abends der Fernseher .... Video, PC usw. ist das eine Schlafumgebung fürs Kind? Das Kind im Wohnzimmer einschlafen lassen, im Schlafzimmer sich seinem Feierabendhobby hingeben wie Fernsehen ?

    Daher ist für mich die Vertrauensfrage eine ganz wesentliche. Ein Baby dass in den Schlaf gewiegt, gestillt, geflascht, wird, kriegt einen Riesenschreck wenn es nach dem "sichern" Mutterr oder Vater nicht vorfindet .... Eltern kommen trösten ... Kind wiegt sich im sichern, schläft, sichert :heul: und schon wieder wurde es verlassen, und das wiederholt sich oft mehrmals in der Nacht - da hat ein Balkonbett sicherlich Vorteile weil man schnell zur Stelle ist, aber der Schreck sitzt trotzdem im Kind.

    Ja, Kinder sollten in Elternnähe schlafen. Vor allem im ersten Jahr :jaja:
    nein, das reicht alleine nicht aus um dem Kind Sicherheit zu vermitteln ..... es sei denn man hält es wirklich mit Kind ins Bett und dabei bleiben .....

    Auf jeden Fall finde ich den Artikel sehr sehr schön, und es macht so einiges klar.

    Grüßle Ute
     

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