Wie sind eure Erfahrungen , was würdet Ihr tun?

Dieses Thema im Forum "Erfahrungsaustausch" wurde erstellt von Melanie, 21. August 2007.

  1. Melanie

    Melanie Gehört zum Inventar

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    Hallo

    also Vivien hat jetzt nächste Woche Dienstag den ersten Termin bei der Frühförderung.
    Da es um 9.00Uhr ist , kann Sie an diesem Tag nicht in den Kiga.
    Ich gebe natürlich bescheid das Sie da fehlen wird.
    Aber was soll Ich sagen ?
    Ich meine soll Ich denen sagen das Vivien zur Frühförderung geht wegen ihrer Sprachprobleme?
    Ich habe irgentwie Angst das Ihr dann sofort eine Stempel aufgedrückt wird.
    So nach dem Motto :"besonders beobachten"
    Ich frage deshalb ,weil Ich den Fehler gemacht habe und der Erzieherin von der Maxigruppe damals erzählt habe das Vivi mit dem Sprechen noch nicht so weit ist, bzw damit so ihre Probleme hat.
    Die Folge war das Ich mich mir immer wieder anhören durfte das die Kleine ja wieder nicht gesprochen hat , Ich mir ihr mal zum Kinderarzt gehen soll usw.
    Und wenn dann doch mal ein Wort von Ihr kam wurde das gleich breitgetreten.
    Am schlimmsten waren aber dann die Komentare der anderen Eltern.Dann kamen so Sachen wie :" Ach die kann ja doch sprechen " oder Die spricht ja nie , kennen Wir ja nicht anders":bruddel:

    Das hat mich immer gestört und Ich glaube Vivien nur noch weiter verunsichert.
    Darum habe Ich erlich gesagt jetzt etwas Angst.Bisher habe Ich aus dem Kiga nämlich nur positive Rückmeldungen bekommen.
    Was meint ihr ?
    Was soll Ich tun?

    Gruß
    Melanie
     
  2. Gaby

    Gaby Süße Schnecke

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    AW: Wie sind eure Erfahrungen , was würdet Ihr tun?

    Hallo,

    ich würde es erstmal nicht erwähnen.

    Bei Daniel und auch bei Marvin habe ich leider die Erfahrung gemacht, dass die Kinder tatsächlich einen Stempel aufgedrückt bekommen.

    Marvin war ja bei der Ergotherapie und im SPZ und ständig wurde es durchgekaut, soweit dass man im Kiga schon meinte ob den die normale Grundschule so das richtige wäre und ob man ihn nicht besser in eine Integrations-Klasse stecken sollte. DAS ging mir doch eindeutig zu weit.

    Auch von zwei Freundinnen weiss ich, das sie die "Handicaps" ihrer Kinder besser verschwiegen hätten. Die Kinder werden nicht mehr Objektiv gesehen, auch bei der Förderung ist es dann schwierig. Da kommt dann schon mal gerne ein "Naja, sie kann ja dies und das eh nicht wegen......."

    Marvin ist zb. im Kiga beim Sport von den Betreuuern ausgegrenzt worden, weil er so Probleme mit der Motorik hatte und es halt nicht kann.

    Als ich das erfahren habe bin an die Decke und zurück.

    Im Falle Deiner Tochter finde ich es tut keinem weh erstmal nichts zu erzählen. Wenn die Therapie dann Erfolg hatte, kannst Du ja zum guten Schluss erwähnen wie gut es ihr doch getan hat und wie toll sie jetzt spricht.
     
  3. Susala

    Susala Prinzessin auf der Palme

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    AW: Wie sind eure Erfahrungen , was würdet Ihr tun?

    Bei uns im Kindergarten ist es üblich, dass darüber gesprochen wird. Es ist doch nichts dabei, dass ein Kind mal förderung bekommt. Bei uns geschieht das allerdings auch teilweise direkt im Kindergarten. Außerdem kannst Du dann auch fragen, ob sie dann ausnahmsweise zu spät kommen kann.

    Ich war mit Marek als Baby bei der Frühförderung. Auch als er mit einem guten Jahr in die Kita ging, waren wir noch teilweise bei der Frühförderung. "Abgestempelt" wurden wir beide dafür nie, rumerzählt zu anderen Eltern wurde es aber auch nicht. Höchstens anerkannt, dass ich mich früh um seine Entwicklung kümmerte auch wenn es mit Aufwand verbunden war. Als Ausgleich hat er dafür gerade laut seiner Erzieherin in einigen anderen Bereichen zurzeit einen Entwicklungsvorsprung.

    Ich würde da ganz selbstbewußt rangehen. Ich selber war auch als Kind bei einer Logopädin zur Sprachförderung. :)
     
  4. Schäfchen

    Schäfchen Copilotin

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    AW: Wie sind eure Erfahrungen , was würdet Ihr tun?

    In unserem Kindergarten wird sowas auch mit den Erziehern besprochen. Fabienne ist eine Zeitlang regelmäßig einmal die Woche später als Ariane in den KiGa gekommen, weil sie Krankengymnasik hatte. Sie kommt heute alle 3 Monate einen Tag erst zum Mittag und hat dann meist ein Pflaster vom Blutabnehmen, weil wir Kontrolle hatten. Für die Kinder gehört das zu Fabienne einfach dazu, sie kennen sie nun mal so und damit ist das Thema gut.

    Was zwischen Eltern und Erziehern besprochen wird, bleibt in diesem kleinen Kreis. Ich wurde mal gefragt, ob ich beim Elternabend ein paar Worte zu Fabienne dagen möchte. Ich habe es gelassen, da es keinen Anlass dazu gab. Solange alle Kinder geimpft sind und ansteckendes ohnehin meldepflichtig ist, muss ich nicht alle darin einweihen, dass Fabienne eben ungeipft ist. Von daher wissen nur wenige Fabiennes Geschichte.

    Zuspätkommen wird bei wichtigen Dingen übrigens erlaubt. Das betrifft uns z.B. am Donnerstag, weil wir erst Zahnarztkontrolle haben mit den Kindern. Dann kommen sie halt später. Im Normalfall gilt aber die Kernzeit. Ausnahmen sind aber eben erlaubt bei vorheriger Anmeldung.
     

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